Interview mit Conni Biesalski von Planet Backpack Heute spreche ich mit der lieben Conni Biesalski von Planet Backpack live von dem Rooftop im Sundesk Coworking and Coliving Space in Marokko, Taghazout. Nach der deutschen DNX sind die meisten deutschen digitalen Nomaden direkt weitergezogen in den Süden weil es in Deutschland noch viel zu kalt war und Conni hat uns dann in Tarifa besucht und ist danach auf ein Yoga Retreat in Spanien gegangen, um dann jetzt hier wieder gemeinsam mit uns in Taghazout zu coworken und zu chillen. Wir beide haben uns vor einigen Jahren bei dem ersten Digitale Nomaden Treffen in Berlin Tempelhof kennengelernt bzw. auf dem Tempelhofer Feld, wo wir so 10-15 Leute waren. Conni ist auch eine der ersten Deutschen gewesen, die auf ihrem Blog über das ortsunabhängige Arbeiten geschrieben hat. Connis Blog findet ihr unter www.planetbackpack.de und alle Links und Infos zu dieser Folge findet ihr unter www.lifehackz.de/conni. Jetzt viel Spaß bei dem Interview, in dem wir darüber sprechen wie Conni ihre Entwicklung zur digitalen Zen Nomadin vollzogen hat. In dieser Folge lernst du:
- Warum Conni eine Digitale Zen Nomadin ist.
- Welche Tools sie nutzt um ihre Gedanken festzuhalten.
- Wie man sich egal an welchem Ort eine Routine aufbaut.
- Was NIPSILD bedeutet.
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1.000 Dank, Dein Marcus
Shownotes
planetbackpack.de
Emilie Wapnick von Puttylike
[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Marcus: Herzlich Willkommen zu Lifehackz heute mit Conni hier in Marokko, Taghazout. Conni: Schön, dass ich hier sein darf! Marcus: Dazu muss man sagen, wir haben uns ja schon in Tarifa gesehen. Conni: Ja stimmt, das ist noch gar nicht so lange her. Momentan verfolgen wir uns glaube ich ein bisschen (grins) Marcus: Ja und zwischendurch warst Du auf dem Meditations-Retreat in Spanien. Vielleicht kannst Du dazu etwas sagen. Conni: Ja. Ich war auf einem Yoga-Meditations-Retreat. Also das war mehr Yoga als Meditation, in den Bergen in Andalusien im Süden Spaniens und da habe ich eine Woche lang ganz viel Yoga gemacht und viel meditiert. Da war eine relativ kleine Truppe mit sechs anderen Frauen und es war total idyllisch und ruhig. Wirklich so richtig mitten in der Natur und einfach nur göttlich. Also bin ich jetzt super gechillt und entspannt. Marcus: Das klingt richtig gut. Du nennst Dich ja auch selber „Digitale Zen-Nomadin“. Ich glaube, das passt auch zu dem, was Du in dem Retreat gemacht hast. Vielleicht erklärst Du noch einmal für alle die es interessiert, was heißt überhaupt dieses Zen, was man auch immer mehr überall hört. Ich weiß auch noch nicht 100% was das eigentlich ist. Conni: Ich habe irgendwann – ich glaube letztes Jahr, 2014 – angefangen dieses Zen mit reinzubauen. Manchmal auch Digitale Yogi-Nomadin oder Digitale Zen-Nomadin. Einfach weil für mich der Begriff Digitale Nomadin nicht mehr meinen Lifestyle beschrieben hat. Klar, es geht mir um die Freiheit. Es geht mir um die Ortsunabhängigkeit. Es geht mir darum, ein Business zu haben, das ich quasi von überall managen kann und von überall Geld verdienen und viel reisen kann. Das ist alles richtig toll, aber am Ende des Tages geht es um viel, viel mehr bei mir. Dadurch, dass ich mich irgendwann sehr viel mit Yoga beschäftigt habe und auch mit Meditation, mit vielen spirituellen Themen und mit gesunder Ernährung. Ich war mein Leben lang Vegetarierin und bin seit knapp sechs Monaten komplett Vegan. Marcus: Krass. Wie läuft das, wenn Du unterwegs bist? Conni: Ach das läuft super. Marcus: Ist das nicht wieder so ein gefundenes Fressen für die Leute, die irgendwie nie aus dem Knie kommen und dann immer sagen, dies und jenes funktioniert nicht und „deshalb kann ich das gerade nicht machen und ich starte mal ein bisschen später. Und ich bin ja auch noch Veganer, und das geht ja gar nicht“? Conni: Ja, es gibt viele Ausreden für alles im Leben und besonders für die Dinge, die nicht so leicht umzusetzen sind oder