SRF Wissen

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SRF Wissen episodes

  • Das Ende des Westens? - Wie Trump die Wissenschaft angreift
    Es dauert Anfang Jahr nur Tage bis klar ist: Die Trump-Regierung 2.0 macht Ernst und streicht massiv Gelder für Forschung und Wissenschaft. Wie tief greift diese Krise? Und was führt wieder raus?
    Die Trump-Regierung 2.0 macht Ernst mit ihrer Ankündigung. Massiv werden Gelder für Forschung gestrichen und Organisationen und Institutionen radikal umgebaut, verkleinert oder ganz geschlossen.
    Betroffen sind die amerikanische Seuchenbehörde CDC, das Nationale Institut für Gesundheitsforschung NIH, die Zulassungsbehörde FDA, die Wetterbehörde NOAA, die Raumfahrtorganisation NASA – überall drohen harte Kürzungen und strukturelle Eingriffe.
    Renommierte Universitäten wie Harvard und Columbia geraten öffentlichkeitswirksam ins Visier – kleinere Hochschulen kämpfen eher still mit politischen Vorschriften und gekürzten Mitteln.
    Wie tief greift diese Krise, die gerade erst ein paar Monate dauert? Wir fragen nach – bei einem mRNA-Forscher, der nun Ziel für Attacken ist, bei lokalen Gesundheitsbehörden in Texas, die einen Masernausbruch durchleben, und bei einem Historiker, der sagt: «Das hatten wir doch alles schonmal.»
    Folge 4/7 der Sommerserie der SRF Wissenschaftsredaktion.
    Zu Wort kommen:
    Jeff Coller, mRNA-Forscher an der Johns Hopkins Universität in Baltimore
    Holden Thorp, Chefredakteur von "Science"
    Mike Osterholm, Epidemiologe an der Universität von Minnesota
    Zach Holbrooks, Chef der lokalen Gesundheitsbehörde, Gaines County, Texas
    Clay Risen, New York Times Journalist und Historiker
    Links
    Jeff Coller
    collerlab.org
    Allianz für mRNA-Medizin
    mrnamedicines.org
    Holden Thorp
    science.org/content/author/h-holden-thorp
    Mike Osterholm
    cidrap.umn.edu/michael-t-osterholm-phd-mph
    Zach Holbrooks
    levellandtexas.org/DocumentCenter/View/2502/1-HEALTH-Levelland-Profile
    Buch The Red Scare von Clay Risen
    simonandschuster.com/books/Red-Scare/Clay-Risen/9781982141806
    29 min
  • Das (vermeintliche) Ende der Welt
    Die Geschichte davon, wie eine Naturkatastrophe drei sehr unterschiedliche Männer zusammenbringt - und diese ein altes Rätsel lösen.
    Der Klimaphysiker Michael Sigl erforscht das Klima auf der Erde zu längst vergangenen Zeiten. Walter Bersinger verbringt seit seiner Pension viel Zeit mit einem privaten Recherche-Projekt, das sich um die Schweiz-Reisen eines seiner Lieblings-Komponisten dreht.
    Der Komponist - der dritte Protagonist dieser Geschichte - heisst Felix Mendelssohn Bartholdy und reiste im Sommer 1831 während fünf Wochen einmal quer durch die Schweiz. Eine Reise, die gezeichnet ist von heftigen Unwettern und rätselhaften Phänomenen am Himmel.
    Durch einen Zufall lernen sich Walter Bersinger und Michael Sigl kennen. Es gelingt ihnen schliesslich, die Ursache hinter dem katastrophal schlechten Wetter im Sommer 1831 zu lösen und zu erklären, warum Felix Mendelssohn Bartholdy damals dermassen verregnet wurde.
    Das Ende. Die Sommerserie der Radio-Wissenschaftsredaktion. Folge 3/7
    (Diese Folge wurde übernommen aus dem Podcast-Feed «SRF Wissenschaftsmagazin», der ebenfalls von der SRF-Wissenschaftsredaktion produziert wird.)
    28 min
  • Das stille Ende: Warum die Wildbienen in der Schweiz verschwinden
    Über 600 Wildbienenarten gibt es in der Schweiz. Aber fast die Hälfte der Arten steht auf der roten Liste und zehn Prozent aller Wildbienenarten sind bereits ausgestorben. Was lässt sich - zumindest im eigenen Garten - dagegen tun?
    Die beliebten Wildbienen-Hotels sind zwar grossartig, um Wildbienen im eigenen Garten zu beobachten, aber in den meisten Fällen bringen sie für den Naturschutz nicht viel. Mehr als die Hälfte der Wildbienen machen ihre Brutzellen im Boden, andere in Hohlräumen oder gar in Schneckenhäuschen. Fast noch wichtiger ist für die Wildbienen Nahrung für sich und den Nachwuchs: Pollen und Nektar von möglichst vielen verschiedenen einheimischen Blumen und Sträuchern. Die gute Nachricht: In Gärten und Städten lassen sich sehr viele und auch seltene Arten wieder ansiedeln, wenn man weiss wie.
