Acht Milliarden

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Acht Milliarden episodes

  • Wie der Krieg Soldaten entmenschlichen kann

    Nach dem Abzug russischer Truppen konnte SPIEGEL-Reporter Christoph Reuter als erster westlicher Journalist die befreite Stadt Trostjanez besuchen. Dort entdeckte er erste Spuren russischer Gräueltaten.

    »In Trostjanez haben wir nachvollziehen können, wie aus einer Truppe, die erst indifferent war, innerhalb von zwei Wochen eine mörderische Soldateska wurde«, erzählt Reuter in dieser Podcast-Folge, »sie mussten davon ausgehen, dass jeder in dieser Stadt gegen sie ist und Informationen über ihre Panzer-Stellungen weiterleitet. Dann gingen ihnen die Vorräte aus und sie wurden hungrig. Sie wurden panisch und haben dann Leute erschossen, die sie für Spione hielten – und nicht allzu wenige.«

    Christoph Reuters ersten Podcast-Bericht aus der Ukraine hören Sie hier:
    »Mit dem Kleinwagen an die Front«

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    39 min
  • Die Sorgen der postsowjetischen Staaten

    Welcher Staat möchte schon gerne eine Pufferzone sein?

    Eigentlich eine rhetorische Frage, für einige Länder, die aus der Sowjetunion hervorgingen allerdings eine reale Gefahr: Für die Republik Moldau oder Georgien zum Beispiel. Wladimir Putins geschichtsrevisionistischer Entwurf eines russischen Großreiches schürt bei Beobachtern die Sorge, dass Russland nach der Ukraine weiterer solcher Staaten angreifen könne, insbesondere, wenn sie gemeinsame Grenzen mit Putins Reich besitzen. Wie die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen.

    Wladimir Putins ideologische Rhetorik bezeichnet die Ukraine als abhängigen Teil Russlands. Das versetzt auch die anderen Staaten in Sorge, die aus der Sowjetunion hervorgingen. Besteht die Gefahr, dass sich der Krieg ausweitet?

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    28 min
  • Die Blackbox des Krieges

    Nach erneuten Verhandlungen in Istanbul kündigt Russland an, Kiew künftig weniger zu attackieren. Wie glaubhaft sind diese Aussagen nach so vielen Lügen? Eine Bestandsaufnahme nach fast fünf Wochen Krieg.

    »Die große Frage ist, glaube ich: Denkt Putin, er braucht diese Verhandlungen?«, sagt Mathieu von Rohr in dieser Folge des SPIEGEL-Auslandspodcasts über Putins Krieg. »Oder denkt er, dass er am Ende doch durch militärischen und anderen Druck irgendwie gewinnen kann? Und sei es langfristig? Man muss schauen, was Putin tut, nicht, was Putin sagt. Das ist das Entscheidende.«

    Wo steht also die russische Armee in ihrem Vorstoß? Welche Ziele hat Putin anscheinend noch nicht erreicht? Und worauf kommt es in den nächsten Tagen und Wochen an?
    Den Status Quo nach fünf Wochen Krieg in der Ukraine hören Sie in dieser Folge von »Acht Milliarden«.

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    24 min
  • Putins Desinformations-Krieg

    Neben dem heißen Krieg in der Ukraine führt Russland einen weiteren Krieg: den Desinformations-Krieg. Dabei sollen mithilfe von Fake News und Propaganda Verunsicherung und Zweifel geweckt werden, sagt Josef Holnburger von Cemas, dem Center für Monitoring, Analyse und Strategie. Holnburger beschäftigt sich seit Jahren wissenschaftlich mit Desinformation und Verschwörungsidelogien und vor allem damit, wie sich all das im Internet verbreitet.

    »Es geht in der Konsequenz eigentlich um die Destabilisierung von Demokratien«, sagt er. »Deswegen werden da auch Narrative geteilt, die sich widersprechen.« Gerade während des Kriegs in der Ukraine könne man das gut sehen, so Holnburger: »Da wird zum Beispiel gesagt, es gebe gar keinen Krieg, sondern nur eine Spezialoperation. Andererseits wird dann behauptet, dass ein Krieg notwendig war, weil man jetzt Biowaffen-Labore in der Ukraine entdeckt habe und die ausgeräumt werden müssten oder weil es sowieso einen geheimen Angriffsplan der NATO gegeben hätte.« Am Ende gehe es darum, verschiedene Narrative anzubieten und zu sehen, »was am Ende hängenbleibt.«

    In dieser Folge »Acht Milliarden«.  sprechen wir über die verschiedenen Akteure der russischen Desinformationskampagnen, die Ziele dahinter und warum das deutsche Querdenker-Milieu so viel von Putin hält, obwohl der kein Impfgegner ist.

