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So viel gelacht wurde bisher selten in einem Podcast, vor allem weil sich die Gäste gegenseitig herausforderten, charmant provozierten und auch Sebastian und Enno nicht ganz ungeschoren davonkommen ließen. Vielleicht ist das schon eine Prise der Zutaten, die es für den provokativen Ansatz in der Therapie braucht. Noni Höfner und Lotte Cordes sind nicht nur die Leiterinnen des Deutschen Instituts für Provokative Therapie in München, sondern auch Mutter und Tochter. Im Podcast wird verdeutlicht, wie der provokative Ansatz funktioniert und was es für sein Gelingen braucht und da geht es viel um Wertschätzung und um Pacing auf der Non-verbalen Ebene bei gleichzeitigem provokativen Überziehen der Konstrukte der Klientinnen und Klienten. Immer getragen von der Überzeugung, dass die Ressourcen und Möglichkeiten zur Veränderung bereits in den Klient:innen angelegt sind. Sebastian hatte bereits vor einigen Jahren einmal an einem Seminar bei Noni Höfner teilgenommen und den Vorschlag gemacht, sie und ihre Tochter einzuladen. Enno war nach der Podcast-Aufnahme so inspiriert, dass er schon im Frühjahr ein Seminar zum provokativen Ansatz bei den beiden besuchen wird. Was das ganze mit einem LKW zu tun und warum jemand partout nicht heißen möchte, wie ein italienischer Zirkusdirektor (vielleicht könnte man ihn ja damit provozieren)?
Hört selbst und lasst Euch inspirieren!
Weiterführende Infos zur Folge:
Der Mann mit dem unaussprechlichen Namen, der die Provokative Therapie begründet hat, hieß Frank Farrelly
Die Begründer des Neurolinguistischen Programmierens waren John Grinder und Richard Bandler
Der Podcast von Charlotte, Noni und Florian Schwartz: Der provokative Ansatz in Coaching und Therapie
Mehr Infos zu Noni und Lotte findet ihr unter: provokativ.com
Und natürlich wie immer sehr gerne Feedback, Anregungen und Kritik an [email protected]
Endlich wieder eine Supervision - live im Podcast
Der meistgelesene Wunsch von Hörerinnen und Hörern im letzten Jahr war, dass es doch bitte weitere Supervisionsfolgen geben solle. Endlich können Sebastian und Enno diesen Wunsch erfüllen, da sich Johanna interessiert gezeigt hat, einen Fall im Podcast vorzustellen. Johanna ist PiA beim if Weinheim und absolviert dort ihre Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin im Vertiefungsgebiet Systemische Therapie. Neben ihrer praktischen Ausbildung in der Kölner Ausbildungsambulanz arbeitet sie in einer forensisch psychiatrischen Klinik. Aus dieser Klinik stammt auch der Supervisionsfall, den sie in diese Folge einbringt. Nach einer Zielklärung für die Supervision erschließen sich Sebastian und Enno den Fall über viele Fragen, bevor sie in ein Reflecting-Team einsteigen, auf das Johanna dann noch einmal reagiert. Viel Spaß mit dieser Folge zum Start ins neue Jahr und alles Gute für 2025. Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus, so auch das Systemische PiA Festival am 12. und 13. Juli in Darmstadt. Alle Infos dazu und Anmeldungen auf www.piafestival.de .
Und natürlich wie immer sehr gerne Feedback, Anregungen und Kritik an [email protected]
Schaut man bei Wikipedia nach, ist zu lesen, dass der heutige Gast als einer der „bedeutendsten und innovativsten systemischen Therapeuten und Theoretiker“ bezeichnet wird (Zitat Heiko Kleve).
Prof. Dr. Fritz B. Simon ist nicht nur Mediziner und Soziologe, Analytiker und Systemiker sondern verfügt auch darüber hinaus über eine äußerst eindrucksvolle Vita. So war er Teil des Inner-Circles der Heidelberger Gruppe um Helm Stierlin. Zuvor hatte er in Niedersachsen die Akutpsychiatrie kennengelernt und sich später mehr und mehr auch mit Teams und Organisationen beschäftigt.
Was das mit der Gründung des Carl-Auer-Verlags zu tun hat, wieso es im Podcast plötzlich um Campingplätze in Neuseeland und weitere Destinationen in der Südsee ging und wieso es aus Sicht des Gastes geradezu logisch ist, sich in der Therapie auf Beobachtbares, also auf Kommunikation auszurichten, das ist in dieser Folge zu erfahren.
