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Am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) Gespräche mit Frankreich über eine europäische nukleare Abschreckung bestätigt. Er habe sich mit Präsident Emmanuel Macron über Möglichkeiten eines gemeinsamen atomaren Schutzschirms ausgetauscht. Macron hatte den Europäern bereits im Jahr 2020 eine stärkere Zusammenarbeit bei der nuklearen Abschreckung auf Basis der französischen Atomwaffen angeboten. Frankreich und Großbritannien verfügen als einzige EU-Staaten über eigene Atomwaffen, bislang sind sie jedoch kontrolliert. Außenminister Johann Wadephul zeigt sich allerdings zurückhaltend. Es gebe bereits genug Atomwaffen auf der Welt, sagte der CDU-Politiker in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". Zudem dürfe der amerikanische Schutzschirm nicht leichtfertig infrage gestellt werden. Wie realistisch ist ein europäischer Atomschirm? Hauke Friederichs, sicherheitspolitischer Korrespondent der ZEIT, erklärt im Podcast, wie ein solches Modell aussehen könnte und unter welchen Bedingungen Frankreich bereit wäre, seine nukleare Abschreckung auf andere europäische Staaten auszuweiten.
Wenig steht so sehr für Kuba wie Zigarren. Jedes Jahr bringt das Festival del Habano in Havanna Millionen in die Staatskassen – Geld, das auch in das Gesundheitssystem fließt. Doch in diesem Jahr fällt das prestigeträchtige Festival aus. Der Grund: Kuba geht der Treibstoff aus. Nach dem Stopp der Öllieferungen aus Venezuela infolge der Gefangennahme von Präsident Nicolás Maduro durch US-Truppen steuert die Insel auf eine massive Versorgungskrise zu. Krankenhäuser reduzieren ihre Leistungen, Busse und Züge fahren seltener, in Behörden gilt die Viertagewoche. Der UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk fordert ein Ende der US-Sanktionen gegen Kuba. Gleichzeitig droht US-Präsident Donald Trump Ländern mit Strafzöllen, die weiterhin Öl nach Kuba liefern. Was bedeutet die Energiekrise für die Menschen vor Ort? Wie stabil ist die Regierung in Kuba und wie lange kann das Land die Krise überstehen? Darüber spricht im Podcast Alexander Kauschanski, Redakteur im Auslandsressort der ZEIT.
Und sonst so? Wie ein ganzer Stern still und heimlich verschwinden kann.
Moderation und Produktion: Philip-Johann Moser
Redaktion: Moses Fendel
Mitarbeit: Susanne Hehr, Konstantin Hadži-Vuković
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected].
Weitere Links zur Folge:
Atomwaffen: Wadephul äußert sich skeptisch zu möglichem europäischen Atomschirm
Münchner Sicherheitskonferenz: Europa verschiebt seine innere Landkarte
USA und Kuba: UN kritisieren US-Ölembargo gegen Kuba
Kuba: Wird Kuba das nächste Venezuela?
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By DIE ZEIT4.7
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Am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) Gespräche mit Frankreich über eine europäische nukleare Abschreckung bestätigt. Er habe sich mit Präsident Emmanuel Macron über Möglichkeiten eines gemeinsamen atomaren Schutzschirms ausgetauscht. Macron hatte den Europäern bereits im Jahr 2020 eine stärkere Zusammenarbeit bei der nuklearen Abschreckung auf Basis der französischen Atomwaffen angeboten. Frankreich und Großbritannien verfügen als einzige EU-Staaten über eigene Atomwaffen, bislang sind sie jedoch kontrolliert. Außenminister Johann Wadephul zeigt sich allerdings zurückhaltend. Es gebe bereits genug Atomwaffen auf der Welt, sagte der CDU-Politiker in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". Zudem dürfe der amerikanische Schutzschirm nicht leichtfertig infrage gestellt werden. Wie realistisch ist ein europäischer Atomschirm? Hauke Friederichs, sicherheitspolitischer Korrespondent der ZEIT, erklärt im Podcast, wie ein solches Modell aussehen könnte und unter welchen Bedingungen Frankreich bereit wäre, seine nukleare Abschreckung auf andere europäische Staaten auszuweiten.
Wenig steht so sehr für Kuba wie Zigarren. Jedes Jahr bringt das Festival del Habano in Havanna Millionen in die Staatskassen – Geld, das auch in das Gesundheitssystem fließt. Doch in diesem Jahr fällt das prestigeträchtige Festival aus. Der Grund: Kuba geht der Treibstoff aus. Nach dem Stopp der Öllieferungen aus Venezuela infolge der Gefangennahme von Präsident Nicolás Maduro durch US-Truppen steuert die Insel auf eine massive Versorgungskrise zu. Krankenhäuser reduzieren ihre Leistungen, Busse und Züge fahren seltener, in Behörden gilt die Viertagewoche. Der UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk fordert ein Ende der US-Sanktionen gegen Kuba. Gleichzeitig droht US-Präsident Donald Trump Ländern mit Strafzöllen, die weiterhin Öl nach Kuba liefern. Was bedeutet die Energiekrise für die Menschen vor Ort? Wie stabil ist die Regierung in Kuba und wie lange kann das Land die Krise überstehen? Darüber spricht im Podcast Alexander Kauschanski, Redakteur im Auslandsressort der ZEIT.
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