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    Weiterführende Links:

    Desinformation im Ukrainekrieg: Wie Putins Propaganda in Deutschland wirkt

    Russlandverbindungen der AfD: Putins nützliche Idioten

    Telegram-Analyse zum Ukraine-Krieg: RT DE dominant im verschwörungsideologischen Milieu

    Stimmenfang – Podcast: Fake News und Faktenchecks: Wie gefährlich ist Desinformation für unsere Demokratie?

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    30 min
  • Interview-Spezial: Russlandexpertinnen über Folgen des Ukrainekriegs (english)

    In dieser Sonderfolge – die aktuelle Folge »Polens Angst vor einem russischen Angriff« ist bereits erschienen – hören Sie ein ungekürztes Interview des SPIEGEL mit drei Menschen, die seit vielen Jahren Russlands Entwicklung unter Wladimir Putin beobachten und sich den Fragen stellen, wie der Krieg in der Ukraine weitergehen wird und welche Folgen Putins Krieg für Russland, Europa und die Welt hat. 

    Wir senden dieses Interview in voller Länge, nur leicht bearbeitet, und wir senden es ausnahmsweise im englischen Originalton.

    Zu Gast sind drei Expert*Innen, die sich seit vielen Jahren mit Russland und speziell mit Putin beschäftigen:

    Masha Geesen, ein(e) russisch-amerikanische Journalist*in und Schriftsteller*in, sie*er schreibt für das Magazin ‚New Yorker‘, hat Putins Aufstieg und seine Karriere regelmäßig kommentiert und hat über ihn die Biografie ‚Der Mann ohne Gesicht‘ geschrieben. Für ihr*sein Sachbuch ‚Die Zukunft ist Geschichte. Wie Russland die Freiheit gewann und verlor.‘ wurde er*sie mit dem Leipziger Buchpreis zur europäischen Verständigung ausgezeichnet.  

    Nina Chruschtschowa, lehrt als Professorin für internationale Politik an der Universität ‚New School‘ in New York City. Auch sie beschäftigt sich schon lange mit ihrem Heimatland und hat viele Artikel und Bücher über die Entwicklung Russlands geschrieben, zuletzt »In Putins footsteps – searching for the soul of an empire across russias eleven timezones«. Sie ist die Enkeltochter des ehemaligen russischen Staatschefs Nikita Chruschtschow.

    Sabine Fischer arbeitet für den Thinktank ‚Stiftung Wissenschaft und Politik, ist Mitglied des Europa- und -Transatlantik-Gremium der Heinrich-Böll-Stiftung und hat intensiv zu den staatlichen Strukturen Russlands und der Beziehung zu Deutschland geforscht.

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    1 hr 11 min
  • Polens Angst vor einem russischen Angriff

    Russlands Ex-Premier Medwedew wütet auf Telegram gegen Polen. Seine Tiraden erinnern dabei stark an Putins Rede über die Ukraine. Ist Polen Russlands nächstes Ziel? 

    »Polen rechnet eindeutig und nicht erst seit dem Einmarsch in Wahrheit damit, irgendwann zum Ziel russischer Aggressionen zu werden«, erklärt Jan Puhl, der Polen-Experte des SPIEGEL, »und die meisten Sicherheitsexperten stellen sich das nicht so vor, dass Putin nach der Ukraine dann flugs weiter Richtung Westen nach Polen fährt, sondern dass das ein längerer Prozess ist und das ein wichtiger Baustein, dieses Ausgreifen nach Westen es eben ist, sich in der Ukraine festzusetzen«.

    Wie wirkt sich Putins Krieg auf die Stellung Polens in der EU aus? Wie kann die Ostflanke der EU gesichert werden? Und wie wahrscheinlich ist ein russischer Angriff auf Polen? Um diese Fragen dreht sich diese Folge des Auslandspodcasts »Acht Milliarden«.

