Passage

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Passage episodes

  • Chiles kybernetischer Traum von Gerechtigkeit Projekt Cybersyn (2/2)
    Beflügelt von der Aufbruchstimmung im sozialistischen Chile der Allende-Zeit entwickelt eine Gruppe von Ingenieuren ein Computernetzwerk, mit dem die Wirtschaft des gesamten Landes gesteuert werden soll – ein Experiment, das wie Science-Fiction anmutet: Projekt Cybersyn.
    1970 wird Salvador Allende zum Präsidenten von Chile gewählt. Er schlägt einen gewaltfreien Weg zum Sozialismus ein, verstaatlicht binnen kurzer Zeit große Teile der Wirtschaft. Doch das Management hunderter Fabriken überfordert die Verwaltung. Der zentralistische Ansatz ist zum Scheitern verurteilt. Allende sucht fieberhaft nach neuen Ansätzen – und gibt schließlich Cybersyn in Auftrag. Vor dem Hintergrund des Scheiterns einer sozialistischen Vision erzählt „Projekt Cybersyn von Idealisten, die ihrer Zeit auf tragische Weise voraus sind und am Ende an der Realität zerbrechen.
    56 min
  • Chiles kybernetischer Traum von Gerechtigkeit Projekt Cybersyn (1/2)
    Beflügelt von der Aufbruchstimmung im sozialistischen Chile der Allende-Zeit entwickelt eine Gruppe von Ingenieuren ein Computernetzwerk, mit dem die Wirtschaft des gesamten Landes gesteuert werden soll – ein Experiment, das wie Science-Fiction anmutet: Projekt Cybersyn.
    1970 wird Salvador Allende zum Präsidenten von Chile gewählt. Er schlägt einen gewaltfreien Weg zum Sozialismus ein, verstaatlicht binnen kurzer Zeit große Teile der Wirtschaft. Doch das Management hunderter Fabriken überfordert die Verwaltung. Der zentralistische Ansatz ist zum Scheitern verurteilt. Allende sucht fieberhaft nach neuen Ansätzen – und gibt schließlich Cybersyn in Auftrag. Vor dem Hintergrund des Scheiterns einer sozialistischen Vision erzählt „Projekt Cybersyn von Idealisten, die ihrer Zeit auf tragische Weise voraus sind und am Ende an der Realität zerbrechen.
    56 min
  • Im Universum von Erika Stucky - «Come Closer. Welcome To My Show»
    Wer Erika Stucky je beim Performen erlebt hat, wird sie nie mehr einfach als Sängerin bezeichnen. Mit ganzem Körpereinsatz schauspielert sie, erzählt Geschichten, sie singt, spielt Akkordeon, jodelt – und zeigt selbst gedrehte Super 8 Filme, in denen sie eine schrille Parallelwelt inszeniert.
    In diesem Kaleidoskop kultiviert Stucky die Reduktion. Einer von vielen scheinbaren Widersprüchen. Die Endfünfzigerin ist zwischen San Francisco und einem Walliser Dorf aufgewachsen und hat früh gelernt, ihre extrovertierte Seite mit der ländlichen zweiten Heimat zu versöhnen. Das ermöglichte ihr eine bemerkenswerte innere Freiheit. Und ein einzigartiges musikalisches Vokabular: Singer/Songwriter, Jazz und Blues tanzen mit urtümlicher Folklore und Jodel, und dabei geht es weniger darum, zu provozieren. Erika Stucky mutet ihrem Publikum sich selbst zu und lässt es dabei ganz nah rankommen.
    1 hr 1 min
  • Visionen der Wirklichkeit – Ray Bradbury
    Mit seinem utopischen Klassiker Fahrenheit 451, den Francois Truffaut 1966 verfilmte, ist der amerikanische Autor Ray Bradbury weltberühmt geworden. Seine düsteren Visionen zeugen von einer erschreckenden Klarsicht.
    Die Geschichte um den behördlichen Bücherverbrenner Guy Montag, der sich am Ende auf die Seite der Buchmenschen schlägt, gehört heute zum Kanon der Science-Fiction-Literatur. In diesem Genre hat Ray Bradbury eine ganz eigene Position eingenommen, als Grenzgänger zwischen Phantastik, Horror und Technik-Fantasie. Vor 100 Jahren kam Ray Bradbury zur Welt. Ein guter Anlass, den Utopisten mit Hang zu Zauberei und erlesenem Schrecken in Erinnerung zu rufen.
    52 min
  • Khojaly, mon amour – Wenn Vergangenheit die Zukunft schluckt
    Die Autorin reist an einen Ort, der nicht mehr existiert und doch die Gegenwart prägt: Nach Khojaly, den Schauplatz eines Massakers in Berg-Karabach. Es ist eine Reise in die Erinnerung, ein Stück über Heimatlosigkeit, den Nachhall des armenischen Genozids und die Sprachlosigkeit zwischen Nachbarn.
    Die Erinnerungen an die anderen, an die Aserbaidschaner, sind getilgt, der Ort ist umbenannt. Und doch lebt Khojaly weiter: in der Erinnerung eines Überlebenden, der heute entwurzelt im Ausland lebt. Khojaly lebt auch in der Propaganda des aserbaidschanischen Regimes weiter, das damit den Hass auf den armenischen Nachbarn schürt. Es lebt in der Erzählung des Armeniers, der den Ort einst miterobert hat und heute dort lebt.
    1 hr 1 min
  • «Al fresco» oder detailverliebt? Beethoven-Interpretation im Laufe der Zeit
