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Interview mit Patrick Hundt von Healthy Habits
Herzlich Willkommen zu LifeHackz Folge Nummer 5. Heute ist jemand zu Gast der verschiedenste, erfolgreiche Online Businesses aufgebaut hat. Er war Agenturinhaber, ist dann aus der Agentur ausgestiegen auf eine längere Reise gegangen, hat von unterwegs Affiliate Einnahmen generiert. Hat dann den Reiseblog 101Places.de gestartet , hat nebenbei angefangen zu schreiben also war ne echte Content Maschine und hat ein E-Book nach dem anderen rausgehauen und konnte von diesen Projekten schon sehr gut leben. Hat dann sich dazu entschlossen ein weiteres Projekt zu starten - intovertriert.org, wo er Introvertierten Leuten hilft. Als die Geschichte dann auserzählt war, hat er Healthy Habits gestartet. Und Healthy Habits dreht sich um gesunde Ernährung, um gesunde Gewohnheiten, das Projekt hat er zusammen mit einer Busines Partnerin gestartet und ich freu mich mega, dass er heute zu Gast ist bei uns auf dem Podcast: Patrick Hundt. Den Patrick habe ich kennengelernt, als wir nach Berlin zurückgekommen sind, von unserer ersten Asienreise, uns mit anderen Digitalen Nomaden connected haben, war er auch mit am Start und alle Shownotes zu der Folge findet ihr auf www.lifehackz.de/005 Und jetzt viel Spaß beim Interview mit Patrick In dieser Folge lernst du:
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1.000 Dank, Dein Marcus
ShownotesPatricks veganes Lieblingsrezept
HealthyHabits
Surf-Office
[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Marcus: Ich freue mich heute Patrick Hundt von 101places, introvertiert.org hier auf dem Podcast zu haben.
HealthyHabits ist das neueste Projekt, hat aber auch vorher schon immer mal wieder online etwas gemacht. Also er hat einen langen Track Record Online. Ich freue mich umso mehr, dass Patrick heute dabei ist. Patrick, wo bist Du gerade? Patrick: Ich bin gerade in Leipzig, in meiner neuen Homebase. Ich habe jetzt zwei Wochen nach drei Jahren meines Herumreisens mal wieder eine Heimat, meine Wohnung und da lebe ich gerade ganz gut. Marcus: Ok cool. Ich habe das gelesen. Du warst ja vorher auch längere Zeit regelmäßig unterwegs als digitaler Nomade und hast ortsunabhängig gearbeitet und Dir jetzt aber auch wieder eine eigene Wohnung in Leipzig gesucht. Unter anderem glaube ich, um wieder Routine und Struktur in Dein Leben reinzubekommen. Patrick: Ja, das kann man so sagen. Mehr um an meinen gesunden Gewohnheiten zu arbeiten, die unterwegs immer ein bisschen durcheinander geworfen werden, weil sich immer wieder irgendwas ändert. Aber auch um mein soziales Netz besser zu pflegen und weiter auszubauen. Das sind so die beiden Hauptgründe. Um einfach mehr wieder hier zu sein und auch eine Basis zu haben, wo ich Leute einladen kann und wo ich auch mal wieder ein bisschen Alltag habe. Marcus: Aha, Du sagst gerade: gesunde Gewohnheiten. Das ist da gerade jetzt Dein Hauptfokus mit HealthyHabits, das wir natürlich auch in den Shownotes verlinken werden. Die Shownotes findet ihr unter lifehackz.de/Patrick. Und bei den gesunden Gewohnheiten wäre meine Frage an Dich: Inwiefern hat das für Dich einen Impact auf Deine persönliche Entwicklung gehabt und auf welche Bereich in Deinem Leben? Patrick: Das hat auf jeden Fall einen riesigen Einfluss auf mein Leben gehabt. Dass ich mich richtig gezielt um konkrete Gewohnheiten kümmere, das mache ich erst seit ungefähr einem Jahr. Seitdem habe ich noch mal einen ordentlichen Schub bekommen, aber auch davor schon in den letzten vier, fünf Jahren habe ich zum Beispiel meine Ernährung stark umgestellt. Ich war einmal schwer übergewichtig, eigentlich auch die meiste Zeit meines Lebens. Und da war das für mich natürlich ein riesen Thema und habe dann abgenommen. Das habe ich trotzdem nicht so richtig hinbekommen, mein Gewicht zu halten. Das schwankte immer so ein bisschen hin und her und das hatte viel mit Kalorien zählen und regelmäßigem Wiegen und so zu tun. Bis ich dann irgendwann mal den Dreh raus hatte. Das war dann Mitte letzten Jahres, als ich mich mit Gewohnheiten beschäftigt habe. Unter anderem die Gewohnheit, mich gesund zu ernähren und selbst zu kochen, und mir angeeignet habe, Lebensmittel zum Beispiel selbst zuzubereiten, oder zum Beispiel nur Wasser zu trinken oder hauptsächlich Wasser anstelle von Cola und Säften und was ich vorher alles so getrunken habe. Also im Bereich Ernährung habe ich einen großen Wandel hinter mir. Der nächste ist der Sport. Ich habe früher selten Sport getrieben. Dann bin ich irgendwann viel laufen gegangen und war damit aber auch nicht so richtig glücklich. Jetzt habe ich mir eine Kraftsportroutine antrainiert, mit der ich recht happy bin. Durch Ernährung und Sport bin ich jetzt körperlich ziemlich fit, glaube ich. Fitter als ich es vor vielleicht fünf oder zehn Jahren war. Bei HealthyHabits geht es aber noch um zwei weitere Bereiche, und zwar über das emotionales Wohlbefinden und persönliches Wachstum. Das sind auch zwei große Themen, die mir sehr wichtig sind. Da geht es dann zum Beispiel darum mein Sozialleben höher zu bewerten und Zeit mit Freunden zu verbringen anstatt immer nur zu arbeiten oder eben um die Welt zu reisen. Oder täglich in einem Buch zu lesen oder meinen Job sehr frei gestalten zu können. Das sind alles so Gewohnheiten aus den Bereichen Feel & Grow – Gutfühlen und persönlich wachsen. Marcus: Mega, mega spannend und ein weites Feld, was Du da abdeckst. Um da direkt mal reinzugehen: Du sagtest, Du hast beispielsweise jetzt Dein Sportprogramm neu aufgesetzt und das bringt Dich richtig nach vorne im Vergleich zu vorher, wo Du nur laufen gewesen bist, machst Du jetzt mehr Kraftsport. Ist das dann ein funktionales Training, weil Du ja vorher auch viel unterwegs gewesen bist? Heißt das Sport ohne Hilfsmittel oder gehst Du klassisch ins Fitnessstudio? Patrick: Ins Fitnessstudio gehe ich schon lange nicht mehr. Ich versuche Kraftsport mit meinem eigenen Körpergewicht zu machen. Ich habe eine Routine fürs Reisen. Wenn ich unterwegs bin, dann mache ich das alle zwei Tage in meinem Zimmer oder meiner Wohnung. Je nachdem wo ich dann gerade bin, stehe ich morgens auf und widme mich ca. 20 Minuten dem Kraftsport. Das klappt ganz gut, wenn es wirklich zur Routine wird und ich weiß, ich habe meinen Auslöser wenn ich morgens aufstehe und dann geht´s halt los. Da gibt es keine große Diskussion. Aber ein bisschen Überwindung gehört halt immer schon dazu und deshalb gefällt es mir, mich von außen motivieren zu lassen. Das mache ich, wenn ich in Leipzig bin. Da gehe ich in so ein Boot Camp. Da bin ich zwei Mal die Woche und da treibt mich dann jemand eine Stunde lang an und zwar so intensiv, dass ich dann am Ende richtig fertig bin und noch drei Tage Muskelkater habe. Da merke ich dann wirklich, dass da mit meinem Körper etwas Positives passiert. Marcus: Cool, das klingt spannend. Muss man sich das so vorstellen, dass es dann draußen unter freiem Himmel stattfindet und um einen richtigen Freeletics geht, mit viel Burpee Sit-ups, Push-ups, Pull-ups? Patrick. Genau. Es gibt da bei dem Anbieter, bei dem ich in Leipzig bin, verschiedene Programme. Das gibt es auch indoor, das TRX Programm, ich weiß nicht, ob Du es kennst. Und das eigentliche Boot Camp, das findet