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Neurodiversität ist längst ein fester Bestandteil psychologischer und gesellschaftlicher Diskussionen. Doch was genau ist damit gemeint? Und wie zeigen sich unterschiedliche Formen von Neurodivergenz?
In dieser Folge sprechen wir mit Diplom-Psychologin Frauke Niehues über Gemeinsamkeiten und Unterschiede verschiedener neurodivergenter Ausprägungen und darüber, wie diese eingeordnet und verstanden werden können. Dabei geht es insbesondere um diagnostische Überschneidungen: So können beispielsweise Autismus und Hochbegabung, aber auch Autismus und ADHS ähnliche Merkmale aufweisen. Die Folge: Fehldiagnosen sind keine Seltenheit. Gleichzeitig ist eine sorgfältige Differenzialdiagnostik oft anspruchsvoll, da zahlreiche Faktoren und Begleiterscheinungen die diagnostische Einordnung erschweren. Eine ganzheitliche Betrachtung ist daher unerlässlich.
Gemeinsam werfen wir einen Blick darauf, wie sich Hochbegabung und Autismus zeigen können, welche diagnostischen Verfahren zur Verfügung stehen und welche therapeutischen Ansätze Betroffene unterstützen können. Außerdem sprechen wir über Impacttechniken, einen anschaulichen und praxisnahen Ansatz, der mit Bildern und Metaphern arbeitet und Klient:innen dabei unterstützt, eigene Erfahrungen besser wahrzunehmen, einzuordnen und neue Perspektiven zu entwickeln.
Darüber hinaus gibt Frauke Niehues praktische Hinweise auf hilfreiche Anlaufstellen und Online-Angebote wie Können macht Spaß, die bei der Auseinandersetzung mit individuellen Stärken und Besonderheiten unterstützen können.
Frauke Niehues ist Psychologin, Psychotherapeutin, Trainerin für emotionale Kompetenzen sowie für Personal-, Organisations- und Konzeptentwicklung, TEK-Trainerin, Supervisorin und Autorin.
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Neurodiversität neu denken
Wie können wir Neurodiversität differenzierter verstehen und sinnvoll in Praxis und Alltag integrieren? Der Onlinekongress bringt Fachwissen und persönliche Perspektiven zusammen. Themen wie Diagnostik, Selbstverständnis, Ressourcenorientierung und Beziehungsgestaltung werden fundiert und greifbar vermittelt. Ob Sie therapeutisch arbeiten oder Impulse für den Umgang mit Neurodivergenz sammeln möchten – dieser Kongress bietet wertvolle Einblicke und konkrete Strategien für einen stärkenorientierten Umgang mit neurodivergenten Menschen.
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Wie gut kennst du dich eigentlich? Oder zweifelst du an dir, immer wieder? Wie du dein Selbstvertrauen stärken kannst, darum geht es in dieser Folge mit dem Coach und Gestaltungstherapeuten Franz Grieser. Er bringt wertvolle Tools mit, die du einfach in den Alltag einbauen kannst. Das sind Power-Posen oder auch ein Erfolgsjournal, in dem du festhältst, was du zum Gelingen des Tages beigetragen hast. Es zeigt dir, welche Fähigkeiten du hast.
Darum geht es im ersten Schritt: Erkenne, was du gut kannst, erlebe einen Perspektivwechsel, der dir hilft, dich in Richtung zu dir selbst zu verändern. Und dann: bleib dran, mit kleinen Übungen, die dir zu mehr Selbstbewusstsein, Selbstakzeptanz und Selbstvertrauen verhelfen. Glaube an dich! so lautet das Mantra von Franz Grieser, der Menschen in Zeiten des Umbruchs und Krisen begleitet.
Wie Superwoman vorm Spiegel stehen oder mit aufrechter Körperhaltung durch die Stadt gehen – all das sind kleine Übungen, die deine Wahrnehmung für dich und dein Umfeld stärken. Ja, du bist gut so wie du bist, aber du bist noch viel mehr. Wirf alte Glaubenssätze und negative Gedankenspiralen über Bord. Auch darum geht es in unserem Gespräch.
