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  • ETH will bessere Beziehung zur Politik
    Die ETH will bessere Beziehungen zur Politik und nutzt dafür auch das Wissen von Insidern. Zudem: Seltener Fund, eine fast kompletter Hand früher Menschen ähnelt stark einer Gorillahand. Und: Anabolika lassen Muskeln wachsen, auch bei Hobbysportlern. Nicht wenige führt das in eine Anabolikasucht.
    (01:25) ETH will bessere Beziehungen zwischen Wissenschaft und Politik: Das Verhältnis zwischen Wissenschaft und Politik ist oft schwierig, das hat sich etwa während der Corona-Pandemie deutlich gezeigt. Jetzt macht die ETH einen neuen Anlauf, startet einen neuen Studiengang und will mit dem Wissen von Insidern, die Beziehung ins Bundeshaus stärken. Was müssen die beiden Seiten lernen, damit das Wissen bei der Gesetzgebung besser einfliessen kann?
    (06:45) Meldungen
    - Das Phytoplankton in den Weltmeeren geht zurück.
    - Erstmals in Europa: Partielle Herztransplantation in Genf
    - Das Federkleid und die genetische Vielfalt des Steinschmätzers
    (12:57) Die starke Hand unserer Vorfahren: In Kenia haben Paläoanthropologen etwas sehr Seltenes ausgegraben: eine ziemlich komplette Hand einer sehr frühen Menschenart. Und die ist erstaunlich, weil sie viel mehr der Hand eines Gorillas ähnelt als der eines heutigen Menschen: Sie ist stark und gleichzeitig sehr geschickt.
    (18:14) Der starke Wunsch nach mehr Muskeln: Wer ins Gym geht, will Muskeln, möglichst schnell. Manchen geht es zu langsam, sie sie zu illegalen Mitteln um das Muskelwachstum zu fördern, zu Anabolika. Für nicht wenige führt das in die Sucht. Zürcher Mediziner bieten ihnen gezielt Hilfe an.
    Links:
    nature.com/articles/s41586-025-09594-8 Die starke Hand unserer Vorfahren
    eurekalert.org/news-releases/1101552? Rückgang des Phytoplanktons
    jamanetwork.com/journals/jama/article-abstract/2838086 Partielle Herztransplantation
    science.org/doi/10.1126/science.ado8005 Die genetische Vielfalt des Steinschmätzers
    28 min
  • Die naturwissenschaftlichen Nobelpreise 2025
    Die Wissenschaftsredaktion diskutiert die Nobelpreise in Medizin, Physik und Chemie. Wir schauen hinter die Kulissen, besuchen Forschende im Labor und fragen, was diese Auszeichnungen mit uns und unserem Alltag zu tun haben.
    (00:42) Was T regs alles können. Wir besuchen an der Universität Zürich das Labor von Nicole Joller, die zu den regulatorischen T-Zellen unseres Immunsystems forscht. Dabei blicken wir auch in die USA: Dort sollen die smarten Moleküle bald gegen Diabetes I, Multiple Sklerose und andere Autoimmunerkrankungen eingesetzt werden.
    Felicitas Erzinger
    (08:17) Der Quanten sind viele. Nach der Bekanntgabe des Physiknobelpreises haben sich die Schweinwerfer ganz auf den Quantencomputer gerichtet. Doch links und rechts dieses Prestigeprojekts der Zukunft gibt es viele andere Quantengeschichten. Zum Beispiel die der Tunnel-Transistoren, zu denen Mathieu Luisier an der ETH Zürich geforscht hat.
    Daniel Theis
    (14:30) Vom Flüchtlingskind zum Nobelpreis. Omar Yaghi wuchs in Jordanien in ärmlichen Verhältnissen auf. Seit zwölf Jahren ist er Professor an der University of California in Berkeley, seinem «Nirwana». Und nun Nobelpreisträger. Ausgezeichnet für die Entdeckung neuer Materialien, sogenannten MOFs, um die grossen Probleme der Menschheit anzugehen: Wasserknappheit und Klimakrise.
    Katharina Bochsler
    (22:28) Hinter den Kulissen. Warum war Fred Ramsdell – einer der drei Laureaten des Medizin-Nobelpreises – für Stockholm nicht erreichbar? Wer hat John Martinis schlafen lassen, als das Nobelkomitee für Physik anrief? Die Nebenschauplätze des Nobelpreises sind fast so aufregend wie die Auszeichnung selbst.
