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Das Klischee vom stahlharten Mann, der nach dem Motto „Ein Indianer kennt keinen Schmerz“ lebt, hält sich hartnäckig. In Wahrheit haben auch Männer mit Gefühlen wie Trauer, Wut, Angst und Hoffnungslosigkeit zu kämpfen. Der Trauerbegleiter Thomas Achenbach hat sich auf die Begleitung von Männern spezialisiert. Worauf es dabei ankommt und warum „Holz hacken“ oft die bessere Lösung ist als „Erinnerungskerzen basteln“ erzählt er in dieser Ausgabe der SCHLUSSWORTE.
Claudia Drechsler ist Fotografin mit Leib und Seele. Dabei geht es ihr nicht um gestellte Szenen oder hübsch inszenierte Studioaufnahmen, sondern sie ist eine dokumentarische Fotografin. Nachdem sie eine Bestatterin fragte, ob sie bei einer Trauerfeier fotografieren könnte, hat sie schnell gemerkt, dass sie wertvolle Momente festhalten kann, die für die Hinterbliebenen zu wichtigen Erinnerungen werden. Warum viele Menschen zunächst davon irritiert sind und wie aber Trauernde dankbar für ihre Arbeit sind, erzählt sie uns in diesem Gespräch.
Dr. Wilfried Reuter wurde als Sohn eines Landwirtes in Nordhessen geboren und arbeitete 35 Jahre als Frauenarzt mit Schwerpunkt Geburtshilfe und Sterbebegleitung sowie als Arzt im Notfalldienst. Nach einem Schlaganfall und der Begegnung mit einer buddhistischen Nonne änderte sich seine Einstellung zum Leben. Als buddhistischer Lehrmeister schrieb er viele Bücher und ist nun als spiritueller Leiter eines Meditationszentrums in Berlin tätig. Wir sprechen mit ihm über sein Buch "Der Tod ist ganz ungefährlich" und was es damit auf sich hat.
Diana Doko ist Mitgründerin des Vereins „Freunde fürs Leben“. Seit 2001 klärt der Verein Jugendliche und junge Erwachsene über die Themen seelische Gesundheit, Depression und Suizid auf. Jedes Jahr sterben in Deutschland über 9.000 Menschen durch Suizid. 500 davon sind Jugendliche und junge Erwachsene. Freunde fürs Leben wollen das ändern. Wir sprechen mit Diana über ihre Beweggründe, die Arbeit des Vereins und warum es noch immer so schwierig in unserer Gesellschaft ist, über Depression und Suizid zu sprechen.
Tod und Trauer sind schwere Themen. Wenn junge Menschen jemanden verlieren, der ihnen sehr nahestand, fühlen sich viele damit oftmals sehr alleine, da der Tod in der Mitte des Lebens einfach keinen Platz hat.
Kathleen und Sara mussten diese Erfahrung mit Anfang 30 machen. Als Kathleen gerade ihr Baby bekommen hatte, erlitt ihre Mutter mitten im Urlaub eine Hirnblutung und starb wenige Tage später im Krankenhaus. Sara und ihr Vater standen sich sehr nahe. Als der fürsorgliche Zahnarzt plötzlich völlig verändert war und in eine psychiatrische Klinik kam, ahnte sie nicht, dass er sich wenig später das Leben nimmt.
Beide lernen sich in einer der wenigen Trauergruppen für junge Menschen kennen. Aus ihrer Freundschaft entsteht der Podcast trauerei.org.
Wir sprechen mit den beiden über ihre Verluste und warum es so wenig Angebote für junge Menschen gibt, um in ihrer Trauer nicht alleine zu sein.
Nici Friederichsen ist gerade 4 Jahre alt als ihr Vater sich das Leben nimmt. … heute ist sie Palliativkrankenschwester, Trauerbegleiterin und hat kürzlich einen Verlag gegründet.
Wie diese unbearbeitete Trauer sie als Teenager, junge Frau und dann mitten im Leben immer wieder einholte, darüber sprechen wir in dieser Ausgabe der SCHLUSSWORTE.
Sie haben suizidale Gedanken? Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 erreichbar. Eine Liste mit Hilfsangeboten findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention: https://www.suizidprophylaxe.de/
Einen geliebten Menschen zu verlieren ist immer schwer. Einen geliebten Menschen durch Suizid zu verlieren, birgt eine besondere Brisanz, die sich auch in der Abschiednahme und der Bestattung verdeutlichen. Der Bestatter und Trauerbegleiter Jan Suren Möllers legt Wert darauf, dass der Suizid ebenso eine Art zu sterben ist wie Krankheit, Unfall oder Altersschwäche. Die schwierigen Umstände bei einem Suizid, wie die Stigmatisierung, die Miteinbeziehung der Polizei oder die Härte der Todesart sollten in der Vorbereitung und Durchführung der Abschiednahme durch den Bestatter oder die Bestatterin berücksichtig werden. Darüber sprechen wir in dieser Ausgabe der SCHLUSSWORTE.
Anastasia Umrik ist sieben Jahre alt, als ihre Eltern entscheiden, mit ihr aus Kasachstan nach Deutschland zu ziehen. Denn Anastasia leidet an einer spinalen Muskelatrophie, einer nicht heilbaren Erkrankung. Sie ist ein Freigeist und findet ihren eigenen Weg fernab von „Sonderschule und Behindertenwerkstatt“. Sie gründet zwei Initiativen zum Thema Inklusion. Ein Burn-Out und eine Nahtoderfahrung später ändert sie ihr Leben noch einmal und ist heute als Atemtherapeutin, Krisencoach und Autorin unterwegs. Wir sprechen mit ihr über Krisen und warum es gut ist, mal eine zu haben!
Olav Meyer-Sievers verlor mit 17 Jahren seine Mutter durch Suizid. Er brach die Schule ab, arbeitete zunächst als Fotograf und wechselte dann als Kreativdirektor zu einer Eventagentur. Nach dem Suizid seines Partners einige Jahre später und der Aufarbeitung seiner Verluste, bewarb er sich 2006 als psychosozialer Notfallhelfer beim Kriseninterventionsteam des Deutschen Roten Kreuzes in Hamburg. Heute arbeitet er als Coach, Autor und Dozent und vermittelt sein langjähriges Wissen als Experte in der psychosozialen Notfallversorgung.
Über die Arbeit in der Krisenintervention berichtet Olav Meyer-Sievers in der neuen Ausgabe der SCHLUSSWORTE.
Marianne Nolde war jahrzehntelang als Gerichtspsychologin mit Schwerpunkt Familiengericht tätig. Ihre eigene Scheidung und berufliche Erfahrungen verarbeitet sie in ihrem ersten Sachbuch „Eltern bleiben nach der Trennung“. Als ihre 91jährige Mutter erfährt, dass die Ärzte nichts mehr für sie tun können, begleitet Marianne Nolde sie in ihrer letzten Phase mit viel Humor, Liebe und einem zärtlichen aber auch kritischen Blick auf den gemeinsamen Lebensweg. Ihr zweites Buch „Elf Tage und ein Jahr“ ist eine Mischung aus tröstlichem Ratgeber und Tagebuch einer intensiven letzten Begegnung einer Tochter mit ihrer Mutter.
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