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Flüsse sollen frei fließen können.
25.000 Kilometer beeinträchtiger Flüsse in der Europäischen Union sollen laut dem Nature Restoration Law der EU bis zum Jahr 2030 wieder frei fließen. Das ist ein sehr ambitioniertes Ziel angesichts der vielen Flüsse, die ab dem 19. Jahrhundert "reguliert" wurden. Mit der EU-Wasserrahmenrichtlinie werden aber schon seit dem Jahr 2000 Flüsse revitalisiert. Damit konnte viel Erfahrung gewonnen werden und die Projekte zeigen, dass Flüsse rasch reagieren, wenn Uferverbauungen und Querbauwerke entfernt werden. Die Revitalisierung kostet, doch sie nützt mehrfach: Den im und am Fluss lebenden Pflanzen und Tieren, für den Hochwasserschutz, das Grundwasser und die Erholung der Menschen.
Gestaltung: Sonja Bettel. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 30 09. 2026.
Wie viele kann ich lieben?
Die Idee der Polyamorie geht davon aus, dass ein Mensch mit mehreren Personen gleichzeitig eine innige Liebesbeziehung führen kann. Was steckt dahinter? Ist es die Angst, etwas zu verpassen, wenn man nur eine Person liebt? Oder ist die Idee der Offenheit und Ehrlichkeit das Erfolgsgeheimnis gelingender Beziehungen? Wie viele kann man gleichzeitig lieben? Lieben wir seriell intensiver? Oder gibt es gar nur die eine große Liebe? Was sagen die großen Denker zu Monogamie, Polyamorie und zur Liebe des Lebens.
Gestaltung: Ulrike Schmitzer und Lisz Hirn. Redaktion: Ulrike Schmitzer.
Diese Folge wurde auch im Ö1 Radiokolleg am 28. 09. 2026 gesendet.
"Mit Hirn durchs Leben" gibt es auch als eigenen Podcast:
https://sound.orf.at/podcast/oe1/mit-hirn-durchs-leben
Ist Eigenverantwortung noch zeitgemäß?
Bergretter beklagen, dass viele Gipfelstürmer keine Eigenverantwortung mehr übernehmen - sie verlassen sich darauf, dass sie ohnehin gerettet werden. Man spricht schon von einer "Vollkaskomentalität", die sich breit macht: Irgendwer wird schon die Verantwortung übernehmen, ist nicht nur im Bergsport die Devise. Ist das die Folge einer Erziehung, in der man nicht mehr lernt, für sich selbst einzustehen? Lisz Hirn befragt die Werke von Philosophinnen und Philosophen zu diesem Phänomen.
Gestaltung: Ulrike Schmitzer und Lisz Hirn. Redaktion: Ulrike Schmitzer.
Diese Folge wurde auch im Ö1 Radiokolleg am 29. 09. 2026 gesendet.
"Mit Hirn durchs Leben" gibt es auch als eigenen Podcast:
https://sound.orf.at/podcast/oe1/mit-hirn-durchs-leben
Wem kann ich noch glauben?
Fake News, Alternative Facts - die Wahrheit ist heute biegsam. Wem kann man noch vertrauen? Ist der Glaube an eine Wahrheit jetzt wichtiger als die Erkenntnisse der Wissenschaft oder das Wissen von Experten? Oder anders mit dem Philosophen Michel Foucault gefragt: Wer hat die Macht zu bestimmen, was wahr ist? Mit Donald Trump hat diese theoretische philosophische Frage an Brisanz gewonnen. Wie will uns die Philosophie zu kritischem Denken führen?
Gestaltung: Ulrike Schmitzer und Lisz Hirn. Redaktion: Ulrike Schmitzer.
Diese Folge wurde auch im Ö1 Radiokolleg am 01. 10. 2026 gesendet.
"Mit Hirn durchs Leben" gibt es auch als eigenen Podcast:
https://sound.orf.at/podcast/oe1/mit-hirn-durchs-leben
Was schulde ich der älteren Generation?
Einst war der Generationenvertrag eine fixe Größe - schließlich sollten die Jungen später auch davon profitieren. Doch wenn es heute um Pension, um Wehrpflicht oder um Pflege geht, wird neu ganz verhandelt. Gibt es eine moralische Verpflichtung der älteren Generation gegenüber? Bin ich ein schlechter Mensch, wenn ich meine Erbschuld nicht an den Eltern abarbeiten will? Wie gehen die Denker mit diesem ethischen Problem um? Lisz Hirn gibt neue Denkanstöße.
