OK, America?

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OK, America? episodes

  • Der Angriff auf Frauenrechte war erst der Anfang

    "We won't go back." Kein Zurück. So sehen es die Tausenden Demonstranten, die in den Vereinigten Staaten auf die Straßen gehen und gegen das Urteil des Supreme Court demonstrieren, das Frauen das Recht auf den Zugang zu einem sicheren und legalen Schwangerschaftsabbruch verwehrt.

    Doch die Realität ist: Mit diesem Urteil zwingen die Richterinnen und Richter die Gesellschaft im Land zu einem dramatischen Rückschritt. Und das, obwohl eine Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger für das grundsätzliche Recht von Frauen auf einen Abbruch eintritt.

    Der oberste Gerichtshof ist konservativer als die amerikanische Gesellschaft im Jahr 2022, es ist ein Bruch, der das Land über Jahre, eventuell gar Jahrzehnte prägen wird. Warum dieses Urteil nicht nur Folgen für Millionen von Frauen im Land hat, welche Entscheidungen das Gericht als Nächstes revidieren könnte und warum dieser Erfolg von Erzkonservativen und der religiösen Rechten seit Jahrzehnten vorbereitet wurde, diskutieren wir im Podcast.

    Außerdem: ein weiteres Urteil des Supreme Court zum Waffenrecht im Land und ein Blick auf den G7-Gipfel.

    Und im Get-out: Die vierte Staffel der dänischen Serie Borgen, eine Leseempfehlung über die letzten Stunden einer Klinik für Frauen in Houston aus dem New Yorker sowie Shania Twain und Harry Styles auf dem Coachella-Festival.

    Der Podcast erscheint alle zwei Wochen donnerstags.

    Sie erreichen uns per Mail an [email protected].

    Ab dem 15.1.2025 sind alle Folgen von "OK, America?", die vor dem 31.3.2021 erschienen sind, nur noch exklusiv mit einem Digitalabo der ZEIT zu hören – auf www.zeit.de/us-podcast, auf Apple Podcasts und auf Spotify. Ein kostenloses Probeabo können Sie hier abschließen. Wie Sie ihr Abo mit Spotify oder Apple Podcasts verbinden, lesen Sie hier.

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    57 min
  • Und was, wenn Donald Trump ewig bleibt?

    Sarah Palin steht vor ihrem Comeback. Die ehemalige Gouverneurin von Alaska und Vizepräsidentschaftskandidatin von John McCain könnte im Sommer die Nachfolge für den verstorbenen Abgeordneten Don Young im Repräsentantenhaus übernehmen. Ihre Kandidatur in der Special Election wird von Donald Trump unterstützt. Der Ex-Präsident versucht bei den Vorwahlen zu den Kongresswahlen im November alles, um seine Kandidatinnen und Kandidaten innerhalb der Partei zum Erfolg zu verhelfen. Ob es ihm gelingt? Und welchen Einfluss haben die öffentlichen Anhörungen zum Sturm aufs Kapitol auf die Zukunft Trumps?

    Diese Fragen beantworten wir in dem Mitschnitt der Livefolge unseres transatlantischen Podcasts, aufgenommen beim großen Podcastfestival von ZEIT ONLINE am 11. Juni in Berlin.

    Außerdem sprechen wir mit Hörerinnen und Hörern über die Frage, ob ein Mehrparteiensystem in den Vereinigten Staaten denkbar ist, was passieren würde, sollte Trump zurückkehren und das Weiße Haus nicht mehr verlassen wollenm und welche großen Schriftstellerinnen und Schriftsteller in diesen Zeiten dem Land besonders fehlen.

    Und im Get-out: Zwei Reiserouten inklusive Musiktipps von Hank Williams und Angel Olsen – einmal von Ost nach West, einmal von Montana gen Norden. Außerdem zwei Trips für die Wunschliste.

    Der Podcast erscheint alle zwei Wochen donnerstags.

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    1 hr 17 min
  • Der Zustand Amerikas in zehn Erzählungen

    US-Präsident Joe Biden sagte bei einer Pressekonferenz mit dem japanischen Regierungschef Fumio Kishida in Tokio in dieser Woche, dass die USA Taiwan im Falle eines Angriffs verteidigen würden – auch militärisch. Sein Verkehrsminister Pete Buttigieg spricht während eines Deutschland-Besuchs über die Ukraine-Politik seiner Regierung und erklärt, warum er glaubt, dass dieses Thema Demokraten und Republikaner näher zusammengebracht hat.

