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Wege in die technologische und wirtschaftliche Souveränität.
Wie kann Europa im technologischen Wettstreit zwischen den USA und China bestehen? Welche Schlüsseltechnologien müssen gezielt gefördert werden, um Abhängigkeiten zu reduzieren und Innovationen zu sichern? Und wie können widerstandsfähige Lieferketten und Voraussetzungen für Europas langfristige wirtschaftliche und technologische Handlungsfähigkeit geschaffen werden?
Gestaltung: Johannes Gelich. Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 22.09. 2026.
Wege zu einer institutionellen Reform.
Der Politikwissenschaftler Herfried Münkler sieht die EU vom Untergang bedroht, wenn nicht in absehbarer Zukunft wichtige institutionelle Reformen eingeleitet werden: Europa brauche weniger Einstimmigkeit, mehr strategische Führung und eine vertiefte Zusammenarbeit jener Staaten, die bereit sind, militärische Verantwortung übernehmen. Doch welche institutionellen Reformen sind tatsächlich notwendig und durchsetzbar, damit Europa künftig schneller entscheidet, gemeinschaftlich handelt und seine strategischen Ziele wirksam umsetzt?
Gestaltung: Johannes Gelich. Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 23.09. 2026.
Wege zu einem neuen europäischen Selbstbewusstsein.
Ein handlungsfähiges Europa braucht nicht nur wirtschaftliche Stärke und sicherheitspolitische Autonomie, sondern auch ein gemeinsames Selbstverständnis. Doch welche Werte und Überzeugungen verbinden die Europäer in einer zunehmend polarisierten und machtgetriebenen Welt? Und wie könnte in Europa ein (neues) Gefühl der Zusammengehörigkeit jenseits von Nationalismus und Patriotismus entstehen?
Gestaltung: Johannes Gelich. Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 24.09. 2026.
Der Rapper Mo Zaman lebt in Wien. Geboren im Iran, aufgewachsen in Afghanistan, beginnt er früh zu schreiben und Musik zu machen - und gerät damit in Konflikt mit seinem Umfeld. 2016 verlässt er seine Heimat. Es ist der Beginn einer jahrelangen Flucht über den Iran, die Türkei und Griechenland bis nach Österreich.
"Red Light" folgt seiner Geschichte als musikalisch-dokumentarische Erzählung - und als Coming-of-Age eines Künstlers, der unterwegs seine Sprache findet. Die 4-teilige Serie erzählt diese Entwicklung in Anlehnung an Friedrich Nietzsches drei Verwandlungen des Geistes: Kamel, Löwe und Kind. Auf seinem Weg verbinden sich Erinnerung und Gegenwart zu einer Geschichte über Anpassung, Rebellion und die Freiheit, die eigene Stimme zu erheben.
Gestaltung: Franziska Grillmeier, Anja Troelenberg. Gesprochen von: Tilman Tuppy. Studiotechnik: Jakob Kainz. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 14. 09. 2026.
Der Löwe.
Als Mo Zaman Afghanistan 2016 verlässt, trägt er bereits seinen Künstlernamen: Zaman, das persische Wort für Zeit. Er arbeitet als Schweißer und lebt in einem notdürftig hergerichteten Raum auf dem Betriebsgelände. Nachts schreibt er Songs und rappt allein vor dem Spiegel. "Die Musik war mein einziger Freund." Als sein Visum abzulaufen droht, macht er sich gemeinsam mit anderen zu Fuß durch die Berge auf den Weg zur türkischen Grenze. Auf iranischer Seite schießen Grenzsoldaten auf die Gruppe. In der Türkei angekommen, scheint das Schlimmste zunächst überstanden - bis ihn die Polizei an einem Busbahnhof festsetzt.
Gestaltung: Franziska Grillmeier, Anja Troelenberg. Gesprochen von: Tilman Tuppy. Studiotechnik: Jakob Kainz. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 14. 09. 2026.
Das Kind.
