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Lehrer*innen prägen unser aller Entwicklung, sie begleiten uns für etliche Jahre und haben maßgeblichen Anteil daran, welche Bildung wir erfahren. Wohl jeder hat irgendeine besondere Erinnerung an eine Lehrkraft – sei es, weil ihnen ein Lehrer ein Schulfach eher verleidet hat, oder sei es, weil eine andere Lehrerin einfach super erklären konnte und sich sehr engagiert um ihre Schüler*innen gekümmert hat.
Aber das sind alles Einzel-Erfahrungen. Die Bildungsforschung schaut sich dagegen viel systematischer an, was gute Lehrkräfte ausmacht, welchen Einfluss sie auf die Kinder und Jugendlichen haben und unter welchen Bedingungen sie optimal arbeiten können. Diesem wissenschaftlichen Kenntnisstand widmet sich die neue Sitzenbleiben-Folge mit Prof. Dr. Mareike Kunter.
Die Direktorin der DIPF-Abteilung „Lehr- und Lernqualität in Bildungseinrichtungen“ befasst sich in ihrer Arbeit intensiv mit den Kompetenzen von Lehrkräften, ihrer Ausbildung und gutem Unterricht. Und sie legt großen Wert darauf, dass das so erschlossene Wissen auch in der Praxis ankommt und Einzug in die öffentliche Debatte hält.
Viele Eltern und Schüler*innen wissen gar nicht, was sie vom Fach Latein als Fremdsprache im altsprachlichen Gymnasium halten sollen. Eine "tote Sprache" lernen? Was macht das für einen Sinn? Im Zusammenhang mit dem Lateinlernen hört man oft Kommentare wie „Latein ist nicht mehr zeitgemäß“ oder „Es ist eine furchtbare Paukerei“ bis hin zu „Bringt doch nichts für den weiteren Lebensweg“.
In der neuen Folge von "Sitzenbleiben" wollen wir herausfinden, was ein humanistisches oder altsprachliches Gymnasium eigentlich ist, welche Tradition es hat und ob es nicht doch sinnvoll sein kann, auch heute noch Latein zu lernen.
Dafür sprechen wir mit Dr. Julia Kurig, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung in Berlin. Die Bildungshistorikerin untersucht beispielsweise, wie sich Schul- und Unterrichtskulturen im Laufe der Geschichte verändert haben – und auch welche Rolle der Humanismus dabei spielt.
Wie können alle Menschen gut leben und zugleich die Umwelt schützen und bewahren? Wie können wir uns also nachhaltig entwickeln? Das ist eine Frage, die sich immer drängender stellt. Und Antworten hierauf sind gar nicht so einfach. Hier kommt die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ins Spiel. Sie soll Menschen zu zukunftsfähigem Handeln befähigen – und das möglichst von Kindesbeinen an. Doch geschieht das bereits? Und wie soll Bildung für nachhaltige Entwicklung genau aussehen und ablaufen?
Diesen Fragen widmet sich eine neue Folge von „Sitzenbleiben“ mit Dr. Marit Kristine List. Die assoziierte Wissenschaftlerin des DIPF ist mit dem Thema schon an vielen Stellen in ihrer Forschungskarriere in Berührung gekommen und engagiert sich auch darüber hinaus im Umweltschutz.
Irgendwann in der Schullaufbahn kommt der Moment, wenn der Unterrichtsstoff nicht mehr ganz nebenbei erworben wird, sondern gezielt angeeignet und gefestigt werden muss. Das Lernen will dann gelernt und dazu noch gut geplant sein. Aber wie lassen sich Vokabeln und Rechenwege zuverlässig und nachhaltig aneignen? Wie können Kinder für sich das Lernen strukturieren, damit auch die Hobbies nicht zu kurz kommen und nicht kurz vor der Klausur alles auf einmal gelernt werden muss? Und wie können Eltern ihre Kindern beim selbstorganisierten Lernen unterstützen?
Über diese Fragen sprechen wir in unserer aktuellen Folge von „Sitzenbleiben“ mit Dr. Jasmin Breitwieser und Lea Nobbe. Zusammen mit ihren Kolleg:innen haben sie die Lernplanungs-App „PROMPT“ entwickelt. In der App lernen die Schüler:innen nicht Vokabeln, sondern wie sie für sich Lernroutinen aufbauen, um regelmäßig und damit erfolgreicher zu lernen. Die Forscher:innen haben verschiedene Studien mit Vorversionen durchgeführt und die App entsprechend den Erkenntnissen immer weiter verbessert. Auch ein Comic ist entstanden, der Kindern und Jugendlichen Tipps zur Lernplanung gibt.
