Gott ist tot, schrieb Friedrich Nietzsche 1882, doch wie es scheint, hat der alte Herr den rebellischen Philosophen überlebt. Jedenfalls ist die Bedeutung der Religion trotz der Säkularisierung weder privat noch politisch verschwunden. Während manche die Frage nach ihrem Glauben mit einem Achselzucken abtun, ist sie für andere von höchster Bedeutung. Soll man hoffen, dass die Menschen aufhören, uralte mutmaßlich heilige Texte zu Rate zu ziehen? Oder braucht es Religionen und Kirchen heute womöglich dringender als früher, um eine fragmentarische und egoistische Gesellschaft zusammenzuhalten?
Weimarer Kontroverse mit dem Soziologen Hartmut Rosa und dem Philosophen und Religionskritiker Michael Schmidt-Salomon. Moderation: Helmut Heit.
Aufzeichnung vom 17.06.2025 im Bauhaus Museum Weimar
Verfügbar bis 24. Juni 2026