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Der Sinn für Gerechtigkeit ist Kindern nicht in die Wiege gelegt, sondern entwickelt sich erst im Laufe der Jahre. Während kleine Kinder gern und ganz ohne mit der Wimper zu zucken den größeren Haufen mit Bonbons nehmen, haben ältere Kinder ihre Sicht bereits auf die Bedürfnisse von anderen erweitert und achten auf Gleichverteilung. Aber wie lässt sich die Entwicklung des Gerechtigkeitssinns unterstützen? Was macht eine gerechte Lehrkraft aus? Wie wichtig ist eine Entschuldigung, wenn jemand ungerecht behandelt wurde?
Über Themen wie diese sprechen wir in der aktuellen Folge mit Prof. Dr. Hanna Beißert, die am DIPF den Arbeitsbereich „Heterogenität und Bildung“ leitet. Zugleich ist sie auch Leiterin des Projektes „MORAL – Sozio-moralische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen“, das die moralische Entwicklung selbst, aber auch die Ausgrenzung unter Kindern und Jugendlichen als Anwendungsfeld von sozio-moralischen Regeln und Kompetenzen erforscht.
Wenn wir von psychischen Problemen bei Schulkindern sprechen, dann haben wir oft die lauten, die unruhigen, die unübersehbaren Kinder vor Augen. Doch manche Kinder haben mit Symptomen zu kämpfen, die nicht auf den ersten Blick erkennbar sind, die nach innen gerichtet sind – sogenannte internalisierende Symptome. Das können beispielsweise Ängste sein oder auch Depressionen. Wie kann diesen Schulkindern bestmöglich geholfen werden? Wie kann es Lehrkräften gelingen, Anzeichen von sozialem Rückzug sowie Trauer und Angst bei ihren Schüler*innen zu erkennen? Und wie kann die Schule einen sinnvollen Beitrag zur Unterstützung der Kinder und Familien leisten?
Diese Fragen möchten wir in der neuen Podcastfolge von "Sitzenbleiben" beleuchten – zusammen mit Dr. Linda Visser. Die Forscherin betreut neben Pius Reuling das aktuelle DIPF-Projekt "InSel (Internalisierende Symptome erkennen und professionell reagieren)". Die Kooperation mit Forschenden der TU Dortmund und der Uni Gießen möchte vor allem Lehrer*innen geeignetes Werkzeug an die Hand geben, internalisierende Symptome zu erkennen und professionell zu reagieren.
Kaum ein Bildungsthema wird derzeit so heiß diskutiert wie der Mangel an Lehrpersonal. Eltern und Schüler*innen können ein Lied davon singen, sei es, weil der Unterricht komplett ausfällt oder weil Lehrkräfte zwei Klassen auf einmal betreuen und die Schüler*innen sich mit Behelfsaufgaben beschäftigen. Welche Auswirkungen hat dieser Mangel auf den Unterricht? Müssen wir befürchten, dass unsere Kinder eine schlechtere Bildung erhalten als wir selbst? Welche Wege können aus dieser Notlage führen?
Darüber sprechen wir in dieser Spezial-Ausgabe von „Sitzenbleiben“ mit dem Geschäftsführenden Direktor des DIPF, Prof. Dr. Kai Maaz, und mit Prof. Dr. Mareike Kunter, der Direktorin der Abteilung „Lehr- und Lernqualität in Bildungseinrichtungen“.
Professor Maaz ist Sprecher der Autor*innengruppe des nationalen Bildungsberichts. Dessen aktuelle Ausgabe widmet sich in seinem Schwerpunktkapitel dem Lehrpersonal. Zudem ist er Mitglied der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission der Kultusministerkonferenz, die kürzlich Empfehlungen zum Umgang mit dem Lehrkräftemangel formuliert hat.
Professorin Kunter wiederum befasst sich in ihrer Forschung unter anderem mit Fragen zur professionellen Kompetenz und Entwicklung von Lehrkräften, mit Unterrichtsqualität sowie der Evaluation pädagogischer Maßnahmen.
Das Bild des Kindergartens hat sich gewandelt. Immer mehr wird erwartet, dass Kinder bereits dort gezielt gefördert und auf den Übergang in die Schule vorbereitet werden. In unserer neuen Podcast-Folge erläutert Bildungsforscher Dr. Jan-Henning Ehm, was man sich unter früher Bildung genau vorstellen muss und wann ein Kind eigentlich bereit für die Schule ist.