Sei dir selbst eine Freundin, ein Freund, frage dich, selbst, was du dir raten würdest, und gönne dir Momente, die dir guttun. „Ja, es ist ein Prozess, sich zu akzeptieren und zu sich selbst zu finden, aber einer, der sich lohnt und dich glücklich macht“, weiß der Coach aus eigener Erfahrung.
Franz Grieser ist Coach und Gestalttherapeut. Im Junfermann-Verlag ist sein Online-Kurs „Selbstvertrauen stärken“ erschienen.
Mit Fluchen gegen Depressionen: Dr. Michael Bohne, Arzt und Psychiater aus Hannover, weiß um den großen Nutzen des Schimpfens für die Psyche. „Das befreit“, sagt er, der die Malediktologie, die Nutzung von Schimpfwörtern und Kraftausdrücken, in der Psychotherapie und auch Traumatherapie als ein wichtiges Tool einsetzt. Verbunden mit der Klopftechnik, der PEP-Methode, können sich so schnell und wirksam Blockaden lösen.
Das weiß er auch aus seiner Erfahrung als Coach von Musikerinnen und Musikern, die er bei Lampenfieber und Auftritts-Angst betreut. „Das Nervensystem muss sich wohlfühlen, umso mehr sind wir zu Höchstleistungen bereit“, sagt der Psychiater, der in Hannover ein Fortbildungszentrum betreibt.
Fluchen: Dabei geht es nicht nur um eine negativ besetzte Sprache, sondern auch um positiv konnotierte Ausdrücke, die uns empowern, die uns stärken. Es geht um Kraftsätze: „Geiler Scheiß“ oder „Krasse Sache“, emotionale Sprach- und Kraftpakete, die uns guttun. „Aber es reicht auch schon ein Amen oder selbst ein Wow, oder Hui, um die Psyche positiv zu beeinflussen“, so Dr. Bohne.
Wer schreit und flucht, kann sogar Ängste und Schmerzen signifikant reduzieren. Freier zu werden, sich zu lösen von Glaubenssätzen, von persönlichen Hemmschwellen, all das spielt in den positiven Effekt des Fluchens mit hinein. Wir gehen auf die Big Five der Stagnationsprozesse ein und die Klopftechnik.
Sein Wunsch: Psychotherapie mit einem Smiley versehen, mehr spielerische Elemente mit aufnehmen, sie motivationsförderlicher aufstellen, um Freude und letztlich unser Gehirn zu fordern und zu fördern.
Dr. Michael Bohne ist Arzt, Psychiater und Psychotherapeut. Er ist Begründer der Prozess- und Embodimentfokussierten Psychologie (PEP - Klopftechnik), arbeitet als Coach für Opernsänger und klassische Musiker, als Trainer für Fernseh- und Radiomoderator:innen von ARD und ZDF, als Coach für Unternehmen, ist Sachbuchautor und gern gesehener Podcast-Gast, unter anderem bei Hotel Matze.
Du kennst deine Familiengeschichte, deine Biografie, und manchmal denkst du: „Oh nein, ich bin wie meine Mutter!“. Oder du spürst Verhaltensmuster und Glaubenssätze in dir, die du vom Vater oder von der Oma mit in die Wiege gelegt bekommen hast und die dich quälen. In dieser Folge sprechen wir mit der Ahnenforscherin und systemischen Coachin Anne Krämer über Transgenerationentraumata, die von Generation zu Generation weitergegeben werden.
Es sind die vielen Geschichten unserer Vorfahren, die unsere Persönlichkeit prägen. Mit ihnen werden aber auch Traumata von Flucht oder Krankheit an uns weitergegeben. Manchmal spüren wir sie gar nicht. Wir können sie unbewusst nicht orten, gar überwinden.
Unsere Emotionen entziehen sich oft unserem Bewusstsein. Wir gehen der Frage nach, inwiefern Krankheiten, eine Bindungsunfähigkeit oder besondere Ereignisse auf ein Generationentrauma zurückgehen.