    Der Autor J. D. Vance hat sich von einem Trump-Verächter in einen Trump-Jünger verwandelt und könnte bei den Kongresswahlen im November für Ohio in den US-Senat einziehen. Seine Themen und Rhetorik hat er perfekt vom ehemaligen US-Präsidenten kopiert.

    In Buffalo und in einer Kleinstadt in Texas kommt es zu tödlicher Waffengewalt. In Texas sterben 19 Kinder und zwei Erwachsene. Der 18-jährige weiße Täter in Buffalo fuhr mehr als 300 Kilometer, um an einen Ort zu gelangen, wo er möglichst viele Schwarze töten konnte. Er erschoss zehn Menschen. Rassismus und Waffengewalt sind der Horror, den das Land nicht zu beenden vermag.

    Im US-Podcast sprechen wir über diese und andere Geschichten, kleine und große, die zusammen ein Bild vom Zustand der USA sechs Monate vor den Midterms im November zeichnen.

    Und im Get-out: Roger Angells Bücher This Old Man: All in Pieces und The Summer Game sowie die finale Staffel der US-Serie This Is Us.

    Der Podcast erscheint alle zwei Wochen donnerstags, aufgrund des großen ZEIT ONLINE Podcast-Festivals ausnahmsweise erst in drei Wochen am 14. Juni. Wir werden dort mit einem ask us anything vertreten sein. Wenn Sie eine Frage zu den USA haben, schicken Sie sie uns gern an [email protected]. Für den Livestream des Festivals am 11. Juni in Berlin können Sie sich unter www.zeit.de/podcastfestival anmelden. Unter allen Anmeldungen werden auch noch Tickets für die ausverkaufte Veranstaltung verlost.

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    1 hr 7 min
  • Der Verrat an Amerikas Frauen

    "Ich bin wütend, aber entschlossen. Ich habe eine Welt erlebt, in der Schwangerschaftsabbrüche illegal sind." Die Stimme der demokratischen Senatorin Elizabeth Warren überschlägt sich fast, als sie mit einer Gruppe von Protestierenden vor dem Supreme Court in Washington, D. C., steht und ihre kämpferische Rede hält. Seit ein Dokument des obersten Gerichtshofs der USA über das Magazin Politico an die Öffentlichkeit gelangt ist, herrscht Aufregung in den Vereinigten Staaten.

    "Von Anfang an ungeheuerlich falsch" sei das Urteil des obersten Gerichtshofs 1973 im Fall Roe v. Wade gewesen, schreibt der konservative Richter Samuel Alito in einem Entwurf der Mehrheitsmeinung, die im Juni Realität werden könnte. Roe v. Wade ist das Grundsatzurteil von 1973, das Frauen im Land das Recht auf einen Schwangerschaftsabbruch bis zur zwölften Woche uneingeschränkt und bis zur 24. Woche mit Einschränkungen einräumt. Laut dem Dokument würden die neun Richterinnen und Richter dieses Urteil kippen und damit die gesellschaftlichen Fundamente der USA nachhaltig verändern.

    Viele Bundesstaaten haben schon Gesetzentwürfe für extrem restriktive Gesetze beschlossen, die in Kraft treten würden, sobald das Urteil des Supreme Court fällt. In Texas gilt mit dem sogenannten Herzschlaggesetz schon seit dem vergangenen Jahr ein Gesetz, das Frauen einen Abbruch nach der sechsten Schwangerschaftswoche verbietet – und auch keine Ausnahmen bei Fällen von Vergewaltigung zulässt.

    Es geht zentral um die Frage, ob das Gericht eine Entscheidung trifft, die eine Mehrheit der US-Bürgerinnen und -Bürger ablehnt. Aber es geht auch um den Supreme Court an sich, um das geleakte Dokument, das die Integrität des obersten Gerichtshofs angreift und in den 232 Jahren seiner Existenz beispiellos ist.

    Warum Frauenrechte in die Fünfzigerjahre zurückgeworfen werden könnten, warum das auch Implikationen für andere gesellschaftliche Gruppen hat und was das für Demokraten und Republikaner vor den Kongresswahlen im November bedeutet, diskutieren wir im US-Podcast.

