
Sign up to save your podcasts
Or


Katrin Wilkens ist Journalistin, Autorin und Berufsberaterin. In ihrem Buch Was zählt? 50 Listen, die dich durchs Leben begleiten stellt sie Fragen, die Menschen einander näherbringen können – auch den eigenen Eltern. Mit Klaus Reichert und David Roth spricht sie darüber, warum es sich lohnt, nach Streit, Sehnsüchten, peinlichen Jugendmomenten und Lieblingsgerüchen zu fragen, solange noch Zeit ist. Es geht um aufgenommene Stimmen, handgeschriebene Rezepte, Familiengerichte und die Frage, was von einem Menschen bleibt.
In dieser Folge von Talk about Tod geht es um ein doppeltes Tabu: Tod und Sexualität. Kann man einer verstorbenen Partnerin oder einem verstorbenen Partner untreu werden? Darf man in der Trauer Lust empfinden, sich nach Berührung sehnen oder eine neue Beziehung beginnen? Klaus Reichert und David Roth sprechen mit dem Theologen Traugott Roser über Schuldgefühle, Zärtlichkeit, Scham und männliche und weibliche Trauerbilder. Ein Gespräch mit großer Offenheit für die Widersprüche, die Trauer mit sich bringen kann: Schmerz und Lust, Erinnerung und Neubeginn, Verlust und Lebenshunger.
Traugott Roser ist evangelischer Pfarrer, Professor für Praktische Theologie und er ist Pionier eines Themas, über das in der Trauerbegleitung oft geschwiegen wird: Sexualität. Seine Arbeit ist fachlich fundiert und persönlich geprägt: Traugott Roser verlor seinen ersten Lebenspartner in den frühen Jahren der HIV/Aids-Krise; sein zweiter eingetragener Lebenspartner starb an Krebs. Diese Verlusterfahrungen haben seinen Blick auf Sterben, Trauer und Begleitung geprägt.
Metzgermeister Thomas Reichert im Podcast „Talk about Tod“
David Roth ist Bestatter in Bergisch Gladbach, Thomas Reichert Metzgermeister in Frankfurt – und Bruder von „Talk about Tod“-Host Klaus Reichert. Beide Brüder sind in einer Familienmetzgerei aufgewachsen. In dieser Podcastfolge geht es um Fleisch und Körper, um Herkunft, Verantwortung und Würde. Warum blenden wir so oft aus, wo unser Essen herkommt? Und weshalb fällt es uns schwer, über den Umgang mit Verstorbenen zu sprechen?
Thomas und Klaus Reichert erzählen von ihrer Kindheit in der Metzgerei und davon, wie der berufliche Alltag den Blick auf Körperlichkeit, Tod und Scham prägt. Gemeinsam mit David Roth sprechen sie ohne Kitsch und ohne Provokation darüber, wo Würde in einer Metzgerei und in einem Bestattungshaus erfahrbar wird.
Diese Folge von „Talk about Tod“ verbindet persönliche Erinnerungen mit Fragen zu Handwerk, Tierwohl, Tod und Bestattungskultur. Sie zeigt: Unser Umgang mit Fleisch, Verstorbenen und Vergänglichkeit erzählt viel darüber, wer wir sind.
Was erzählt ein Leichenwagen über unseren Umgang mit dem Tod? Was passiert, wenn Schulklassen im Museum plötzlich vor einem historischen Bestattungswagen stehen? Darüber reden wir mit Gerold Eppler dem ehemaligen stellvertretenden Direktor des Museums für Sepulkralkultur in Kassel. Wir erzählen die Geschichte der Leichenwagen, reden über prunkvolle Kutschen und zurückhaltende Kombis, über schwarze Lackierung und die Sehnsucht nach Diskretion.
Was passiert, wenn Humor auf Sterben trifft. Wann hilft Lachen und wann wäre es fehl am Platz? Wie verändert sich der Blick auf Witze und Pointen, wenn man schwer kranken und sterbenden Menschen begegnet? Und was lernt man über das Menschsein in Hospizen, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen?