Wir gehen ein auf die Methoden im Familienbiografischen Coaching, auf die Aussagekraft von Genogrammen und das wirksame EMDR-basierte Neurocoaching. Mithilfe dieser Methode, bei der die Augenbewegungen unser Gehirn neuronal beeinflussen und neu vernetzen, können wir uns von belastenden Glaubenssätzen oder Reaktionsmustern befreien.
Anne Krämer ist Ahnenforscherin und systemische Coachin aus Aachen. Diese beiden Herzensthemen verknüpft sie im Familienbiografischen Coaching.
In dieser Folge geht es um die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung, auch besser bekannt als ADHS. Diese Diagnose lässt oft lange auf sich warten. Symptome sind vielfältig und nicht eindeutig. Doch ist sie einmal festgestellt, gibt es Wege, mit ihr umzugehen. Wie, darüber sprechen wir mit dem Psychotherapeuten Prof. Dr. Jan Kiesewetter.
ADHS wird heute häufiger diagnostiziert als noch vor 30 Jahren. Forschung und Wahrnehmung für diese Form der Neurodivergenz gewinnen immer mehr an Bedeutung. Wir gehen auf Mythen und Missverständnisse ein. Wir sprechen über Symptome und ab wann eine ADHS-Diagnostik angeraten ist und darüber, was ADHS im Gehirn macht. Die Informationsverarbeitung im Gehirn streut breiter und läuft nicht linear. Diese Andersartigkeit, die Neurodivergenz, bleibt ein Leben lang vorhanden. Aber es gibt Selbsthilfestrategien.
Um Routine-Aufgaben auszuführen benötigt ein Menschen mit ADHS Stimulation. Bei alltäglichen Aufgaben schaltet das Gehirn ab. „Sein Gehirn weigert sich, langweilige Routinen auszuführen“, so Dr. Kiesewetter. Dann ist der Betroffene wie gelähmt. Stimulation kann Musik sein oder das Spielen an einer Kette, alles, was die Konzentration neu fokussiert. „Ist das ADHS-Gehirn einmal angeschmissen, funktioniert es wie jedes andere Gehirn“, so Dr. Kiesewetter. Dann kann das Gehirn unglaublich viel leisten. Darum arbeiten neurodivergente Menschen oft in vielen kreativen oder Blaulicht-Berufen.
Bei Erwachsenen haben sich über die Jahrzehnte Kompensationsmechanismen aufgebaut, die es zu erkennen und zu unterscheiden gilt. Das macht die Diagnostik so schwierig. Wenn Probleme wie Konzentrationsschwäche oder Vergesslichkeit öfter auftauchen, ist eine Diagnostik geraten.
Zeitmanagement ist extrem wichtig. Menschen mit ADHS leiden unter Zeitunschärfe. Darum: Drei Minuten Spülmaschine einräumen, drei Minuten Tisch abräumen. Zeitdruck macht die Aufgabe interessanter. Wird das Gehirn stimuliert, gehen sie leichter von der Hand. Es ist wie beim Tanzen. Wenn das Paar im Rhythmus ist, läuft‘s.
„Der Start mag eine Herausforderung sein. Aber ADHS ist weder eine Schwäche noch persönliches Versagen. Man nimmt die Welt nur anders wahr. Wer die passenden Stärken und Strategien entwickelt, kann ein wunderbares, selbsterfülltes Leben führen“, macht Prof. Dr. Jan Kiesewetter Mut.
Prof. Dr. Jan Kiesewetter ist Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut und Inhaber der Praxis für Psychotherapie in München mit den Schwerpunkten Verhaltenstherapie und Gruppentherapie, ADHS, Supervision und Paartherapie
Buchtipp: Prof. Dr. Jan Kiesewetter: „ADHS – was nun? Strategien, Tipps und Übungen für ein selbstbestimmtes Leben“, Klett Cotta-Verlag 2026
Mental Load, die unsichtbare Belastung und mentale Last, die uns angesichts einer Welt mit unendlichen Möglichkeiten überfluten kann, ist das Thema dieser Folge. Der ständige Input, aber auch das Gefühl, für alles verantwortlich sein und alles kontrollieren zu wollen, sorgt bei uns für ein Dauerrauschen, das uns in die Überforderung treiben kann. Die Psychologin, Markt- und Wirkungsforscherin Birgit Langebartels zeigt psychologische und kulturpsychologische Faktoren des Mental Load und der Mental Load-Gesellschaft auf und bietet konkrete Handlungsvorschläge an - für mehr Gesundheit und für mehr Resilienz.