    Und im Get-out: Margaret Atwoods The Handmaid's Tale in der von Schauspielerin Claire Danes gelesenen Audioversion, ein Interview mit der Feministin Gloria Steinem bei NPR und John Olivers Monolog zum Thema Roe v. Wade in der aktuellen Folge von Last Week Tonight with John Oliver.

    Der Podcast erscheint alle zwei Wochen donnerstags. Wer diesen und viele andere Podcasts live erleben will, kann sich hier für den Livestream des großen ZEIT ONLINE Podcast-Festivals am 11. Juni in Berlin anmelden. Unter allen Anmeldungen werden auch noch Tickets für die ausverkaufte Veranstaltung verlost.

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    59 min
  • Don Donald

    "David Perdue hat Gouverneur Brian Kemp als RINO entlarvt … Es hat gezeigt, wie wichtig es für die MAGA-Wähler ist, Perdue zu unterstützen … David Perdue … ist der einzige Republikaner, der Stacey 'The Hoax' Abrams schlagen kann." Auszüge aus E-Mails von Donald Trump, die in diesen Tagen wieder häufiger in den Postfächern seiner Anhänger auftauchen. RINO, "Republican In Name Only"; MAGA, "Make America Great Again". Der Ex-Präsident der USA nutzt alte Schlagworte, um im Wahlkampf seiner Partei vor den Midterms im November den Königsmacher zu spielen.

    Per E-Mail oder Interviews verteilt er seine Unterstützung an die Kandidatinnen und Kandidaten, die ihm passen. Von seinem Resort Mar-a-Lago in Florida aus regiert er und verbreitet weiter seine Lüge von der gestohlenen Wahl. Und diejenigen, die hoffen, in diesem Jahr gewählt oder wiedergewählt zu werden, wiederholen diese Lügen, weil sie darauf hoffen, dass es ihnen bei Trumps Anhängern Sympathien einbringt. So sieht der Wahlkampf 2022 für einen Großteil der Republikaner aus.

    Doch Parteizugehörigkeit ist für Trump dabei nebensächlich. Ohne Rücksicht geht es auch gegen die eigene Partei, nur "seine" Kandidaten sollen gewinnen. Brian Kemp, den er in einer seiner Mails beschimpft, ist Republikaner. Doch Trumps Ziel ist es, entscheidende Posten in den Bundesstaaten – von Gouverneuren über Senatoren bis zu Abgeordneten – mit seinen Leuten zu besetzen.

    Ob dem Ex-Präsidenten das wirklich gelingen kann, welche Strategien er dabei verfolgt, warum das auch für die Präsidentschaftswahl 2024 wichtig ist und wie seine Partei dazu steht, diskutieren wir im US-Podcast.

    Außerdem: die veröffentlichten Mitschnitte von Telefonkonferenzen, die Kevin McCarthy, Minderheitenführer der Republikaner im Repräsentantenhaus, in Bedrängnis bringen. Und ein Blick auf die aktuelle Position der US-Regierung in Bezug auf den Ukraine-Krieg und den Besuch von Verteidigungsminister Austin Lloyd und Außenminister Antony Blinken in Kiew.

    Und im Get-out: die Recherche The Former Chancellor Who Became Putin's Man in Germany von Katrin Bennhold, Berlin-Korrespondentin der New York Times, über Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder und die neue Netflix-Dokumentation mit Barack Obama, Our Great Nationalparks.

    Der Podcast erscheint alle zwei Wochen donnerstags, die nächste Folge am 12. Mai.

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    1 hr 1 min
  • 232 Jahre, 115 Ernennungen, die erste schwarze Frau am Supreme Court

    Es war ein historischer Moment, als US-Vizepräsidentin Kamala Harris im Senat das Abstimmungsergebnis verkündete: Mit 53 zu 47 Stimmen war Ketanji Brown Jackson als erste schwarze Frau als Richterin für den Supreme Court bestätigt worden.

    "Es hat 232 Jahre und 115 Ernennungen gedauert, bis eine schwarze Frau in den obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten gewählt wurde. Aber wir haben es geschafft. Wir haben es geschafft, wir alle", sagte Brown Jackson einen Tag später im Garten des Weißen Hauses. Im Herbst wird sie den liberalen Richter Stephen Breyer ersetzen, der Ende Februar seinen Rückzug von seinem Amt, das auf Lebenszeit vergeben wird, angekündigt hatte. Nur so hatte US-Präsident Joe Biden die Chance, das Richteramt noch vor den anstehenden Zwischenwahlen, bei denen sich die Mehrheiten wieder verändern könnten, neu zu besetzen.

