Passage

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Passage episodes

  • Das Geld der anderen – ein Einkommensexperiment
    Einen Monat lang teilt Philine Velhagen das Einkommen mit ihren Freunden, jeder legt Rechenschaft ab über seine Einnahmen und Ausgaben. Man darf gespannt sein, wie lange das gut geht – und ob zumindest im Kleinen gelingt, wovon schon so mancher Weltverbesserer träumte: eine gerechtere Verteilung von Ressourcen, Chancen und Annehmlichkeiten.
    Schon die Frage, was die anderen verdienen, führt zu Empörung. Wir ahnen, was Micha bekommt, Summen kursieren, 10.000? 8.000 EUR? Aber genau nachgefragt hat bisher niemand.
    Dann der Vorschlag, es einen Monat lang zu teilen: Panik, Entsetzen und Ablehnung bei den einen. Neugier und der Spaß daran, die Gesellschaft zu erforschen und zu verändern, bei den anderen.
    Zwischen Scham, Neid, verstecktem Zorn und endlosen Fixkostendebatten: Wir erzählen uns, wie es uns dabei ergeht. Woher bemisst sich der Wert unserer Arbeit? Wer fühlt sich als Schmarotzerin? Wer als Gönner? Und ist Geld am Ende vielleicht doch mehr als Geld? Und die Freundschaften, hören sie hier auf – oder fangen sie beim Geld erst wirklich an?
    56 min
  • Die musikalischen Zugreisen von E. W. Millette & Westtrainz
    Bandleader, Bassist und Bahnfreak: Mit dem Projekt Westtrainz hat der Kanadier Erik West Millette seine Zugreisen zu Gesamtkunstwerken aus Blues, Rock und Weltmusik geformt – inklusive Lokschnauben und Waggonrattern von Vancouver bis Wladiwostok.
    Von seinem Laboratorium in Montréal aus öffnet Millette die Fenster zur Welt: Er erzählt von seiner abenteuerlichen Familiengeschichte zwischen Louisiana und Québec, durchquert mit den Eisenbahnpionieren Kanada. Und bricht dann mit der Band Westtrainz auf andere Erdteile auf: Eine trinkfreudige Transsibirien-Tour, ein Sandsturm in Mali oder eine Begegnung mit einer Dampflok am Amazonas stehen auf dem Fahrplan. Und schliesslich schwingen wir uns mit den fahrenden Wanderarbeitern auf die Züge auf, den Hobos – ihnen setzt Millette mit seinem brandneuen Werk ein liebevolles Denkmal.
    56 min
  • Best of Open Mic: «Wie klingt Kreativität?»
    Welche Klänge hat ein Arbeitstag des Musikers und Theatermannes Ruedi Häusermann? Welche Klippen muss die Soundkünstlerin Milena Krstic umschiffen, bis das Lied in Ihrem Kopf kräftig genug ist, sich einem Publikum zu stellen? Beide haben es in Szene gesetzt, in der SRF 2 Reihe «open mic»
    Unter dem Motto #srfzämestah unterstützt SRF das kulturelle Leben in der Schweiz, da Auftritte für Künstlerinnen und Künstler in Zeiten von Corona nur schwer möglich sind. «Open Mic» ist Teil dieses Unterstützungspakets. Kulturschaffende erhielten eine Carte Blanche zum Thema «Auszeit» und konnten einen halbstündigen Auftritt am Radio frei gestalten. Ruedi Häusermann dokumentierte, was er so alles erlebt an einem Tag im Lockdown - vom ersten Augenzwinkern bis zum letzten Gähnen. Milena Krstic hat sich in ihr Tonstudio zurückgezogen und gewährt einen intimen Einblick in ihren Schaffensprozess.
    50 min
  • Wie viel Spiritualität steckt im Blues?
    Blues ist mehr als ein Musikgenre, er beschreibt ein Lebensgefühl. In diesem Sinne kann auch Spiritualität mit der «Teufelsmusik» einhergehen. Insbesondere in den USA kann Blues eine befreiende religiöse Praxis der Schwarzen sein. Selbst in der Schweiz finden Blues und Religion zusammen.
