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Pflege im Laufe der Geschichte.
Jeder Mensch kommt im Leben mindestens einmal mit Pflege in Berührung. Sei es durch Krankheit, Unfall, pflegebedürftige Verwandte oder vielleicht sogar beruflich. Lange Zeit war Pflege "Frauensache": Das war einst schon im Titel des Berufsbildes der "Krankenschwester" ersichtlich. Heute nennt man sie Gesundheits- und Krankenpflegekräfte. Trotzdem wird die Mehrheit der professionellen und privaten Pflegearbeit von Frauen ausgeführt. Die Pflege steckt aber nicht nur wegen des Gender Gaps in einer Krise: Die Corona-Pandemie hat den Personalmangel und die teils prekären Arbeitsbedingungen im Pflege-Sektor in den Fokus gerückt. Doch was braucht es, damit auch in Zukunft pflegebedürftige Menschen die Versorgung bekommen, die ihnen zusteht?
Gestaltung: Katrin Grabner. Redaktion: Alexandra Augustin.
Das Geschäft mit der Care-Krise.
Zu viele Pflegebedürftige stehen einer geringen Zahl an Pflegeplätzen und pflegenden Personen gegenüber: die Care-Krise der westlichen Länder hat sich in den vergangenen Jahrzehnten immer stärker bemerkbar gemacht. Um die Versorgung im eigenen Land zu sichern, rekrutieren Firmen und Staaten Arbeitskräfte aus dem Ausland. Private Anbieter von Pflegeleistungen spielen neben der staatlichen Versorgung außerdem auch eine große Rolle. Am Beispiel Großbritanniens zeigt sich, was auf Österreich zukommen könnte: Hier drängen immer mehr private Anbieter in den Sektor, die staatliche Gesundheits- und Pflegeversorgung kann die Nachfrage nicht ausreichend decken. Doch private Anbieter sind teurer und für viele Menschen somit nicht leistbar, was eine schlechte Versorgungslage zur Folge hat. Wie nachhaltig sind außerdem diese privaten Lösungen und Konzepte?
Gestaltung: Katrin Grabner. Redaktion: Alexandra Augustin. Gesendet in Ö1 am 1. 07. 2025.
Pflege neu gedacht.
Früh ansetzen, um Pflege so lange wie möglich hinauszuzögern oder zumindest in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen: Das ist das - stark vereinfachte - Konzept der sogenannten "Community Nurses" - diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonen, die ihre Dienstleistungen wohnortnah (und oft kostgenlos) anbieten. Von 2022 bis 2024 wurden dazu in Österreich zahlreiche Pilotprojekte durchgeführt und Community Nursing in vielen Gemeinden und Städten etabliert.
Gestaltung: Katrin Grabner. Redaktion: Alexandra Augustin. Gesendet in Ö1 am 2. 07. 2025.
Männer in Pflegeberufen.
Fast eine Million Menschen arbeiteten 2023 laut Statistik Austria in Österreich insgesamt in nichtärztlichen Gesundheitsberufen. Pflege ist vor allem weiblich und das zeigt sich auch anhand der Statistik: 85,3 Prozent der Menschen in Pflegeberufen sind Frauen. Was würde sich verändern, wie würde sich die politische Debatte um die Pflegekriese ändern, wenn es mehr Männer in Pflegeberufen gäbe? Und welche Männer arbeiten als Krankenpfleger?
Gestaltung: Désireé Prammer. Redaktion: Alexandra Augustin. Gesendet in Ö1 am 3. 07. 2025.
Die Wurzeln des Internets.
Das Internet hat seine Wurzeln in der Zusammenarbeit von Wissenschaft und amerikanischem Militär in den späten 1960er Jahren - man wollte ein dezentrales Informationsnetzwerk erschaffen, das einem Atomkrieg widerstehen kann. In den 1990er Jahren erreichte das Internet erstmals eine breite Öffentlichkeit, durchlief danach eine Reihe von technologischen Verwandlungen und ist heute aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken.
Gestaltung: Richard Brem. Redaktion: Sarah Kriesche. Gesendet in Ö1 am 23. 06. 2025.
Die Metamorphosen des Internets.