eigentlich eher draußen statt. Also auch im Winter wenn es kalt ist und nass und regnet. Mehr Spaß macht das natürlich jetzt, wo es frühlingshaft wird und die Sonne abends noch scheint und es hell ist. Und genauso ist es. Man ist dann draußen irgendwo im Park für eine Stunde mit einem Trainer und ca. 10 Teilnehmern und dann gibt es Liegestütze und Burpees und Sprints und viele andere fiese Sachen, die dann richtig weh tun aber auch wirklich gut tun. Marcus: Ja, also ich muss sagen, ich habe das jetzt einmal ausprobiert, als wir in Medellin für vier Wochen gewesen sind, Anfang dieses Jahres. Da habe ich zum ersten Mal Crossfit gemacht und auch mit eigenem Körpergewicht gearbeitet, wo es dann auch viel um Deadlift ging, Burpees, Sit-ups, das funktionale Training. Da dachte ich, ich wäre vorher einigermaßen fit und sah auch einigermaßen danach aus, weil ich regelmäßig ins Fitnessstudio ging. Aber wenn es dann um die Ausdauer ging oder auch um Kraftausdauer, da war ich wirklich tot und richtig am Ende. Ging Dir das am Anfang auch so? Patrick: Das geht mir immer noch so, ja. Also ich glaube mit so einem Programm, kriege ich mein Leben ganz gut kaputt Ich war ja jetzt lange auf Reisen und habe mein eigenes Programm gemacht. Das ist ein bisschen weniger intensiv und auch ein bisschen anders und da gibt es im Boot Camp wieder andere Muskelgruppen, die beansprucht werden. Also die Trainer finden auch immer wieder noch Muskelgruppen, die ich vorher noch nicht beansprucht hatte. Und das reicht dann schon um völlig fertig zu sein, wenn die so einen Trigger finden, für den ich eben nicht trainiert bin. Sagen wir mal, wenn ich für mich trainiere, dann mache ich Liegestütze. Aber im Boot Camp dann andere Sachen. Da nützen die Geschütze am Ende auch nicht mehr so viel. Insofern gibt es immer wieder neue Übungen, um immer wieder richtig kaputt zu sein. Markus: Also was mich gerade in dieser Crossfit-Box in Medelling gepusht hat, war diese starke Gemeinschaft. Dass man irgendwie ein bunt zusammengewürfelter Haufen war aus älteren Leuten, jüngeren Leuten, Frauen, Männer, eher sportlich, eher unsportlich, aber alle haben an einem Strang gezogen und sich gegenseitig angefeuert und emotional gepusht. Ist das bei euch auch so, dass ihr da so ein krasses Gruppengefühl über den Sport aufbaut? Patrick: Also bei mir ist es noch nicht so. Ich bin auch noch relativ frisch dabei. Ich war halt länger unterwegs und deshalb eben zwei Monate am Stück nicht da, aber ich sehe da schon, bei denen die sich gut kennen, sich freundlich begrüßen und sich da auch gegenseitig anspornen. Aber egal ob ich die jetzt gut kenne oder nicht, wenn da zehn Leute sind, die alle die gleichen Übungen machen und da richtig Effizienz erweisen, dann motiviert mich das auch einfach mehr. Da will ich mich dann auch nicht hängen lassen. Dann gibt es da in der Regel auch ein Buddy-System, das heißt eine Übung wird immer zu zweit gemacht bzw. abwechselnd zu zweit und das motiviert auch gut. Mit einer Person, die die gleiche Übung im gleichen Moment macht. Oder auch wartet, bis ich mit meiner Übung fertig bin damit er dann mit der Übung anfangen kann und so. Das motiviert. Marcus: Sehr cool und Du sagst, wenn Du auf Reisen bist, dann versuchst Du eine gewisse Routine reinzubringen. Eine Struktur, um dann morgens mit Deinem Sportprogramm anzufangen. Hast Du eine tägliche Morgenroutine, die sich unterscheidet, wenn Du unterwegs bist oder wenn Du zuhause bist? Oder gestaltest Du Dir jeden Tag individuell? Patrick: Auf Reisen hatte ich tatsächlich eine ziemlich feste Routine. Zumindest jeden zweiten Tag, weil ich diesen Kraftsport eben jeden zweiten Tag gemacht habe. Da ging es auf jeden Fall so los, also eigentlich begann der Tag mit Lesen im Bett. Und als ich dann aufgestanden bin, kam der Kraftsport, dann duschen, dann Frühstück und dann geht´s an die Arbeit. Jetzt zuhause habe ich nicht so eine feste Routine, da ich dieses Sport-Thema ausgelagert habe. Wenn ich dann unterwegs bin und der Sport so wichtig ist, dann wird halt alles andere so ein bisschen drum herum gebaut. Jetzt gehe ich einfach abends zum Boot Camp und fertig. Dann habe ich morgens nicht mehr diese feste Routine.
Interview mit Conni Biesalski von Planet Backpack
Heute spreche ich mit der lieben Conni Biesalski von Planet Backpack live von dem Rooftop im Sundesk Coworking and Coliving Space in Marokko, Taghazout. Nach der deutschen DNX sind die meisten deutschen digitalen Nomaden direkt weitergezogen in den Süden weil es in Deutschland noch viel zu kalt war und Conni hat uns dann in Tarifa besucht und ist danach auf ein Yoga Retreat in Spanien gegangen, um dann jetzt hier wieder gemeinsam mit uns in Taghazout zu coworken und zu chillen. Wir beide haben uns vor einigen Jahren bei dem ersten Digitale Nomaden Treffen in Berlin Tempelhof kennengelernt bzw. auf dem Tempelhofer Feld, wo wir so 10-15 Leute waren. Conni ist auch eine der ersten Deutschen gewesen, die auf ihrem Blog über das ortsunabhängige Arbeiten geschrieben hat. Connis Blog findet ihr unter www.planetbackpack.de und alle Links und Infos zu dieser Folge findet ihr unter www.lifehackz.de/conni. Jetzt viel Spaß bei dem Interview, in dem wir darüber sprechen wie Conni ihre Entwicklung zur digitalen Zen Nomadin vollzogen hat. In dieser Folge lernst du:
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Shownotes
planetbackpack.de
Emilie Wapnick von Puttylike
[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Marcus: Herzlich Willkommen zu Lifehackz heute mit Conni hier in Marokko, Taghazout. Conni: Schön, dass ich hier sein darf! Marcus: Dazu muss man sagen, wir haben uns ja schon in Tarifa gesehen. Conni: Ja stimmt, das ist noch gar nicht so lange her. Momentan verfolgen wir uns glaube ich ein bisschen (grins) Marcus: Ja und zwischendurch warst Du auf dem Meditations-Retreat in Spanien. Vielleicht kannst Du dazu etwas sagen. Conni: Ja. Ich war auf einem Yoga-Meditations-Retreat. Also das war mehr Yoga als Meditation, in den Bergen in Andalusien im Süden Spaniens und da habe ich eine Woche lang ganz viel Yoga gemacht und viel meditiert. Da war eine relativ kleine Truppe mit sechs anderen Frauen und es war total idyllisch und ruhig. Wirklich so richtig mitten in der Natur und einfach nur göttlich. Also bin ich jetzt super gechillt und entspannt. Marcus: Das klingt richtig gut. Du nennst Dich ja auch selber „Digitale Zen-Nomadin“. Ich glaube, das passt auch zu dem, was Du in dem Retreat gemacht hast. Vielleicht erklärst Du noch einmal für alle die es interessiert, was heißt überhaupt dieses Zen, was man auch immer mehr überall hört. Ich weiß auch noch nicht 100% was das eigentlich ist. Conni: Ich habe irgendwann – ich glaube letztes Jahr, 2014 – angefangen dieses Zen mit reinzubauen. Manchmal auch Digitale Yogi-Nomadin oder Digitale Zen-Nomadin. Einfach weil für mich der Begriff Digitale Nomadin nicht mehr meinen Lifestyle beschrieben hat. Klar, es geht mir um die Freiheit. Es geht mir um die Ortsunabhängigkeit. Es geht mir darum, ein Business zu haben, das ich quasi von überall managen kann und von überall Geld verdienen und viel reisen kann. Das ist alles richtig toll, aber am Ende des Tages geht es um viel, viel mehr bei mir. Dadurch, dass ich mich irgendwann sehr viel mit Yoga beschäftigt