Seit ihrer Kindheit bewegt sich Róža Domašcyna in zwei Sprachen: dem Sorbischen und dem Deutschen. Sie wurde 1951 in Zerna, zwischen Bautzen, Kamenz und Hoyerswerda, in einer sorbischen Familie geboren. Aber man sollte sie deswegen nicht als 'sorbische Dichterin' bezeichnen. Denn seit Kindertagen übt sie das Miteinander der Kulturen – und dabei Dinge in den Blick zu nehmen, die nicht nur neben- sondern miteinander existieren. Auch in ihrer Widersprüchlichkeit. Reiche Erfahrungen also, die sich auch in Róža Domašcynas sehr besonderen, sehr eigenen lyrischen Sprache niederschlagen. Jetzt erscheint in der 'Sorbischen Bibliothek' des in Bautzen ansässigen Domowina Verlages ein Gedichtband von ihr, der 111 Gedichte präsentiert.
Im Gespräch mit MDR KULTUR Redakteurin Katrin Wenzel erzählt Róža Domašcyna, welcher Name in ihrem Ausweis steht, wie in ihrer Kindheit gesprochen wurde. Und welche Inspiration ihr aus der Zusammenarbeit mit bildenden Künstlerinnen wie Gerda Lepke oder Angela Hampel zuwächst.
Verfügbar bis 23. Januar 2027