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Im ersten Moment klingt das falsch, vielleicht sogar respektlos. Katrin Lehmann-Buss ist als Clown Finovo auf dem Friedhof in Erfurt anzutreffen. Und ihre Mission ist nicht, die Leute zum Lachen zu bringen. Finovo will da sein, wenn Trauer schwer und einsam macht.
Wir haben mit Katrin Lehmann-Buss darüber gesprochen, wie Menschen auf sie reagieren und welche Kraft in dieser unerwarteten Begegnung steckt. Eine Folge über neue, mutige Wege in der Trauerbegleitung – und die Magie, die entsteht, wenn man etwas wagt, das sich zuerst falsch anfühlt.
Was, wenn das eigene Kind vor einem geht? Wolfgang Schulz hat genau das erlebt. Sein Sohn Marcel starb mit 31 Jahren an den Folgen eines Hirntumors.
Über die anderthalb Jahre des Abschiednehmens, der Pflege und der unendlichen Nähe hat er einen Text mit dem Titel „Mein undankbarer Sohn“ geschrieben. Was wie ein Vorwurf klingt, ist in Wahrheit das größte Kompliment, das er seinem Sohn machen kann – ein Zeugnis für eine bedingungslose Liebe, die keine Dankesworte braucht.
Wir sprechen mit Wolfgang Schulz über den größten denkbaren Schmerz und die Suche nach einem Weg, weiterzuleben – ein Weg, der ihn bis ans Basecamp des Mount Everest führt.
In ihrer Ausstellung Ashes to Rishikesh zeigt Gisela Getty Fotografien aus dem letzten Lebensjahr ihrer Zwillingsschwester Jutta Winkelmann (1949–2017). Jutta war lange an Krebs erkrankt und hat ihr Sterben bewusst erlebt. Gisela hat sie dabei begleitet – mit der Kamera, oft ganz schlicht mit dem iPhone, in stillen, intimen und verletzlichen Momenten.
Die Bilder sind nicht aus Sensationslust entstanden, sondern aus dem tiefen Bedürfnis heraus, etwas festzuhalten, das viele Menschen nicht sehen wollen oder können. Sie erzählen von Fürsorge, Angst, Liebe – und von dem Mut, hinzuschauen.
Klaus Reichert und David Roth sprechen in dieser Folge mit Gisela Getty über das Sichtbarmachen des Unsagbaren und über die Frage, was passiert, wenn wir aufhören wegzuschauen. Eine leise, eindringliche Folge über das Ende des Lebens – und darüber, was bleibt.
Peter Tauber war Generalsekretär der CDU, Staatssekretär im Verteidigungsministerium – 2017 erkrankte er lebensbedrohlich. Klaus Reichert und David Roth sprechen mit Peter einmal nicht über Politik, sondern über sein Leben, seine Krankheit, seine Familie – und darüber, was bleibt, wenn das Leben unerwartet zum Stillstand kommt.
Für unsere Ausstellung „Ein Koffer für die letzte Reise“ hat Peter Tauber einen sehr persönlichen Koffer gepackt. Er erzählt, welche Dinge er eingepackt hat, warum gerade sie für ihn eine besondere Bedeutung haben – und was das Packen in ihm ausgelöst hat.
Es geht um Mut, Verlust und Neuanfang. Und um das Geschenk einer zweiten Chance.
Warum trösten Songs, Purple Schulz?
In dieser Folge von Talk about Tod sprechen Klaus Reichert und David Roth mit Purple Schulz – einem Musiker, der seit Jahrzehnten mit seinen Liedern Herzen bewegt. Mit seinem Song Der letzte Koffer hat er ein musikalisches Bild für Abschied und Erinnerung geschaffen, das perfekt zu unserer Ausstellung Ein Koffer für die letzte Reise passt.
Wir reden mit ihm über den Koffer, den er für uns gepackt hat, über das, was er mitnehmen würde – und was hierbleiben darf. Wir gehen der Frage nach, warum Abschiedslieder tröstlich sein können, und wie Künstler mit Alter und Vergänglichkeit umgehen. Es geht auch um den „Club der 27“, um die Verklärung des frühen Todes, um Kitsch, Wahrheit und die Kraft von Songs, wenn Worte fehlen.
Purple Schulz Fragezeichen Purples Song über Demenz
Tim Wache besucht seit 2019 Menschen in Hospizen, um mit ihnen über das Leben zu sprechen – über das, was wirklich zählt, was bleibt und was sie am Ende noch sagen möchten. Aus diesen Begegnungen sind zwei berührende Bücher entstanden, voller letzter Sätze, ungefilterter Ehrlichkeit, Lebensweisheit und Humor.
Im Gespräch erzählt Tim, was ihn zu dieser Arbeit geführt hat, welche Geschichten ihm bis heute nahegehen sind und warum die letzten Stunden eines Menschen manchmal für sehr viel Klarheit sorgen können. Ein tiefes, warmes Gespräch über Mut, Nähe, Verlust – und über die Kraft, die in echten Begegnungen steckt.
Mehr über Tims Arbeit: www.deine-meilensteine.de/hospiz
Bücher vom Tim Wache: Was ich noch zu sagen hätte… und Was ich unbedingt noch sagen möchte…
In dieser Folge sprechen wir über ein Thema, das in immer mehr Familien eine Rolle spielt: Demenz. Zu Gast sind unsere Kolleginnen Lisa Marie Schattulat und Melina Jelinic, die eine Zusatzausbildung in demenzfreundlicher Bestattung abgeschlossen haben. Sie erzählen, was „demenzfreundlich“ bei Abschied und Trauerfeiern konkret bedeutet – und was hilft, wenn Menschen mit Demenz Abschied nehmen müssen und trauern. Es geht um Rituale, die Halt geben, um Überforderung, um Unsicherheit und um die Frage, wie man demenzkranke Menschen würdevoll einbezieht.
Er öffnet Türen, hinter denen das Leben längst zu Ende ist: Marcel Sonnenberg ist Nachlasspfleger und Testamentsvollstrecker. Wenn Menschen sterben, ohne Angehörige oder Testament, sorgt er dafür, dass ihr Nachlass geregelt wird – sachlich, respektvoll und manchmal mit überraschenden Wendungen.
In dieser Folge von Talk about Tod sprechen David Roth und Klaus Reichert mit der Bestatterin und Autorin Hanna Roth (Davids Schwester) über ihr neues Buch „Sterben Frauen anders? – Erfahrungen zwischen Empathie, Stärke und Schmerz“.
Margot Käßmann ist eine der bekanntesten Stimmen in Deutschland, wenn es um Glauben, Hoffnung und den Umgang mit dem Leben geht. In dieser Folge von Talk about Tod sprechen David Roth und Klaus Reichert mit ihr über das Projekt „Ein Koffer für die letzte Reise“. Sie erzählt, welche Dinge sie in ihren Koffer gepackt hat und welche Erinnerungen damit verbunden sind.
Bücher von Margot Käßmann
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