    In der Sendung zu Wort kommen:
    - Andreas Müller, Verfasser der roten Liste der Wildbienen der Schweiz.
    - Tom Strobl, Inhaber der Firma Wildbiene und Partner
    - Felix Amiet, Biologe und Wildbienenkenner
    Das Ende. Die Sommerserie der SRF-Wissenschaftsredaktion. Folge 2/7
    (Diese Folge wurde übernommen aus dem Podcast-Feed «SRF Wissenschaftsmagazin», der ebenfalls von der SRF-Wissenschaftsredaktion produziert wird.)
    29 min
  • Das Ende der Wirbelsäule - warum der Mensch keinen Schwanz hat
    Hunde, Katzen, Schweine oder Ratten haben einen, und auch die meisten Affen sind damit ausgestattet: einem Schwanz. Uns Menschen aber und unseren nächsten Verwandten, den Menschenaffen, fehlt dieses tüchtige Teil am hinteren Ende.
    Die menschliche Wirbelsäule endet in einem kurzen Steissbein, ein zusammengestauchter Rest früherer Schwanzknochen. Man weiss heute, dass das Gen, das bei allen Säugetieren das Wachstum des Schwanzes steuert, bei Menschen und Menschenaffen verändert ist.
    Dieser Wandel liegt weit, weit zurück in der Vergangenheit. Rund 25 Millionen Jahren vor unserer Zeit kam unseren tierischen Vorfahren der Schwanz abhanden. Warum?
    Das Ende. Die Sommerserie der Radio-Wissenschaftsredaktion. Folge 1/7
    (Diese Folge wurde übernommen aus dem Podcast-Feed «SRF Wissenschaftsmagazin», der ebenfalls von der SRF-Wissenschaftsredaktion produziert wird.)
    In der Sendung zu Wort kommen:
    - Anne-Claire Fabre, Kuratorin für Säugetiere am Naturhistorischen Museum Bern und Professorin für funktionelle Morphologie an der Universität Bern
    - Bo Xia, Genforscher am Broad Institute des MIT und der Harvard University, Cambridge, Massachusetts USA
    - Carel van Schaik, emeritierter Professor für evolutionäre Anthropologie der Universität Zürich und erfolgreicher Buchautor
    30 min
  • Wie Naturkatastrophen die Schweizer Landschaft prägen
    Die Gegend von Blatten ist seit dem Bergsturz völlig verändert. Bergstürze, aber auch Hochwasser, Gletscher, ja sogar Vulkane, prägen unsere Landschaft. Wie eigentlich? Und wo? Eine Reise durch die Schweiz mit geschärftem Blick für Naturereignisse.
    Nach dem Bergsturz von Blatten ist klar: Diese Gegend wird nie mehr aussehen wie zuvor. Bergstürze, aber auch Hochwasser, Gletscher, Murgänge, ja sogar Vulkane, hinterlassen unverkennbar ihren Fussabdruck in unserer Landschaft. Bloss ist dazu wenig bekannt. Oder wussten Sie, dass unweit von Schaffhausen Vulkane sich erheben? Warum das Zürcher Grossmünster auf einer Terrasse steht? Oder wie es kommt, dass in den Alpen jedes Jahr 18 neue Seen entstehen? Auf den Spuren von Naturgewalten kreuz und quer durch die Schweiiz
    haupt.ch/buecher/natur-garten/auf-den-spuren-folgenschwerer-naturereignisse-in-der-schweiz.html
    19 min
  • Kitzeln und kitzlig sein – ein Rätsel für die Wissenschaft
    Seit tausenden Jahren fragen sich Philosophen und Naturwissenschaftlerinnen: warum sind wir kitzlig? Warum vor allem an gewissen Stellen? Und warum können wir uns nicht selbst kitzeln? Vermutungen gibt es viele, eindeutige Antworten aber kaum.
    Noch immer verblüfft das Phänomen Kitzeln – in der Fachsprache Gargalesis – die Wissenschaft. Denn obwohl es trivial klingt, und ein Gefühl ist, dass die meisten von uns kennen, ist es bis jetzt kaum verstanden. Wir schauen uns an, was man weiss, wie es klingt, wenn Tiere gekitzelt werden, und wie man eine Kitzel-Attacke erfolgreich abwehren kann.
    Übersichtsstudie zum Kitzeln: science.org/doi/10.1126/sciadv.adt0350
    18 min
  • Das Auto der Zukunft - was uns da erwarten könnte
    Kommen jetzt die autonomen Fahrzeuge bald, die "Roboterautos"? Und womit fahren wir in Zukunft, ist das tatsächlich elektrisch? Und wann kommt sie, die Superbatterie?