Dr. Ehm ist Psychologe und in vielen Forschungsprojekten des DIPF mit frühen Fördermöglichkeiten und ihrer Umsetzung in Berührung gekommen. Im Projekt „DiaS-K“ befasst er sich derzeit damit, wie sich die Fähigkeit der Selbstregulation bereits im Kindergartenalter erfasst werden kann, und im Projekt „PERLE“ mit den mathematikdidaktischen Kompetenzen von frühpädagogischen Fachkräften.
Angst ist ein schlechter Begleiter, heißt es, und dies gilt auch für das Lernen und in Prüfungssituationen. Aber was genau bewirkt die Angst davor, komplizierte Formeln und Zusammenhänge in Prüfungen nicht korrekt anwenden oder wiedergeben zu können? Und wie wirken sich andere Emotionen wie etwa die Freude oder auch die Überraschung auf das Lernen und den Lernerfolg aus? Über diesen Themenkomplex sprechen wir in der aktuellen Folge von „Sitzenbleiben“ mit Dr. Maria Theobald.
Die Psychologin erforscht in der DIPF-Abteilung „Bildung und Entwicklung“ in dem Projekt „EMMA“ die Rolle von Emotionen und metakognitiven Prozessen bei der Anpassung von Zielen.
Künstliche Intelligenz (KI) in der Schule: Das sind wir ganz schnell bei Science-Fiction-Vorstellungen von vollautomatischen Klassenräumen und Roboter-Lehrkräften, die in die Gehirne der Kinder blicken können. Diese extremen Zukunftsbilder sind natürlich Unsinn. Wie aber kann KI den Unterricht wirklich sinnvoll unterstützen? Wo liegen die Chancen, wo die Herausforderungen? Diese und noch viel mehr Fragen beantwortet DIPF-Wissenschaftler Fabian Zehner in der aktuellen Folge des DIPF-Podcasts „Sitzenbleiben“.
Wenn Kinder in die Schule kommen, stellt sich für viele Eltern die Frage: Wie gestalten wir künftig den Nachmittag? Kann ich mich selbst um meine Kinder kümmern oder gibt es noch andere Möglichkeiten, sie zu betreuen und zu fördern? Ganztagsschulen sollen genau diese Aufgabe übernehmen. Aber was ist eigentlich so eine Ganztagsschule und wie verbreitet ist sie? In der aktuellen Folge von „Sitzenbleiben“ sprechen wir dazu mit dem Experten Dr. Stephan Kielblock.
Der Bildungsforscher befasst sich am DIPF mit der Frage, was eine gute Ganztagsschule ausmacht und wie man Praxis und Politik bei der Entwicklung der Angebote unterstützen kann. Das so erarbeitete Wissen kann man beispielsweise in sechs Broschüren nachlesen, die vor Kurzem erschienen sind. In unserem Podcast spricht er auch darüber, was die Ganztagsschule Familien bietet und was es mit dem geplanten Rechtsanspruch auf sich hat.
Manche Kinder entwickeln geradezu mit links erstaunliche Fähigkeiten und Kenntnisse. Aber was steckt dahinter, und wie erkennen Eltern, ob ihr Kind hochbegabt ist? Warum fallen die Underachiever unter den Hochbegabten eben nicht mit ihren Talenten auf? Und welche schulischen und außerschulischen Förderangebote gibt es für die Kinder? Das sind Fragen, denen DIPF-Forscherin Dr. Katharina Grunwald in der aktuellen Folge von „Sitzenbleiben“ auf den Grund geht.
Die Psychologin hat für ihre Doktorarbeit die Hector Kinderakademien in Baden-Württemberg wissenschaftlich begleitet, die sich an begabte und hochbegabte Grundschulkinder richten. Seit neuestem leitet sie zusammen mit Prof. Dr. Marcus Hasselhorn das Projekt „Hector Qualifizierung – Qualifizierung der Koordinationsverantwortlichen für Hector Kinderakademien in Hessen“.
Der Mensch muss nicht nur schlafen und essen, er braucht auch soziale Nähe oder Erfolge beim Lösen schwerer Aufgaben. Psychologische Grundbedürfnisse nennt man das, und Kinder haben sie genauso wie Erwachsene. Es ist wichtig, dass sie befriedigt werden, weiß Dr. Andreas Neubauer. Warum und welche Unterstützung man als Eltern dabei geben kann, das erläutert der Bildungsforscher in unserer neuen Podcast-Folge – ein Gespräch über Goethe, Eislaufen, Mobbing und Spaß am Lernen.
Andreas Neubauer ist Psychologe und leitet im Arbeitsbereich „Intensive Längsschnittdaten“ der DIPF-Abteilung „Bildung und Entwicklung“ verschiedene Projekte. Sie befassen sich sich teilweise langfristig mit der psychischen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Und auch die psychologischen Grundbedürfnisse spielen dabei eine Rolle.
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