Passage

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Passage episodes

  • «Wort, Klang, Bild: Lyrik im Gespräch»
    Einladung auf eine – virologisch unbedenkliche – Reise nach Finnland. Die Lyrikerin Dorothea Grünzweig und die Komponistin Laura Kokko beschwören mit poetischen Worten und einer Barockgeige die Schönheit des Waldes, die Behaglichkeit der Moore und die Verwandtschaft mit Rentieren.
    Die deutsche, in Finnland lebende Lyrikerin Dorothea Grünzweig erzählt von ihren Balanceakten auf Schwebebalken über «kreuzotterntragenden Schlamm». Die Komponistin Laura Kokko loopt ein finnisches Volkslied. Zusammen haben sie exklusiv für die Passage eine Klangskulptur komponiert.
    Unterwegs ins finnische Moor treffen wir einen rebellierenden Jesuiten in England und einen deutschen Satiriker, der sich bitter über eine abgesagte Veranstaltung beklagt. Und am Rande sitzt noch der Flüchtling Bertolt Brecht im finnischen Erlengrund.
    1 hr 1 min
  • Silicon Children – Aufwachsen zwischen Absturz und Verheissung
    Der Mensch von morgen soll klüger, gesünder und glücklicher sein, sozial kompatibel und nützlich. Mancher Hightech-Milliardär aus dem Silicon Valley steckt grosse Summen in die Erforschung neuer Techniken für Bildung und Erziehung. Seine eigenen Kinder aber hält er nicht selten von der Technik fern.
    Was lehrt das Silicon Valley über Erziehung im digitalen Zeitalter? Die Hightech-Propheten des Silicon Valley predigen den radikalen Bruch mit dem Bestehenden. Sie wälzen Leben um, mit immer tolleren Tools, Apps und Algorithmen. Wie aber leben ihre eigenen Kinder damit? Es besteht eine Kluft zwischen der digitalen Utopie und einem lebenswerten Alltag. Viele Heranwachsende spüren den Druck, genauso smart, innovativ und erfolgreich zu sein wie die Erzeuger. Der Wettbewerb ist enorm, die Angst vor dem Absturz allgegenwärtig.
    56 min
  • Fremd in der eigenen Sprache: Paul Celan und die «Todesfuge»
    2020 ist ein doppeltes Gedenkjahr an den Lyriker Paul Celan: Sein 50. Todestag im April und sein 100. Geburtstag am 23. November lassen uns wieder und auch neu auf sein Leben und Werk schauen.
    Die «Todesfuge» ist das wohl bekannteste deutschsprachige Gedicht des 20. Jahrhunderts. Nicht zuletzt, weil es zum ersten Mal das Grauen in den Konzentrationslagern in Worte fasste. Lange hat man Paul Celan als den Dichter gelesen, der Auschwitz sprachlich und ästhetisch etwas entgegenzusetzen hatte. Was macht die starke Wirkungsmacht der «Todesfuge» aus? Und warum sagte sich Celan Ende der 1950er Jahre von der Ästhetik der «Todesfuge» los und wurde zu einem «Dichter der grauen Sprache»? Der Literaturkritiker und Celan-Kenner Helmut Böttiger im Gespräch.
    54 min
  • Chopins Männer (2/2)
    Ein Teil der Korrespondenz von Frédéric Chopin ist verschollen. Trotzdem sind hunderte Briefseiten aus der Feder des polnischen Komponisten überliefert. Viele sind voller Liebeserklärungen, insbesondere seine zahlreichen Briefe an Tytus Woyciechowski.
    Bisher wurde vor allem Chopins Beziehung zur emanzipierten und freigeistigen Schriftstellerin George Sand beschrieben - und verklärt. Nur schon die berühmte Winterreise ins damals exotische Mallorca liest sich in den Schriften von Chopin und Sand ganz anders: Sand schreibt, sie sei für sie eine Qual gewesen, für ihn eine Pein.
    Die homoerotischen Beziehungen, die Frédéric Chopin zu Männern pflegte, sind hingegen bis heute wenig bekannt. Selbst in den jüngsten Biographien finden sie kaum Erwähnung oder werden umgedeutet. Und auch neuere Übersetzungen seiner polnischen Briefe weisen just an den einschlägigen Stellen Übersetzungsfehler auf.
    Eine grosse Reise durch das Privatleben von Frédéric Chopin in zwei Teilen.
    56 min
  • Chopins Männer (1/2)
    Ein Teil der Korrespondenz von Frédéric Chopin ist verschollen. Trotzdem sind hunderte Briefseiten aus der Feder des polnischen Komponisten überliefert. Viele sind voller Liebeserklärungen, insbesondere seine zahlreichen Briefe an Tytus Woyciechowski.
    Bisher wurde vor allem Chopins Beziehung zur emanzipierten und freigeistigen Schriftstellerin George Sand beschrieben - und verklärt. Nur schon die berühmte Winterreise ins damals exotische Mallorca liest sich in den Schriften von Chopin und Sand ganz anders: Sand schreibt, sie sei für sie eine Qual gewesen, für ihn eine Pein.
    Die homoerotischen Beziehungen, die Frédéric Chopin zu Männern pflegte, sind hingegen bis heute wenig bekannt. Selbst in den jüngsten Biographien finden sie kaum Erwähnung oder werden umgedeutet. Und auch neuere Übersetzungen seiner polnischen Briefe weisen just an den einschlägigen Stellen Übersetzungsfehler auf.
    Eine grosse Reise durch das Privatleben von Frédéric Chopin in zwei Teilen.
    1 hr