    Es gibt Bluesstücke mit religiösem Inhalt und religiöse Bluesmusiker*innen, die ihren Glauben in der Musik ausdrücken. Dann gibt es Menschen, für die der Blues Ausgangspunkt einer religiösen Praxis ist, etwa für den selbsternannten Bluesdiakon und Pfarrer Reto Nägelin. Für den Schwarzen Theologen Rufus Burnett jr. hingegen ermöglicht der Blues eine authentische religiöse Praxis: weil er Bezüge schafft zu den Wurzeln der Afroamerikaner*innen und Erfahrungen wie Sklaverei, Armut oder Polizeigewalt anerkennt. Musiker wie George Steinmann wiederum erkennen im Blues eine spirituelle Dimension.
    57 min
  • Hörendes Begehren – Der Sound von Intimität
    Audioporn heißt ein blühendes Genre, das durch Stimmen und Geräusche sexuell stimuliert. Im Medium des Podcast lässt sich anscheinend besonders gut über Sex und Beziehung reden, davon erzählen zumindest die Charts der diversen Podcast-Portalen.
    Und in Zeiten verordneter Kontaktreduktion erlebt die sonische Vereinigung Hochkonjunktur. Mit ihr vielleicht auch Intimität?
    Klang, Stimme, Sound sind Meister des Intimen. Denn das Ohr ist offen, es hat kein Lid, wie das Auge, um sich vor Einfluss zu schützen. Geräusche, Töne, Lärm nimmt es auf, lässt sich im besten Falle darauf ein. Dann dringen Töne ein, berührt Klang, kommen Stimmen nahe. Penetrationen, die in Stimmung versetzen, Schwingungen erzeugen, die auf- oder erregen. Auch dann, wenn – wie beim Kopfhörer – der Blick ins Leere geht und kein Geruch, kein Geschmack, keine Berührung das Sensorium anstacheln. Oder gerade deshalb?
    Philosophisch hatte das Hören keinen guten Stand, Erkenntnis liegt im Auge des Betrachters. Aber auch Kant soll irgendwann gesagt haben: «Nicht sehen können trennt von den Dingen, nicht hören können von den Menschen».
    Der Essay von Stephanie Metzger folgt den Spielarten eines hörenden Begehrens und fragt dabei auch nach seinem politischen Versprechen. Was im Lärm und in der Bilderflut unserer Gegenwart vergessen zu werden droht, soll hier erklingen: dass Töne sexy sind, Stimmen anturnen und Stille erotisiert. Und dass wir dieser Erotik dringend zuhören sollten.
    54 min
  • Othella Dallas - I Live the Life I Love
    Sie lebte das Leben, dass sie liebte, und das bis ins hohe Alter: Die Jazzsängerin Othella Dallas. Sie starb am 28. November 2020. Ein Jahr zuvor hat Jazzredaktor Beat Blaser die Grand Old Lady besucht – ihr Tod schien da noch in weiter Ferne.
    Othella Dallas war eine Grand Old Lady des Jazz, Blues und Funk. 1925 in Memphis geboren, begann ihre Tanzkarriere bereits im Alter von 5 Jahren. Mit 19 wurde sie entdeckt und bald schon zur gefeierten Solotänzerin. Dann begann sie eine Gesangskarriere und stand mit den Grossen des Jazz auf der Bühne; Duke Ellington, Quincy Jones, Sammy Davis jr., Nat King Cole. Seit den 1960er Jahren wohnte Othella Dallas in der Schweiz. Wer sie sah und mit ihr sprach, merkte, geistige und körperliche Bewegung erhalten lebendig und jung! Jazzredaktor Beat Blasers Besuch bei Othella Dallas 2019 wird nun nach ihrem Tod zu einer klingenden Hommage.