Außerdem informieren Sebastian und Enno zu einer Veranstaltung, die ihre Schatten vorauswirft: das 1. Systemische NWAN - PiA Festival, das am 12. und 13. Juli 2025 in der Nähe von Darmstadt stattfinden wird. Alle weiteren Infos in Kürze unter www.piafestival.de
Literaturhinweise aus der Folge:
Watzlawick, P., Weakland, J.H. & Fisch, R. (2008). Lösungen: Zur Theorie und Praxis menschlichen Handelns. Huber Verlag
Simon, F. B. (2018). Formen reloaded: Zur Kopplung von Organismus, Psyche und sozialen Systemen. Carl Auer Verlag
Jaspers, K. (1965). Allgemeine Psychopathologie. Springer Verlag
Simon, F.B. (2017). Meine Psychose, mein Fahrrad und ich: Zur Selbstorganisation der Verrücktheit. Carl Auer Verlag
Kollar, A. (2022). Nur die Lumpe sind bescheiden: Eine Autobiografie der Heidelberger systemischen Gruppe. Carl Auer Verlag
Fragen und Anregungen wie immer gerne an: [email protected]
Das waren so viele interessante Podcast Folgen mit tollen Gästen in der letzten Zeit, dass es mal wieder etwas Abwechslung sein darf. Deshalb haben Sebastian und Enno überlegt, sich einfach mal wieder miteinander zu unterhalten oder besser gesagt zu interviewen. Denn schon beim Start des Podcasts war auch ein Teil der Idee, den Inhalt der ohnehin zwischen den beiden geführten Gespräche zu fachlichen Inhalten mit den Hörerinnen und Hörern zu teilen. Diesmal haben sie sich dafür drei Kategorien überlegt. Was haben sie in den letzten Wochen interessantes erlebt in den Therapien, in den Supervisionen und in der Lehre. Und natürlich: was noch?
Außerdem sind noch ein paar neue Projekte in der Pipeline. Dabei geht es einmal darum, wie es eigentlich einfacher werden kann, Supervisor:innen zu finden und dann auch um ein PIA-Festival. Was es mit all dem auf sich hat? Einfach reinhören - viel Freude dabei!
Weitere Informationen zur Folge:
Die von Sebastian beschriebene Methode zusammengefasst:
Liechti, J. (2022). Dann komm ich halt, sag aber nichts: Motivierung Jugendlicher in Therapie und Beratung. 4. Auflage. Carl-Auer Verlag.
Psychologie Award 2024: https://wilob.ch/allgemein/psychologie-award-2024-zwei-pioniere-geehrt/
Anregungen und Kritik wie immer gerne unter [email protected]
In Deutschland gibt es nur einen klinisch psychologischen und psychotherapeutischen Lehrstuhl explizit für Systemische Psychotherapie und nur wenige weitere Professuren und Lehrstühle an Universitäten, die sich schwerpunktmäßig mit diesem Richtlinienfahren befassen. Inhaberin dieses Lehrstuhls ist Prof. Dr. Christina Hunger-Schoppe an der Universität Witten-Herdecke, die Sebastian und Enno in dieser Podcast-Folge begrüßen dürfen. Richtig erstaunlich ist diese geringe Verbreitung nicht, ist Systemische Therapie doch erst seit relativ kurzem Richtlinienverfahren und spielte auch deshalb an deutschen Universitäten und in der Disziplin der Psychologie eine untergeordnete Rolle. (Ganz im Gegensatz übrigens zu den Fachbereichen Soziale Arbeit an den Fachhochschulen).
Ohne eine stärkere Verortung und Verbreitung an den Fakultäten wird es schwer sein, in den entsprechend des neuen Psychotherapeutengesetzes konzipierten Masterstudiengängen Psychotherapie die gesamte Breite der Verfahren zu lehren. Ein weiterer Blick gilt der Forschung in Deutschland im Bereich der Systemischen Therapie, die im Sektor der Heilkunde ebenfalls noch vergleichsweise wenig ausgeprägt ist. Aber es tut sich etwas! Und genau darüber kommen Sebastian und Enno mit Christina ins Gespräch. Welche aktuellen Projekte hat sie in der Pipeline und worauf fällt ihr Blick, wenn es um die Systemische Therapie an den Universitäten geht? Wieso interessiert sie sich so sehr für das Mehrpersonensetting und welche Chancen für Forschung liegen in den systemischen Ausbildungsambulanzen und im Projekt sysdok? Und natürlich: wie wird man eigentlich eine so erfolgreiche Forscherin und welche Tipps hat sie für Interessierte in diesem Feld? Freut Euch auf eine spannende Folge rund um Systemische Wissenschaft und Forschung!
