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Leidenschaft für Grund und Boden.
Alpine Regionen, die nur mehr auf Tourismus setzen und ihren Bewohner:innen keine ausreichende Arbeits-, Bildungs- und Versorgungsinfrastruktur bieten, sind von Abwanderung bedroht. Zurück bleiben oft ältere Menschen, was die Altersstruktur der Gemeinde negativ beeinflusst. Wenn gut ausgebildete Menschen wegziehen, fehlen in der Region Lehrer:innen, Ärzt:innen und Pflegekräfte, Handwerker:innen und Verwaltungsfachleute. Auch die Landwirtschaft vor Ort verliert ihre lokalen Absatzmöglichkeiten. Eine Gruppe engagierter Büerger:innen und Bauern im Südtiroler Bergdorf Stilfs stemmt sich mit innovativen Ideen gegen diese Entwicklungen. Und es ist nicht das einzige Modell, das Tradition und Innovation verbindet, Lebensqualität vor Profit stellt und durch Solidarität die Würde und Eigenständigkeit der alpinen Bevölkerung stärkt.
Gestaltung: Johannes Kaup. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 09. 09. 2025.
Wertschöpfung durch Handwerk und Hightech.
Noch bis ins 19. Jahrhundert war der Alpenraum wirtschaftlich nahezu autark. Mit der Industrialisierung veränderte sich das Bild grundlegend. Ab den 1960er-Jahren geriet die alpine Wirtschaft durch Konkurrenz aus dem Flachland ins Hintertreffen. Traditionelle Handwerks-Techniken feiern heute eine Rennaissance. Hochspezialisierte Klein- und Mittelbetriebe, aber auch weltweit tätige Hightech-Firmen.
Gestaltung: Johannes Kaup. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 10. 09. 2025.
Natur und Kultur pflegen
Die Alpen sind ein sensibler Naturraum mit großer ökologischer, wirtschaftlicher und kultureller Bedeutung. Deshalb stehen sie auch im Mittelpunkt von Nutzungskonflikten. Der Tourismus verspricht wirtschaftliche Vorteile für die Regionen. Andererseits verlangt der Naturschutz den Erhalt empfindlicher Ökosysteme und Rückzugsräume für Tiere. Wasserkraftwerke sollen erneuerbare Energie produzieren. Aber sie beeinträchtigen zugleich die Landschaft und zerstören wertvolle Naturräume. Der Zuzug von Menschen und der Ausbau von Zweitwohnungen erhöht den Bedarf an bereits knappem Bauland und versiegelt Böden. Der Schlüssel zu einer zukunftsfähigen alpinen Entwicklung liegt in ganzheitlichen Konzepten, die ökologische, ökonomische und kulturelle Aspekte verbinden.
Gestaltung: Johannes Kaup. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 11. 09. 2025.
Nicht genügend für das österreichische Schulsystem?
Im April 2024 begann der Autor Johannes Gelich als Lehrer an einer Wiener Mittelschule zu arbeiten. Seine Aufgabe war es, den Schülern in einer sogenannten Deutsch-Förderklasse Grundkenntnisse in Deutsch zu vermitteln. Die Schüler: Flüchtlinge aus Syrien und der Ukraine, Migranten aus Nigeria, Brasilien, Serbien und Rumänien. Er schlug damit mitten im Zentrum eines Bildungssystems auf, dem viele Experten keine guten Noten ausstellen: Österreich liege, so die Kritik, mit jährlichen Ausgaben des Bildungsministeriums von etwa zwölf Milliarden Euro im absoluten Spitzenfeld. Und das weltweit.
Gestaltung: Johannes Gelich. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 1. 09. 2025.
Woher kommen die Schüler:innen?
Viele Experten sind sich einig, dass die sprachlichen Defizite der Schulkinder nicht erst in den Volksschulen und schon gar nicht in den Mittelschulen behoben werden müssen. Aus diesem Grund werden die Kindergärten immer öfter Gegenstand von Studien und Debatten. Die Zahlen sprechen für sich: in Wien haben annähernd 60 Prozent der Kindergartenkinder eine nichtdeutsche Erstsprache.
Gestaltung: Johannes Gelich. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 2. 09. 2025.
Die Mittelschule - Unsere Gegenwart - Eure Zukunft
Laut aktueller Statistik der Wiener Bildungsstadträtin sind derzeit rund 41,2 Prozent der Schülerinnen und Schüler an Wiener Pflichtschulen Muslime, während österreichweit der Anteil der Muslime bei 10 Prozent liegen dürfte. So verwundert es nicht, dass viele Experten wien- und österreichweit eine bessere Durchmischung fordern. Zu oft würde in städtischen Ballungsräumen eine Wohnortsegregation stattfinden, da sich gering qualifizierte und gering gebildete Migrantinnen und Migranten eher in Wohngegenden ansiedelten, in denen sich bereits andere Personen aus demselben Herkunftsland niedergelassen haben. Wie reagieren die Schulen auf derartige Herausforderungen? Johannes Gelich hat an der Mittelschule Spallartgasse in Wien die Übung Radio und Podcast geleitet.
Gestaltung: Johannes Gelich. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 3. 09. 2025.
Schüler - Quo vadis - Schule - Quo vadis.
Spricht man mit Kennern des österreichischen Schulsystems sagen die meisten: Das österreichische Bildungssystem wird den Anforderungen des 21.Jahrhunderts immer weniger gerecht. Es braucht nicht Reförmchen, sondern eine große Reform, wenn nicht eine Revolution. Es bleibt nur die Frage: Warum tun wir es nicht?
Gestaltung: Johannes Gelich. Redaktion. Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 4. 09. 2025.
Jung lernt von Alt.
Was das Lernen in der Tierwelt für eine Rolle spielt, ist seit vielen Jahren Thema in der Verhaltensforschung. Doch was bedeutet Lernen genau? Wie findet es statt, wie wird es weitergegeben und wie profitieren die unterschiedlichsten Tierarten vom Gelernten. Tina Goebel und Ilse Huber sammeln dazu Beispiele.
Gestaltung: Ilse Huber, Tina Goebel. Redaktion: Ilse Huber. Gesendet in Ö1 am 25. 08. 2025.
Lernen in der Gruppe.
In einem Rudel, in einer Herde oder in einem sozialen Verband gibt es meistens Hierarchien. Doch es gibt auch individuelle Interaktionen, die Dynamik bringen. Selbst innerhalb ein- und derselben Art treten Unterschiede auf. Das beobachten Forscherinnen und Forscher bei Affen und Vögeln, die je nach Lebensraum unterschiedliche Fähigkeiten erworben haben. Sei es, um an Futter zu gelangen oder die Art wie Werkzeuge benutzt werden. Auch geografische Unterschiede spielen eine wesentliche Rolle.
Gestaltung: Ilse Huber, Tina Goebel. Redaktion: Ilse Huber. Gesendet in Ö1 am 26. 08. 2025.
Gefahren erkennen, Reviere abstecken.
In der Wildnis hat das Erkennen von Gefahren oberste Priorität. Gleichzeitig kann das Entdecken von neuen Nahrungsquellen oder das Vordringen in neue Gebiete ebenso überlebenswichtig sein. Tiere bewegen sich hier oft auf einem schmalen Grat - vor allem, wenn sie die Nähe der Menschen suchen.
Gestaltung: Ilse Huber, Tina Goebel. Redaktion: Ilse Huber. Gesendet in Ö1 am 27. 08. 2025.
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