Darüber sprechen wir mit Matthias Brodowy. Er ist Kabarettist, Musiker und Autor und zugleich Schirmherr des ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienstes der Malteser in Hannover.
Kann ein Konzert ein Ort für Trauer sein? Die Pianistin Nina Gurol entwickelt Formate, in denen Musik und Tod ganz bewusst zusammenkommen. Sie hat sich intensiv mit dem jüdischen Komponisten Alfred Tokayer beschäftigt, der 1943 im Vernichtungslager Sobibor ermordet wurde, und seine Werke auf die Bühne gebracht. Als sie seine 97-jährige Tochter traf, wurde aus Musik plötzlich eine Brücke zwischen Vergangenheit, Verlust und Gegenwart.
In dieser Folge von Talk about Tod sprechen wir mit Nina Gurol darüber, wie Musik während der Trauer um einen verstorbenen Menschen helfen kann. Es geht um Konzerte als „Seelenspiegelung“, die berühren, ohne zu überwältigen, um die Frage, wie sich der eigene Blick auf den Tod verändert, wenn man ihn immer wieder künstlerisch berührt.
Golrokh Esmaili ist Trauerbegleiterin in Köln und hat iranische Wurzeln. Sie begleitet Trauernde und sie trägt gleichzeitig die Trauer um ein Land in sich, in dem das Regime seit Jahren Menschen tötet und unterdrückt.
In dieser Folge sprechen wir mit ihr über zwei sehr unterschiedliche Trauerkulturen: die laute, kollektive, sichtbare Trauer im Iran und die eher stille, private Trauer in Deutschland. Es geht um Familien, die im Iran Söhne, Töchter und Freunde verlieren und um Angehörige hier, die aus der Distanz um sie trauern, oft mit einem Gefühl von Ohnmacht und Schuld: Ich bin in Sicherheit, andere sterben dort. Golrokh Esmaili erzählt, was Trauer mit diesen Menschen macht, welche Rolle Social Media und digitale Orte für Trauer auf Distanz spielen und wo sich Erfahrungen gleichen, ganz egal aus welcher Kultur wir kommen.
Die Angst vor dem Tod gehört zum Menschsein dazu, und doch sprechen wir selten offen darüber. Claudia Knöllinger ist Diplom-Psychologin, hat im Hospiz gearbeitet und ist dem Tod auch persönlich schon sehr nahe gekommen. Vor 20 Jahren verlor sie ihr Kind durch eine schwere Schwangerschaftskomplikation und wäre selbst beinahe gestorben.
Was passiert mit unseren digitalen Spuren, wenn wir sterben? Und was macht es mit uns, wenn Profile von Verstorbenen bleiben – oder sogar weiter „aktiv“ sind? In dieser Folge sprechen wir mit der Autorin und Kolumnistin Samira El Ouassil über digitale Trauer: über Gedenkseiten, Social-Media-Profile, Online-Trauergruppen und virtuelle Trauerfeiern. Außerdem blicken wir auf eine neue Branche, die an der Trauer verdient, von „Grief-Tech“ bis zu KI-Avataren Verstorbener. Es geht um die Frage, wo digitale Angebote helfen, verbunden zu bleiben und ab wann Tote im Netz vor allem eines werden: Content.
Raymond Voltz ist Palliativmediziner und leitet das Zentrum für Palliativmedizin am Universitätsklinikum Köln. Er arbeitet täglich mit schwer kranken und sterbenden Menschen. Viele denken bei Palliativmedizin an „Aufgeben" – doch das Gegenteil ist der Fall. Wir sprechen mit ihm darüber, was Palliativmedizin leisten kann, warum wir als Gesellschaft das Thema lieber meiden und was sich ändern müsste, damit Sterben weniger Angst macht. Ein Gespräch über Schmerz, Würde und die Frage, wie wir dem Tod begegnen wollen.
Palliativ ... und jetzt?
10 Erkenntnisse zum Umgang mit schwerer Krankheit und für die letzte Lebensphase
From the publisher's feed

110 Listeners

185 Listeners

49 Listeners

4 Listeners

44 Listeners

51 Listeners

42 Listeners

301 Listeners

11 Listeners

4 Listeners

26 Listeners

20 Listeners

9 Listeners

0 Listeners

2 Listeners