Weitere Informationen zur Folge:
Schweitzer, J., Hunger-Schoppe, C., Hitziger, R. & Lieb, H. (2023), Soziale Ängste. Heidelberg: Carl-Auer.
Hunger-Schoppe, C. et al. (2022): Integrative systemic and family therapy for social anxiety disorder: Manual and practice in a pilot randomized controlled trial (SOPHO-CBT/ST). Front. Psychol., 04 November 2022 (Volume 13). https://doi.org/10.3389/fpsyg.2022.867246
Schweitzer, J. (2014). Heilung als Gemeinschaftsleistung: Blick auf kollektive Psychotherapiekulturen. In: Die Psychotherapie (Volume 59, p. 82-88)
https://www.uni-wh.de/detailseiten/kontakte/christina-hunger-schoppe-3143/f0/
Anregungen und Kritik wie immer gerne unter [email protected]
Vermutlich reicht vielen allein das Hören der Stimme, um den Gast der heutigen Folge zu identifizieren. Sebastian und Enno freuen sich sehr, dass Dr. Gunther Schmidt der Einladung gefolgt ist, als einer der Begründer und "Urgestein" des hypnosystemischen Ansatzes. Gunther Schmidt berichtet nicht nur von den Anfängen und wie er inspiriert von seiner Tätigkeit in der Stierlin-Gruppe in Heidelberg zu seinem Ansatz gekommen ist. Er macht auch deutlich, wo dieser Ansatz im heutigen Gesundheitswesen zu verorten ist und als wie (in)kompatibel sich das darstellt. Schließlich geht es auch um die von ihm gegründete Systelios-Klinik, in der nicht nur der hypnosystemische Ansatz therapeutisch verfolgt wird, sondern genauso auch als Teil der Organsationsenwticklung gelebt wird. Am Ende des spannenden Gesprächs waren dann noch viele Fragen und Themen, aber keine Zeit mehr übrig, so dass Sebastian, Enno und Gunther schon über eine zweite zukünftige Folge nachdenken.
Anregungen und Kritik wie immer gerne unter [email protected]
Über die Berücksichtigung des sozialen Kontextes in der Systemischen Therapie und das Mehrpersonensetting haben Sebastian und Enno schon das ein oder andere Mal gesprochen. Eine ganz besondere Form des Mehrpersonensettings ist das Paarsetting. Systemische Paartherapie gilt als eine solche "Spezialität", das sie auch in eigenen Curricula vermittelt wird. Nicht nur die Allparteilichkeit wird auf eine besondere Probe gestellt, sondern auch die Themen sind durchaus spezifisch. In dieser Folge sprechen die beiden Gastgeber dazu mit einer der bekanntesten Systemischen Paartherapeutinnen, Dr. Angelika Eck aus Karlsruhe. Sie gibt nicht nur Einblick in den paar- und sexualtherapeutischen Alltag ihrer Praxis, sondern auch einen Überblick über das Feld der Systemischen Paar- und Sexualtherapie. Daneben geht es auch um ihre Kolumne "Schlafzimmerblick" im ZEITMagazin und darum, warum sie sich in ihrer letzten Publikation besonders der weiblichen Sexualität widmet. Viel Spaß dabei!
Weiterführende Infos in dieser Folge:
Sexocorporeller Ansatz: https://sexocorporel.com/de/
Sztenc, M. (2020). Embodimentorientierte Sexualtherapie: Grundlagen und Anwendung des Sexocorporel. Schattauer Verlag
Sexueller Reaktionszyklus nach Masters and Johnson: Masters, W.H. & Johnson, V. E. (1966): Human sexual response. Little, Brown.
Genannte Forscherinnen: Davor Schnarch, Helen S. Kaplan und Martha Meana
Janssen, E., & Bancroft, J. (2023). The Dual Control Model of Sexual Response: A Scoping Review, 2009-2022. Journal of sex research, 60(7), 948–968. https://doi.org/10.1080/00224499.2023.2219247
Anregungen und Kritik wie immer gerne an [email protected]
Im Rahmen der Wissenschaftlichen Jahrestagung der Systemischen Gesellschaft mit dem schönen Titel "Resonanzen" war Ende Juni in Berlin Cordula Stratmann zu Gast im Live-Podcast von "Nicht wahr, aber nutzbar".
Cordulan Stratmann ist nicht nur seit vielen Jahren als bekannte Komikerin in den unterschiedlichsten Formaten unterwegs und hat dafür bereits die Goldene Kamera und den Deutschen Fernsehpreis gewonnen, sondern ist auch ausgebildete systemische Familientherapeutin.