wo man vielleicht neue Gewohnheiten entwickeln muss. Ich finde, wenn man etwas wirklich durchziehen möchte und ein Ziel vor Augen hat, und das ist bei mir eine gesunde, ausbalancierte, holistische Ernährung und holistischer Lifestyle, dann zählen bei mir auch keine Ausreden. Dann schaffe ich das auch, wenn ich viel reise oder unterwegs bin. Das ist manchmal eine Herausforderung aber das funktioniert trotzdem. Um aber noch einmal kurz auf das Zen zurückzukommen: Für mich ist es also die Integration von Yoga, von Meditation, von spirituellen Themen, von gesunder Ernährung, von einfach einem bewussten, intensiven, tieferen Leben in das Thema Ortsunabhängigkeit, also in dieses digitale Nomadenleben. Denn für mich ist es so, dass wir als digitale Nomaden, die soviel Freiheit haben. Also wir können uns unseren Tag so gestalten, wie wir möchten. Im Grunde genommen von morgens bis abends. In meinem Fall kommt mein Einkommen vordergründig durch passives Einkommen. Also im Grunde haben wir soviel Freiheit und können da sein, wo wir sein möchten, auf der ganzen Welt und das ist eigentlich die beste Voraussetzung dafür, ein richtig gesundes, bewusstes und holistisches Leben zu führen. Es geht auch weit darüber hinaus, als nur die Themen Arbeit und Reisen. Für mich ist es wirklich der ganze Lifestyle, der für mich ganzheitlich ist und das geht auf allen Ebenen. Das heißt, klar, Arbeiten und Reisen und Abenteuer. Das heißt aber eben auch Ernährung, Beziehungen, meine eigene Spiritualität, Bewegung, also wirklich auf allen Ebenen, die uns zu gesunden, glücklichen, liebevollen Menschen machen. Das versuche ich quasi alles in meine Ortsunabhängigkeit zu integrieren. Deshalb eben der Ausdruck „Digitale Zen-Nomadin“. Marcus: Cool! Du sagtest gerade diese Begriffe wie Freiheit in Form von Du kannst entscheiden, wann Du arbeitest, von wo Du arbeitest, woran Du arbeitest, auch über Family & Friends. Ich glaube dieses Thema kam gerade auch in „Faster a Millionaire“ vor, was ich heute noch einmal als Zusammenfassung gelesen habe. Da ging es um die drei F’s und ich finde es eigentlich auch schade, dass gerade die Leute, die soviel Freiheit haben oder sich erkämpft haben, das dann in anderen Teilbereichen schleifen lassen und deshalb finde ich es unglaublich cool, dass Du auch diesen ganzen Thema Meditation und Achtsamkeit ein cooleres Image gibst, als das was es vorher hatte. Das hat mich ehrlich gesagt auch immer vorher abgeschreckt. Ich bin ja selber gerade ein bisschen in der Spur und taste mich da langsam ran. Aber ich denke, dass es für viele Leute ein Problem ist. Stimmst Du mir da zu? Conni: Doch total. Es ist gut, dass Du das ansprichst. Dieses ganze Thema, Spiritualität oder Meditation, muss ja zum Beispiel gar nichts Spirituelles sein. Aber der Ausdruck Spiritualität oder Meditation oder Yoga usw., das verbinden viele mit Räucherstäbchen und Birkenstock und da hat das Thema ein echtes PR-Problem Marcus: Ja absolut (beide lachen) Conni: Ich hab mir dann irgendwann gedacht, also das ist irgendwie Mist. Wie bekomme ich das hin, dass ich mehr Menschen dazu bewegen kann, sich dafür zu faszinieren und da Lust drauf zu haben. Denn ich möchte, dass die Leute meine Blog-Posts auch lesen und habe mir überlegt: Okay, wie schaffe ich das, dieses Thema quasi schöner darzustellen? Also ich muss es gar nicht schöner darstellen, sondern einfach nur ein bisschen die Perspektive verändern und auch das Branding von Meditation. Ich persönlich finde, dass Leute die meditieren regelmäßig, die regelmäßig Yoga machen, Leute die Bock auf Spiritualität haben und wirklich sich selber besser kennenlernen möchten, das finde ich mega-sexy! Sowas finde ich einfach mega geil und macht mich voll an! (beide lachen) Und da war für mich die Idee geboren: Das wird jetzt meine message. Ich merke selber, dass ich den Leuten einen offeneren, leichteren Zugang geben kann. Viele meiner Leser waren vorher in meinem Backpacker-Blog über günstiges Reisen. Dann habe ich den quasi