Ein Gespräch aus Anlass der Marc-Aurel-Ausstellung in Trier mit dem Direktor des Rheinischen Museums, Marcus Reuter. Von und mit Stefan Nölke.
Bis heute sind die "Selbstbetrachtungen" von Marc Aurel eines der meistgelesenen Bücher der Weltliteratur. Ungewöhnlich daran ist zweierlei: Zum einen wurden diese Aphorismen von einem römischen Kaiser der Spätantike geschrieben, zum anderen waren sie gar nicht für ein Lesepublikum, sondern für den Herrscher selbst als Meditation und Selbstvergewisserung gedacht. War der mächtigste Mann seiner Zeit ein introvertierter Intellektueller? Jein! Von klein auf wurde Marc Aurel auf das Herrscheramt vorbereitet und dabei auch in der stoischen Philosophie – einer friedliebenden und menschenfreundlichen Lehre – unterrichtet. Doch als er an die Macht kam, musste er sich am Euphrat und an der Donau gegen die Feinde Roms zur Wehr setzen.
Noch heute kündet die Marcus-Säule auf der Piazza Colonna in Rom von seinen Siegen, aber auch von der Brutalität, mit der Marc Aurel gegen die germanischen Stämme der Markomannen und Quaden vorging. Wie passen der Kriegsherr und der Philosoph zueinander? Was macht bis heute die Faszination Marc Aurels aus? Und inwiefern sind seine stoischen Weisheiten noch aktuell?
Das Gespräch ist bis zum 8. Juli 2026 verfügbar.