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Unser heutiger Gast ist Daniel Deimel. Daniel ist von Haus aus Sozialarbeiter, hat dann ein Masterstudium in Suchtprävention und Suchttherapie gemacht und anschließend in Rehabilitationswissenschaften promoviert. Heute hat er eine Forschungsprofessur für Gesundheitsförderung und Prävention an der TH Nürnberg inne, ist Gastwissenschaftler an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Essen, bildet Sozialarbeiter:innen aus, ist Mitherausgeber der Zeitschrift Suchttherapie, schreibt für wissenschaftliche Fachpublikationen und findet außerdem noch Zeit, mit uns zu sprechen. Wir fragen Daniel, was sich im Bezug auf den Konsum illegaler Substanzen in den letzten Jahren verändert hat und wie die Suchthilfe speziell im Umgang mit offenen Drogenszenen in Städten auf diese Veränderungen reagieren könnte. Welche Konzepte helfen Menschen mit Suchterkrankungen wirklich und welche sind mehr so Symbolpolitik? Und was hat das alles mit Sozialpolitik, Wohnungspolitik, Ideologie und Klassenfragen zu tun?
Daniel Deimel
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RECOVERY WALK am 12. September in DüsseldorfHosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Man muss die Feste feiern, wie sie kommen – und welches Fest könnte besser sein als der nüchterne Jahrestag. Wir haben Fragen von euch eingesammelt, die Mika zu ihren 7 Jahren ohne Alkohol beantwortet. Darum geht es heute:
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Heute reden wir über Co-Abhängigkeit, dieses umstrittene Phänomen, das manche Menschen zu befallen scheint, die mit Suchtkranken zusammen leben. Co-Abhängigkeit heißt für die einen, sich in einem vollkommen normalen Maß um eine andere Person zu sorgen und zu verzweifeln, wenn sie sich selbst verletzt, während die anderen darin eine obsessive Besessenheit von den Problemen anderer Leute sehen, in die Co-Abhängige sich verstricken, um sich nicht mit sich selbst beschäftigen zu müssen. Die Frage ist: Gibt es Co-Abhängigkeit überhaupt und wenn ja, was ist das genau? Wie ist das Konzept entstanden? Schadet der Begriff »co-abhängig« mehr als er nützt? Was gibt es für Alternativen im Umgang mit Angehörigen von Suchtkranken und wie kommt es, dass ein Modell mit Wurzeln in der 12-Schritte-Kultur der Dreißiger und einer Blütezeit in der Selbsthilfekultur der Siebziger Jahre heute unter Lifestyle-Psycholog:innen auf TikTok und Instagram wieder so rasend angesagt ist?
Co-Abhängigkeit – ein hilfreiches Konzept?
Alfred Uhl, Alexandra Puhm, 2007
https://www.researchgate.net/publication/258697484_Co-Abhangigkeit_-_ein_hilfreiches_Konzept
The Lived Experience of Codependency: an Interpretative Phenomenological Analysis
Ingrid Bacon, Elizabeth McKay, Frances Reynolds & Anne McIntyre, 2018
https://link.springer.com/article/10.1007/s11469-018-9983-8
Conceptual Models of Families Affected by Addiction and the AFINet Approach
Richard Velleman, Torkel Richert, Gallus Bischof & Alicia S. Ventura, 2025
https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-031-82583-5_3
Schluss mit der Co-Abhängigkeit
Melody Beattie, 1986
Codependency Is a Toxic Myth in Addiction Recovery
Maia Szalavitz, 2022, New York Times
Loving an Addict, While Caring for Myself: Readers react to a guest essay critical of the concept of codependency and tough love
New York Times, 2022
Patterns and Characteristics of Codependence
coda.org
Webseite Al-Anon Familiengruppen
al-anon.de
Co-Dependency in 45 Seconds
Nathalia Christensen @nathaliachristensen
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RECOVERY WALK am 12. September in DüsseldorfHosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
600 Menschen sind letzten Samstag in Düsseldorf zusammengekommen, um zu zeigen: Suchtgenesung ist möglich. Wir sind viele. Und wir wollen uns nicht mehr verstecken.
Evaluation: Sag uns, deine Meinung!
https://www.soscisurvey.de/recoverywalkt3/
Christine Koschmieders Rede bei der Gedenkzeremonie auf ihrem Substack »Friss oder Stirb«
https://substack.com/home/post/p-215383822
Rückblick
https://www.recoverydeutschland.org/recovery-walk
SAVE THE DATE: Nächster Recovery Walk in Leipzig am 18. September 2027 in Leipzig
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Nina hat mit dem Trinken aufgehört, als sie mit ihrer Frau ihren ersten Sohn adoptiert hat, der im Alter von drei Jahren mit einer fetalen Alkohol-Spektrum-Störung (FASD) diagnostiziert wurde, eine Behinderung, die weit verbreitet ist, über die aber wenig bekannt ist. Nina erzählt uns vom langen Weg zur Diagnose, den alltäglichen Sorgen und Herausforderungen, wenn man ein Kind mit FASD großzieht, darüber, was hilft und was Eltern für Unterstützung bekommen können. Sie spricht auch über ihren Umgang mit der Wut auf die leibliche Mutter und das Mitgefühl, das sie ihr inzwischen entgegen bringt. Und darüber, was es noch braucht, damit die Gesellschaft besser auf die Bedürfnisse von Kindern mit FASD eingehen kann.