    Irène Dietschi
    Links:
    nobelprize.org/prizes/medicine/ Nobelpreis Medizin
    nobelprize.org/prizes/physics/ Nobelpreis Physik
    nobelprize.org/prizes/chemistry/ Nobelpreis Chemie
    30 min
  • Immer weniger Gletscher – wird das Wasser knapp?
    Immer weniger Gletscher in der Schweiz. Das heisst auch: Immer weniger Wasser im Sommer. Wie damit umgehen? Und: Reportage aus dem indischen Spiti Tal, das vom Rückgang der Gletscher betroffen ist. Zudem: Gravitationswellen, was hat man in den letzten zehn Jahren alles gelernt?
    00:00 Schlagzeilen
    00:42 Pestizide in Schweizer Bächen:
    Neue Messungen der Eawag zeigen immer wieder hohe Konzentrationen, die Wasserorganismen schädigen können. (Angelika Kren)
    04:20 Meldungen:
    Lebensgrosse Felsgravuren in der Wüste haben den Menschen vermutlich den Weg zu Wasserstellen gewiesen / Zum Tod von Jane Goodall
    07:48 Zehn Jahre Forschung an Gravitationswellen:
    Vor zehn Jahren machten US-Forscher eine bahnbrechende Entdeckung: Sie konnten erstmals Gravitationswellen nachweisen. Dies wurde verglichen mit dem Moment, als Galileo Galilei im 17.Jahrhundert sein Teleskop zum Nachthimmel richtete - und unter anderm das schwache Licht der Eismonde des Jupiters einfing. Gravitationswellen - sind anders geartet als Licht - und sie gehen auch vor allem von nicht-leuchtenden Objekten aus. Albert Einstein hatte diese neuartigen Wellen zwar schon lange vorhergesagt. Doch ihre extrem schwachen Signale zu messen, das gelang erst im Herbst 2015 am Ligo-Observatorium in den USA. Die damals registrierten Gravitationswellen waren eine Art fernes Echo – einer gewaltigen Kollision von zwei massereichen schwarzen Löchern weit weg von der Erde. Mit solchen Messungen werde sich das bisherige Wissen über schwarze Löcher und allgemein übers Universum um Dimensionen erweitern, hiess es damals. Und heute? Was hat man tatsächlich Neues gelernt in den ersten zehn Jahren Gravitationswellenforschung? (Anita Vonmont)
    14:10 Schwerpunkt: Gletscherschwund und Wasserverfügbarkeit
    Himalaya: Auch im Himalaya schmelzen die Gletscher und sorgen für trockenere Sommer. Das hat Auswirkungen auf die sowieso schon eher karge Ernte in den höher gelegenen Gebieten, wie zum Beispiel dem indischen Spiti Tal. (Nicole Graaf, unterstützt durch den Medienfonds "real21 - die Welt verstehen")
    22:25 Schweiz: Die Schweizer Gletscher haben gemäss der neusten Erhebung in den letzten zehn Jahren einen Viertel ihres Volumens eingebüsst. Und seit 1970 sind bereits über 1000 Gletscher verschwunden. Das bedeutet auch bei uns mittelfristig weniger Wasser vor allem im Sommer. Noch ist die Schweiz aber erst wenig darauf vorbereitet. So werden unsere Stauseen im Winter jeweils fast geleert, weil wir den Winterstrom brauchen oder verkaufen wollen – statt das Wasser für die Sommermonate zurück zu halten. Und auch der Wasserverbrauch ist im Gesamten nicht klar erfasst – es ist nicht bekannt wie viel etwa Industrie und Landwirtschaft aus den Flüssen und Seen nehmen. (Felicitas Erzinger)
    Links:
    Pestizide in Schweizer Bächen:
    eawag.ch/de/info/portal/aktuelles/news/pestizide-in-schweizer-baechen-es-bleibt-noch-viel-zu-tun/
    Experimentelle Zellteilung, Nature:
    nature.com/articles/s41467-025-63454-7
    Felsgravuren:
    nature.com/articles/s41467-025-63417-y
    Gravitationswellen:
    journals.aps.org/prl/abstract/10.1103/kw5g-d732
    Sendung zum Tod von Jane Goodall (News Plus, SRF)
    srf.ch/audio/news-plus/schimpansen-forscherin-jane-goodall-was-hinterlaesst-sie-uns?id=AUDI20251002_NR_0022
    Eisverlust 2025, Glamos Studie:
    doi.glamos.ch/pubs/annualrep/annualrep_2025.pdf
    Gletscherrückgang, Factsheet vom SCNAT
    scnat.ch/de/uuid/i/2a5c2522-b48b-5b36-baa5-ac5ff4117af1-Gletscher_der_Schweiz
    29 min
  • Xenotransplantation - Tierorgan im Menschenkörper
    Spenderorgane sind rar und begehrt. Daher werden auch Tiere zu Organspendern. Noch ist die Xenotransplantation im Versuchsstadium. Doch das Forschungsfeld macht enorme Fortschritte.