habe und auch mit Meditation, mit vielen spirituellen Themen und mit gesunder Ernährung. Ich war mein Leben lang Vegetarierin und bin seit knapp sechs Monaten komplett Vegan. Marcus: Krass. Wie läuft das, wenn Du unterwegs bist? Conni: Ach das läuft super. Marcus: Ist das nicht wieder so ein gefundenes Fressen für die Leute, die irgendwie nie aus dem Knie kommen und dann immer sagen, dies und jenes funktioniert nicht und „deshalb kann ich das gerade nicht machen und ich starte mal ein bisschen später. Und ich bin ja auch noch Veganer, und das geht ja gar nicht“? Conni: Ja, es gibt viele Ausreden für alles im Leben und besonders für die Dinge, die nicht so leicht umzusetzen sind oder wo man vielleicht neue Gewohnheiten entwickeln muss. Ich finde, wenn man etwas wirklich durchziehen möchte und ein Ziel vor Augen hat, und das ist bei mir eine gesunde, ausbalancierte, holistische Ernährung und holistischer Lifestyle, dann zählen bei mir auch keine Ausreden. Dann schaffe ich das auch, wenn ich viel reise oder unterwegs bin. Das ist manchmal eine Herausforderung aber das funktioniert trotzdem. Um aber noch einmal kurz auf das Zen zurückzukommen: Für mich ist es also die Integration von Yoga, von Meditation, von spirituellen Themen, von gesunder Ernährung, von einfach einem bewussten, intensiven, tieferen Leben in das Thema Ortsunabhängigkeit, also in dieses digitale Nomadenleben. Denn für mich ist es so, dass wir als digitale Nomaden, die soviel Freiheit haben. Also wir können uns unseren Tag so gestalten, wie wir möchten. Im Grunde genommen von morgens bis abends. In meinem Fall kommt mein Einkommen vordergründig durch passives Einkommen. Also im Grunde haben wir soviel Freiheit und können da sein, wo wir sein möchten, auf der ganzen Welt und das ist eigentlich die beste Voraussetzung dafür, ein richtig gesundes, bewusstes und holistisches Leben zu führen. Es geht auch weit darüber hinaus, als nur die Themen Arbeit und Reisen. Für mich ist es wirklich der ganze Lifestyle, der für mich ganzheitlich ist und das geht auf allen Ebenen. Das heißt, klar, Arbeiten und Reisen und Abenteuer. Das heißt aber eben auch Ernährung, Beziehungen, meine eigene Spiritualität, Bewegung, also wirklich auf allen Ebenen, die uns zu gesunden, glücklichen, liebevollen Menschen machen. Das versuche ich quasi alles in meine Ortsunabhängigkeit zu integrieren. Deshalb eben der Ausdruck „Digitale Zen-Nomadin“. Marcus: Cool! Du sagtest gerade diese Begriffe wie Freiheit in Form von Du kannst entscheiden, wann Du arbeitest, von wo Du arbeitest, woran Du arbeitest, auch über Family & Friends. Ich glaube dieses Thema kam gerade auch in „Faster a Millionaire“ vor, was ich heute noch einmal als Zusammenfassung gelesen habe. Da ging es um die drei F’s und ich finde es eigentlich auch schade, dass gerade die Leute, die soviel Freiheit haben oder sich erkämpft haben, das dann in anderen Teilbereichen schleifen lassen und deshalb finde ich es unglaublich cool, dass Du auch diesen ganzen Thema Meditation und Achtsamkeit ein cooleres Image gibst, als das was es vorher hatte. Das hat mich ehrlich gesagt auch immer vorher abgeschreckt. Ich bin ja selber gerade ein bisschen in der Spur und taste mich da langsam ran. Aber ich denke, dass es für viele Leute ein Problem ist. Stimmst Du mir da zu? Conni: Doch total. Es ist gut, dass Du das ansprichst. Dieses ganze Thema, Spiritualität oder Meditation, muss ja zum Beispiel gar nichts Spirituelles sein. Aber der Ausdruck Spiritualität oder Meditation oder Yoga usw., das verbinden viele mit Räucherstäbchen und Birkenstock und da hat das Thema ein echtes PR-Problem Marcus: Ja absolut (beide lachen) Conni: Ich hab mir dann irgendwann gedacht, also das ist irgendwie Mist. Wie bekomme ich das hin, dass ich mehr Menschen dazu bewegen kann, sich dafür zu faszinieren und da Lust drauf zu haben. Denn ich möchte, dass die Leute meine Blog-Posts auch lesen und habe mir überlegt: Okay, wie schaffe ich das, dieses Thema quasi schöner darzustellen? Also ich muss es gar nicht schöner darstellen, sondern einfach nur ein bisschen die Perspektive verändern und auch das Branding von Meditation. Ich persönlich finde, dass Leute die meditieren regelmäßig, die regelmäßig Yoga machen, Leute die Bock auf Spiritualität haben und wirklich sich selber besser kennenlernen möchten, das finde ich mega-sexy! Sowas finde ich einfach mega geil und macht mich voll an! (beide lachen) Und da war für mich die Idee geboren: Das wird jetzt meine message. Ich merke selber, dass ich den Leuten einen offeneren, leichteren Zugang geben kann. Viele meiner Leser waren vorher in meinem Backpacker-Blog über günstiges Reisen. Dann habe ich den quasi komplett erneuert auf das Digitale Zen-Nomadenleben, Yoga, Meditation und auf Reisen, tiefer und bewusster Reisen. Und das ganze eben, während ich nur mit einem Rucksack unterwegs bin. Das heißt also, viele meiner Leser, die verfolgen meinen Webblog schon sehr lange, aber vordergründig wegen dem Reiseaspekt. Ich bekomme viele E-Mails und viele, viele Kommentare von den Leuten, die mir sagen, dass sie das total geil finden und dass sie Yoga, Meditation und Zen jetzt auch endlich einmal ausprobieren möchten und die steigen jetzt ein. Dass ich jetzt den Zugang zu den Leuten gefunden habe, die vorher vielleicht noch gesagt haben „Nee, das mache ich auf gar nie!“, das freut mich sehr und das macht mich sehr glücklich. Marcus: Also ich finde auch, dass Du da einen total wichtigen Beitrag leistest, um das Thema zu entstauben und die Markenführung sogar noch ein bisschen cooler zu machen, sodass sich noch mehr Leute daran tasten und sich nicht dafür schämen müssen. Wenn ich das vor zehn Jahren meinen Kumpels erzählt hätte, da hätte ich wahrscheinlich nicht mehr zum Fußball kommen können oder so. Da hätte ich das wahrscheinlich nur aus diesen Image-Gründen nicht gemacht. Conni: Aber das eine schließt das andere ja auch nicht aus. Das ist zum Beispiel auch so. Ich versuche den Leuten zu zeigen, dass... Also ich trinke auch immer noch gerne mein Bierchen. Naja hier in Marokko geht das gerade nicht, das ist auch nervig (lach) . Aber es geht halt nicht darum, dass ich die ganze Zeit „Ohm“ singe, sondern dass man verschiedene Ansätze zusammenbringen kann, wie man sein Leben lebt. Ich finde, dass das eben sehr, sehr gut zu unserem Lifestyle passt. Für mich hat es zumindest den Effekt, dass ich wirklich bewusster mein Leben leben kann und wirklich mehr im Jetzt sein kann und viel mehr in Verbindung mit mir selber bin, was ein unglaublich schönes Gefühl ist. Und ich dadurch auch meinen Lesern noch mehr bieten und helfen kann. Das sind nur ein paar Punkte, warum ich das Ganze überhaupt mache. Marcus: Cool, jetzt müsste das auch jeder verstanden haben, wie das so gekommen ist. Wenn nicht, dann könnt ihr das noch einmal auf planetbackpack.de nachlesen. Ich glaube, da kann man an verschiedenen Stellen lesen, wie Deine Transformation von Deinem Backpacking-Blog, der dann zum erfolgreichsten deutschen Reiseblog geworden ist, hin zu einem Blog, mit dem Du jetzt – glaube ich – auch ein bisschen besser leben kannst, stattgefunden hat. Wie war das denn so, das letzte halbe Jahr vor dem Relaunch oder vielleicht schon so ein knappes Jahr. Ich weiß nicht, wann fing das an, dass Du