Gestaltung: Ulrike Schmitzer und Lisz Hirn. Redaktion: Ulrike Schmitzer.
Diese Folge wurde auch im Ö1 Radiokolleg am 01. 10. 2026 gesendet.
"Mit Hirn durchs Leben" gibt es auch als eigenen Podcast:
https://sound.orf.at/podcast/oe1/mit-hirn-durchs-leben
Historische Ortsbilder sind Heimat, Identität und Tourismusmagnet zugleich - doch sie stehen unter Druck. Investoren wittern Profit, Gemeinden und lokale Initiativen kämpfen gegen Zersiedlung und Leerstand. Wir berichten in 4 Folgen über regionale Beispiele aus Österreich und stellen die Frage, wie ländliche Raumplanung aussehen muss, damit sie zukunftsfit ist?
Gestaltung: Andreas Wolf. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 21. 09. 2026.
Wie Architektur Altes bewahrt und Neues wagt.
Historische Ortsbilder sind touristische Attraktionen, doch für Menschen. die in den meist Jahrhunderte alten Häusern und engen Gassen leben, ist das Wohnen hinter den alten Fassaden oft eine Herausforderung. Bauliche Veränderungen, oder gar Neubauten in historisch geschützten Ensembles sind oft schwierig und nur unter großen Auflagen möglich. Die erfolgreiche Bewahrung von Ortsbildern erfordert eine behutsame Architektur und damit auch eine enge Zusammenarbeit zwischen Eigentümern, Gemeinden, Planern und Behörden. Im Idealfall sind Neu-, An- und Zubauten eigenständige Statements, ohne dominant zu wirken. Beispiele für diese Entwicklungen finden sich in zahlreichen Vorarlberger Gemeinden.
Gestaltung: Andreas Wolf. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 22. 09. 2026.
Warum Raumplanung zur Chefsache werden muss.
In Österreich gibt es keine bundesweite Liste mit Orten, die unter Ensembleschutz stehen. Dennoch gibt es zahlreiche Orte und Stadtkerne, die aufgrund ihres geschlossenen historischen Erscheinungsbildes unter besonderem Schutz stehen, dazu zählen unter anderem: Hallstadt, Krems, Steyr, Gmunden, Freistadt, Friesach, Rust, Feldkirch, Dürnstein, Weitra oder Rattenberg. Doch in vielen Gemeinden gibt es ein Gefälle zwischen den geschützten historischen Zentren und dem Umland, denn weite Teile Österreichs sind stark zersiedelt. Die Gründe liegen einerseits im alten Erbrecht. Ein aktuellerer Grund ist die Raum- und Bebauungsplanung, die hierzulande in den Kompetenzbereich der Bürgermeister fällt. Vor allem in kleinen Gemeinden führt das zu Interessenskonflikten.
Gestaltung: Andreas Wolf. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 23. 09. 2026.
Wie Gemeinden ihre Ortskerne neu erfinden.
Ein Einkaufszentrum an der Peripherie führt fast immer zu einem ausgestorbenen Ortskern. Wo einst Bäcker, Fleischhauer, Gemüsehändler, Greißler, Modegeschäfte oder Wirtshäuser für ein belebtes Zentrum sorgten, klafft heute meist Leerstand. Dem entgegen wirken will die Initiative "Landluft", indem sie einen Baukulturpreis vergibt. Prämiert werden Gemeinden, in denen viele Bereiche wie architektonische Kontinuität, Bürgerbeteiligung, Energieversorgung, Mobilität, Behebung von Leerstand oder Ortskernverdichtung eng miteinander verzahnt sind. Das Ergebnis ist eine höhere Lebensqualität, die die Landflucht nicht nur verringert, sondern oft auch für Zuzug sorgt.
Gestaltung: Andreas Wolf. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 24. 09. 2026.
Der aktuelle Befund über den Zustand der Europäischen Union ist kritisch: Sicherheitspolitisch drohe Europa zwischen den Fronten von USA, Russland und China zerrieben zu werden. Bei Zukunftstechnologien und der Digitalisierung würden europäische Unternehmen keine Rolle spielen. In den Augen vieler Experten kann nur eine tiefgreifende institutionelle Reform die EU vor dem Stillstand retten.
Gestaltung: Johannes Gelich. Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 21. 09. 2026.
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