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Im Jahr 2050 werden in Österreich rund 120.000 Erwerbspersonen fehlen - mit massiven Folgen für den Arbeitsmarkt, vor denen unlängst AMS-Chef Johannes Kopf gewarnt hat. Hintergrund ist die demografische Entwicklung, unter anderem die niedrige Geburtenrate. Das Thema werde viel zu wenig ernst genommen, mahnt Kopf. Schon jetzt klagen Betriebe über einen Fachkräftemangel. Zugleich liegt Österreich bei der Teilzeitquote im europäischen Spitzenfeld. Wer soll also künftig die Arbeit machen? Welche Branchen sind besonders betroffen? Und wie groß sind die Umbrüche in der Arbeitswelt, die durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz zu erwarten sind?
Darüber diskutieren:
Julia Bock-Schappelwein, WIFO
Johannes Kopf, AMS-Vorstand
Manuela Vollmann, Geschäftsführerin ABZ*Austria
Diskussionsleitung: Monika Feldner-Zimmermann
Nach wie vor versuchen zehntausende Menschen jedes Jahr von Nordfrankreich über den Ärmelkanal nach Großbritannien zu gelangen. In Städten wie Grande-Synthe oder Loon-Plage leben bis zu 1.500 Menschen in wilden Camps und warten dort auf die Chance auf eine Überfahrt. Etwa 41.000 haben es im vergangenen Jahr auf diesem Weg ins Vereinigte Königreich geschafft. Die französische Polizei hat jetzt ihre Einsatzdoktrin geändert: Sie darf die Boote nun auch noch im Wasser an der Überfahrt hindern – zuvor waren im Meer nur Rettungseinsätze der Behörden erlaubt.
Am Ende des Winters misten wieder viele ihre Kästen aus und werfen alte Kleider in einen der tausenden Sammelcontainer.
Vergangenen Sommer hat allerdings ein Greenpeace-Bericht für Aufsehen gesorgt, wonach nur wenige Altkleider wirklich weiter getragen werden. Vieles lande stattdessen auf Müllbergen in Asien oder Afrika oder werde dort verbrannt. Jene, die über die Altkleidercontainer Spenden sammeln, also Hilfsorganisationen, Gemeinden und Privatbetriebe, versichern hingegen, die Sammlung sei nachhaltig. Aber es würde einfach zu viel billige Kleidung produziert und gekauft, Stichwort Fast Fashion. Anlässlich des Welt-Recycling-Tags am 18. März stellen wir die Frage: Was geschieht mit unseren Altkleiderspenden?
(Der Bericht wurde im Dezember 2025 erstmals ausgestrahlt.)
Heute sind sie oft unauffällige Amtsgebäude wie Bezirksgerichte, Polizeistationen oder Büros von Ministerien, an denen man achtlos vorbeigeht. In der Zeit des Nationalsozialismus haben sie aber häufig eine zentrale Rolle gespielt. Menschen wurden in diesen Gebäuden gefangen gehalten, gefoltert oder aus ihnen vertrieben und in Konzentrationslager gebracht. Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) lässt nun einen Teil ihrer Gebäude historisch aufarbeiten. Fast alle der vom Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung untersuchten Gebäude sind NS-kontaminiert. Die oft schreckliche Geschichte hinter den Fassaden soll nun öffentlich gemacht werden.
Weitere NS-belastete Bauten stehen im Blickpunkt: In Braunau am Inn wird im Hitler-Geburtshaus bald eine Polizeistation eröffnet. Und wie soll mit dem „Hitler-Balkon“ am Wiener Heldenplatz umgegangen werden?
Der Prager Nahverkehr gehört mit seiner Netzdichte und dem hohen Takt europaweit zu den Spitzenreitern. Bis heute bilden Straßenbahnen das Rückgrat des Netzes. Sie fahren über Kopfsteinpflastergassen bis in die hintersten Winkel der Stadt, sind eine beliebte Touristenattraktion – und für die Einheimischen so wichtig, dass ständig neue Straßenbahn-Kilometer gebaut werden. Selbst Franz Kafka hat in seiner Kurzgeschichte „Der Fahrgast“ die Tram in den Mittelpunkt gestellt. Aus Tschechien stammt ein in ganz Mittel- und Osteuropa verbreitetes Straßenbahnmodell, die Tatra-Reihe. Auch heute noch liefern tschechische Firmen neue Trams nach ganz Europa.