    Dutzende Pianistinnen und Pianisten haben seit den 1930er-Jahren Gesamtaufnahmen von Ludwig van Beethovens 32 Klaviersonaten vorgelegt. Ein Streifzug durch historische und aktuelle Beethoven-Einspielungen.
    Die diversen Deutungen und Interpretationsansätze für die einst vom Pianisten Hans von Bülow als «das Neue Testament der Klavierspieler» apostrophierten 32 Klaviersonaten unterscheiden sich teils minimal, teils erheblich - obwohl sich der Notentext kaum verändert hat.
    Welche Aspekte standen bei der ersten Gesamtaufnahme von Arthur Schnabel im Vordergrund? Welchen Zugang zu Beethovens Sonaten wählen Pianistinnen und Pianisten heute? Wer legt wert auf Texttreue, wer setzt eher auf eigene Impulse?
    Gemeinsam mit bedeutenden Beethoven-Interpreten unserer Zeit, mit András Schiff und Ronald Brautigam, gräbt Musikredaktor Moritz Weber in Beethovens Notentext und untersucht unterschiedliche Sichtweisen auf den Beethovenschen Klavierkosmos.
    1 hr 1 min
  • Sommer-Reprise: «Ich bin weder arm noch ängstlich» - Ethel Smyth
    Mit 19 hatte Ethel Smyth (1858 – 1944) ihren Wunsch durchgesetzt: sie reiste nach Leipzig und studierte dort Musik. Energisch webte sie Kontakte bis in allerhöchste Kreise, stritt mit Johannes Brahms und liess Kaiser Wilhelm II bei einem Dinner wissen, dass die Berliner Oper ein «Schweinestall» sei.
    Das Leben der Britin Ethel Smyth war wesentlich davon geprägt, sich als Komponistin durchzusetzen und als solche Anerkennung in der Öffentlichkeit zu finden. Sie hatte den Anspruch, in ihrer Arbeit nicht als nebenher komponierende Lady, sondern als gleichwertig zu ihren männlichen Kollegen gesehen zu werden und von ihrer Arbeit zu leben. In Ethel Smyths mehrbändigen Erinnerungen entfaltet sich ein kultur- und zeitgeschichtliches Panorama, das wissenschaftlich noch kaum ausgewertet ist.
    Erstausstrahlung: 20.04.08
    52 min
  • Sommer-Reprise: Clara Haskil - Wunderkind mit später Blüte
    Clara Haskil (1895-1960) begann ihre Karriere zwar als Wunderkind, aber internationalen Ruhm erreichte die in Rumänien geborene Pianistin, die ab 1942 in Vevey lebte und das Schweizer Bürgerrecht bekam, erst mit über 50.
    In ihrer Jugend eine Virtuosin des grossen romantischen Repertoires von Brahms bis Balakirev, wurde sie in den 1950er Jahren als überragende Mozart-Interpretin gefeiert und verehrt. Schwere Krankheiten, Flucht vor den Nazis und Exil ertrug und überwand sie zum Erstaunen ihrer Zeitgenossen mit grosser geistiger Kraft. Ihr Kollege Dinu Lipatti nannte Clara Haskil eine «Prinzessin der Musik» - sie selbst blieb jedoch ihre härteste Kritikerin und notierte nach vielen Konzerten nur «sehr schlecht gespielt» in ihr Tagebuch.
    Erstausstrahlung: 08.05.11
    54 min
  • Sommer-Reprise: Jean Sibelius, das finnische Urgestein
    Jean Sibelius (1865 – 1957) gilt als der grösste finnische Musiker, der «Baum, der alles überragt». Werke wie Finnlands heimliche Hymne Finlandia wurden zum Symbol des finnischen Unabhängigkeitsstrebens, und als Sibelius starb, würdigte ihn Finnland mit einem Staatsbegräbnis.
    1904 kehrte Sibelius der trinklustigen Bohème in Helsinki den Rücken und bezog am stillen Tuusula-See mit seiner Frau Aino und den Töchtern sein Traumhaus Ainola. Hier entstanden ein Vierteljahrhundert lang seine wichtigsten Werke. Zu den Rätseln seines Lebens gehört die Tatsache, dass er ab 1929 alle neuen Kompositionen, an denen er tagsüber arbeitete, nachts wieder vernichtete.
    Erstausstrahlung: 30. September 2007
    57 min
  • Sommer-Reprise: Robert Schumann, das dunkle Genie
    Robert Schumanns (1810 – 1856) Tagebücher sagen viel aus über sein Leben, seine Liebe zu Clara, die so glücklich wie schwierig war und seine literarische und musikalische Doppelbegabung. Schumann war der Komponist der Romantiker schlechthin. In seiner Musik jedoch liegt bis heute sehr Verstörendes.
    Gewaltige Kollisionen gibt es in Robert Schumanns Musik: Dissonanzen, die sich in Konsonanzen auflösen, während diese Konsonanzen selbst wiederum aufgeladen sind und irgendwohin wollen. Solche Einbrüche finden sich schon in seinen frühen Stücken. Die späten steigern es ins Unerträgliche. Als ob nun die Essenz dessen erscheint, was Schumanns Musiksprache schon immer ausgezeichnet hat: dass er in der Lage war, mit ein paar Handgriffen die Musik plötzlich zu verschatten. Wie? Warum? Jörg Widmann, Komponist und Klarinettist, macht sich Gedanken über seinen Lieblingskomponisten, den rätselhaften Robert Schumann.
    Erstausstrahlung: 03.07.05
    52 min

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