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29 Tonnen altes Kriegsmaterial wurden im Vorjahr in Österreich geborgen. Jedes Jahr entsorgt der Entminungsdienst des Bundesheeres solche Mengen, er sorgt für den Abtransport und dafür, dass niemand durch Bomben und andere Kriegsrelikte zu Schaden kommt. Nicht immer ist das gefahrlos möglich.
Nicht nur Blindgänger schlummern nach Kriegen im Boden und erinnern noch jahrzehntelang an die Gräuel der Kampfhandlungen. Moderne Kriege - Ukraine, Gaza, Iran - haben auch andere Folgen, etwa gigantische Umweltzerstörungen. Schwermetalle kontaminieren das Erdreich, massenhaft Glasfaserkabel verunmöglichen auf lange Zeit Landwirtschaft, und dazu kommt der unglaublich hohe CO2-Ausstoß durch Kriegsgerät aller Art.
Der Zweikampf zwischen Viktor Orbán und Péter Magyar ist entschieden - was kaum jemand für möglich gehalten hatte, ist eingetreten: Die Oppositionspartei TISZA wird im gestern gewählten ungarischen Parlament über eine Zweidrittelmehrheit verfügen. Damit ist der Weg frei für einen großflächigen Umbau des Systems Orbán, mit dem FIDESZ Ungarn in den vergangenen Jahren in eine illiberale Demokratie verwandelt hatte.
Wie schnell kann es gelingen, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit wieder herzustellen? Was ist von einem Ministerpräsidenten Magyar zu erwarten, und was bedeutet der eindeutige Wahlsieg für die EU und für Österreich? Ist der Rechtspopulismus durch Orbáns Niederlage nun weltweit geschwächt?
Darüber diskutieren:
Petra Edlbacher, Austria Presse Agentur
Eszter Kováts, Politologin, Universität Wien
Carsten Schneider, Rektor der Central European University, Wien
Was für Österreich der Schisport, ist für Belgien das Radfahren. Die Flandern-Rundfahrt etwa ist immer ein Volksfest. Die "Ronde de Vlaanderen" ist eines der sogenannten Monumente, so werden die fünf Eintagesklassiker des Rennradsports genannt, von denen noch ein weiterer in Belgien stattfindet, nämlich das äußerst hügelige Straßenrennen Lüttich-Bastogne-Lüttich Ende April. Abseits der Mega-Events finden in dem Land fast täglich Radrennen statt - in allen Disziplinen: Querfeldein, Mountainbike, Straße - mit Teilnehmer:innen von den ganz Kleinen bis zu den Senior:innen. Wie ist diese Liebe zu erklären?
Eine Sendung von Jean-Marie Magro.
Lange galt er als unbesiegbar und allmächtig: der ungarische Langzeitpremier Viktor Orbán. Seit 16 Jahren regiert seine rechtskonservative FIDESZ-Partei das Land; Demokratie und Rechtsstaatlichkeit wurden in dieser Zeit sukzessive abgebaut, das Land lag im Dauerkonflikt mit der EU.
Doch bei den Parlamentswahlen am 12. April könnte es eng für FIDESZ und den Ministerpräsidenten werden: Mit Péter Magyar ist Orbán ein ernstzunehmender Konkurrent erwachsen. Im Wahlkampf verspricht er den Kampf gegen die allgegenwärtige Korruption und die Verbesserung der Infrastruktur, des Gesundheitswesens und der Wirtschaftslage der Ungarinnen und Ungarn.
Viele Menschen jubeln dem konservativen FIDESZ-Dissidenten, der die große politische Bühne erst 2024 betreten hat, zu - die meisten Umfragen sehen Magyar deutlich in Führung. Doch ein Wahlsieg ist keine ausgemachte Sache, denn Orbáns FIDESZ-Partei hat das Wahlrecht in den vergangenen Jahren mehrfach geändert, um ihre Machtbasis zur sichern.