    (00:32) Tierorgane werden immer menschlicher und die Überlebenschancen von Transplantierten immer grösser. Gentechnik macht es möglich, dass die Verpflanzung von tierischen Organen allmählich zu einer realistischen Alternative wird. Bereits schon ein halbes Jahr lebt ein Mensch, der eine Schweineniere erhalten hat und vor kurzem wurde erstmals eine Schweinelunge in einen Menschen verpflanzt. Eine besonders komplizierte Transplantation. Jetzt versammeln sich Wissenschaftler:innen in Genf zur internationalen Xenotransplantations-Konferenz IXA (Irène Dietschi)
    (06:42) Meldungen:
    - Neue Neuroblastom-Therapie aus Zürich
    - Erste Gentherapei gegen Chorea Huntington
    - Die versauerten Meere
    (Katharina Bochsler)
    (15:37) Zwei Vulkane haben ein unterirdisches Verhältnis
    Anfang 2025 hat es auf Santorini tüchtig gerumpelt. Eine Reihe von Erdbeben bewegte die Inselgruppe in der südlichen Ägäis. Der Vulkan unterhalb des Kykladen-Archipels war spürbar unruhig geworden. Und nicht nur er, wie sich jetzt zeigt. Mitgewirkt hat auch der sieben Kilometer entfernte submarine Vulkan Kolumbos. Denn Forschende haben jetzt entdeckt: Die beiden Vulkane teilen sich eine gemeinsame Magmakammer (Anita Vonmont)
    (21:16) Das Konzept der wasserreichen Exoplaneten verdampft
    Eine ETH-Studie widerlegt die Hypothese, wonach weit draussen im Kosmos von riesigen Ozeanen bedeckte - sogenannt hyzeanische - Planeten kreisen. Dieses Konzept bewohnbarer Exoplaneten schürte in den letzten Jahren die Hoffnung, Leben im All zu finden. Forschende der ETH Zürich kommen nun zum Schluss: Diese «Wasserwelten» sind wohl nur Fiktion. In der Realität würde ein Grossteil des Wassers bald nach der Geburt der Planeten durch chemische Prozesse verschwinden. (Sandro Della Torre)
    LINKS
    Xenotransplantation IXA Konferenz: ixa2025.org
    Neuroblastom: nature.com/articles/s41586-025-09564-0
    Gentherapie Chorea Huntington: uniqure.gcs-web.com/news-releases/news-release-details/uniqure-announces-positive-topline-results-pivotal-phase-iii
    Planetary health Check: planetaryhealthcheck.org
    Kosmische Wasserwelten: iopscience.iop.org/article/10.3847/2041-8213/adff73
    29 min
  • Tierseuchen auf dem Vormarsch
    Das Risiko hochansteckender Tierseuchen hat in Europa eine neue Dringlichkeit angenommen. Und: Gegen rheumatoide Arthritis hilft ein Implantat, das den Vagusnerv stimuliert. Ausserdem: Wir erkunden das Potenzial kleiner Elektroflugzeuge.
    (00:39) Tierseuchen werden akuter
    Immer mehr altbekannte, aber auch neue Tierseuchen finden den Weg nach Europa und kommen so auch immer näher an die Schweiz. Einige davon sind hochansteckend. Was das für die Schweiz bedeutet, wie sie sich schützen kann und wie sich die Situation in Zukunft entwickeln könnte.