    An den Mehrheitsverhältnissen am Supreme Court ändert Browns Besetzung jedoch nichts, sechs Richterinnen und Richter gelten als konservativ, drei als liberal. Wer die Juristin ist und was KBJ, wie Brown Jackson schon in Anlehnung an die verstorbene Richterin Ruth Bader Ginsburg – RBG – genannt wird, trotzdem bewegen könnte, diskutieren wir im US-Podcast.

    Außerdem blicken wir auf die aktuelle Position der USA in Bezug auf den Krieg in der Ukraine und die US-amerikanische Debatte über die Haltung der deutschen Regierung.

    Und zur beginnenden Reisezeit ein paar Tipps quer durch die USA, von Maine über Michigan bis Seattle.

    Und im_ Get-out: der Fiction Podcast_ vom _The New Yorker, aktuell mit Where I'm Calling From_ von Raymond Carver, und die Neunzigerjahre-Romcom Schlaflos in Seattle.

    Der Podcast erscheint alle zwei Wochen donnerstags, die nächste Folge am 28. April.

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    1 hr 2 min
  • Um Gottes Willen – dieser eine Satz von Joe Biden

    "Ich möchte klarstellen, dass ich weder damals noch heute einen Politikwechsel anstrebe. Ich habe die moralische Empörung zum Ausdruck gebracht, die ich empfinde, und ich entschuldige mich nicht dafür." Das sagte US-Präsident Joe Biden, als er zu Beginn der Woche gefragt wurde, ob er diesen einen Satz, der am Wochenende in Minuten um die Welt gegangen war, bereuen würde.

    Zum Abschluss seiner Europareise hatte Biden in Warschau auf einer Bühne gestanden und als er schon fast am Ende seiner Rede angekommen war, über Russlands Präsidenten Wladimir Putin gesagt: "Um Gottes willen, dieser Mann darf nicht an der Macht bleiben."

    Er nimmt ihn also nicht zurück, diesen Satz, doch die Folgen könnten spürbar sein für die Verhandlungen über einen Frieden in der Ukraine und den weiteren Umgang mit Putin und Russland. Darüber sprechen wir im transatlantischen Podcast.

    Und außerdem: Im US-Bundesstaat Florida hat der republikanische Gouverneur Ron DeSantis ein umstrittenes Bildungsgesetz unterzeichnet. Das "Parental-Rights-in-Education"-Gesetz wird von Kritikern als "Don't-Say-Gay"-Gesetz bezeichnet. Es verbietet den lehrplanmäßigen Unterricht über sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität bei Kindern vom Kindergarten bis zur dritten Klasse. Auch gegenüber älteren Kindern und Jugendlichen sollen Lehrer nicht in einer "dem Alter von Schülern unangemessenen Art" über diese Themen sprechen.

    Die Republikaner wollen, so sagen sie, Kinder auf diese Weise vor Themen schützen, die sie nicht verarbeiten könnten – und die Rechte von Eltern stärken. Diese können Schulen nämlich jetzt auch verklagen, wenn aus ihrer Sicht gegen das neue Gesetz, das zum 1. Juli in Kraft treten soll, verstoßen wird. Gegner des Gesetzes sagen, dass die Ausblendung der LGBTQ-Gemeinschaft aus dem Unterricht impliziere, dass die Schüler sich schämen oder ihre Geschlechtsidentität oder sexuelle Orientierung unterdrücken sollten. Biden nannte das Gesetz "hasserfüllt".

    Und im Get-out: Der Pate von Francis Ford Coppola mit Al Pacino und Marlon Brando feiert Geburtstag und der US-Sender PBS hat Zusammenschnitte von der Senatsanhörung der Kandidatin für den Supreme Court, Ketanji Brown Jackson, unter anderem auch die Befragung von Ted Cruz.

    Der Podcast erscheint alle zwei Wochen donnerstags, die nächste Folge in der Osterwoche. Sie erreichen uns per Mail an [email protected].

