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Es sind unerhörte Vorwürfe: Auf der Militärbasis Sde Teiman sollen Palästinenser systematisch misshandelt worden sein. Ministerpräsident Benjamin Netanyahu spricht jedoch von der »moralischsten Armee der Welt«.
Es waren schreckliche Bilder, die im Dezember letzten Jahres im Internet kursierten: Zu sehen waren Aufnahmen von Massenfestnahmen im Norden des Gazastreifens. Fast komplett entkleidete Männer, mit gefesselten Händen und verbundenen Augen, auf dem Boden kniend, eingesperrt in einem improvisierten Gefängnis in einem Fußballstadion in Gaza-Stadt und beim Abtransport auf Militärlastwagen. Man habe sie "wie Vieh" behandelt, berichteten die Festgenommene.
Da die israelische Regierung internationalen Journalisten den Zugang zum Gazastreifen verwehrt, tat sich Thore Schröder, Israel-Korrespondent des SPIEGEL, mit der SPIEGEL-Mitarbeiterin Ghada Alkurd zusammen. Sie arbeitet als freie Mitarbeiterin für westliche Medien. Es gelang ihr, mit einer Reihe ehemaliger Gefangener zu sprechen.
Thore Schröder spricht in dieser Ausgabe von »Acht Milliarden« mit Host Juan Moreno über die Ergebnisse der großen SPIEGEL-Recherche.
"Wir haben natürlich alles versucht, um diese Aussagen der Häftlinge zu überprüfen, darum habe ich auch mit israelischen Whistleblowern und Menschenrechtsaktivisten gesprochen", so Schröder. Am Ende erhärteten sich in seinen Augen die Vorwürfe: Israels Armee hat gefangene Palästinenser systematisch geprügelt, gefoltert und zum Teil so schwer verletzt, dass sie Amputationen erlitten oder sogar an den Misshandlungen starben.
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Christoph Giesens Urgroßvater wurde in Auschwitz ermordet, das wusste der SPIEGEL-Korrespondent. Dann erreichte ihn ein Brief aus den USA an seinem Wohnort Peking. Seitdem hat er eine neue Familie in Amerika und denkt darüber nach wie wichtig es sein kann, einen Plan B zu haben – und wie es ist, mit der ständigen Angst zu leben, heimatlos zu werden. In dieser Folge erzählt Christoph Giesen seine Geschichte.
Link zur Sendung:
Christoph Giesens Familiengeschichte im SPIEGEL: »Die Optimisten sind in Auschwitz gelandet«
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Taiwans Abgeordnete prügeln sich, Zehntausende Menschen demonstrieren und China spricht von Schädeln, die eingeschlagen werden, sollte sich das Land nicht dem Willen der Volksrepublik beugen – und seine separatistischen Tendenzen aufgeben.
Was genau passiert gerade in Taiwan? Wie groß ist die Freundlichkeit, wenn man von chinafreundlichen Parteien spricht, wie sehr spaltet Xi Jinpings Reich die Gesellschaft? Und was steht in Taiwan auf dem Spiel – für das Land, die Region und die demokratische Welt?
Darüber spricht SPIEGEL-Experte Cornelius Dieckmann in dieser Folge von Acht Milliarden.
Links zur Sendung:
»Die Demokratie ist tot«
Hallo Peking, Taiwan existiert
Wie gefährlich sind Chinas Militärmanöver um Taiwan?
Die zornige Jugend Taipehs
Militärische Drohkulisse vor Taiwan
Protestsong ›Island's Sunrise‹ der Band Fire Ex – inklusive Parolender Demos von 2014 (YouTube)
Peking droht Unabhängigkeitsbefürwortern in Taiwan mit Blutvergießen AFP (YouTube)
Taiwan lawmakers brawl over parliament reforms | REUTERS
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Der Schweigegeld-Prozess gegen Donald Trump offenbart zwei Versionen des Ex-Präsidenten: Den bekannten Krakeeler und den alten Mann, der vor Gericht einschläft. Doch Amerika bekommt nur den Wüterich zu Gesicht. Trumps Narrative haben in den USA so längst die Realität ersetzt. Aber wie weit sind wir in Europa, in Deutschland von diesem Zustand entfernt?
SPIEGEL-Korrespondent Marc Pitzke hat wochenlang jeden Tag am Gericht in New York verbracht. Dort konnte er Richter, Geschworene und den Angeklagten Donald Trump aus nächster Nähe beobachten. Im Podcast berichtet er von seinen Eindrücken und über den Niedergang seiner Wahlheimat USA.
Links zur Sendung:
Das letzte Gefecht des Trump-Verteidigers
Parade der Trump-Höflinge
»Was ich tat, geschah auf Anweisung von Mr Trump«
Politik und Porno
Trumps Fahnenträger
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Israels Verteidigungsminister Yoav Gallant kritisiert seinen Premier Benjamin Netanyahu überraschend deutlich. Er fordert einen Plan für den Gazastreifen – ohne israelische Militärmacht. Die Folge: Offener Streit in der israelischen Regierung.
Ändert sich etwas, wenn die Kritik an der israelischen Kriegsführung von innen kommt, statt von außen? Wie werden die propalästinensischen Proteste im Ausland in Israel wahrgenommen? Und kann es tatsächlich einen Plan dafür geben, was mit dem Gazastreifen passiert, wenn die Kämpfe irgendwann beendet sind? Darüber spricht SPIEGEL-Korrespondent Thore Schröder in dieser Folge.