    Autorin: Felicitas Erzinger
    (06:46) Meldungen
    - An Trockenheit angepasste Ethnie "Turkana"
    - Stammzellen reparieren Mäusehirn nach Schlaganfall
    - Alkohol-Vorliebe von Schimpansen
    (13:92) Implantat im Nacken
    Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat erstmals ein medizinisches Implantat zugelassen, das den Vagusnerv stimuliert und so den Verlauf von rheumatoider Arthritis beeinflussen kann. Am Anfang der Entwicklung der Methode stand ein Zufallsfund.
    Autorin: Magdalena Schmude
    (17:43) Die Grenzen der Elektroflugzeuge
    Für kurze Strecken und für Flugschulen sind kleine, rein elektrische Flugzeuge bereits heute im Einsatz. Neue speziell auf Strom ausgelegte Flugzeugtypen werden auch in der Schweiz entwickelt. Wir machen einen Testflug und erkunden das Potential der summenden Kisten.
    Autor: Christian von Burg
    Links:
    Tierseuchen 1: blv.admin.ch/blv/de/home/tiere/tierseuchen/uebersicht-seuchen.html
    Tierseuchen 2: ivi.admin.ch/de
    Resistente Turkana: science.org/doi/10.1126/science.adv2467#core-collateral-purchase-access
    Neuronale Stammellen reparieren Mäusehirn: nature.com/articles/s41467-025-63725-3
    Alkoholisierte Schimpansen: science.org/doi/10.1126/sciadv.adw1665
    27 min
  • PFAS - die Erfahrungen unserer Nachbarn
    Im Süddeutschen haben Bauern schon lange Erfahrung mit PFAS-verseuchten Böden: Was sich von ihnen lernen lässt. Ausserdem: Deutscher Umweltpreis geht an Zürcher Klimaforscherin. Und: Cholesterinsenker sollten breiter wäre verschrieben werden, sagt eine neue Leitlinie. Das kommt nicht nur gut an.
    (00:53) PFAS-Chemikalien in Lebensmitteln - In einigen verseuchten Böden im Kanton Sankt Gallen stecken so viele Ewigkeitschemikalien, dass das Fleisch der Rinder, die auf den Wiesen weiden, zu stark belastet ist. Noch mehr PFAS steckt in den Böden im süddeutschen Rastatt. Gegen 100 Bauern mussten ihren Anbau dort umstellen. Ihr Getreide und Mais wird vor jeder Ernte beprobt. Was können wir von unseren deutschen Nachbarn lernen?
    (07:14) Meldungen - Ein ungewöhnliches Eidechsenfossil aus England - Eine Kassette mit DNA als Speichermaterial - Ein Hormon, das schon die Jüngsten prägt
    (14:49) Eine Frau für die Extreme - Die Klimaforscherin Sonia Seneviratne ist eine der einflussreichten ihres Faches. Von Neugier getrieben richtet sie ihren Blick dorthin, wo sonst lange niemand hinschaut: in den Boden. Und das seit Beginn ihrer Karriere. Dank ihr und ihrem Team ist heute klar, wie kritisch die Bodenfeuchte für Hitzewellen und Dürren sind. Für Ihr Tun wird Sonia Seneviratne nun mit dem Deutschen Umweltpreis ausgezeichnet.
    (21:30) Cholesterinsenker für immer mehr Menschen? - Die Europäische Fachgesellschaft für Kardiologie hat eine neue Leitlinie zur Behandlung von hohen Cholesterinwerten herausgegeben. Diese empfiehlt, dass mehr Menschen als bisher Medikamente (Statine) einnehmen sollen, um sich vor Herzinfarkt und Schlaganfall zu schützen. Das kommt nicht bei allen gut an.
    Links
    Infoseite vom Landkreis Rastatt zu PFAS
    dbu.de/umweltpreis/
    242 Millionen Jahre altes Eidechsen-Fossil
    bristol.ac.uk/news/2025/september/lizards.html
    DNA als Speichermedium im Kasettenformat
    science.org/doi/10.1126/sciadv.ady3406
    Oxytocin prägt schon die Jüngsten
    science.org/doi/10.1126/science.ado5609
    Deutscher Umweltpreis 2025
    dbu.de/umweltpreis/
    Studie zur Attribution von Hitzewellen von S. Seneviratne
    nature.com/articles/s41586-025-09450-9
    Neue europäische Leitlinie zu hohem Cholesterin
    academic.oup.com/eurheartj/advance-article/doi/10.1093/eurheartj/ehaf190/8234482
    30 min
  • Auch das Grundwasser wird wärmer
    Das Grundwasser unter Städten ist heute deutlich wärmer, als es eigentlich sein sollte. Wie kommt das? Und was bedeutet die Erwärmung fürs Trinkwasser? Ausserdem: KI-gesteuerte High-Tech-Fallen dezimieren im australischen Naturparadies Kangaroo Island wildernde Hauskatzen.