Ständiges Dauerrauschen
Wie eine ständige App im Hintergrund laufen 1000 Dinge im Hintergrund. Unser Kopf steht nicht still, wir arbeiten To-Do-Listen ab. Aber das zieht Energie. Die Daueraktivierung kann zu psychischen Problemen führen. Mental Load ist ein Phänomen der Zeit, wir leben in einer Multioptionalität. Alles ist möglich, jeder möchte alles. Vor diesem Hintergrund gibt Birgit Langebartels Hilfestellung.
Es gibt sechs Warnsignale, die auf einen Mental Load hinweisen. Dazu gehört, dass sich alles dringend anfühlt und man schwer Entscheidungen treffen kann. Was hilft? Das können Digitale Detox-Zonen, Mikroreflexion, Not-To-Do-Listen oder ganz einfach die Natur sein. Mehr Orientierung, mehr Priorisierung, ein achtsamer Umgang mit sich selbst und anderen – das ist das, wofür Birgit Langebartels plädiert.
Birgit Langebartels ist Diplom-Psychologin, Markt- und Wirkungsforscherin und Autorin
Buchtipp: Birgit Langebartels: „Mental Load die unsichtbare Last. Erkennen, verstehen, bewältigen“, Junfermann Verlag 2026
Hans im Glück. Was könnte schöner sein? Aber leider haben wir oft nicht das Gefühl, das Glück anzuziehen. Das Glück kommt nicht einfach so zu uns, es ist kein Zufall, sondern wird von uns selbst geschaffen. Das sagen die Geschwister Maja und Johannes Storch. In dieser Folge erhältst du Impulse dazu, wie du deinem Glück näherkommen kannst.
Wir sprechen darüber, was Glück überhaupt ist, wie Umwelt- und Rahmenbedingungen uns im Wege stehen und wie wir uns organisieren können, um uns dem Glück zu nähern. Es geht darum, eine positive Erwartungshaltung und eine Vison zu entwickeln von dem, wo wir hinmöchten. Lösungsansätze, das Unbewusste direkt zu adressieren, hält das Zürcher Ressourcen-Modell bereit, das die beiden erläutern.
„Ein erster Schritt ist, sich Gedanken über sein Leben zu machen; sich Wiederholungen, Pechsträhnen und Umwelteinflüsse zu vergegenwärtigen und zu notieren, um den persönlichen gordischen Knoten vom Unglücklichsein zu lösen und etwas verändern zu können“, sagen Maja und Johannes Storch.
Wir blicken aber auch auf die wissenschaftliche Seite, auf Ansätze und Impulse aus der Erkenntnistheorie und dem Konstruktivismus. Wir sprechen über unterschiedliche Erlebniswirklichkeiten und wie sie sich von der tatsächlichen Realität unterscheiden.
Wir sprechen vom Proz, der sich bewusst aufbläst, vom chaotischen und liebenswürdigen Orx, vom Pechvogel- und vom Glückskind-Attraktor. Schmiede dein Leben selbst! Und betrachte nicht jedes Unglück als solches. Maja und Johannes Storch meinen es gut mit unserem Glück und gehen den Prozesse mit Wohlwollen, Leichtigkeit und Gelassenheit an. Lass dich inspirieren!
Maja Storch ist Inhaberin des Instituts für Selbstmanagement und Motivation in Zürich und hat das Zürcher Ressourcen Modell erfunden.
Johannes Storch ist von Haus aus Zahntechnikermeister und ebenfalls als ZRM-Trainer tätig.