    Erstausstrahlung: 6.12.2019
    1 hr 1 min
  • Chopin's men (2/2)
    Part of Frédéric Chopin's correspondence has been lost. Nevertheless, hundreds of pages of letters from the pen of the Polish composer have been handed down. Many are full of declarations of love, especially his numerous letters to Tytus Woyciechowski.
    So far, Chopin's relationship with the emancipated and free-spirited female writer George Sand has been described - and glorified. Only the famous journey to the then exotic Mallorca reads quite differently in the writings of Chopin and Sand: Sand writes that it was a torture for her, and anguish for him.
    The homoerotic relationships that Frédéric Chopin had with men, on the other hand, are little known to this day. Even in the most recent biographies they are hardly mentioned or are reinterpreted. And even recent translations of his Polish letters contain mistranslations in the relevant places.
    A great journey through the private life of Frédéric Chopin in two parts.
    59 min
  • Chopin's men (1/2)
    Part of Frédéric Chopin's correspondence has been lost. Nevertheless, hundreds of pages of letters from the pen of the Polish composer have been handed down. Many are full of declarations of love, especially his numerous letters to Tytus Woyciechowski.
    So far, Chopin's relationship with the emancipated and free-spirited female writer George Sand has been described - and glorified. Only the famous journey to the then exotic Mallorca reads quite differently in the writings of Chopin and Sand: Sand writes that it was a torture for her, and anguish for him.
    The homoerotic relationships that Frédéric Chopin had with men, on the other hand, are little known to this day. Even in the most recent biographies they are hardly mentioned or are reinterpreted. And even recent translations of his Polish letters contain mistranslations in the relevant places.
    A great journey through the private life of Frédéric Chopin in two parts.
    1 hr 2 min
  • Beethoven weltweit
    Das Pariser Quatuor Ébène hat während einer Welttournee alle Streichquartette von Ludwig van Beethoven gespielt. Auf fünf Kontinenten. Dabei sind Live-Aufnahmen aller 16 Quartette entstanden. Zudem hatte Quatuor Ébène zahlreiche Begegnungen mit jungen Musikern aus verschiedensten sozialen Schichten.
    Es klingt erstmal vermessen: Beethoven around the world. Eine Tournee und - daraus resultierend - eine Box mit sieben CDs aller Beethoven-Quartette. Hat Beethoven Weltanspruch, gar Weltgültigkeit? Die vier Franzosen des Quatuor Ébène sehen das etwas anders. Für sie ist jedes der Quartette eine Welt für sich. Und für diese Quartettwelten interessiert sich ein Publikum weltweit. Wir haben mit dem Ensemble darüber gesprochen und über das Musikmachen in Slums und Favelas, wo die Vier mit Begeisterung willkommen geheissen wurden.
    31 min
  • «Mon caméléon bien-aimé». Richard Galliano und sein Akkordeon
    Juliette Greco, Astor Piazzolla, Barbara, Michel Legrand, Chet Baker, Edith Piaf und ein Name, der immer wieder auftaucht in den Biografien nicht nur dieser Musik-Legenden: Richard Galliano. Am 12. Dezember feiert der selbst schon legendäre Grandseigneur des Akkordeons seinen 70. Geburtstag.
    «Hören Sie, wie es atmet?», fragt Galliano, das Instrument auf dem Schoss, das ihm einst seine Nonna schenkte, nachdem sie dafür ein Stück Land verkaufte, «mein liebes Chamäleon, das auch zum wilden Biest werden kann», lachend lässt er sein Akkordeon kreischen.
    Gallianos Chamäleon der Klänge hat sich durch seinen phänomenal virtuosen Besitzer in den unterschiedlichsten Musikgenres etabliert: im Jazz, in der von Galliano entwickelten «Musette neuve», in der Klassik, die Galliano als seine erste grosse Liebe bezeichnet und zu der es ihn als Interpret und Komponist immer wieder zurück zieht.
    58 min

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Die Sendung «Passage» steht für radiophone Exzellenz auf SRF 2 Kultur. Hier verbinden sich Wort und Musik, Ton und Stille.

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