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    Weiterführende links:

    Interview mit der polnischen Forscherin Justyna Gotkowska »Russland muss geschlagen aus diesem Krieg herausgehen«

    Das Flüchtlingswunder von Polen »Wie ein Land über sich hinauswächst«

    Stimmenfang – Der Politik-Podcast vom SPIEGEL über Geflüchtete in Deutschland »Wie schaffen wir das?«

    Dimitri Medwedews Schrift 'On Poland' in Russisch, Englisch und Polnisch auf Medwedews VKontakte-Account

     

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    37 min
  • Alte Bündnisse, neue Chancen?

    Furchtbar aber wahr: Der Angriff auf die Ukraine hat sowohl der europäischen als auch der transatlantischen Bündnispolitik neuen Schwung verschafft. Was ist jetzt zu tun, um EU und Nato zukunftsfähig zu machen?

    Daniela Schwarzer, Exekutivdirektorin der Stiftung »Open Society Foundations« für Europa und Eurasien, sieht einen entscheidenden Zeitraum gekommen, um die Bündnisse neu zu definieren. Denn die Haltung der EU zu den USA ist gleichzeitig auch eine Haltung der EU gegenüber China. Und das Verhältnis zur traditionellen Schutzmacht kann sich mit der nächsten Präsidentschaftswahl auch wieder verändern.

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    38 min
  • Mit dem Kleinwagen an die Front

    Als Kiew eingekesselt zu werden droht, verlassen die meisten Reporter die Stadt. Christoph Reuter fährt in die entgegengesetzte Richtung, in einer Fahrgemeinschaft, die zufällig auch die Bundeswehr-Helme transportiert. 

    In dieser Folge des Auslands-Podcasts »Acht Milliarden« erzählt Christoph Reuter von seinen ersten beiden Wochen als Reporter in Putins Krieg, von den Schwierigkeiten und Gefahren dieser speziellen Form von Kriegs-Journalismus und den essenziellen Vorbereitungen auf einen solchen Auftrag. 

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    51 min
  • Macron, der Krieg und die Wahlen in Frankreich

    Nichts verändert die Politik so sehr wie ein Krieg. Davon profitiert momentan Präsident Emmanuel Macron, der unermüdlich versucht, den Kontakt zu Wladimir Putin aufrechtzuerhalten. Doch es gibt auch Kritik an dem Vorgehen.

    Macrons ärgste Konkurrentinnen und Konkurrenten haben gleichzeitig erhebliche Probleme, sich hinsichtlich des Krieges und insbesondere gegenüber Wladimir Putin neu zu positionieren. Das gilt für Marine Le Pens »Rassemblement National« und noch viel mehr für den rechtsextremen Éric Zemmour, der noch wenige Tage vor Russlands Invasion der Ukraine von seiner tiefen Bewunderung für Putin sprach.

    Wird das reichen, um im Amt zu bleiben? Oder übertreibt es Emmanuel Macron, dessen Auftritte regelmäßig als arrogant und seine politischen Alleingänge als rücksichtslos kritisiert wurden, mit der Inszenierung?

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    31 min
  • Wer hat noch Einfluss auf Wladimir Putin?

    Die russische Propaganda dominiert die heimischen Medien; Kritiker werden hart bestraft und Oppositionelle verlassen zu Tausenden das Land. Wer oder was kann Putin noch beeinflussen? Und welche Rolle spielt Ramsan Kadyrow?

    Eine der meistdiskutierten Fragen in dieser dritten Kriegswoche ist, wer überhaupt noch irgendeinen Einfluss auf den russischen Präsidenten ausüben kann. Das Volk, das seit Jahren in einem Polizeistaat lebt? Mitglieder des russischen Sicherheitsrates, des engeren Zirkels russischer Macht? Die Oligarchen, die durch die Sanktionen des Westens Geld verlieren?

    Die Politologin Sabine Fischer beschäftigt sich seit Jahren mit dem Machtgefüge in Russlands Führung, und schon lange warnte sie vor Putins Expansionsplänen.

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    33 min

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Der Auslands-Podcast des SPIEGEL. Für alle, denen die Welt nicht egal ist. Juan Moreno will die Geschichten hinter den Nachrichten erfahren. Jeden Freitag neu.

Die aktuellen Entwicklungen und Hintergründe zur US-Wahl finden Sie unter https://www.spiegel.de/thema/us-praesidentschaftswahl-2024/

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