gesehen hast, das passt nicht mehr 100%? Conni: Eigentlich schon lange, ja. Ich würde sagen, bestimmt ein Jahr oder so. Vielleicht sogar ein bisschen länger. Es hat sich lange abgezeichnet. Ich war halt selber mein halbes Leben lang Backpacker und bin viel gereist und habe geschaut, dass es so günstig wie möglich geht usw. Irgendwie hat man dann so seinen Ruf wegbekommen als Blogger. Mir war schon lange Zeit klar, dass ich etwas am Design machen muss. Und dann dachte ich mir irgendwann, es sind so viele Themen so viel wichtiger für mich geworden, als das reine Reisen und ich habe halt gedacht, ich bin kein richtiger Tourist mehr. Mich interessieren die besten Sehenswürdigkeiten nicht und hab das oft ausfallen lassen. Marcus: Top Ten in Edinburgh oder so (beide lachen) Conni: Genau. Ich habe gemerkt, dass ich mehr Einkommen habe und ich auch mehr Geld ausgebe auf Reisen. Dass ich nicht mehr in Hostels und in Dorms schlafe und solche Sachen. Ja und klar, dann wurden eben diese ganzen Persönlichkeitsentwicklungsgeschichten und Yoga usw. immer wichtiger. Dann hatte ich schon sechs bis zwölf Monate vor dem Relaunch gemerkt, dass mir das alles nicht mehr so richtig Spaß macht. Ich konnte mich nicht mehr richtig mit dem Blog identifizieren, hatte auch ein bisschen die Connection zu den Lesern verloren und das war schon echt etwas schwierig. Da hatte ich meine kleine Blogger-Krise un
Interview mit Johannes Völkner von WebWorkTravel
Heute spreche ich bei LifeHackz mit Johannes Völker von WebWorkTravel. Das Interview haben wir bei Johannes auf seiner Terrasse aufgenommen, der in Tarifa ein Haus direkt am Meer hat und dort regelmäßig mehrere Monate im Jahr verbringt. Mittlerweile ist die Community der digitalen Nomaden in Tarifa auch immer größer und das war dann Grund genug für Feli und mich nach der letzten deutschen DNX im Mai selber mal den Ort auszuchecken. Dazu kommt das Feli und ich in Jericoacoara in Brasilien unsere Leidenschaft für Kitesurfen entdeckt haben und Tarifa einer der besten Spots in der Welt ist, um Kite zu surfen. Die beiden Gründe waren genug um unseren Kumpel Johannes dort besuchen zu gehen plus wir haben dort das erste DNX CAMP ever veranstaltet. Sprich wir haben Leute eingeladen, mit uns zusammen zu Co-Worken, wir haben Co-Living gemacht, wir haben Activities gemacht, wir haben Sport gemacht auf der Terrasse, am Strand auf dem Rooftop. Wir haben zusammen Aktivitäten gemacht, wir waren auf Gibraltar. Es hat richtig viel Spaß gemacht und uns darin bestärkt die Camps auch weiter fortzuführen. Neben den ganzen Activities kann man dort auch super gut arbeiten als digitaler Nomade. Wir waren im Cocotera in nem Co-Working Hostel, waren dort sehr produktiv und haben beispielsweise die DNX CAMP Webseite dort fertiggestellt. Die Seite findet ihr unter www.dnxcamp.com Alle Infos zu dem Interview mit Johannes und weitere Links findet ihr wie immer unter www.lifehackz.de/johannes Das Projekt Webworktravel von Johannes, auf der er seine Community der digitalen Nomaden versammelt, findet ihr unter www.webworktravel.com/ In der Folge spreche ich mit Johannes wie er auf Tarifa als Spot gekommen ist. Johannes ist nämlich schon super viel rumgekommen in der Welt. Wir sprechen darüber was seine Erwartungen für die Zukunft sind als digitaler Nomade. Und wir sprechen darüber was für Leute man in Tarifa treffen kann und wieso gerade Tarifa so ein geiler Spot ist. Checkt es aus. In dieser Folge lernst du:
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Shownotes
Guide für digitale Nomaden
Tarifa Digital Nomads
Webworktravel Digital Nomad Network
Surf-Office
Co-Working Space
[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Marcus: Also ich sitze hier gerade mit Johannes in Tarifa auf seiner Terrasse mit Blick auf das Meer, Strand, Beach. Hammer, heute ist es mal windstill. Aber ja..., dazu kann Johannes gleich auch mehr sagen. Cool, dass Du hier auf dem Podcast bist, danke! Johannes: Ja hey Marcus! Erst einmal danke dafür, dass Du hier vorbeischaust und Dir auch mal selber ein Bild von Tarifa machst. Ist ganz schön hier mit der Sonne und dem Strand und viel kaltem Wind. Heute nicht ganz so viel, aber ...ja. Marcus: Ja absolut. Also Feli und ich sind jetzt seit vier Wochen hier. Uns gefällt es richtig gut und wir haben auch schon coole Connections zu anderen Nomaden gemacht. Aber vielleicht erzählst Du mal ein bisschen mehr, wie das entstanden ist hier in Tarifa. Da bist Du ja sehr maßgeblich beteiligt und wie Du da auf die Idee gekommen bist und wo Du heute stehst und was Du noch vorhast? - Das würde mich interessieren. Johannes: Ganz ehrlich, als ich hier vor ungefähr einem Jahr angekommen bin, da hat glaube ich, noch kein digitaler Nomade richtig über Tarifa gesprochen. Mein Hintergedanke, warum ich hierhin gefahren bin, war, weil ich schon sehr viel in den letzten vier Jahren unterwegs war und ich brauchte mal so etwas wie eine Homebase. Ich habe das in dem Jahr davor mal in Berlin probiert. Aber weil ich sehr gerne Kite-Surfen gehe und auch ganz gerne am Strand wohnen wollte, habe ich dann darüber nachgedacht, vielleicht mal ein bisschen weiter in den Süden zu ziehen. Ich wollte nicht soweit weg sein von Deutschland, damit ich nicht immer 13 Stunden im Flieger sitzen muss, um beispielsweise zu einer Hochzeit zu fahren. Und dann bin ich hier hingefahren, weil ich sehr viel aus der Kite-Szene über Tarifa gehört habe. Ich kannte ein paar Leute, die hier damals schon gearbeitet haben. Aber das waren nur zwei, drei vielleicht auch vier Leute (grinst). Ich bin also hingefahren und wollte mir selber ein Bild darüber machen. Ich fand es sehr cool und dann kam noch Elmar vorbei. Der macht Events für holländische Entrepreneure und wir fanden das beide ganz cool hier und wir haben dann einfach angefangen, Tarifa zu promoten und haben euch eingeladen und Feli. Und so langsam scheint sich das alles auszuzahlen. Es kommen immer mehr Leute hierhin und wir kriegen hier langsam so eine kleine Community zusammen. Das ist eigentlich ... ja das freut mich sehr, das Tarifa jetzt so langsam im Gespräch ist. Marcus: Kann man denn hier das ganze Jahr in Tarifa als Digital Nomad gut leben und arbeiten und kiten gehen oder würdest Du sagen, es gibt Monate, die sich besser eignen und andere, wo es vielleicht wieder cool ist, woanders hinzuziehen? Johannes: Also man kann hier natürlich das ganze Jahr überleben, aber ich würde nicht unbedingt Juli und August empfehlen, weil sich die Preise zu der Zeit verdreifachen. Gerade für die Unterkünfte. Außerdem wird die Stadt sehr voll und es wird schwierig sein, da den richtigen Fokus zu finden. In den anderen Monaten ist es super hier. Den Winter selber habe ich jetzt noch nicht hier verbracht, das heißt ich war hier nur bis in den Dezember. Januar, Februar und März habe ich geskipped. Das geht auch. Da kann man sehr gut surfen. Aber die besten Monate, um als digitaler Nomade hier eine super Zeit zu haben, sind auf jeden Fall April, Mai, Juni und dann September, Oktober. November und Dezember sind auch ok, aber die besten Monate sind Mai, Juni, September und Oktober. Wem es dann richtig gefällt, der bleibt aber auf jeden Fall auch länger. Marcus: Ok, cool. Also eine Sache, wieso Feli und ich auch direkt überzeugt waren, dass das ein