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Statt die natürlich vorkommende Vielzahl von Getreide-, Reis- oder Hirsesorten zu nutzen, beschränkt man sich im globalen Handel und bei der Züchtung auf wenige Sorten. Dinkel, Einkorn, Ur-Roggen, Kamut oder Emmer sind alte Getreidearten, die gerettet wurden und immer mehr an Bedeutung gewinnen. In traditionellen Streuobstwiesen haben sich alte Obstsorten erhalten, die sich besser an Klimaschwankungen anpassen können. Trotzdem gibt es kaum eine Handvoll unterschiedlicher Äpfel oder Birnen im Supermarkt. Die Zahl der genutzten Medizin- und Gewürzpflanzen kann nur geschätzt werden. Hier sollen von den 422.000 Blütenpflanzen, laut FAO (Food and Agriculture Organisation of the United Nations) weltweit nur zwischen fünf und zwölf Prozent Verwendung finden. In Linz befindet sich Österreichs größte Genbank für Getreide, Bohnen, Heil- und Wildkräuter.
Gestaltung: Susanne Lettenbauer. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 29. 01. 2025.
Biodatenbanken wie in Linz, in Großbritannien und dem größten Biotresor im Permafrost im norwegischen Spitzbergen mit rund 830.000 Samenkopien von über 60 Institutionen sorgen für Begehrlichkeiten. Diese Schatzkisten der biologischen Vielfalt sollen grundsätzlich als Grundlage für traditionelle Wiedervermehrung genutzt werden, wenn der Bestand einer Art in natürlicher Umgebung drastisch zurückgeht aufgrund von Umweltkatastrophen oder politischen Krisen wie Kriege. Die wertvollen Sammlungen von Nutzpflanzen bzw. allgemein von gefährdeten Arten bieten aber auch Material für gentechnische Anwendungen und Genforschung. Patente auf diese Züchtungen sind lukrativ und äußerst wertvoll. Und die Kritik daran ist groß.
Gestaltung: Susanne Lettenbauer. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 30. 01. 2025.
Statt mit Bargeld bezahlen wir immer öfter mit Kreditkarte, paypal oder Apple Pay: Digitale Bezahlsysteme sind im Vormarsch. Die Infrastrukturen, die ihnen zugrunde liegen, bleiben aber meist im Verborgenen. Zentralbanken wollen dem entgegenwirken und entwickeln digitales Bargeld. Eine brauchbare, öffentliche Alternative?
Gestaltung: Till Köppel, Juliane Nagiller. Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 27. 01. 2025. Die Serie "Unser Geld" gibt es ab sofort als eigenen Podcast, überall wo es Podcasts gibt.
Der Trend zum digitalen Bezahlen führt zu massiven Umbrüchen in unserem Geldsystem. Er geht einher mit einer Verschiebung von "öffentlichem Bargeld" hin zu "privatem Buchgeld". Eine Machtverschiebung, der die Europäische Zentralbank entgegenwirken möchte. Mit dem digitalen Euro will sie eine staatlich gesicherte Bezahlalternative schaffen, die sicher und für alle zugänglich ist. Ein Bezahlsystem, das uns als Bürgerinnen und Bürger adressiert und nicht als Konsumentinnen und Konsumenten. Damit will die Zentralbank Souveränität zurückgewinnen - gegenüber ausländischen Technologiekonzernen und externen Zahlungsanbietern.
Gestaltung: Till Köppel, Juliane Nagiller. Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 28. 01. 2025. Die Serie "Unser Geld" gibt es ab sofort als eigenen Podcast, überall wo es Podcasts gibt.
Mit Bitcoin wurde 2009 die erste Kryptowährung eingeführt. Eine Währung, die heute mehr als Anlageobjekt, denn zum Bezahlen dient, die aber die Blockchain-Technologie als Basis für neue Währungs- und Bezahlsysteme etabliert hat. Auch Zentralbanken setzen auf diese Technologie, wenn sie digitale Währungen konzipieren.
Gestaltung: Till Köppel, Juliane Nagiller. Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 29. 01. 2025. Die Serie "Unser Geld" gibt es ab sofort als eigenen Podcast, überall wo es Podcasts gibt.
"Wir müssen unsere Währung auf die Zukunft vorbereiten", sagte EZB-Chefin Christine Lagarde zur Einführung des digitalen Euros. Der digitale Euro ist eine CBDC (Central Bank Digital Currency). Vergleichbare Projekte werden bereits in über 130 Ländern entwickelt. Trotz unterschiedlicher Motivationen, für die Europäische Union sind die Unabhängigkeit von internationalen Zahlungsanbietern und die Währungshoheit über den Euroraum hervorzuheben, scheint die Zukunft den digitalen Währungen zu gehören.