    (00:48) Mäusegehirne arbeiten scheinbar chaotisch - Wann Stahlbrücken fallen und wann sie halten - Und: Nagetiere mit Daumennagel sind im Vorteil
    Autorin: Katrin Zöfel
    (11:32) Warmes Grundwasser: In manchen ländlichen Gegenden der Schweiz belasten heute Nitrat und Pestizide das Grundwasser. Weniger bekannt ist, dass das kühle Nass auch im Stadtraum unter Druck ist: Das Grundwasser ist dort deutlich wärmer als es von Natur sein sollte. Was verursacht die Erwärmung? Müssen wir auch temperaturbedingt das Grundwasser bald speziell aufbereiten, um noch Trinkwasserqualität zu garantieren?
    Autorin: Anita Vonmont
    (18:49) Mit künstlicher Intelligenz gegen invasive Arten: Kangaroo Island ist ein wahres Naturparadies und wird das Galápagos Australiens genannt. Nach verheerenden Bränden kämpfen Umweltschützer heute gegen ein vor 200 Jahren eingeschlepptes Erbe: Hauskatzen. Viele dieser kleinen Raubiere sind heute verwildert und eine Bedrohung für die Beutelmaus, den Ameisenigel und andere einheimische Arten. High-Tech-Fallen und künstliche Intelligenz könnten das empfindliche Gleichgewicht von Flora und Fauna wiederherstellen.
    Autor: Michael Marek
    Links
    Wie das Mäusehirn arbeitet (2 Studien)
    nature.com/articles/s41586-025-09235-0
    nature.com/articles/s41586-025-09226-1
    Wann Stahlbrücken fallen und wann sie halten
    nature.com/articles/s41586-025-09300-8
    Nagetiere mit Daumen im Vorteil
    science.org/doi/10.1126/science.ads7926?adobe_mc=MCMID%3D66233409954439224982968578501959839792%7CMCORGID%3D242B6472541199F70A4C98A6%2540AdobeOrg%7CTS%3D1757079442
    Publikation zum Grundwasser (EAWAG-Tagung 2.9.25)
    dora.lib4ri.ch/eawag/islandora/object/eawag:34999
    29 min
  • Wie viel bringt die Schwammstadt?
    Ist eine Stadt so gestaltet, dass sie Regenwasser wie ein Schwamm aufsaugt, und bei Bedarf wieder abgibt, hat das verschiedene Vorteile: Die Stadt wird widerstandsfähiger gegen Hitze, Starkregen und Trockenheit – soweit die Theorie, aber wie gut funktioniert das in der Praxis?
    (03:40) Der Wasserkreislauf: Wir zeigen an Beispielen aus der Stadt Zürich, wie sich das Wasser von den Dächern gleich wieder versickern lässt. Bei Regen bilden sich in Versickerungsmulden kleine Teiche, die mit der Zeit wieder austrocknen. Bäume werden ebenfalls direkt mit Dachwasser versorgt. Und Bodenbeläge kann man öffnen, so dass der Boden möglichst viel Wasser aufnehmen kann. Aber was geschieht mit dem Dreck vom Dach und von der Strasse? Gelangt der so direkt ins Grundwasser?
    Autor:innen: Felicitas Erzinger und Christian von Burg
    (12:50) Bäume als Klimaanlagen: Indem sie Wasser verdunsten und Schatten spenden, kühlen Bäume und andere Pflanzen die Umgebung. Doch die Stadtbäume stehen unter Druck: Sie leiden selber unter Hitze, kriegen zu wenig Luft und müssen mit vielen anderen um den knappen Platz in der Stadt kämpfen. Wie sieht der ideale Stadtbaum aus – und wie stark kann er die Temperatur wirklich runterkühlen?
