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In allen Ländern und Kulturen gibt es Trauerrituale. Frauen spielen dabei häufig eine viel größere Rolle als bei uns. Das war nicht immer so. Die Tödin ist die weibliche Personifikation des Todes. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts tauchte sie noch als Gestalt in deutschsprachigen Sagen, Legenden und Gedichten auf.
Die Tödin als weibliche Verkörperung des Todes ist eine fast vergessene Figur, die in vielen alten Erzählungen noch präsent ist. In zahlreichen Kulturen gab es neben dem Sensenmann auch weibliche Todesboten.
Mit Elsa Romfeld – Medizinphilosophin und philosophische Anthropologin – sprechen wir darüber, dass es in vielen Kulturen Frauen sind, die den Sterbeprozess begleiten, Totenklagen anstimmen und Rituale vollziehen.
Ist das möglich? Das fragen wir heute die Medizinphilosophin Elsa Romfeld. Stirbt man im Krankenhaus vielleicht besser als zu Hause und welchen Raum geben wir dem Tod im klinischen Alltag und in den eigenen vier Wänden? Die Tabuisierung der eigenen Endlichkeit hat zur Folge, dass wir immer weniger auf das Sterben vorbereitet sind. Elsa Romfeld ist überzeugt: Wenn wir dem Sterben in der Gesellschaft wieder einen guten Ort einräumen, sind wir besser auf den Tod vorbereitet – und können dadurch auch zugewandter und bewusster miteinander leben.
Warum vergessen viele aus Angst vor dem Sterben zu leben, Julie Gaston?
THE DAY WE LEAVE EARTH heißt der Film, den die Regisseurin Julie Gaston gerade produziert und der bei Arte laufen wird.
THE DAY WE LEAVE EARTH erforscht persönliche Vorstellungen vom Sterbeprozess und dem Leben nach dem Tod.
Ist es wirklich die beste Lösung das Sterben zu verdammen, zu verfluchen und gar zu verleugnen? Oder sollten wir nicht besser unserer eigenen Sterblichkeit in die Augen blicken und uns Fragen, wozu wir überhaupt leben? Julie Gaston stellt in dem Film die richtigen Fragen und sie gibt bei uns im Podcast richtige gute Antworten.
https://www.startnext.com/the-day-we-leave-earth
Ganz ehrlich: Die Frage greift zu kurz. Sie müsste eigentlich lauten: Warum sollte man auf den Friedhof gehen – auch wenn man gerade um niemanden trauert? Friedhöfe sind nämlich viel mehr als nur Orte der Trauer. Hier kann man jede Menge Kunst entdecken und über Kultur erfahren! Klingt überraschend? Mag sein, aber Friedhöfe haben eine besondere Atmosphäre. Davon wissen Beatrice Teichmann, Leiterin der Verwaltung des Elias-, Trinitatis- und Johannisfriedhofs Dresden, und Nathalie Reith, Projektkoordinatorin für die evangelischen Friedhöfe in Dresden, jede Menge zu erzählen.
Gärten der Bestattung – Bergisch Gladbach
Trauer ist ein normaler und notwendiger Prozess, denn sie hilft, Abschied zu nehmen von dem, was wir verloren haben.
Schwester Theresita M. Müller bestärkt Trauernde, ihren eigenen Weg der Trauer zu finden und zu gehen. Die Nonne von der Ordensgemeinschaft der Schwestern der Heiligen Maria Magdalena Postel erzählt uns heute im Podcast auch, wie im Kloster gestorben und getrauert wird.
Wenn alles stillsteht – Bonifatius Verlag
Bergkloster Bestwig
Der Tod kostet nicht nur das Leben. Für die Angehörigen kann es teuer werden, wenn man zu Lebzeiten den Gedanken an den eigen Tod verdrängt hat. Wir sprechen heute im Podcast mit dem Steuerberater Willi Plattes und dem Fachanwalt für Steuerrecht Jens Binding darüber, warum man, wenn es um Geld und Nachlass geht, die Augen vor der eigenen Endlichkeit nicht verschließen sollte.
Unternehmensnachfolge: Wie die heikle Stabübergabe gelingen kann
Jedes Lebewesen muss sterben – aber warum? Was passiert nach dem Tod? Und was sage ich einem Kind, wenn es Angst vor dem Tod hat? Fragen wie diese beantwortet unser Freund und Partner Eric Wrede aus Berlin in dieser Episode. Kinder haben feine Antennen, sie spüren, wenn um sie herum die Welt sich ändert. Eine größere Veränderung als der Tod eines Menschen gibt es kaum, deshalb macht es keinen Sinn Kinder von Tod und Trauer fernzuhalten. Wir reden darüber, heute im Talk about Tod.
Wenn wir ins Gras beißen - Das Buch vom Tod für große und kleine Menschen
Lebensnah-Bestattungen
ins Gras beißen
Nadine Dorau ist Profigastgeberin. Mit ihrem Catering-Service Nadines Schmeckerei sorgt sie bei riesigen Events dafür, dass alle satt werden. Aber auch zu Trauerfeiern liefert sie leckere Häppchen. Außerdem ist Nadine Podcasterin (PARTY POSSIBLE), Autorin, Keynote Speakerin und als Knigge Ambassador auf TikTok eine erfolgreiche Influencerin mit tausenden Followern. Wir freuen uns, dass sie bei ihrem randvollen Terminkalender Zeit gefunden hat, mit uns zu reden.
Über Jesus Ende wissen die meisten Bescheid. Aber wie ist seine Mutter Maria von Nazareth aus dem Leben geschieden? Die Kirchenoberhäupter sind sich bis heute noch nicht einmal einig, ob sie überhaupt im weltlichen Sinne gestorben ist. Fakt ist aber, dass es gleich zwei Orte gibt, an denen der Legende nach Maria dem Tod ins Auge geblickt hat. Auch 2000 Jahre später pilgern Menschen an die Grabstätten.
Verena Maria Kitz, Katholische Pastoralreferentin in St. Michael, Zentrum für Trauerseelsorge in Frankfurt am Main ist heute unser Gast im Podcast. Mit Frau Kitz sprechen wir über den Tod der Gottesmutter und gehen der Frage nach, ob Frauen grundsätzlich anders sterben als Männer.
https://trauerseelsorge.bistumlimburg.de
Trauer ist ein vielschichtiger Prozess, der durch individuelle Bedürfnisse, Erinnerungen und auch durch die Persönlichkeit des Verstorbenen geprägt ist. Unsere Aufgabe ist es, den Angehörigen in dieser emotionalen Zeit zur Seite zu stehen, ihnen Raum für ihre Wünsche zu geben und sie dabei zu unterstützen, ihren ganz eigenen Weg des Abschieds zu finden. Trauer ist kein geordneter Prozess, sie ist chaotisch und leidvoll. Aber sie ist auch eine Reise, die man nicht allein gehen muss.
Wie die Bestatter Menschen in dieser schweren Zeit unterstützen, darüber reden David und Hanna Roth in dieser Episode.
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