Gestaltung: Till Köppel, Juliane Nagiller. Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 30. 01. 2025. Die Serie "Unser Geld" gibt es ab sofort als eigenen Podcast, überall wo es Podcasts gibt.
Was ist Blut? Wir begegnen ihm meist im Schmerz: unserem Blut, das mit beeindruckender Geschwindigkeit durch den Körper rauscht, Sauerstoff transportiert, und damit den ganzen Körper bis in die Finger- und Zehenspitzen versorgt. Blut ist - wie ja auch immer wieder gesagt wird - der "Lebenssaft". Und Blut gibt Auskunft über unsere Gesundheit, über verborgene Krankheiten, über versteckte Potentiale, ja, sogar über die Vergangenheit der Menschheit, weit über das eigene Leben hinaus. Und: Blut kann Kummer machen. Zahlreiche Krankheiten können es befallen, genetisch bedingte ebenso wie erworbene - die meisten sind gar nicht oder nur sehr schwierig heilbar.
Gestaltung: Sabine Nikolay. Redaktion: Ute Maurnböck. Gesendet in Ö1 am 20. 01. 2025.
Was passiert, wenn wir bluten?
Bei Verletzungen kommt es zur Blutung. Ohne Ruptur der Haut entsteht ein Hämatom - umgangssprachlich: ein "blauer Fleck". Wird die Haut aufgerissen durch Einstich, Schnitt, Abschürfung oder Quetschung tritt Blut aus. Dieses hat zunächst die Aufgabe die Wunde zu reinigen und auszuschwemmen, damit körperfremde Stoffe nicht eindringen können. Blut besteht überwiegend aus Eiweiß, weshalb es an der Luft aushärtet und eben "verkrustet", was den Körper vor dem Eindringen von Keimen durch offene Wunden schützt und die Wundheilung einleitet. Nach wenigen Minuten beginnt das Blut zu stocken und verschließt die Wunde. Der Heilungsprozess beginnt. Anders die Vorgänge bei Blutungen im Inneren des Körpers, wo der Verschließmechanismus nicht funktioniert - und noch einmal ganz anders gelagert ist die Monatsblutung von Frauen, die Menstruation.
Gestaltung: Sabine Nikolay. Redaktion: Ute Maunböck. Gesendet in Ö1 am 21. 01. 2025.
Rhesusaffen und menschliches Blut.
Blut hat viele Bestandteile die mittels Labordiagnostik ermittelt werden können - ein wichtiges Diagnosewerkzeug, um Krankheiten aufzuspüren. Am Beginn des Lebens sind jedoch unter anderem auch die Blutgruppe und der sogenannte Rhesusfaktor entscheidend. Die Bezeichnung der Blutgruppen beschreibt das Vorhandensein von Antikörpern auf der Außenhaut von roten Blutkörperchen. Sie werden in A, B, 0 (keine Antikörper) und AB eingeteilt. Dazu kommen die Rhesusfaktoren. Die Bezeichnung "Rhesusfaktor" geht auf Rhesusaffen zurück deren Blut 1939 für die ersten Testreihen verwendet wurde. Heute sprechen wir von rhesusnegativen und rhesuspositiven Menschen. Beides markiert die Verträglichkeit von Blutkonserven um im Notfall eine Bluttransfusion verabreichen zu können.
Gestaltung: Sabine Nikolay. Redakltion: Ute Maurnböck. Gesendet in Ö1 am 22. 01. 2025.
Krankheiten des Bluts.
Blut, als der "Saft des Lebens" kann von zahlreichen Krankheiten befallen werden. Oft geht es dabei um den Mineralstoff Eisen, der den Sauerstoff im Körper zu den Organen transportiert. Einen Eisenmangel bezeichnet man als Anämie - zur Behandlung werden Eisenpräparate verabreicht. Dann gibt es ebenfalls im Eisenhaushalt des Körpers die Erbkrankheit Hämochromatose. Bluter leiden an einem Mangel an blutgerinnenden Stoffen, was zu unstillbaren Blutungen führen kann. Die beiden letztgenannten sind erblich und schwer zu behandeln. Und natürlich beschäftigt uns das weite Feld der Leukämie - viele verschiedene Arten der pathogenen kanzerogenen Veränderung der Blutbestandteile - eine der großen Herausforderungen der modernen Krebsmedizin.
Gestaltung: Sabine Nikolay. Redaktion. Ute Maurnböck. Gesendet in Ö1 am 23. 01. 2025.
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