Vom 09.09. bis 16.09.2024 findet eine vom FASD Deutschland e.V. initiierte Aktionswoche statt, die viele Veranstaltungen in Präsenz aber auch online anbietet. Informationen auf den Seiten von Los Family und FASD Deutschland e.V.:
https://los-family.de/fachleute/2024/08/23/aktionswoche-fasd/
https://www.fasd-deutschland.de/
SodaKlub Interview über FASD mit Henrike Schecke:
https://open.spotify.com/episode/0AWhe9ntlMDmHvFFmEeuby
Recovery Walk am 12.09.2026 in Düsseldorf
Hier findest du uns noch:
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Das Nervensystem! Ursache und Lösung all unserer Probleme. Man bekommt gerade den Eindruck, dass alle damit beschäftigt sind, ihr Nervensystem zu regulieren. Bei manchen Influencer:innen klingt das, als müssten wir uns einfach endlich mal entspannen. Bei anderen eher wie das Gegenteil: Trauma rausschreien, rauszappeln, ausschütteln, ausweinen. Fantasien von Reinigung, Release und Reset vermischen sich mit hilfreichen Atemübungen, therapeutischen Konzepten und einer Menge Neuro-Vokabular.
Mika wollte wissen, warum das Nervensystem plötzlich zum zentralen Erklärungsmodell für Stress, Trauma, Erschöpfung und nahezu jedes andere menschliche Problem geworden ist. Wir sprechen über glitschige Fische, Wilhelm Reich und seinen Daddy-Crush auf Freud, die Traumabibel The Body Keeps the Score, die Frage, ob Erinnerungen wirklich im Körper gespeichert werden, Urschrei-Therapie, die Polyvagal-Theorie und darüber, ob wir manchmal normale menschliche Erfahrungen pathologisieren.
Reels:
Wilhelm Reich
The Body Keeps the Score
Vagusnerv
Poly Vagal Theory
Katharsis
Nervensystem allgemein
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Wer uns schon länger hört, kennt unseren heutigen Gast bereits: Prof. Dr. Georg Schomerus, Stigmaforscher und Direktor der Psychiatrie am Uniklinikum Leipzig. Heute ist er da, um mit uns über sein Buch zu sprechen: »Katerland: Wie wir den Alkohol feiern, aber Menschen mit Abhängigkeit ausgrenzen und wirksame Alkoholpolitik verschlafen« das in dieser Woche im Beltz Verlag erscheint.
Wir wollen wissen, wie er dazu gekommen ist, sich mit dem Stigma von Alkoholabhängigkeit auseinanderzusetzen, wieso er seine Gedanken in einem Buch festhalten wollte, wie die Alkoholindustrie vom Stigma profitiert und natürlich: wie wir ihren Lügen etwas entgegensetzen können.
Wir verlosen unter allen Steady-Unterstützer:innen drei Exemplare von Georgs Buch. Wie du teilnehmen kannst, erfährst du im Newsletter – Da gibt es übrigens auch eine Leseprobe ohne Paywall.
Bisherige Interviews mit Georg im SodaKlub:
Falls du ein paar Grundlagen zum Thema Stigma nachlesen möchtest, haben wir auf unserer Website eine kleine Zusammenfassung geschrieben:
https://www.sodaklub.com/stigma
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Mias krasse Recherche zum Thema Kicks hat den Umfang einer Folge gesprengt – deshalb haben wir sie zweigeteilt. Im ersten Teil erklärt Mia und die Grundlagen für Kicks – Wieso können Drogen sie so vermeintlich verlässlich herstellen und was passiert mit den Kicks, wenn die Gewöhnung einsetzt? Wir erklären Toleranzentwicklung und Craving und wieso das Hirn kein Eimer ist.
Den zweite Teil könnt ihr dann auf Steady anhören, zum Beispiel indem ihr uns dort mit einer Mitgliedschaft unterstützt oder eine Probemitgliedschaft abschließt. Da sammeln wir dann nüchterne Kicks aus der Community und welche Rolle Kicks in unserem Leben spielen.
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Norbert ist Referent im Fachausschuss Suchtselbsthilfe NRW und seit zwölf Jahren nüchtern von Methamphetamin. Er erzählt uns heute von seiner Geschichte mit Meth und seinen Erfahrungen in der Chemsex-Szene. Es geht um die Verbindung von Sexualität und Rausch, die Entkopplung von Nähe und Sex, die Bedeutung von Scham in der Genesung, den Wert der Suchtselbsthilfe und die Vorteile von unberauschtem Sex.
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Fachausschuss Suchtselbsthilfe NRW
Recovery Walk am 12.09.2026 in Düsseldorf
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Es ist Juli – Und Zeit für eure Fragen! Ihr wolltet von uns wissen, wie wir den Alkoholkonsum in der Serie Kaulitz & Kaulitz bewerten, wieso Alkohol im Gespräch über Angst und Mental Health so selten vorkommt und was man macht, wenn man zwar aufghehört hat zu trinken, aber die Suche nach den Kicks nicht enden will. Was ihr nicht wissen wolltet, worüber wir aber trotzdem reden: Dass unser Bundeslandwirtschaftsminister zum Bierbotschafter gekürt wurde (übrigens derselbe, der letztes Jahr 1 Million Euro für eine Weinkampagne bereitgestellt hat).
Zahlen:
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Der SodaKlub-Podcast ist für alle, die über Alkohol nachdenken. Dafür ist es egal, welcher Weg dich hierher geführt hat - ob du Alkohol benutzt, um weniger oder mehr zu fühlen, ob du unter ihm…
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Mias Buch: »Rausch und Klarheit«
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Produktion und Schnitt: Mia Gatow und Mika Döring
Posproduktion, Mix + SodaKlub-Intro: Ingo Bednarek (https://tweakbox.studio/)
Coverfoto: Simona Bednarek
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