komplett erneuert auf das Digitale Zen-Nomadenleben, Yoga, Meditation und auf Reisen, tiefer und bewusster Reisen. Und das ganze eben, während ich nur mit einem Rucksack unterwegs bin. Das heißt also, viele meiner Leser, die verfolgen meinen Webblog schon sehr lange, aber vordergründig wegen dem Reiseaspekt. Ich bekomme viele E-Mails und viele, viele Kommentare von den Leuten, die mir sagen, dass sie das total geil finden und dass sie Yoga, Meditation und Zen jetzt auch endlich einmal ausprobieren möchten und die steigen jetzt ein. Dass ich jetzt den Zugang zu den Leuten gefunden habe, die vorher vielleicht noch gesagt haben „Nee, das mache ich auf gar nie!“, das freut mich sehr und das macht mich sehr glücklich. Marcus: Also ich finde auch, dass Du da einen total wichtigen Beitrag leistest, um das Thema zu entstauben und die Markenführung sogar noch ein bisschen cooler zu machen, sodass sich noch mehr Leute daran tasten und sich nicht dafür schämen müssen. Wenn ich das vor zehn Jahren meinen Kumpels erzählt hätte, da hätte ich wahrscheinlich nicht mehr zum Fußball kommen können oder so. Da hätte ich das wahrscheinlich nur aus diesen Image-Gründen nicht gemacht. Conni: Aber das eine schließt das andere ja auch nicht aus. Das ist zum Beispiel auch so. Ich versuche den Leuten zu zeigen, dass... Also ich trinke auch immer noch gerne mein Bierchen. Naja hier in Marokko geht das gerade nicht, das ist auch nervig (lach) . Aber es geht halt nicht darum, dass ich die ganze Zeit „Ohm“ singe, sondern dass man verschiedene Ansätze zusammenbringen kann, wie man sein Leben lebt. Ich finde, dass das eben sehr, sehr gut zu unserem Lifestyle passt. Für mich hat es zumindest den Effekt, dass ich wirklich bewusster mein Leben leben kann und wirklich mehr im Jetzt sein kann und viel mehr in Verbindung mit mir selber bin, was ein unglaublich schönes Gefühl ist. Und ich dadurch auch meinen Lesern noch mehr bieten und helfen kann. Das sind nur ein paar Punkte, warum ich das Ganze überhaupt mache. Marcus: Cool, jetzt müsste das auch jeder verstanden haben, wie das so gekommen ist. Wenn nicht, dann könnt ihr das noch einmal auf planetbackpack.de nachlesen. Ich glaube, da kann man an verschiedenen Stellen lesen, wie Deine Transformation von Deinem Backpacking-Blog, der dann zum erfolgreichsten deutschen Reiseblog geworden ist, hin zu einem Blog, mit dem Du jetzt – glaube ich – auch ein bisschen besser leben kannst, stattgefunden hat. Wie war das denn so, das letzte halbe Jahr vor dem Relaunch oder vielleicht schon so ein knappes Jahr. Ich weiß nicht, wann fing das an, dass Du gesehen hast, das passt nicht mehr 100%? Conni: Eigentlich schon lange, ja. Ich würde sagen, bestimmt ein Jahr oder so. Vielleicht sogar ein bisschen länger. Es hat sich lange abgezeichnet. Ich war halt selber mein halbes Leben lang Backpacker und bin viel gereist und habe geschaut, dass es so günstig wie möglich geht usw. Irgendwie hat man dann so seinen Ruf wegbekommen als Blogger. Mir war schon lange Zeit klar, dass ich etwas am Design machen muss. Und dann dachte ich mir irgendwann, es sind so viele Themen so viel wichtiger für mich geworden, als das reine Reisen und ich habe halt gedacht, ich bin kein richtiger Tourist mehr. Mich interessieren die besten Sehenswürdigkeiten nicht und hab das oft ausfallen lassen. Marcus: Top Ten in Edinburgh oder so (beide lachen) Conni: Genau. Ich habe gemerkt, dass ich mehr Einkommen habe und ich auch mehr Geld ausgebe auf Reisen. Dass ich nicht mehr in Hostels und in Dorms schlafe und solche Sachen. Ja und klar, dann wurden eben diese ganzen Persönlichkeitsentwicklungsgeschichten und Yoga usw. immer wichtiger. Dann hatte ich schon sechs bis zwölf Monate vor dem Relaunch gemerkt, dass mir das alles nicht mehr so richtig Spaß macht. Ich konnte mich nicht mehr richtig mit dem Blog identifizieren, hatte auch ein bisschen die Connection zu den Lesern verloren und das war schon echt etwas schwierig. Da hatte ich meine kleine Blogger-Krise un