    Autor:innen: Cathrin Caprez und Christian von Burg
    (19:50) Von der Theorie zur Praxis: Seit mehreren Jahren schon wird über die Schwammstadt gesprochen, aber wie weit sind die Städte bei der Umsetzung? Silvia Oppliger vom Verband der Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute weiss, wo die Knackpunkte liegen.
    Autor:innen: Katharina Bochsler und Christian von Burg
    Links:
    Grundlegendes zum Konzept Schwammstadt / blau-grüne Infrastruktur: eawag.ch/de/info/publikationen/infotag-magazin/2024/kapitel-5-clevere-staedte-und-gemeinden-schaffen-blau-gruene-infrastrukturen/
    Schwammstadt in Zeiten des Klimawandels: iopscience.iop.org/article/10.1088/1748-9326/ad6462
    Regenwasser in Städten: bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/klima/publikationen-studien/publikationen/regenwasser-im-siedlungsraum.html
    Kanalisation entlasten mit Schwammstadt-Konzept: eawag.ch/fileadmin/Domain1/News/2024/10/08/fa_cavadini_med.pdf
    Beispiele von Schwammstadt-Elementen: sponge-city.info/beispielsammlung/
    Zusammenstellungen von Zukunftsbäumen für die Stadt: bafu.admin.ch/dam/bafu/de/dokumente/biodiversitaet/fachinfo-daten/Habitate%20und%20Pflanzenarten%20f%C3%BCr%20das%20Siedlungsgebiet.pdf.download.pdf/Habitate%20und%20Pflanzenarten%20f%C3%BCr%20das%20Siedlungsgebiet.pdf (Schweiz) und galk.de/arbeitskreise/stadtbaeume/themenuebersicht/zukunftsbaeume-fuer-die-stadt/ (Deutschland)
    28 min
  • Wie Gebäude cool bleiben
    Weltweit – aber auch in der Schweiz – steigt der Energiebedarf, um Gebäude zu kühlen. Ausserdem: Ein Blick in die zweitgrösste Forschungsanlage in der Schweiz. Und: gefälschte Studien nehmen rasant und bedrohen die Glaubwürdigkeit der Wissenschaft.
    Das Ufo von Villigen
    Die Synchrotron-Lichtquelle Schweiz SLS zählt nach dem CERN zu den grössten Forschungsanlagen in der Schweiz. Diese Woche wurde sie nach gut zwei Jahren Renovation wieder in Betrieb genommen. Reportage aus dieser hochpräzisen Röntgenmaschine, die zerstörungsfrei 3D-Aufnahmen in Hochauflösung machen kann.
    Autor: Christian von Burg
    Systematische Fälschungen nehmen in der Wissenschaft rasant zu
    Gegen Bezahlung stellen sogenannte «Paper Mills» gefälschte wissenschaftliche Arbeiten her – für Leute, die Studien auf ihren Namen brauchen. Forschende haben jetzt ein ganzes Netzwerk solcher Paper Mills aufgedeckt und kommen zum Schluss: Die Menge an gefälschten Studien wächst rasend schnell – unter anderem auch mit Unterstützung durch KI. Damit gerät die Glaubwürdigkeit der Wissenschaft in Gefahr.
    Autor: Sandro Della Torre
    Wissenschaftsmeldungen:
    - Das Abbild des Körpers hält sich im Gehirn - deutlich länger und umfassender, als bisher gedacht
    - Einem grossen Stern beim Sterben zuschauen - und Neues über die Entstehung der chemischen Elemente lernen
    - Die Giraffe ist diverser als lange gedacht
    Autorin: Miriam Kull und Angelika Kren
    Kühle Gebäude bewahren – möglichst nachhaltig
    Die Internationale Energieagentur prognostiziert, dass der Energieverbrauch für Klimaanlagen in den kommenden Jahrzehnten deutlich zunehmen wird. Auch in der Schweiz sorgen die sommerlichen Hitzewellen dafür, dass immer mehr Menschen eine Klimaanlage beschaffen. Doch wie gelingt Gebäudekühlung auf möglichst nachhaltige Art und Weise? Eine Rundumschau.