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    1 hr 1 min
  • Der ferne, nahe Krieg

    "Putin dachte, er könnte in die Ukraine einfallen und die Welt würde sich überschlagen. Stattdessen traf er auf eine Mauer der Stärke, die er sich nie hätte vorstellen können. Er traf auf das ukrainische Volk." Die Rede zur Lage der Nation, die US-Präsident Joe Biden vor dem versammelten Kongress gehalten hat, war in vielerlei Hinsicht erstaunlich. Denn sie begann mit Außenpolitik, mit dem Krieg in der Ukraine, mit der Weltkrise. Eigentlich spricht ein amerikanischer Präsident in seiner State of the Union vor allem über seine innenpolitische Agenda. Doch Biden hat als Präsident im Konflikt mit Russlands Präsident Wladimir Putin alte westliche Bündnisse neu gestärkt und bestärkt und muss diesen Krieg in den Fokus seiner Politik stellen, auch wenn es innenpolitische Risiken bedeutet.

    Denn wie solidarisch sind die USA mit der Ukraine und einem für sie fernen Krieg, wenn die Folge in der Heimat noch weiter steigende Benzinpreise sind, die Inflation anhält und womöglich Hackerangriffe drohen? Darüber sprechen wir im US-Podcast und bewerten Bidens Rede zur Lage der Nation.

    Außerdem: Als Bundeskanzler Olaf Scholz vor dem Ausbruch des Krieges nach Washington D.C. reiste, war die Stimmung angespannt. Zwar betonten Scholz und Biden das Vertrauen in die transatlantische Partnerschaft, aber die Irritationen aufseiten der USA über Deutschlands Verhalten in der Debatte um Nord Stream 2 waren deutlich. Das ist auch ein Grund, warum die Zeitenwende in der deutschen Außenpolitik, die Scholz mit seiner Rede vor dem Bundestag nach dem Kriegsbeginn ankündigte, auch im politischen Washington genau wahrgenommen wird.

    Als Vizebundeskanzler und Wirtschaftsminister Robert Habeck vergangene Woche in die USA reiste, war die Stimmung eine andere, es war fast ein roter Teppich, der da für ihn ausgerollt wurde. Finanzministerin Janet Yellen, der nationale Sicherheitsberater Jack Sullivan, der Klima-Sonderbeauftragte John Kerry, Energieministerin Jennifer Granholm und spontan auch noch Außenminister Antony Blinken: Sie alle empfingen Habeck. Dank und Anerkennung für die neue Leadershiprolle der Deutschen sei nun zu hören, heißt es während des Habeck-Besuchs aus Regierungskreisen. Was auch die vielen offenen Türen erklärt. Ein Austausch auf Augenhöhe im Angesicht einer Krise, die der Westen nur gemeinsam bewältigen kann. Verändert das die transatlantische Beziehung nachhaltig?

    Und im "Get-out": die Serie "Diener des Volkes" mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und die US-Schriftstellerin und Bürgerrechtlerin Maya Angelou und ihr Buch "I Know Why The Caged Bird Sings".

    Dieser Podcast erscheint aufgrund der aktuellen Lage bereits mittwochs, normalerweise erscheint er alle zwei Wochen donnerstags, die nächste Folge am 24. März.

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    1 hr 2 min
  • Joe Bidens Krisenstrategie

    Anmerkung der Redaktion: Wir haben diesen Podcast vor den aktuellen Entwicklungen in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag aufgenommen. Wir veröffentlichen ihn dennoch, denn viele der Analysen in Bezug auf die inneramerikanische Debatte und das transatlantische Verhältnis haben auch weiterhin Gültigkeit.

    "Wer in Gottes Namen glaubt, dass Putin das Recht hat, neue sogenannte Länder auf dem Territorium seiner Nachbarn auszurufen? Dies ist ein eklatanter Verstoß gegen das Völkerrecht." US-Präsident Joe Biden wurde deutlich, nachdem der russische Präsident Wladimir Putin die prorussischen Separatistengebiete Luhansk und Donezk in der Ukraine als unabhängige "Volksrepubliken" anerkannt und Truppen in die Region entsendet hat.

    Die USA sowie Europa haben mit Sanktionen auf die Eskalation reagiert und Biden kündigte weitere Schritte an, sollte Putin weitere Aggressionen zeigen. Der US-Präsident sprach erneut von dem "hohen Preis", den Russland zahlen müsste. Doch ist nach diesem Beginn der russischen Invasion in der Ukraine, wie Biden es am Dienstag nannte, überhaupt noch eine diplomatische Lösung denkbar? Seit Wochen hat der Präsident vor einem möglichen Angriff auf die Ukraine gewarnt, die Vereinigten Staaten waren überraschend transparent mit ihren Informationen – und Biden aggressiv in seiner Rhetorik.

