Schlaf ist mehr als nur Ausruhen.
Er ist ein zutiefst sozialer Zustand und damit auch ein Moment, in dem wir den Menschen um uns rum vertrauen, dass wir sicher sind.
Doch viele von uns haben verlernt, loszulassen, sich sicher zu fühlen und dem Körper zu erlauben, wirklich in die Tiefe zu sinken.
In dieser Folge spreche ich darüber,
🌙 warum wir manchmal nicht einschlafen können, obwohl wir müde sind,
🌙 was unsere Bindungserfahrungen mit Schlaf zu tun haben,
🌙 wie Oxytocin, Cortisol und Noradrenalin in diesem Prozess zusammenspielen,
🌙 und warum es für Kinder (und Erwachsene!) so wichtig ist, sich beim Schlafen geborgen und verbunden zu fühlen.
Ich lade dich ein, hinzuspüren:
Wie sicher fühlst du dich in der Nacht – in deinem Körper, in deinem Bett, in dir selbst?
Denn Schlaf entsteht dort, wo Sicherheit beginnt.
Wenn unser Nervensystem begreift: Ich bin hier, und ich bin sicher, dann darf der Parasympathikus übernehmen, Oxytocin fließt, und Körper wie Geist dürfen endlich loslassen.
Wir schauen gemeinsam auf:
🔹 die Verbindung zwischen Bindungssicherheit und Schlafqualität
→ Studien zeigen: Menschen mit sicherer Bindung schlafen tiefer, wachen seltener auf und haben geringere Stresshormon-Spiegel.
🔹 die Rolle von Körperkontakt und Nähe
→ Oxytocin, das sogenannte „Kuschelhormon“, fördert Vertrauen und Entspannung – es ist das biochemische Gegenprogramm zum nächtlichen Alarmzustand.
🔹 was passiert, wenn wir nachts „unsicher“ werden
→ Dann springt der Locus coeruleus an, Noradrenalin steigt, Cortisol aktiviert – der Körper bereitet sich auf Alarm statt auf Schlaf vor.
🔹 warum das Loslassen so eng mit dem Gefühl von Sicherheit verknüpft ist – und wie wir es wieder lernen können.
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🧠 Wissenschaftliche Inspiration & Quellen (Auswahl)
Hu L. et al. (2024) – Attachment and sleep quality in adults: A multilevel meta-analysis.
→ Zeigt: sichere Bindung = bessere Schlafqualität.
Xie Y. et al. (2024) – A narrative review of non-sexual social touch and sleep.
→ Soziale Berührung aktiviert Oxytocin & Parasympathikus, fördert Sicherheit und Schlaf.
Hayat H. et al. (2020) – Locus coeruleus norepinephrine activity mediates sensory awakenings from sleep.
→ Neurobiologische Erklärung, warum Unsicherheit nachts „wach macht“.
Ly J. et al. (2015) – Poor sleep as a pathway underlying stress and diurnal cortisol changes.
→ Cortisol & Stress beeinflussen Schlafrhythmus.
Schneider E. et al. (2023, eLife) – Affectionate touch and diurnal oxytocin levels.
→ Zeigt die heilsame Wirkung von liebevoller Berührung auf unser Hormon- und Stresssystem.