  • 1945 - Auslandschweizerkinder mitten im Krieg
    Der Zweite Weltkrieg bedeutete auch für die Schweizer*innen im Ausland eine grosse Herausforderung. In Deutschland etwa arbeiteten viele Schweizer als Melker in der Landwirtschaft. Der Krieg zwang die meisten von ihnen zur Flucht. Die Rückkehr in die Schweiz war aber oft nicht unproblematisch.
    Aus den Geschichten dreier Zeitzeug*innen, damals noch Kinder, hat die Journalistin Barbara Meyer drei packende Podcast-Episoden gestaltet. In der Passage stellt sie zwei dieser Episoden vor und erzählt wie es zur Recherche gekommen ist, was die Begegnungen mit den inzwischen betagten Menschen mit ihr gemacht hat und was sie als Erkenntnis aus diesen drei Lebensgeschichten mitnimmt.
    53 min
  • Am Nullpunkt. Fünf syrische Frauen erfinden sich neu
    Ihre Biografien könnten unterschiedlicher nicht sein, doch eines verbindet sie: Die Erfahrung der Flucht hat ihr Leben von Grund auf verändert. Jede von ihnen sagt im Gespräch irgendwann einmal den Satz: «Ich musste wieder bei Null beginnen».
    Wie sich die Frauen beharrlich von diesem Nullpunkt entfernen, was ihnen dabei geholfen hat und welche erstaunlichen beruflichen Wege einige von ihnen in Österreich eingeschlagen haben, davon erzählt dieses Feature. Ein Jahr lang hat Eva Roither die Frauen begleitet: Basma Jabr, die in Damaskus in einem Architekturbüro gearbeitet hat. Iman, die nach der Matura zwei Söhne großgezogen hat. Rojin Ali, die als Sozialarbeiterin in Damaskus Schüler/innen beraten hat, Hadil, die Angestellte bei einer privaten Versicherungsgesellschaft in Syrien war sowie die Visagistin und Fotografin Linda Zahra.
    55 min
  • Neue Orgeln braucht das Land
    Die Orgel gehört zur Kirche wie das Amen. Aber gehört sie auch in den Konzertsaal? Unbedingt, findet man in Basel und Zürich. In beiden Städten erhalten die frisch renovierten Konzertsäle neue Orgeln.
    In der Tonhalle Zürich wird derzeit die neue Kuhn-Orgel eingebaut, und im Musiksaal des Stadtcasinos Basel wurde die neue Metzler-Orgel bereits eingeweiht. Dass man bis anhin in beiden Konzertsälen die Orgeln so selten gehört hat, liegt auch daran, dass die früheren Instrumente nicht ideal auf den jeweiligen Raum und auf ihre Aufgaben abgestimmt waren: nämlich einerseits gemeinsam mit einem gross besetzten Sinfonieorchester musizieren zu können, und andererseits als Soloinstrument im Konzertsaal zu brillieren- der über eine ganz andere Akustik verfügt als eine Kirche.
    Wie nun die beiden neuen Orgeln konzipiert sind, über welche besonderen Klangregister sie verfügen, und was die Menschen antreibt, die diese Orgeln bauen, darum dreht sich diese Passage von Jenny Berg.
    1 hr
  • «Meine Kerze brennt an beiden Enden»
    Vor 100 Jahren war die US-Dichterin Edna St. Vincent Millay berühmt, Millionen kannten ihre Verse auswendig – vor 70 Jahren, als sie einsam starb, war sie vollkommen vergessen.
    Sie war eine moderne Frau – und als Dichterin eine geniale Traditionalistin. Der Sänger Johnny Cash liebte sie und trug am Ende seiner Konzerte gerne eine ihrer Balladen vor. Und der britische Autor Thomas Hardy meinte, Amerika habe überhaupt nur zwei grosse Attraktionen zu bieten – die Wolkenkratzer und die Poesie von Edna St. Vincent Millay.
    Doch die Frau, die sich nicht an Regeln hielt, die Männer und Frauen liebte und ein ausschweifendes Leben führte, war irgendwann nicht mehr gefragt und wurde schließlich vergessen. Sie starb mit 58 Jahren am 19. Oktober 1950 einsam und krank, süchtig nach Morphium und Alkohol.
    56 min
  • Maria Herz – eine Komponistin wird wiederentdeckt
    2015 gelangte der künstlerische Nachlass der Komponistin Maria Herz (1878-1950) in die Zentralbibliothek Zürich. Niemand kannte ihren Namen. Eine der vielen verbannten Stimmen nationalsozialistischer Rassepolitik. Dann das Wunder: Auf einmal ist neues Interesse da – an der Person, an den Werken.
    Wie sich als Frau behaupten in einer Männerdomäne? Maria Herz, 1878 hineingeboren in eine jüdische Kölner Textildynastie, konnte ein Lied davon singen. 1926 setzt sie vor ihren Künstlernamen den Vornamen ihres verstorbenen Ehemannes. Der Kunstgriff gelingt. Die Werke von Albert Maria Herz werden gespielt. Namhafte Dirigenten – Hermann Abendroth, Otto Klemperer – unterstützen sie. Dann der Karrierebruch. Als jüdische Künstlerin wird Maria Herz 1935 ins englische Exil getrieben, verstummt als Komponistin, stirbt 1950 in New York: die HERZ-Musik wird vergessen – und erst jetzt wiederentdeckt.
    57 min

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Die Sendung «Passage» steht für radiophone Exzellenz auf SRF 2 Kultur. Hier verbinden sich Wort und Musik, Ton und Stille.

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