In der Türkei gewinnt Mo Zaman eine Rap-Challenge, nimmt seinen ersten offiziellen Song mit einem geliehenen iPhone auf und produziert das Album "Nakhoda" - auf deutsch: "Der Kapitän". Kurz darauf gerät er in eine schwere Krise. Im Spiegel erkennt er sich fast nicht wieder und begreift genau darin die Möglichkeit eines Neubeginns: "Wie ein weißes Blatt, auf das ich schreiben konnte, was ich wollte." Sein Aufenthalt bleibt jedoch unsicher. Er wagt die Überfahrt nach Griechenland. Noch an der Küste, zeigt ein Schmuggler auf ein rotes Licht am Horizont. Dort, heißt es, liege die Freiheit.
Gestaltung: Franziska Grillmeier, Anja Troelenberg. Gesprochen von: Tilman Tuppy. Studiotechnik: Jakob Kainz. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 14. 09. 2026.
Mo Zaman.
Als Mo Zaman 2019 im Flüchtlingslager Moria auf der Insel Lesbos ankommt, gleicht es einer provisorischen Stadt: Tausende Menschen aus aller Welt warten in Zelten und selbst gebauten Unterkünften auf die Entscheidung über ihre Asylanträge. Die Erinnerungen an die Überfahrt, der Lärm und die Enge verwandeln sich in immer neue Texte: "Aus den Bildern wurden Sätze, die sich reimten." Als Moria ein Jahr später abbrennt, dreht er in den Ruinen das Musikvideo zu seinem Song "Dead Rabbits". Ein Auftritt beim Donauinselfest führt ihn 2022 nach Wien. Dort stellt er einen Asylantrag - und scheitert. Im Berufungsverfahren nimmt er seine Musik mit vor Gericht.
Gestaltung: Franziska Grillmeier, Anja Troelenberg. Gesprochen von: Tilman Tuppy. Studiotechnik: Jakob Kainz. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 14. 09. 2026.
Knochen, Gelenke, Sehnen, Zähne, Augen, Ohren - die Funktionen der unterschiedlichen Teile des menschlichen Körpers haben ein Ablaufdatum. Wir werden aber immer älter - und brauchen Ersatz: Künstliche Hüft-, Knie- und Schultergelenke, künstliche Linsen gegen den Grauen Star, Zahnimplantate und natürlich feinelektronische Hochleistungsprothesen - wie funktionieren die "Ersatzteile" im inneren des Körpers und außen? Und wohin geht es in Zukunft? Werden uns Chips eingesetzt? Innenorgane im Labor gezüchtet? Wo liegen die Grenzen moderner Prothetik?
Gestaltung: Sabine Nikolay. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 14.09. 2026
Ersatzteile: außen
Ein schlimmer Unfall, eine schwere Erkrankung. Immer wieder passiert es, dass Extremitäten so zerstört sind, dass man sie "abnehmen" - also amputieren muss. Doch das bedeutet heute nicht mehr das Ende von Freizeitausflügen, regelmäßiger Arbeit, Tanzvergnügen oder sogar Hochleistungssport. Moderne Prothesen sind aus leichten Materialien, haben Gelenke, die dank hochkomplizierter Elektronik fast genauso gut funktionieren, wie die organischen und sie werden über die körpereigenen Nervenleitungen gesteuert. Was sind die Voraussetzungen damit das gelingen kann? Wo werden sie angefertigt, wie funktionieren sie? Mit dabei unter anderem der Paraolympionike Patrick Mayrhuber an seinem Arbeitsplatz, dem Prothesenhersteller Otto Bock.
Gestaltung: Sabine Nikolay. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 15.09. 2026.
Ersatzteile: innen
Arm- und Beinprothesen kennen wir, weil sie sichtbar sind. Aber wussten Sie, dass es auch Aortenbogenprothesen gibt, die eingesetzt werden, wenn das größte Gefäß des menschlichen Körpers zu reißen droht? Auch die Linsen im menschlichen Auge werden längst schon durch Prothesen ersetzt, wenn die körpereigenen durch hohes Alter vom Grauen Star getrübt werden. Und natürlich kennen wir alle das Klingeln der Metalldetektoren am Flughafen, wenn die Hüft- oder Knieprothesen älterer Menschen "anschlagen". Letztere einzusetzen, gilt fast schon als Routine. Doch wie geht das? Was muss man beachten? Was kann bei der Implementierung künstlicher Gelenke schiefgehen?
Gestaltung: Sabine Nikolay. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 16.09. 2026.
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