ziemlich cooler Spot sein muss, ist, dass Du ihn quasi ausgerufen und gesagt hast: kommt hier mal alle hin; hier sind perfekte Settings. Für die Leute, die es nicht wissen: Du hast auch einen großen Guide für digitale Nomaden rausgebracht, in dem man die besten Hotspots oder Plätze zum Arbeiten und Leben finden kann. Wir haben den glaube ich, ganz am Anfang, als wir in Asien auf unseren ersten wackeligen Gehversuchen unterwegs waren, ziemlich früh entdeckt und nach dem Motto: was ist das denn für ein geiler Content hier?! Wir haben dann glaube ich, erst mal drei Tage Deinen Guide gelesen. Sag mal ein bisschen was zum Guide. Wieviele Orte sind da drin und wie bestimmst Du quasi das Scoring-System für die digitalen Nomaden? Was muss der Ort haben, dass Du sagst, der ist cool und gut? Johannes: Erst einmal freut mich das, dass Du den Guide so gut findest. Der Guide ist eigentlich zu einer Zeit entstanden, als ich das Wort digitaler Nomade eigentlich noch gar nicht kannte. Ich hatte also die Idee für den Guide, bevor ich überhaupt das Wort digitaler Nomade gehört hatte. Und deswegen hieß der Guide am Anfang auch „The Destination Guide for People who work online“ und bei der Landing-Page hat sich alles darum gedreht, die Leute zu überzeugen, dass man ja eigentlich arbeiten und reisen könnte. Ich war in den letzten 10 Jahren extrem viel unterwegs und habe quasi dabei gemerkt, dass es sehr viele coole Destinationen gibt. Das sind zum Großteil jetzt nicht irgendwelche Großstädte oder so, wie man die auf der nomadslist.io finden kann, sondern das sind eigentlich eher so kleinere Städte, die irgendwie in irgendeiner Art sehr unique sind. In den meisten Orten, habe ich auch selber irgendwann mal in den letzten zehn Jahren Zeit verbracht. Ich habe auch gemerkt, dass die Infrastruktur eigentlich da ist. Also wenn sich irgendjemand heutzutage beschwert, dass das WiFi nicht ordentlich läuft, dann ist es meistens die Schuld der Person selber. Auf Inseln ist es manchmal ein bisschen schwierig, aber ansonsten geht es. Jeder von uns hat verschiedene Interessen und was ich mit dem Guide eigentlich gemacht habe ist, dass ich mein ganzes Reisewissen aus den letzten zehn Jahren Backpacking zusammengefasst und ganz viele dieser coolen Destinationen hineingepackt habe. Insgesamt sind es über 60 Destinationen. Ich muss zugeben, ich war nicht in jeder Destination, aber da sind nur Orte drinnen, von denen ich dann von Freunden, die auch schon seit sechs Jahren reisen, gehört habe. Ich glaube, dass ganz viele dieser Destinationen auch in Zukunft noch richtig abgehen werden, für die Leute die arbeiten und reisen. Eine Sache habe ich gerade vergessen: das ist auch ein Budget Guide. Es geht dabei auch so ein bisschen darum, jetzt nicht die teuersten Orte – in Thailand ist zum Beispiel Phuket wesentlich teurer als, ich sag mal, Koh Phangan – es geht eher darum, die günstigeren Orte zu featurn, die gerade noch am kommen sind. Das habe ich einfach mal zusammengefasst und es freut mich, dass es inzwischen mehr Beachtung findet und vielleicht machen wir auch noch einmal eine neue Auflage. Da überlege ich gerade noch, ob wir das noch einmal optimieren. Marcus: Ich glaube, das wäre auf jeden Fall cool, wenn da noch einmal eine neue Auflage kommt, aber auch so ist das schon echt sehr, sehr geil und useful. Ich glaube, was den Guide auch so unique macht und krass gut ist, dass er handverlesen ist, also die Leute wirklich da waren und aufgrund der eigenen Eindrücke und Erfahrungen dann den Ort bewertet haben und nicht wie beispielsweise, was Duveben gesagt hast, nomadelist.io. Auch richtig cool, was Peter Levels da auf die Beine gestellt hat. Aber der kopiert die Daten aus irgendwelchen Datenbanken und ist nicht selber da gewesen und weiß, ob das jetzt der coolste Ort ist. Aber da sind es ja mehr so Hart Facts, wie die Infrastruktur oder das Setting ist. Wie schnell ist das Internet? Wie warm ist es da? Bei Dir geht es ja auch noch um Soft Settings. Da findet man zum Beispiel Kiten, Sport, Hobbies, Activities etc. Johannes: Ich finde zum Beispiel auch, dass es extrem wichtig ist, dass wenn man reist, dass wir nebenbei auch Hobbies haben. Also es muss jetzt nicht unbedingt Kite-Surfen sein. Das ist halt das, was ich gerne mache. Ich weiß, dass Du auch gerne tauchen gehst. Andere Leute machen gerne Yoga, aber das Ding ist, dass gerade wenn wir viel reisen, ist es extrem wichtig, dass wir auch noch etwas anderes in unserer Freizeit machen, als zum Beispiel jeden Tag eine Schnorcheltour zu machen. Ein Hobby, ein bisschen mehr Beständigkeit oder Aktivitäten, die wir halt entweder morgens früh machen oder abends danach, um auch einfach diesen Ort genießen zu können. Deswegen finde ich zum Beispiel, dass man oft seine Orte ein bisschen mehr nach den Hobbies auswählen sollte. Manchmal kann ich es nicht so ganz verstehen, dass Chiang Mai der Hotspot ist. Dort gibt es keinen Strand. Eigentlich dreht sich alles nur darum, dass es ein mega günstiger Ort ist, aber ich möchte nicht nur irgendwo hin fahren, weil es sehr günstig ist. Da gibt es auch super coole kleine Inseln in Indonesien, die das auch haben können. Aber dort kann ich dann auch tauchen gehen oder noch irgendetwas anderes in meiner Freizeit. machen Und das ist eigentlich das coole an dem Lifestyle, oder? Marcus: Ja absolut. Wie Du schon sagtest: in Indonesien, ein kleiner Ort, in dem Guide selber sind mega viele hidden Champions drin und immer wenn Feli und ich unterwegs sind in irgendeiner Ecke, dann gucken wir uns da auch noch einmal das PDF an und lassen uns inspirieren, ob das auch etwas für uns sein könnte. Ich glaube, Du bist auch ähnlich gestrickt wie wir: Du bist gerne am Meer und eine totale Wasserratte. Und dann passt das auch alles. Du sagtest eben, in Tarifa ist jetzt schon eine coole Community entstanden. Wir sind jetzt selber ein Teil davon und haben das hier vor Ort Live mitgekriegt. Da sind richtig smarte Leute aus aller Welt. Gibt es denn irgend
Interview mit Magdalena Herrmann vom SunDesk Coworking Space
Heute spreche ich bei LifeHackz mit Magdalena Hermann vom SunDesk Coworking und Coliving Space in Marokko Taghazout. Das Interview haben wir live in dem kleinem Fischerdorf Taghazout bei ihr auf dem Rooftop aufgenommen. Feli und ich waren dort vor einigen Wochen und uns im SunDesk sau, sauwohl gefühlt als Digitale Nomaden. Es gibt super schnelles Internet, Magdalena steckt super viel Passion in das Projekt und es fällt echt schwer den Ort zu verlassen. Wir haben dort super viel geschafft, wir waren mega kreativ, unter anderem ist dort die Jobbörse entstanden unter www.dnxjobs.com und die Menschen sind einfach nur nett und freundlich. Also – falls ihr das SunDesk auschecken wollte, findet ihr es unter http://www.sun-desk.com und alle Infos und weitere Links zu dieser Folge findet ihr unter http://www.lifehackz.de/magdalena In dem Interview spreche ich mit Magdalena darüber wie das SunDesk Projekt entstanden ist, wir sprechen darüber wie Magdalena es geschafft hat ortsunabhängig zu studieren, auch das ist nämlich möglich – man kann in der ganzen Welt studieren und die Klausuren von überall schreiben und wir sprechen darüber, warum auch du unbedingt nach Marokko kommen solltest. Viel Spaß mit der Folge. Peace & out. In dieser Folge lernst du:
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1.000 Dank, Dein Marcus
ShownotesSunDesk
www.dnxjobs.com
[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Marcus: Hallo Magdalena! Ich freue mich, dass Du hier auf dem LifeHackz Podcast bist. Erzähl mal, wie bist Du denn darauf gekommen hier in Taghazout das erste Coworking und Coworking-Projekt in Afrika zu starten? Magdalena: Hallo! Und zwar habe ich ein Online-Studium gemacht. Ich habe berufsbegleitend BWL studiert und habe Taghazout für mich entdeckt und wollte gerne hier bleiben. Ich konnte dadurch, dass ich das Online-Studium gemacht habe und es relativ einfach war von Taghazout nach Deutschland zu arbeiten, auch hier bleiben. Marcus: Also Du sagst gerade Online-Studium. Das heißt, Du hast gar nicht an der Uni in Deutschland studiert? Wie genau ist das abgelaufen, ist das eine Fern-Uni? Da gibt es glaube ich die Fern-Uni Hagen, gibt es da noch etwas anderes? Magdalena: Genau, es gibt relativ viele Fern-Unis in Deutschland. Ich habe an der Fern-Uni in Hamburg studiert. Die haben schon ein Haus, so wie man sich das vorstellt, mit einem Campus und solchen Sachen. Allerdings kommen die Studenten da nur teilweise, also zeitweise für Seminare. Dafür bin ich da auch so zwei Mal im Jahr hingefahren. Das war´s. Der Rest war Online und die Klausuren konnte ich an verschiedenen Orten in Deutschland schreiben, oder auch auf der ganzen Welt. Marcus: Das klingt ja echt gut? Das heißt, für die Klausuren, da hast Du doch eigentlich ein Zeitfenster, wenn man eine Klausur schreibt? Also so kenne ich das noch aus meiner Uni-Zeit. Bekommst Du da eine Woche Zeit oder nur wenige Tage? Und dann musst Du die Online einreichen, oder wie genau läuft das ab? Magdalena: Nee, die Klausuren werden vor Ort geschrieben, weil man das sonst nicht richtig kontrollieren kann. Ich könnte ja sonst vor dem Computer jegliche Hilfsmittel verwenden. Das heißt also, einmal im Monat gibt es Klausurtermine für alle Module und dann kann man sich da einschreiben. Die meisten Klausuren habe ich zum Beispiel in Berlin geschrieben. Da musste ich mich dann anmelden, hingehen und da auch meine Klausur schreiben unter Aufsicht. Marcus: Sehr cool! Also die haben dann quasi von der Uni Hamburg deutschlandweit Termine angeboten monats- oder quartalsweise. Magdalena: Genau. Ich glaube man kann da einmal im Monat in 16 oder 17 Städten schreiben und wenn man im Ausland ist, dann kann man da auch Klausuren mitschreiben, und zwar am Goethe-Institut. Die kann man da einfach ansprechen und die machen das meistens mit, oder auch in der Botschaft. Marcus: Cool, also theoretisch kannst Du das in Asien machen oder Südamerika. Du brauchst einfach eine deutsche Botschaft oder das Goethe-Institut und wenn die mitmachen, dann wird das anerkannt. Magdalena: Das kann dann zwar zu Extragebühren führen aber im Allgemeinen ist das möglich. Marcus: Ja das ist ja spannend. Ich hatte da ehrlich gesagt noch nicht von gehört und das war auch immer so ein Argument was gekommen ist – also neben dem „Kinderargument“ – das ist ja alles schön und gut, was Feli und Du so macht, Digitale Nomaden, aber ich bin ja auch noch am studieren und muss an die Uni und Klausuren schreiben... Cool, dass es so etwas gibt. Gerade in Deutschland hätte ich das nicht so erwartet. Ist das dann auch ein vollständig anerkannter Abschluss im Vergleich zu dem, den man an der Uni so macht? Magdalena: Ja klar, das ist ein vollständig anerkannter Abschluss. Ich hab den Bachelor of Art in Betriebswirtschaftslehre gemacht. Das ist gar kein Problem. Ich könnte mir jetzt theoretisch einen Master an der Uni machen, also Vollzeit. Marcus: Saucool! Und von wo aus hast Du dann meistens gelernt, also studiert und die Klausuren geschrieben. Magdalena: Das war unterschiedlich. Ich habe in Berlin angefangen, als ich noch in Berlin gewohnt habe und dann habe ich den größten Teil in Marokko erledigt, aber auch auf Reisen. Weil man ja eigentlich alles mitnehmen kann. Die Uni schickt einem Bücher, damit man wirklich ganz klassisch auch lesen und die Aufgaben durcharbeiten kann. Man bekommt auch Hausaufgaben. Die muss man dann auch regelmäßig einreichen. Marcus: Was passiert denn, wenn man die nicht regelmäßig einreicht? Magdalena: Dann kann man sich nicht zu den Klausuren anmelden. Das ist also wie ein normales Studium. Man wird da schon zur Leistung animiert und das wird auch kontrolliert. Es ist nicht so, dass man sich da so durchwuseln und das nebenbei machen kann. Das geht nicht. Marcus: Aha, daran hätte ich nämlich gedacht. Es gab ja schon immer irgendwelche Online-Abschlüsse, die aber nicht wirklich vergleichbar waren mit den Regulären an der Uni, wo man dann zu Klausuren auch immer hinmarschieren muss. Ich glaube, da konnte man auch immer ganz gut cheaten, aber das klingt ja alles sehr vernünftig und offiziell von deutscher Seite. Magdalena: Doch, das schon. Es gibt verschieden Module, wie bei einem normalen Studium, also Mathe 1, Mathe 2 und so weiter. Pro Modul bekommt man dann eine bestimmte Zahl an Heften oder Ebooks, die man durcharbeiten muss und jedes Mal nach vier Heften muss man Hausaufgaben, also online eine Klausur erledigen und das einreichen. Wenn man die dann alle bestanden hat, dann kann man erst zur richtigen Klausur zugelassen werden. Dann muss man sich von Modul zu Modul durch das Studium arbeiten. Marcus: Und wie hast Du davon erfahren oder bist Du auf die Idee gekommen, das ortsunabhängig zu machen? Magdalena: Der Grundgedanke war eigentlich gar nicht ortsunabhängig sondern es war neben meiner Ausbildung. Ich bin Hotelfachfrau. Und ich wollte mich daneben einfach noch weiter entwickeln. Und das war einfach eine Möglichkeit. So etwa wie eine Abendschule. Nur dadurch, dass ich im Schichtdienst gearbeitet habe, ist das nicht in Frage gekommen und darum habe ich mich für ein berufsbegleitendes freies Online-Studium entschieden. Und ab der Hälfte konnte ich es auch ortsunabhängig machen. Marcus: Also war bei Dir erst mal das Ziel das zeitlich unabhängig zu machen und gleichzeitig war dann auch die Ortsunabhängigkeit gegeben? Magdalena: Genau, dadurch konnte ich dann auch hierhin ziehen und das auch auf Reisen machen. Marcus: Und was hat Dich dann nach Marokko, speziell Taghazout verschlagen? Magdalena: Ich habe hier eine Saison in einem Café gearbeitet und habe dann am Ende der Saison meinen Freund kennengelernt und dadurch wollte ich dann einfach länger hier bleiben. Marcus: Ja verständlich. Feli und ich sind jetzt glaube ich seit zehn Tagen hier und zwischendurch ist Conni noch dazu gekommen. Und ich muss sagen, das ist echt einer der coolsten Co-Working Spaces in denen wir bis jetzt gearbeitet haben. Was auch das gesamte Umfeld angeht. Die Leute sind super relaxed und entspannt. Man ist auch direkt am Meer und auf dem Rooftop einen sehr weiten Blick hat und endlos weit gucken kann über’s Meer. Dadurch dass das auch ein kleines Fischerdorf ist, gerade jetzt in der Nebensaison, gibt es kaum Ablenkung und das tut uns total gut, auch produktiv zu sein. Ich kann es auf jeden Fall nur empfehlen. Und wie kam dann das eine zum anderen, dass Du Dich mit dem Gedanken beschäftigt hast, hier etwas zu starten und dass es so in die Richtung Co-Working für digitale Nomaden ging? Magdalena: Ich hatte mich schon, als ich noch in Berlin gelebt hatte, mit Co-Working Spaces auseinandergesetzt, weil man in einem Online-Studium immer zu Hause lernt und es ist natürlich schwierig, sich alleine hinzusetzen und sich alleine zu motivieren und das dann auch über eine lange Zeit. Und da habe ich immer nach verschiedenen Möglichkeiten gesucht, wo ich am besten arbeiten kann. Ganz klassisch im Café, in der Bibliothek, überall. Und da habe ich auch an Co-Working Spaces gedacht. Dann bin ich aber schon nach Marokko gezogen und habe das Studium halt zum größten Teil aus meiner Wohnung gemacht, weil es hier auf der Straße nicht richtig möglich war in einem Café. Da ist die Internetverbindung oft zu schlecht gewesen und auch viel zu viele Leute um mich herum. Dann konnte ich mich nicht richtig konzentrieren. Und dann hatte ich eines Tages die Idee hier einen Co-Working Space aufzumachen, weil dieses Dorf einfach –wie Du schon gesagt hast, es ist ganz ruhig, es gibt nicht viel Ablenkung und es ist wunderschön. Es ist einfach viel besser erst mal zu lernen und danach schwimmen oder surfen zu gehen, die marokkanische Kultur zu entdecken. Das wollte ich allen ermöglichen. Marcus: Ja cool, das hat sich ja auch bis zu uns herumgesprochen. Jetzt haben wir es auch endlich hierhin geschafft. Du hast es auch noch gar nicht so lange laufen oder? Also warst Du da schon mit dem Studium fertig oder ab wann hast Du das Projekt Sun Desk gestartet? Magdalena: Also ich war schon mit dem Studium fertig und hatte meine Bachelor-Arbeit abgegeben und haben wir uns voll und ganz auf Sun Desk konzentriert. Also mir ist die Idee gekommen und dann musste ich aber erst mal meine Bachelor-Arbeit zu Ende schreiben und noch ein paar Dinge für die Uni erledigen. Und als das alles fertig war, Anfang 2014, haben wir angefangen uns auf unser Sun Desk zu konzentrieren, ein Haus zu suchen, ein Konzept zu entwickeln, und dann haben wir Ende 2014 eröffnet. Marcus: Wer waren denn Deine ersten Gäste? Und was sind jetzt so typische Gäste von Dir, wenn man das sagen kann? Was haben die so für einen Background, aus welchen Nationen kommen die? Magdalena: Ich kann eigentlich gar nicht sagen, dass wir so typische Gäste haben. Wir haben sehr unterschiedliche Gäste. Einen Mix aus allen möglichen Ländern, also viel Europa aber erstaunlicherweise auch viel aus den USA, ein paar aus Australien, Kanada und auch Marokkaner, die einfach einen ruhigen Platz suchen und woanders hingehen möchten. Auch von den Berufen haben wir eine weite Bandbreite. Wirklich alles. Das meiste ist natürlich Web-Design oder Programmierer, aber ich habe auch einen Professor gehabt. Der war zwei Monate hier und hat Doktorarbeiten korrigiert. Ich hatte aber auch zur gleichen Zeit Studenten hier, die ihre Doktorarbeit schrieben. Mein abgefahrenster Co-Worker ist ein Fleischverkäufer (beide lachen.) Marcus: Ach der Heiko, der ist ja gerade hier. Magdalena: Genau der Heiko. Der verkauft dann von der Te
Interview mit Tim Chimoy von Earthcity
In der ersten Folge spreche ich mit Tim Chimoy, einer der ersten Deutschen der über das Thema ortsunabhängiges Arbeiten auf seinem Blog geschrieben hat. Tim und ich haben uns vor gut 2 Jahren bei dem ersten Treffen von Digitalen Nomaden auf dem Tempelhofer Feld in Berlin kennengelernt. Wir waren damals… 12 Leute! Schon krass wenn man mal kurz reflektiert was seitdem passiert ist. Seitdem ist auch ein Tim ein sehr guter Freund von mir, den ich sehr wegen seiner unaufgeregten und durchdachten Herangehensweise schätze und respektiere. Tim ist erfolgreicher Unternehmer und verdient sein Geld mit productized Services. Tim betreibt den super usefullen Blog Earthcity, ist Autor mehrerer Bücher, macht den Podcast „I LOVE MONDAYS“ und veranstaltet Masterminds auf der ganzen Welt. Alle Links zu Tim Projekten und dieser Podcast Folge findest du auf www.lifehackz.de/tim Wir sprechen in dieser Folge über
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Shownotes
I Love Mondays-Podcast
Stilnomaden
Earthcity
Planet Backpack
Travelicia
E-Büro
[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Marcus: Cool, dass ihr hier mit am Start seid bei dem Lifehackz Podcast! Ich freue mich total, dass wir heute jemanden dabei haben, den ich super gerne mag und den ich jetzt schon länger kenne auf dem Weg als digitaler Nomade. Herzlich Willkommen Tim Chimoy! Tim: Hi Marcus! Danke, dass ich in Deiner Folge dabei sein darf und ick freu mir! Marcus: (lacht) Ja perfekt! Wir haben ja eben schon einen Einstieg bei Dir auf dem Podcast gehabt. Also die Leute, die den ersten Teil von dem Gespräch gerne hören möchten, gehen auf den I Love Mondays-Podcast, den ich in den Shownotes auch verlinken werde. Da haben wir sogar die Themen DNX, was ist aktuell bei mir auf dem Tisch und wir haben auch ein bisschen darüber gesprochen, wie ich dazu gekommen bin, diesen Podcast aufzusetzen und was so die Schwerpunkte von Liefhackz sind. Okay, und damit können wir auch direkt einsteigen. Der Podcast Lifehackz beschäftigt sich rund um alle Themen: Routinen, Produktivität, wie verbessere und optimiere ich mein tägliches Leben. Das coole ist, Tim ist Unternehmer, selbstständig, digitaler Nomade. Er hat glaube ich, schon viel rumprobiert was Routinen angeht, Produktivität, Fokus und das möchte ich gerne mit Tim besprechen. Deshalb meine erste Frage an Dich: Hast Du eine bestimmte Morgenroutine oder Abendroutine? Tim: Also ich finde das Thema extrem spannend und schaue auch immer, was vor allem Du gemeinsam mit Feli da macht, weil ihr da extrem weit seid. Ich für meinen Teil muss sagen, ich versuche immer verschiedene Dinge zu implementieren. Ab und zu klappt mal was, aber viel funktioniert dann auch wieder nicht, weil ich mir auch oft zu viel vornehme. Zum Thema Morgenroutine versuche ich schon immer relativ zur gleichen Zeit aufzustehen. Ich bin jemand, der relativ spät aufsteht. Mit spät würde ich mal sagen, zwischen 9.00 Uhr und 9.30 Uhr. Dann gehört zu meiner Morgenroutine, dass ich relativ schnell ins Bad verschwinde und mich dusche, weil das einfach ein wichtiger Schritt ist, um fit zu werden. Außerdem habe ich für mich erkannt, dass die Gefahr, dann später im Schlafanzug vor dem Rechner zu sitzen und schon zwei, drei Stunden zu arbeiten, während man noch ungewaschen und ungeduscht ist. Das ist einfach kontraproduktiv, weil man im Grunde nur so etwas notwendiges vor sich hinschleppt. Wenn ich das getan habe, dann habe ich eigentlich immer das Bedürfnis das Haus zu verlassen. Kann aber in vielen Fällen am besten von zu Hause arbeiten. Das heißt also im Grunde, ich verlasse das Haus bewusst für eine kurze Zeit, um dann wieder zurückzukommen und dann mit der Arbeit zu beginnen. Und das endet dann bei mir in 90% aller Fälle darin, dass ich einfach draußen frühstücke. Das ist manchmal finanziell schwierig, zumindest wenn man in Deutschland ist, geht das ganz schön auf die Kohle, aber ich muss morgens einfach mal raus. Ich bin da nicht unbedingt der Typ, der morgens schon mit Sport einsteigt. Von daher ist meine Morgenroutine dann eigentlich waschen, zu Hause vielleicht noch einen Kaffee trinken, vielleicht aber auch nicht und dann auch direkt raus. Draußen noch einen Kaffee trinken und ein Brötchen essen und dann zu Hause in den Arbeitstag zu