    In einigen US-Städten fahren schon hunderte von Robotertaxis - ein Szenario, das bei uns so noch nicht möglich ist. Was allerdings seit kurzem erlaubt ist: Auf der Autobahn das Steuerrad loslassen bei entsprechend ausgerüsteten Fahrzeugen. Und wo geht es hin mit der Autoindustrie - wie reagiert sie auf die zur Zeit stagnierenden Verkäufe von Elektrofahrzeugen? Viele Strategien wurden wieder angepasst und die Produktion und Entwicklung schliesst auch klar den Verbrennungsmotor wieder mit ein für die nächsten Jahre. Eine Sendung, die etwas in die Glaskugel schaut - und versucht abzuschätzen, wo die Reise hin geht mit dem PW.
    19 min
  • Unsere Persönlichkeit - wie wir sind und anders werden
    Warum eigentlich ist meine Persönlichkeit so wie sie ist? Sitzt sie in meinen Genen oder hat die Umwelt mich zu dem gemacht, was ich bin? Das fragt sich der Mensch seit Jahrtausenden. Heute kann die Wissenschaft da einiges dazu sagen. Natürlich ist alles wie immer viel komplizierte als wir denken.
    Mit 30 ist noch lange nicht Schluss. Lange galt: Die Persönlichkeit entwickelt sich bis ins junge Erwachsenenalter und dann bleiben wir, wie wir sind. Doch so erratisch sind wir nicht. Die Persönlichkeit hat sich zwar bis dahin stabilisiert. Dann wirds etwas ruhiger um die Persönlichkeitsentwicklung, bis diese im Alter nochmal unerwartete Sprünge macht.
    Der Big Five Selbsttest:
    lw.uni-leipzig.de/wilhelm-wundt-institut-fuer-psychologie/arbeitsgruppen/persoenlichkeitspsychologie-und-psychologische-diagnostik/persoenlichkeitstest
    24 min
  • Hitlers willige Ärztinnen
    Bei den Verbrechen während des Dritten Reichs spielte die Ärzteschaft eine zentrale Rolle. Das war keine reine Männersache. Auch Ärztinnen stellten sich willig in den Dienst des NS-Regimes.
    Im Dritten Reich begingen die Nazis im Namen der von ihnen propagierten «Rassenhygiene» schreckliche Verbrechen: Massensterilisationen von Menschen, die als «genetisch minderwertig» galten; die systematische Tötung von körperlich und psychisch Eingeschränkten, der Massenmord an Juden und anderen «unerwünschten» Personen. Bei all diesen Barbareien spielte die deutsche Ärzteschaft eine zentrale Rolle; darüber ist in der Literatur zum Zweiten Weltkrieg ausführlich geschrieben worden.
    Was aber wenig bekannt ist: Auch zahlreiche Ärztinnen waren an den Nazi-Verbrechen beteiligt. Zu diesem Aspekt hat der deutsch-britische Mediziner Edzard Ernst (geboren 1948) ein Buch geschrieben.* Es versammelt 38 Kurzbiografien von Ärztinnen, die sich während der Nazizeit hochgradig unethisch verhielten. Manche Frauen mordeten eigenhändig und «mit Enthusiasmus», andere befolgten einfach die Befehle von Vorgesetzten. All diesen Ärztinnen gemeinsam war: «Sie liessen sich nicht von einer ‘weiblichen Milde’ leiten», sagt Edzard Ernst. Nach dem Krieg wurden sie weniger hart bestraft als ihre männlichen Kollegen.
    Viele dieser Nazi-Arzt:innen konnten später wieder praktizieren oder machten sogar Karriere an den Universitäten. Als Edzard Ernst in den 1970er Jahren in München Medizin studierte, hatte er Professoren, die «durchaus vorbelastet» waren. Für ihn der Anstoss, sich als Nicht-Historiker zeitlebens mit der Medizin während der Nazizeit zu befassen.
    *Edzard Ernst: Hitler's Female Physicians. Women Doctors During the Third Reich and Their Crimes Against Humanity. Springer 2025. 225 Seiten.
    23 min
  • Queere Tiere und Sex im Tierreich
    Sex bei den Tieren dient der Fortpflanzung – so lernen wir es im Biologie-Unterricht. Aber seien wir mal ehrlich, wer hat nicht schon gesehen, wie sich junge Munis oder Schafe gegenseitig besteigen? Auch Biologinnen und Biologen beobachten das seit mehr als hundert Jahren.
    Aber lange haben sie homosexuelles Verhalten verschwiegen, oder als abnormal bezeichnet. Mit dem gesellschaftlichen Wandel ist das heute anders: Jetzt ist im Haupt-Verlag ein neues Buch zum Thema erschienen: «Queer: Sex und Geschlecht in der Welt der Tiere und Pflanzen», heisst es. Auch im Tierreich gibt es alle Spielformen der Sexualität: Von weiblichen Albatros-Paaren, die zusammen Küken grossziehen, über schwule Schafe bis zu Tieren, die das Geschlecht wandeln können. Und da gibt’s von Zungenküssen unter Affen über Vergewaltigungen von Entenweibchen und Gruppensex unter männlichen Walrössern.
    22 min

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