    Was die aktuelle Entwicklung für das Verhältnis zwischen den Vereinigten Staaten und Russland bedeutet, wie gut Joe Bidens diplomatische Strategie und wie komplex die innenpolitische Debatte über die künftige US-amerikanische Außenpolitik ist, diskutieren wir im US-Podcast.

    Und im Get-out: die neue Staffel der Serie The Marvelous Mrs. Maisel und das neue Album Covers der US-amerikanischen Sängerin Cat Powers.

    Der Podcast erscheint alle zwei Wochen donnerstags, die nächste Folge ausnahmsweise erst am 18. März.

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    55 min
  • Die verbotenen Bücher

    Und dann kam der Moment, als sich Bundeskanzler Olaf Scholz während der gemeinsamen Pressekonferenz mit US-Präsident Joe Biden im Weißen Haus in Washington, D. C. an die US-amerikanischen Zuschauerinnen und Zuschauer richtete. Auf Englisch sagte er: "Es ist nun eine gute Idee, unseren amerikanischen Freunden zu sagen: Wir werden uns einig sein, wir werden gemeinsam handeln und wir werden alle notwendigen Schritte unternehmen. Und alle notwendigen Schritte werden von uns allen gemeinsam unternommen."

    Diese Betonung der Einigkeit war wichtig für ein transatlantisches Verhältnis, das unter Biden wieder deutlich besser geworden ist, das aber in den vergangenen Wochen angespannt schien. Denn aus der US-amerikanischen Perspektive schien nicht mehr sicher, wie sehr man sich auf Deutschland in der Krise mit Russland verlassen könne. Der Antrittsbesuch von Scholz war so mehr als ein übliches Treffen. Über den Stand des transatlantischen Verhältnisses nach dem Gespräch zwischen dem deutschen Kanzler und dem US-Präsidenten sprechen wir im US-Podcast.

    Außerdem: An US-amerikanischen Schulen überall im Land wird ein Kampf darüber geführt, wer bestimmt, was unterrichtet und was gelesen wird. Im McMinn County im US-Bundesstaat Tennessee hat ein School Board entschieden, die Graphic Novel Maus des New Yorker Autors Art Spiegelman zu verbieten. In dem Buch beschreibt Spiegelman die Erfahrungen seiner Eltern in Auschwitz und den Suizid seiner Mutter. Nazis werden darin als Katzen, jüdische Menschen als Mäuse dargestellt, Polen als Schweine. Spiegelman schrieb 13 Jahre daran, es wurde 1992 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet.

    Ein Buch in einem Bezirk könnte als eine unglückliche Episode abgetan werden, doch in den USA wird immer wieder darüber diskutiert, welche Bücher an Schulen gelesen werden sollten – und welche nicht. Darunter sind Klassiker wie Margaret Atwoods Der Report der Magd oder auch Ta-Nehisi Coates' Zwischen mir und der Welt.

    Darüber hinaus gibt es in diversen Bundesstaaten Gesetzesinitiativen und bereits verabschiedete Gesetze, die "erzieherische Maulkorberlasse und zensorische gesetzgeberische Maßnahmen gegen Bildungseinrichtungen" sind, wie es die Vereinigung Pen America formuliert.

    Wie es zu diesem Kultur- und Identitätskampf um die Köpfe der Kinder kam und welche Auswirkungen er hat, diskutieren wir im Podcast.

    Und im Get-out: die norwegische Dramaserie Atlantic Crossing und die Gespräche von Oprah Winfrey mit der Schriftstellerin und Bürgerrechtlerin Maya Angelou in Winfreys Podcast Oprah’s Super Soul Conversations.

    Der Podcast erscheint alle zwei Wochen donnerstags, die nächste Folge am 24. Februar.

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    1 hr 7 min

About OK, America?

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Zu Beginn von Donald Trumps zweiter Amtszeit setzt der US-Präsident um, was er seinen Wählerinnen und Wählern versprochen hat: In hohem Tempo beginnen er und seine Regierung, radikal den Staat umzubauen – mit weitreichenden Folgen für Politik und Gesellschaft.

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