starten. Das ist eine kleine Routine, an der man noch viel verbessern kann, aber zumindest schon mal ein Anfang. Marcus: Ja Struktur ist mega wichtig, in welcher Form auch immer. Also ich finde es cool, dass das bei Dir schon durchgeplant ist. Das hat nicht jeder. Die Frage ist noch: Duschst Du kalt oder warm? Tim: Ich versuche ab und zu mal an guten Tagen auch 20 Sekunden kalt zu machen, aber in der Regel doch eher warm. Da bin ich ne Pussi (lacht) Marcus: Ja also ein Warmduscher (beide lachen) Und gibt es ein bestimmtes Tool oder Ritual, mit dem Du Dich dann in den richtigen Arbeitsmodus begibst? Bzw. hast Du da auch immer irgendwas, dass Du dann am gleichen Ort arbeitest oder in der gleichen Haltung oder ein bestimmtes Setting da sein muss? Tim: Also was ich da auch für mich festgestellt habe, was enorm wichtig ist, ist Ordnung auf dem Schreibtisch. Es passiert häufig mal bei mir, dass ich abends noch am Schreibtisch sitze und dann vielleicht auch private Dinge dort mache. Dass ich mir auch vielleicht irgendwelche Filme auf meinem Laptop angucke und mich dann in meinen Sessel setze und der Laptop trotzdem auf dem Schreibtisch steht und dann passiert es auch mal, dass der Schreibtisch noch mit irgendwelchen Dingen voll ist, die da nicht hingehören. Wenn ich das abends nicht schon beseitigt habe, dann ist Schritt 1 meinen Schreibtisch erst mal absolut aufzuräumen und freizumachen. Da bin ich so ein bisschen ein Ordnungsfanatiker an der Stelle. Dazu gehören einige Seiten leeres Papier, ein Stift der gut und schön schreibt, mein Laptop, dass alle Dinge gut angeschlossen sind, dass keine Kabel wild herum liegen. Es muss einfach eine gewisse Grundordnung herrschen. Wenn ich es schaffe, so zu sagen „dem Teufel ein Schnippchen zu schlagen“, dann hab ich meinen Facebook-Blocker sofort an. Wenn ich es nicht schaffe, dann gurke ich erst einmal 20 oder 30 Minuten in Facebook rum und denke dann irgendwann: „Scheiße, jetzt musst Du denn mal anschmeißen!“ Aber ich gehe jetzt mal vom besten Tag aus: Am besten Tag räume ich den Schreibtisch pico bello frei, mache den Facebook-Blocker an und starte dann mit Aufgaben, die mich langfristig weiterbringen, wie z.B. schreiben, Dinge planen. Ich versuche also dieses klein, klein zu vermeiden, wie z.B. E-Mails und so. Marcus: Das heißt also an Deinem perfekten Tag bist Du dann, wenn Du anfängst zu schreiben auch noch nicht in Deinem Posteingang gewesen und warst auch noch nicht auf Facebook unterwegs und hast auch nicht heimlich beim Frühstück mal auf Dein Smartphone geguckt. Tim: Beim Frühstück schon mal auf das Smartphone geguckt. Davon kann ich mich noch nicht so freimachen. Solange das dann aber auch in dem Moment passiert, wo ich eh noch nicht am Schreibtisch sitze, finde ich das jetzt auch nicht soooo schlimm. Aber zumindest, wenn ich dann am Schreibtisch sitze, mache ich das am perfekten Tag definitiv nicht mehr. Ich weiß z.B. für mich, es ist definitiv für mich besser, wenn ich diese Routinen einhalte, d.h. das Wissen ist da und ich kann das auch absolut bestätigen, dass der Tag dann besser „fluppt“. Ich muss nur gestehen, ich bin nicht jemand, der da knallhart mit der Umsetzung jeden Tag gleich gut funktioniert. Marcus: Das geht glaube ich jedem so. Das passiert mir immer wieder. Das passiert den absoluten Produktivitätspäpsten, wie Tim Ferris, dass er sagt, er verschwindet mal in einem Rabbit-Whole auf Facebook und kommt erst nach Stunden wieder hoch an die Luft und sagt, „was ist denn jetzt schon wieder passiert? Ich wollte eigentlich nur einen Post absetzen.“ Ich glaube, das kennt jeder. Das ist mega ärgerlich, gerade wenn man ja das Wissen hat, dass es anders viel cooler ist und auch viel strukturiert und ruhiger ist und man nicht in den Reaktionsmodus geht. Es ist glaube ich, eine der größten Herausforderungen in der heutigen Welt, dieses ständige Ablenken. Und jeder will Deine Aufmerksamkeit haben und da lässt sich ja jeder immer wieder etwas Neues einfallen. Tim: Also was bei mir vor allem schlimm ist, da kannst Du mir vielleicht auch mal einen Tipp zu geben, wenn man dann in so einem Rabbit-Whole wie Facebook sich reinziehen lässt und dann irgendwann wieder rauskommt, dann guckst Du auf die Uhr und denkst gerade „ach, jetzt haben wir schon 12.00 Uhr“ und dann geht´s nämlich los mit „ich wollte doch noch...“ und dann geht innerlich die Hektik los und dann steigert man sich da so rein. In dieser Hektik mag man sich dann manchmal selber gar nicht mehr und irgendwie macht man sich die Hektik auch irgendwie selbst, weil man sich dann selbst unter einen Zeitdruck setzt. Marcus: Ja, das ist doof. Das löst dann so eine negative Emotionskette aus, dass man denkt: Mist, ich habe gefailed und wusste das war nicht gut, jetzt habe ich noch weniger Zeit. Muss die Zeit aber irgendwie aufholen. Man wird verkrampfter und hektischer und irgendwie wird man dann auch schlechter im Output. Das passiert aber auch immer wieder jedem. Ich glaube, das Einzige was hilft ist, sich immer wieder bewusst zu machen, dass man die Ruhe bewahren sollte und dass man immer eine Sache zu einer Zeit macht und nicht zu viele auf einmal, weil Du unterm Strich... Ich war früher auch jemand, der hatte 20 Tabs im Browser geöffnet und nebenbei noch fünf andere Apps laufen; und da hat er noch was runtergeladen; rechts habe ich noch was hochgeladen; und da habe ich an einem Text gelesen; und da habe ich geschrieben und alles gleichzeitig gemacht. Dann habe ich mir aber immer aufgeschrieben, was ich am Ende des Tages alles erreicht habe und einen Strich drunter gezogen und es war viel weniger, als wenn Du diese Sachen ganz bewusst gemacht hättest. Also mehr Achtsamkeit ins Leben bringst und sagst: Ok, ich warte jetzt auf den Download. Das dauert dann halt 30 Sekunden. Das ist auf jeden Fall auch eine der größten Herausforderungen. Weg von diesem Multitasking, was irgendwann mal vor zehn oder 15 Jahren total angesagt war und die Leute am produktivsten sind. Das sind die Multitasker und die können so viel auf einmal managen. Gerade Manager können viel managen und sitzen jetzt alle mit Burn-Out irgendwo in den Krankenhäusern. (beide lachen) Tim: Also once-at-a-time finde ich, ist ein sehr guter Tipp. Was ich oft merke, ich packe mir immer so viel auf die To-Do-Liste, dass eigentlich meine To-Do-Liste ein To-Do wird. (beide lachen) Marcus: Also Du verwaltest quasi Deine Verwaltung. Tim: Ja, das ist ganz furchtbar. Marcus: Das Ding ist ja auch immer, was viele falsch machen, man geht immer vom perfekten Tag aus und dass man nicht abgelenkt wird. Dass also nicht mal jemand anruft und man vielleicht doch mal zehn Minuten länger auf die Bahn warten muss oder man länger einkaufen muss als eingeplant. Und deshalb packt man sich möglichst viele Dinge in den Tag und denkt „ach, das schaffst Du auch noch, und das schaffst Du auch noch“. Weil man denkt, dass man das alles schaffen würde. Dann geht es Dir richtig gut, weil Du hast ja viel geschafft. Das macht es aber eher schlecht, weil es die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Du eben nicht alles schaffst und dann ist man wieder unzufrieden mit einem selbst. Der Trick ist eigentlich ein oder maximal zwei Dinge rauszusuchen, oder sich vorher bewusst
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