Der amerikanische Kulturkritiker Douglas Rushkoff hat die Entwicklung des Internets einmal als eine "vom Gemeindesaal zum Einkaufszentrum" beschrieben. Und tatsächlich - bevor sich das World Wide Web mit grafischen Browsern durchsetzte, war das Internet in den frühen 1990er Jahren viel stärker ein Ort für offenen und globalen Informationsaustausch - was damals Erwartungen weckte, es könnte zu einem Motor einer neuartigen und tiefgreifenden Demokratisierung der Gesellschaft werden. Bereits die Kommerzialisierung des Internets im Zuge des ersten "Dotcom"-Booms Ende der 1990er Jahre setzte derart hochfliegenden Erwartungen ein Ende. In den Jahren und Jahrzehnten danach hat sich das Internet technologisch ständig weiterentwickelt.
Gestaltung: Richard Brem. Redaktion: Sarah Kriesche. Gesendet in Ö1 am 24. 06. 2025.
Was tut das Internet mit uns?
Wie in zahlreichen Ländern der Welt soll auch in Österreich demnächst ein Handyverbot an Schulen kommen. Die Maßnahme ist Ausdruck einer zunehmend kritischen Haltung gegenüber Smartphones und sozialen Medien - und dem massiven Einfluss, den diese gerade auf Heranwachsende ausüben. Immer mehr Fachleute und Studien sehen aber auch generell ein durch das Internet radikal verändertes Sozialverhalten und damit verbunden weitreichende gesellschaftliche Folgen - von der stark abnehmenden Zahl an realen Freundschaften bis hin zu diskutierten Zusammenhängen mit sinkenden Fertilitätsraten in vielen Industrieländern.
Gestaltung: Richard Brem. Redaktion: Sarah Kriesche. Gesendet in Ö1 am 25. 06. 2025.
Die Zukunft des Internets.
Die einen warnen vor einer weitgehenden Übernahme durch Bots und Künstliche Intelligenz und damit verbunden der Verdrängung von menschlicher Interaktion aus dem Netz. Andere setzen hohe Erwartungen in die sogenannte "Blockchain" - einer exakt nachzuverfolgenden Aufzeichnung von Transaktionen und Besitzverhältnissen im Internet in Echtzeit, die den Menschen im Internet ihre informationelle Selbstbestimmung zurückbringen könnte. Wiederum andere erwarten ein Ende des Internets, wie wir es kennen: Das eine, weltumspannende Informationsnetzwerk könnte in Zukunft in kleinere, in sich geschlossene Netze zerfallen. Und selbst eine große Renaissance des "IRL", des "Im-realen-Lebens", - als Reaktion auf digitale Erschöpfung und die wachsende Sehnsucht nach direkter, nicht-vermittelter Erfahrung, wird von manchen für möglich gehalten.
Gestaltung: Richard Brem. Redaktion: Sarah Kriesche. Gesendet in Ö1 am 26. 06. 2025.
Drei Bundesländer und 20 Gemeinden haben sich zusammengetan und das größte Naturnachtgebiet Österreichs gegründet. Im Dreiländereck Oberösterreich, Niederösterreich und Steiermark, soll das Naturnachtgebiet Eisenwurzen entstehen. Menschen sollen dort wieder den Nachthimmel mit seinen unzähligen Himmelskörpern erleben und die Milchstraße sehen können. Dunkelheit in der Nacht nützt auch der menschlichen Gesundheit, erleichtert nachtaktiven Tieren das Leben und verbessert sogar das Wachstum von Bäumen. Die Initiative soll zeigen, wie wertvoll der Schutz der Dunkelheit ist.
Gestaltung: Sonja Bettel. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 23. 06. 2025.
Licht soll nützen, nicht schaden.
Licht schadet mehr als es nützt, wenn es zu viel, zu grell, zu blau ist, blendet, in den Himmel strahlt oder die ganze Nacht leuchtet, obwohl es nicht benötigt wird. Die Gemeinden im Naturnachtgebiet stellen deshalb ihre Beleuchtungen um und reduzieren sie. Bürgerinnen und Bürger, Betriebe, Sportstätten und Verkehrsbetriebe sollen ihrem Beispiel folgen. Vieles ist mit einfachen Maßnahmen möglich, spart sogar Energie und damit Geld.
Gestaltung: Sonja Bettel. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 24. 06. 2025.
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