Link zur PROMPT-Lernplan-App:
Link zum Comic „Vom Lern-Muffel zum Lern-Ninja: Eine kurze Anleitung zum selbstorganisierten Lernen”:
In Folge 36 von "Sitzenbleiben" sprechen wir mit Dr. Raphaela Schlicht-Schmälzle über politische Bildung. Die DIPF-Wissenschaftlerin erläutert, wie diese in der Schule Kinder und Jugendliche dabei unterstützen kann, sich in unserem demokratischen System zurechtzufinden und Kompetenzen für politisches Handeln zu erwerben.
Politische Bildung ist heute wichtiger denn je. Wir leben in Zeiten des Umbruchs, gesellschaftlich wie auch politisch. Zeiten, die gerade auch für Kinder und Jugendlich sehr verwirrend sein können.
Im Gespräch geht es auch im die International Civic and Citizenship Education Study (ICCS). Diese ist eine international vergleichende Schulleistungsstudie, die untersucht, wie Schüler*innen der achten Jahrgangstufe auf ihre Rolle als Bürger*innen einer Demokratie vorbereiten werden. Deutschland nimmt nach aktuellen Informationen 2027 erstmals als Ganzes repräsentativ an der Studie teil.
Dr. Raphaela Schlicht-Schmälzle ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung Lehr- und Lernqualität in Bildungseinrichtungen und forscht zum Beispiel zu den Themen soziale Bildungsungleichheit, politische Bildung und Global Citizenship Education.
Mit der DIPF-Forscherin Dr. Lena Wieland sprechen wir über Prokrastination – wer besonders betroffen ist, welche äußeren und inneren Faktoren einen besonderen Einfluss haben und wie man sich selbst in Sachen „Aufschieberitis“ auf die Schliche kommt sowie bei Bedarf Unterstützung findet.
Prokrastination betrifft vorrangig Erwachsene und taucht vor allem in Situationen auf, in denen Personen mit einer unangenehmen Aufgabe konfrontiert sind. Gerade Studierende, die dem sehr strukturierten Alltag in der Schule mit regelmäßigen Überprüfungen ihrer Leistungen entwachsen sind, sehen sich ihr ausgesetzt, wenn sie am Ende eines Semesters beispielsweise eine Hausarbeit verfassen müssen.
Dr. Lena Wieland hat zum Thema Prokrastination promoviert und dafür Befragungen mit Studierenden durchgeführt und ausgewertet. Die Psychologin ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich „Kognitive Entwicklung“ und erforscht dort dynamische Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Faktoren, die sich bei Kindern und Jugendlichen auf die psychische Gesundheit auswirken.
Was genau ist Schulentfremdung und was sind die Folgen, wenn Schüler*innen eine negative Einstellung zur Schule entwickeln? Das besprechen wir in der aktuellen Folge unseres Podcasts „Sitzenbleiben“ mit DIPF-Experte Dr. Jan Scharf.
Es ist relativ normal, dass Schülerinnen nicht immer Lust auf Schule haben – auf die Lehrkräfte, die Mitschülerinnen oder das viele Lernen. Wer kennt das aus eigener Erfahrung nicht selbst? Doch diese Distanzierung kann sich auch vertiefen. Sie kann dazu führen, dass die Kinder und Jugendlichen eigentlich nur noch Negatives mit der Schule verbinden. Das macht sich dann zum Beispiel an sehr häufigen Abwesenheiten oder an verstärktem Fehlerverhalten im Unterricht bemerkbar.
Mit dieser grundlegenden Schulentfremdung beschäftigten wir uns in der neuesten Folge unseres Podcasts „Sitzenbleiben“. Wie entsteht diese Einstellung? Was umfasst sie alles im Einzelnen? Wer ist besonders davon betroffen? Und was kann man dagegen tun? Dazu kann unser Experte Dr. Jan Scharf mehr sagen.
Dr. Jan Scharf gehört zu der DIPF-Abteilung Struktur und Steuerung des Bildungswesens. Dort leitet er den Arbeitsbereich Bildungsungleichheiten und Abbau von Bildungsbarrieren. In diesem Themenfeld interessiert er sich unter anderem für Fragen zu schulischen Kontexten, zu Bildungswerten und zur Schulentfremdung.