Buchtipp: Maja und Johannes Storch: „Der Glückskind‑Effekt – Wie Chaos dir helfen kann, die Realität zu gestalten“, Klett Cotta-Verlag 2026
Digitale Resilienz: Das Thema ist so brandaktuell wie zeitlos und spricht mittlerweile wohl fast alle an. Ohne Smartphone geht‘s heutzutage nicht mehr. Es gibt Input ohne Ende, Nachrichten, Unterhaltung und Austausch auf allen Kanälen. Wer dabei im mentalen und digitalen Gleichgewicht bleiben möchte, muss priorisieren. Sandra Brauer, Systemische Beraterin und Prozessbegleiterin in der digitalen Transformation, erklärt in dieser Folge, was digitale Resilienz bedeutet und wie wir mit digitalen Herausforderungen umgehen können - privat und im Beruf.
Kompetenz für die Zukunft
Unter digitaler Resilienz versteht Sandra Brauer die psychische Widerstandsfähigkeit im Umgang mit digitalen Veränderungen und - in weiterer Betrachtung – daraus entstehenden Krisen. Sie ist eine der Kompetenzen der Zukunft, die dazu beiträgt, ein zufriedenes und gesundes Leben zu führen. Aber wie soll das gehen? Digitalisierung und Technologisierung verändern unsere Arbeits- und Lebenswelten. Sie erleichtern, aber machen auch alles komplexer. Und leider, so sagt Sandra Brauer, liebt es unser Gehirn, über Probleme nachzudenken. Damit fördern wir eine negativ konnotierte Stimmung.
Gerade junge Frauen messen sich in Schönheitsidealen, sie sind ständig in Interaktion mit dem Netz, was Minderwertigkeitsgefühle und Ängste hervorrufen kann. Hingehen sind, laut Brauer, junge Männer anfälliger fürs Gaming, was Abhängigkeiten provoziert und von der echten Kommunikationsfähigkeit entfernt. Deshalb: priorisieren, aber richtig.
Die digitale Resilienz als Therapieansatz wird im Coaching noch nicht ernst genug genommen. Umso eindringlicher lautet ihr Appell an Unternehmen: überprüfen, ob man wirklich eine bedürfnisorientierte Arbeitswelt schaffen oder lieber dem Kapitalismus folgen wolle. Höher, schneller, weiter? Besser nicht, sagt sie. Die betriebswirtschaftliche Prämisse, Zeit, Qualität und Kosten gleichzeitig umsetzen zu wollen, sei strategisch nicht möglich. Vielmehr gehe es darum, den Mitarbeitenden Ängste vor Veränderungen zu nehmen, auf ihre Bedürfnisse zu schauen und Räume zu schaffen für mehr Selbstbewusstsein und Zuversicht.
Sandra Brauer ist Systemische Beraterin (dgsf-zertifiziert), Stressmanagement-Trainerin und Prozessbegleiterin in der digitalen Transformation und Autoin. Sie ist Gründerin des Systemischen Netzwerkes in Hamburg. Ihr Schwerpunkt ist die Vermittlung digitaler Kompetenzen. Seit 2020 hat sie einen Lehrauftrag an der FOM Hochschule im Modul „Psychologische Gesprächsführung“.
Wann wird eine Beziehung zu viel? Oder ist sie noch retten? Was, wenn der Partner nur noch als Last empfunden wird, es nur noch Streit oder gar keine Worte mehr gibt? In dieser Folge spricht die Psychologin und Paartherapeutin Alexandra Soor über Ursachen von Beziehungskrisen, was dahintersteckt, aber auch, wie wir an ihr arbeiten und lernen, richtig miteinander zu kommunizieren. Sie sagt, lauft nicht gleich weg! Oft benötigt es für eine Wiederannäherung sogar nur wenige klärende Gespräche.
Den ersten Schritt macht man selbst
Doch zunächst zu den Fakten: Was Beziehungslust oder Unlust angeht, setzen die sozialen Medien die Latte sehr hoch. Viele junge Menschen wagen angesichts negativer Inhalte nicht mehr den Schritt in die eigene, gelebte Beziehung. Dating wird zu kompliziert. Doch die Sehnsucht nach einer Beziehung, sagt Soor, ist da.