Sebastian und Enno gehen dieser beruflichen Entwicklung auf die Spur und lernen die Therapeutin Cordula Stratmann besser kennen. So erfahren wir über ihren therapeutischen Stil, die Bedeutung ihrer Weiterbildung und bekommen einige Empfehlungen für die Praxis. Spannend ist natürlich auch, wie eine Systemikerin auf die ganz andere Welt der Fernsehunterhaltung blickt und wo es vielleicht auch Parallelen zwischen Komik und Systemischer Therapie gibt.
Da es sich um eine Live-Aufnahme in der Alten Münze in Berlin handelt, kommt auch das Publikum zu Wort und bringt eigene Fragen an Cordulan Stratmann ein.
Viel Spaß mit dieser Sommerfolge!
Infos, Rückmeldungen, Lob und Kritik wie immer gerne an [email protected]
Wieder war eine Live-Supervision geplant, diesmal im Rahmen eines Paartherapie-Seminars mit den Teilnehmenden als Reflecting-Team und einer Teilnehmerin, die ein Anliegen vorstellt.
Es gab nicht nur eine spannende Fragestellung zu empfundener Gerechtigkeit und Allparteilichkeit, sondern auch zum Umgang mit solchen Situationen, wenn man als Therapeut:in gerade selbst mit einem ähnlichen Thema unterwegs ist. Ein spannendes Reflecting-Team folgte und eine Schlusssequenz und dann.... – Probleme bei der Tonqualität, die sich als technisch nicht lösbar erwiesen. Also umdisponiert: Sebastian und Enno besprechen kurz die wichtigsten Aspekte dieser Supervisionssitzung, bevor sie das Thema noch einmal in einen breiteren Kontext stellen.
Das Mehrpersonensetting als ein konstitutives Merkmal der Systemischen Therapie. Aber how to Mehrpersonensetting? Also wann vielleicht auch nicht und wann ist es besonders indiziert? Was sind typische methodische Vorgehensweisen und was auch mögliche Stolpersteine? Und wie lässt sich das MPS in der Praxis umsetzen und auch bei Psychotherapien im Kontext des Gesundheitswesens gewinnbringend integrieren?
UND nicht vergessen: am 22. Juni findet um 12 Uhr die Podcast-Lounge live in Berlin statt. Zu Gast ist Cordula Stratmann in der Alten Münze, wo die wissenschaftliche Jahrestagung der Systemischen Gesellschaft stattfindet. Tagungsteilnehmende können ohne Anmeldung dabei sein. Aber auch wenn ihr nicht zur Tagung kommt, ist eine kostenfreie Teilnahme möglich. Dazu bitte eine kurze Mail an [email protected]
Über Rückmeldungen, Anregungen und Vorschläge freuen wir uns unter [email protected]
In dieser Folge erfahren wir, was sich hinter den Begriffen "walking marriages", "metamoures", "mono-poly" und "new relationship energy" verbirgt und warum Polyamorie für so manche:n die Vorstellung von Disney Happy Ends entzaubert.
Wir haben mit Prof. Dr. Sonja Bröning zu modernen Beziehungsmodellen gesprochen und welche Implikationen diese für den Praxisalltag von systemischen Therapeut:innen und Berater:innen mit sich bringen.
Sonja Bröning ist Professorin für Entwicklungspsychologie an der MSH Medicalschool Hamburg und seit vielen Jahren in freier Praxis als Mediatorin (BM), systemische Therapeutin (DGSF), und Sexualtherapeutin (DGfS) tätig. Sie forscht u.a. zu den Themenbereichen Beziehungsdynamik in Partnerschaft, Familie, Sexualität, Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt, Polyamorie und offene Beziehungsformen.
Fragen, Anregungen und Themenwünsche: [email protected]
Weitere Infos: www.nwan-podcast.de
Perel, E. (2007). Mating in captivity: How to keep desire and passion alive in long-term relationships. Yellow Kite
Fern, J. (2023). Polysecure: Bindung, Trauma und konsensuelle Nicht-Monogamie. Divana Verlag
Polytalk Forum und Vortragsreihe von Sonja Bröning
Roesler, C; Bröning, S. et al. (2024) Paarbeziehung im 21. Jahrhundert: Psychosoziale Entwicklungen und Spannungsfelder. Kohlhammer Verlag.
Czyzselska, J.C. (2022). Queering psychotherapy. Karnac Books.
Ergänzender Zuhörer Hinweis: Kauppi, M. (2021). Polyamory: A clinical toolkit for therapists (and their clients).
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