In der aktuellen Folge unseres Podcasts "Sitzenbleiben" blicken wir gemeinsam mit DIPF-Wissenschaftlerin Dr. Hannah Kleen auf die Einstellungen von Lehrkräften ihren Schüler*innen gegenüber – und welche Rolle dabei Vorurteile und auch Sprache spielen.
In dieser Folge stehen die Lehrkräfte im Mittelpunkt. Wir wollen uns ansehen, wie diese durch ihre Einstellungen zu Schüler*innen den Schulalltag beeinflussen und zum Beispiel eine erfolgreiche Inklusion voranbringen können – sei es bei Kindern und Jugendlichen mit Förderbedarf oder auch bei Schüler*innen ethnischer Minoritäten. Dabei spielen Stereopype eine Rolle. Diese beeinflussen – ob wir das wollen oder nicht – den Alltag in der Schule, vom klassischen "Jungs sind besser in Mathe" bis zur Annahme, dass Kevin schlechtere Noten schreibt als Benjamin. Doch wie sehr lassen sich Lehrkräfte von diesen Stereotypen leiten? Und wie kann man sie unterstützen, die eigenen Vorurteile genauer zu hinterfragen?
DIPF-Wissenschaftlerin Dr. Hannah Kleen nimmt in dieser Podcast-Folge für uns Stereotype in der Schule unter die Lupe und erklärt uns, wie sich diese äußern: beispielsweise bei der Notengebung und sogar in der Sprache der Lehrkräfte. Außerdem gibt sie Tipps, wie wir selbst mehr über unsere eigenen Vorurteile lernen können.
Dr. Hannah Kleen ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Lehr- und Lernqualität in Bildungseinrichtungen am DIPF. Ihre Forschungsschwerpunkte sind unter anderem Wissenschaft-Praxis-Kooperationen, Vorurteile und Stereotype von Lehrkräften gegenüber benachteiligten Schüler*innengruppen und Lehrkräftesprache.
Einen Test zu den eigenen Vorurteilen ("Implizierter Assoziationstest") gibt es auf der Seite des Projekts Implicit, das an der Harvard University, Cambridge, ins Leben gerufen wurde.
Ebenfalls sehr spannend: das Doctors Riddle, ein kurzes Rätsel zum Ausprobieren. Was dieser Test mit Geschlechterstereotypen zu tun hat, beleuchtet ein Artikel auf Boston University Today.
Ob es ums persönliche Musizieren, Tanzen oder Malen geht, um Besuche im Museum oder die Teilnahme im Karnevalsverein - das Elternhaus spielt eine wichtige Rolle in der kulturellen Bildung.
Der DIPF-Forscher Dr. Jannis Burkhard hat diesen Einfluss in verschiedenen Studien genauer untersucht und berichtet darüber in der nunmehr 32. Folge von "Sitzenbleiben". Unter anderem geht es um die Zusammenhänge zwischen Teilhabe an kultureller Bildung und dem erreichten Bildungsabschluss, aber auch darum, wie Kinder und Jugendliche an hochkulturelle Angebote wie Theater- und klassische Konzertbesuche herangeführt werden können.
Der Erziehungs- und Bildungswissenschaftler ist Mitarbeiter in der DIPF-Abteilung "Struktur und Steuerung des Bildungswesens".
Wenn man an das Abitur denkt, fallen einem viele Aspekte ein: höchster deutscher Schulabschluss, Abi-Streich, Studienberechtigung, Prüfungsstress, Gymnasium. Jeder verbindet mit dem Abitur etwas und es ist auch immer wieder Gegenstand öffentlicher Diskussionen. Sei es, wenn es um die Vergleichbarkeit geht oder die Frage, ob es acht oder neun Jahre am Gymnasium bis zum Abitur brauchen sollte. Wo steht das Abitur heute, wie kann man es erreichen und welche Veränderungen sind zu erwarten? Gemeinsam mit Dr. Marko Neumann nehmen wir in einer neuen Podcast-Folge eine Bestandsaufnahme vor.
Marko Neumann ist stellvertretender Leiter der DIPF-Abteilung "Struktur und Steuerung des Bildungswesens". Der Forscher hat sich immer wieder im Rahmen von Evaluationen und Studien mit Fragen rund um die allgemeine Hochschulreife befasst – zum Beispiel im Zuge der wissenschaftliche Begleitung der neuen Oberstufe in Schleswig-Holstein.
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