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Wladimir Putin tritt seine fünfte Amtszeit als russischer Präsident an. Einziger Punkt auf seiner Agenda: der Krieg. Russlands militärische Macht ist inzwischen einziges Leitbild für Putins Politik und die Gesellschaft seines neuen Russlands. Und der Krieg als Prozess legitimiert auch Putins Herrschaft selbst.
Was kann man von den nächsten sechs Jahren Präsidentschaft erwarten? Wie tief und umfassend reicht die Indoktrination in die russische Gesellschaft? Und wer wehrt sich noch gegen den Putinismus? Darüber spricht Christina Hebel, SPIEGEL-Korrespondentin in Moskau, in dieser Folge.
Links zur Sendung:
Drei Erkenntnisse aus Putins Krönungszeremonie
Putins Propaganda im Lehrplan
Putins zweite Atomdrohung in einer Woche
Putins Kriegsbeuteschau »Hier ist ein Panzer der lieben Deutschen«
Putins Vereidigungszeremonie (YouTube)
Steven Seagal bei Putins Vereidigungszeremonie (YouTube)
Parade und Rede zum Tages des Sieges 2024 (YouTube)
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Mekong-Probleme sind transnationale Probleme – der drittlängste Strom Asiens fließt durch sieben Staaten. Und alle wollen von ihm profitieren: von seiner Wasserkraft, seinem Artenreichtum und von seinen Sedimenten. Darunter leidet das riesige Ökosystem massiv – und mit ihm die Menschen, die an und von dem Fluss leben.
Der Mekong entspringt im Hochland von Tibet und nimmt dann seinen Lauf durch China, Myanmar, Laos, Thailand und Kambodscha, bis er in Vietnam ins Südchinesische Meer mündet. Maria Stöhr, Asienkorrespondentin für das SPIEGEL-Projekt ›Globale Gesellschaft‹, berichtet über ihre Recherchen zum Zustand des Flusses.
Links zur Sendung:
Als der Mekong blau wurde
Riesiger Stachelrochen im Mekong gerettet (YouTube)
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Das Richtige gesagt, das Falsche getan: Benjamin Netanyahu hat immer vor Iran gewarnt, aber den Feind und seine Stellvertreter wie die Hamas und die Hisbollah durch politische Fehler gestärkt. »Und jetzt haben wir eine extrem angespannte und wahnsinnig gefährliche Lage zwischen Israel und Iran, die jederzeit explodieren kann«, sagt Israel-Experte Richard C. Schneider im SPIEGEL-Auslandspodcast Acht Milliarden.
Links zur Sendung:
Der Mann, der immer schon warnte
Netanyahus Botschaft an das israelische Volk am 13. April 2024 (youtube)
Videobotschaft der Eltern von Hamas-Geisel Hersch Goldberg-Polin (The Independent via youtube)
Yitzhak Rabins statement nach dem Bomebnaschlag von Bueons Aires 1994 (AP via youtube)
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Am Wochenende hat Iran Israel direkt angegriffen und am Freitagmorgen schlägt Israel zurück. Wie groß ist die Gefahr, dass sich der Konflikt ausweitet? Und wie sehr können die Verbündeten auf beiden Seiten noch auf die Konfliktparteien einwirken?
HINWEIS: Das Gespräch für diese Folge haben wir am Mittwochnachmittag aufgenommen – alle aktuellen Entwicklungen zwischen Iran und Israel erfahren sie immer live auf spiegel.de.
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Warnung: In dieser Episode geht es um grauenhafte Vorgänge. Um Netzwerke von Sadisten, die ihre Opfer in Social-Media-Gruppen suchen. Die sie zwingen, sich selbst zu verletzen. Und im schlimmsten Fall, sich umzubringen.
In diesen speziellen Fällen, von denen SPIEGEL-Redakteurin Lina Verschwele berichtet, steht nicht der sexuelle Aspekt im Vordergrund, sondern der Sadismus, das widerliche Vergnügen der Täter daran, die erschaffene Zwangssituation der Opfer immer weiter auszunutzen.
HINWEIS:
In diesem Podcast geht es um massive Gewalt und Suizid. Wenn Sie mit Suizidgedanken kämpfen oder selbst Opfer von Gewalt im Netz geworden sind, gibt es viele Stellen, die Ihnen helfen können. Einige finden Sie hier:
Telefonhotline für Hilfe bei Suizidgedanken: 0800 111 0 111
Online-Suizidprävention: https://www.u25-deutschland.de/
Hilfe nach sexuellem Missbrauch: 0800 2255 530
weitere Angebote, auch juristische Beratung
Links zur Sendung:
»Starte dort, wo du die verletzlichsten Mädchen findest«
Er sollte im Ausland ein besseres Leben beginnen – nun steht er wegen Mordes vor Gericht
Studie der Landesmedienanstalt NRW zu Cybergrooming
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Die Welt brennt. Uns erreichen so viele Nachrichten wie noch nie – in Echtzeit. Juan Moreno schaut jede Woche mit den Korrespondent:innen des SPIEGEL auf einen Schauplatz und ordnet ein. »Acht Milliarden« ist der Auslands-Podcast des SPIEGEL. Jeden Samstag neu.
Und bei »Trumps Amerika« behält Janita Hämäläinen mit den SPIEGEL-Korrespondent:innen in Washington, D.C. und New York City die Entwicklungen in den USA im Blick. Jeden Mittwoch neu.
Schickt uns Fragen oder Feedback gern an [email protected]
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