Im Aztekenstadion in Mexiko-Stadt wird am 11. Juni das Eröffnungsspiel der Fußball-WM zwischen Mexiko und Südafrika ausgetragen. Damit rückt die mexikanische Hauptstadt weltweit ins mediale Interesse. Neun Millionen Menschen leben im Zentralraum, über 20 Millionen in der gesamten Metropolregion. Mexiko City ist eine der lautesten Städte der Welt, und doch ist es an manchen Plätzen erstaunlich ruhig. Einst durchzogen Kanäle die Stadt, auf den letzten davon gleiten bis heute Kayaks durchs grüne Wasser, am Horizont sieht man majestätische schneebedeckte Vulkane. Sie waren längst da, als noch die Azteken herrschten. Die meisten Seen, die seinerzeit über die Stadt verteilt waren, sind heute allerdings verschwunden.
Im Jänner 2007 stand Steve Jobs auf einer Bühne im Moscone-Messezentrum in San Francisco und stellte ein Gerät vor, das die Gesellschaft für immer verändern sollte: das iPhone. Dieses neuartige Telefon löste den Smartphone-Boom aus, die Grundlage des heutigen Social Media-Zeitalters. Apple wurde dadurch zu einem der mächtigsten und wertvollsten Unternehmen der Welt.
Steve Jobs hat Apple lange zuvor, bereits am 1. April 1976, gemeinsam mit Ron Wayne und Steve Wozniak gegründet und es vom legendären Garagen-Startup zum Tech-Giganten gemacht. Zum 50. Geburtstag steht Apple aber vor großen Herausforderungen. KI und die US-Politik verändern die Welt radikal, außerdem steht ein Wechsel an der Unternehmensspitze an.
Der neue Krieg im Nahen Osten zieht auch den Libanon wieder in Mitleidenschaft. Nach Angriffen der Hisbollah auf Israel schlägt dessen Armee zurück, kontrolliert den Luftraum und Gebiete im Süden des Landes. Es gibt bereits mehr als 1000 Tote. Und mehr als eine Million Menschen sind schon vertrieben worden. Sie schlafen unter freiem Himmel oder in selbstgebauten Zelten auf der Straße. Weil der Staat kein Geld hat, springen Hilfsorganisationen bei ihrer Versorgung ein.
Und obwohl der Frust über die Terrororganisation Hisbollah hoch ist, ist die Angst vor einer erneuten israelischen Besatzung größer. Den Vertriebenen droht, nicht mehr zurück nach Hause zu kommen.
Seit dem Beginn des Krieges im Iran steigen die Gas- und Rohölpreise an den weltweiten Handelsbörsen massiv an. Das hat Folgen, die weit über die Preisanstiege an den Tankstellen hinausreichen. Da die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern noch immer sehr groß ist, wirken sich deren Kosten auf fast alle Wirtschafts- und Lebensbereiche aus - vom Heizen über die Stahl-, Papier-, Lebensmittel- und Futtermittelproduktion bis hin zu höheren Transportkosten.
Die Regierung versucht durch Preisbremsen gegenzusteuern. Aber reicht das? Wie sehr ist unsere Wirtschaft bedroht? Ist die Versorgung gesichert? Zu welchem Preis?
Darüber diskutieren:
Walter Boltz, Energieexperte
Elisabeth Zehetner, Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium (ÖVP)
Sigrid Stagl, Umweltökonomin (WU Wien)
Monika Köppl-Turyna, Wirtschaftsforscherin (EcoAustria)
Diskussionsleitung: Christoph Danninger
In Ungarn, Kroatien, Bulgarien gibt es konservative oder rechtspopulistische Regierungen (in Bulgarien aktuell eine Übergangsregierung).
In den jeweiligen Hauptstädten ist das anders: Budapest, Zagreb und Sofia haben oppositionelle Bürgermeister aus dem linksliberalen bis grünen Lager gewählt.
Konflikte zwischen Hauptstadt und Regierung sind programmiert. Oft geht es ums Geld, weil zum Beispiel die Zentralregierung Zuschüsse für die Stadt kürzt. Darüberhinaus wird auch gerne die Justiz bemüht: So ist etwa der Budapester Bürgermeister angeklagt, weil er die sogenannte Prideparade in seiner Stadt gegen den Willen der Regierung durchgesetzt hat. Der Bürgermeister von Zagreb wiederum steht unter Beschuss, weil er den Auftritt eines rechten Rocksängers unterbinden wollte.
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