    Autorin: Anita Vonmont
    Links:
    SRF-Artikel mit Bildern aus der SLS am Paul-Scherrer-Institut: srf.ch/wissen/forschung/upgrade-fuer-forschungsanlage-129-millionen-upgrade-die-roentgenmaschine-der-superlative
    Betrügerische wissenschaftliche Studien: pnas.org/doi/abs/10.1073/pnas.2420092122
    Veränderung im Gehirn nach der Amputation einer Hand: nature.com/articles/s41593-025-02037-7
    Analyse einer Supernova: nature.com/articles/s41586-025-09375-3
    Kommentar zu der Nature-Studie über die Supernova: nature.com/articles/d41586-025-02425-w
    SRF-Artikel mit Visualisierungen der Supernova: srf.ch/wissen/weltraum/supernova-sn2021yfi-sterbender-stern-enthuellt-sein-inneres
    Verschiedene Giraffen-Arten: iucn.org/sites/default/files/2025-08/gosgtaxonomictask-force_iucn_giraffetaxonomyassessment_final.pdf
    Film über die Phagen-Therapie: phagenforum.ch/film/
    29 min
  • Alles Leben leuchtet - über sein Ende hinaus
    Sie verlassen ihren Körper, wandern durch dunkle Tunnels und kommen an im Licht. Menschen, die an der Schwelle zum Tod standen, berichten Ähnliches. Seit Jahrtausenden. Was die Wissenschaft heute über das sterbende Gehirn weiss, warum alles Leben leuchtet und was Quantenphysik damit zu tun hat.
    Wie ist es zu sterben? Was passiert in unserem Gehirn, was mit unserem Körper? Es gibt Menschen, die es wissen. Doch die Wissenschaft kann sich noch immer nicht genau erklären, was da eigentlich passiert und wie sie deuten soll, was die Survivors berichten. Menschen, die an der Grenze zum Tod standen, deren Herz aufgehört hat zu schlagen, die kritisch krank auf der Intensivstation lagen und wieder zurückgekommen sind. Was bedeuten ihre Erzählungen von Licht und Dunkel? Sind sie mehr als das Gespinst eines durchdrehenden Gehirns an der Schwelle zum Tod. Eine kleine Geschichte des Lebenslichts.
    «Das Ende» – die letzte Sommerserie des SRF Wissenschaftsmagazins. Folge 7/7
    Stimmen in der Sendung:
    · Sabina Hunziker Schütz, Professorin für Medizinische Kommunikation, Universität Basel
    · Daniel Oblak, Quantenphysiker, University of Calgary Canada
    · Ajmal Zemmar, Neurochirurg, VA Medical Center, Louisville USA
    Links (eine Auswahl)
    · Post ICU Care, Sprechstunde für Universitätsspital Basel für Patiet:innen nach einer Intensivbehandlung: unispital-basel.ch/dam/jcr:b5c639d8-1318-42f4-9b20-4b409c571716/23451_Post-ICU%20Care_Falzflyer_A5_250gr_V5_GZD.pdf
    · Das Licht des Lebens, Sudie von Daniel Oblak et al.: pubs.acs.org/doi/10.1021/acs.jpclett.4c03546
    · Der Lebensfilm an der Schwelle zum Tod: frontiersin.org/journals/aging-neuroscience/articles/10.3389/fnagi.2022.813531/full
    · Die Motive von Nahtoderfahrungen: journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0227402; pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3609762/
    · Out-of-Body Erfahrungen, Olaf Blanke et al.: epfl.ch/labs/lnco/wp-content/uploads/2018/08/2009_Blanke_TNCchap_leaving-body-and-life-behind-obe-and-nde.pdf
    · Studien zu Überlebenden nach einem Herzstillstand
    · AWARE-Studie I: resuscitationjournal.com/article/S0300-9572(14)00739-4/abstract
    · AWARE-Studie II: resuscitationjournal.com/article/S0300-9572(23)00216-2/abstract
    · Erlebnisberichte/Testimonials: NDEFRF – Near-Death Experience Reasearch Foundation nderf.org/index.htm
    · Kinder auf der Intensivstation: sciencedirect.com/science/article/pii/S1550830723002616
    · Lebensverändernde Nahtoderfahrungen; journals.sagepub.com/doi/abs/10.1177/00221678980383005; lup.lub.lu.se/luur/download?func=downloadFile&recordOId=9131344&fileOId=9131415
    · Delirium auf der Intensivstation: journals.lww.com/ccmjournal/abstract/2013/09001/implementation_of_the_pain,_agitation,_and.12.aspx
    29 min

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