Doch gleichzeitig ist Tschechien ein Autoland: Seit kurzem sitzen die „Motoristé sobe“, die Autofahrer-Partei, als Junior-Koalitionspartner im Kabinett von Ministerpräsident Andrej Babiš. Der Gedanke an eine Verkehrswende behagt längst nicht allen im Land.
Früher haben hunderttausende sogenannte Brillenpinguine die Inseln und Küsten Südafrikas bevölkert. Heute steht der Afrikanische Pinguin auf der roten Liste der bedrohten Arten. In der Wildnis gibt es nur noch 8.000 brütende Paare. Zigtausende dürften verhungert sein. Die Vögel sind stark auf Sardinen angewiesen, durch den Klimawandel mit steigenden Meerestemperaturen werden die seltener.
Wissenschafter:innen warnen: Wenn nichts passiert, wird der Brillenpinguin in den nächsten zehn Jahren ausgestorben sein. Südafrikanische Tierschutzorganisationen sind emsig dabei, das Schlimmste zu verhindern. Sie päppeln kranke oder verletzte Tiere in Rettungsstationen wieder auf und betreiben Brutprogramme - verlassene Pinguineier werden ausgebrütet und die Küken dann solange versorgt, bis man sie auswildern kann.
Im Krieg der USA und Israels gegen den Iran zeichnet sich kein rasches Ende ab. Europa als Nachbar der Konfliktregion musste sich bisher mit der Rolle des Zuschauers begnügen. Dabei ist Europa von den Folgen des Kriegs unmittelbar betroffen: Der steigende Ölpreis schürt Inflations- und Konjunktursorgen, diese schicken Aktienkurse auf Talfahrt. Etliche Staaten diskutieren zwölf Tage nach Kriegsbeginn bereits Markteingriffe.
In Österreich nimmt die politische Debatte über Eingriffe in Energiepreise Fahrt auf, schon ist von Steuersenkungen und Deckelungen die Rede. Sind Eingriffe gerechtfertigt? Und ab welchem Zeitpunkt? Gibt es auch andere Instrumente zur Entlastung?
Darüber diskutieren:
Johannes Benigni, Ölmarkt-Experte
Michael Böheim, Ökonom, WIFO
Barbara Schuster, stv. Chefökonomin, Momentum Institut
Am 11. März 2011 ereignete sich im Nordosten von Japan das schwerste Erdbeben des 21. Jahrhunderts. Es löste einen verheerenden Tsunami aus, der rund 20.000 Opfer forderte. Tsunami und Beben beschädigten auch das Atomkraftwerk Fukushima Nummer 1 schwer, weite Landstriche wurden radioaktiv kontaminiert. 15 Jahre später setzt Japans Regierung wieder verstärkt auf Atomkraft. Sogar der Stromversorger Tepco, dessen mangelnde Vorsorge für die Atomkatastrophe verantwortlich war, durfte soeben wieder einen Atommeiler in Betrieb nehmen.
Laut einer repräsentativen Umfrage der Initiative "Safer Internet" sind 38 Prozent der 11- bis 17jährigen Kinder und Jugendlichen in Österreich im Netz schon einmal sexuell belästigt worden: Mit intimen Fragen, Dickpics - also der unerwünschten Zusendung von Genitalbildern - oft mit der Aufforderung, doch als Gegenleistung auch Nacktfotos von sich zu schicken. Die meisten Übergriffe passieren in sozialen Netzwerken oder über die Chatfunktionen von Online-Spielen. Pädophile erschleichen sich das Vertrauen von Kindern unter 14 Jahren - mit dem Ziel, Nacktfotos zu bekommen oder zu ihnen sogar einen tatsächlichen Sexualkontakt anzubahnen. Und auch schon Teenager werden Opfer von der sogenannten "Sextortion": Da drohen Täter mit der Veröffentlichung von Nacktbildern oder Porno-Videos, wenn nicht gezahlt wird.
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