„Jede Beziehung fängt zu allererst bei einem selbst an“, weiß die Psychologin, die beobachtet, dass sich schon zu Beginn manch einer Partnerschaft die Partner nicht genügend Zeit nehmen, den anderen wirklich kennenzulernen. Hinzukommt, dass sich beide Individuen weiterentwickeln. Zu früh gewachsene Gewohnheiten und ein eingeschlichener Alltag machten dann Vieles kaputt.
„Wenn sich Paare an der Beziehung abarbeiten, um sie am Laufen zu halten, endet das in Erschöpfung, dann kommt es zu einem Beziehungs-Burnout“, sagt Alexandra Soor. Für sie gibt es das klassische Auseinanderleben nicht. Es bedeutet einfach nur, dass das Interesse am Partner nicht mehr vorhanden ist.
Eine gute Liebesbeziehung lebt von der Verbindung zueinander. Und vom ständigen Training. Wie man diese Verbindung (wieder)finden und wieder ein Team werden kann, das erklärt Alexandra Soor in dieser Folge.
Alexandra Soor ist Psychologin, Paartherapeutin und Heilpraktikerin für Psychotherapie mit einer eigenen Praxis.
Wie gelingt Gewaltfreie Kommunikation (GFK) am Arbeitsplatz? Das erläutern die GFK-Trainerin Anja Palitza und der Unternehmercoach Olaf Hartke. Wir hinterfragen, wie fleißige Mitarbeitende verbalen Attacken der Kollegen und dem ständigen Druck der Führungsetagen begegnen können. Wir hinterfragen auch, wie Chefetagen und Ressortleitungen GFK bei Konflikten anwenden können, wie sie bei Mobbing oder schwierigen Mitarbeitern reagieren können.
In den Führungsetagen deutscher Unternehmen beginnt in Sachen GFK ein langsames Aufwachen. Endlich, sagen die zwei, denn: „In ihr liegt unglaubliches Potential.“ Die GFK ist nicht als einmalige Schulung zu verstehen, sondern als ein Prozess, der sich im besten Fall zu einer Lebenshaltung entwickelt. Die Ziele einer leistungs- und ergebnisorientierten Wirtschaft schließen die emotionale Annäherung durch die GFK für einen wertschätzenden Umgang miteinander nicht aus. Gesehen und gehört werden: Es geht nicht darum, für mehr Leistung zu manipulieren, sondern um ein wertschätzendes Miteinander zu schaffen.
GFK erfordert ständiges Training. Ein Hilfsmittel ist das Vier-Schritte-Modell nach seinem Gründer Marshall B. Rosenberg. Nach dem Leitsatz „Höre nicht, was sie sagen, sondern höre, was sie fühlen und brauchen“ geht es um die Beobachtung von einem selbst und den anderen, die Beschreibung des Gefühls, das Erkennen und Äußern von Bedürfnissen und daraus folgenden Bitten. Hinhören braucht Aufmerksamkeit: Zuhören bedeutet verstehen zu wollen, was den anderen bewegt. Es bedeutet nicht, damit einverstanden zu sein.
Wichtig ist die Sprache der GFK. Viele Wörter, die genutzt werden, sind nicht in unserem aktiven Wortschatz, „aber vorhanden“. Wer spricht schon gerne über seine wahren Gefühle? Auch darüber sprechen wir und auch, dass GFK keine Grenzen kennt. Alles kann mit ihr vermittelt werden. Auch andere Meinungen und Verhaltensweisen. Sie findet Anwendung in allen Lebensbereichen.
Für Einsteiger, die GFK für sich entdecken möchten, geben Anja Palitza und Olaf Hartke wichtige Einblicke und Aspekte an die Hand.
Anja Palitza: ist Erziehungswissenschaftlerin und Systemische Beraterin. Seit 2005 ist sie zertifizierte Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation (CNVC- und Fachverband GFK), systemische Familienberaterin und begleitet Einzelpersonen sowie Gruppen in Entwicklungs- und Veränderungsprozessen.
Anja Palitza und Olaf Hartke bilden im Trainerteam von K-Training TrainerInnen für Gewaltfreie Kommunikation aus. Sie sind zertifiziert vom CNVC (Center for Nonviolent Communication). Sie haben zusammen zwei erwachsene Söhne.
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