Archivradio – Geschichte im Original

Archivradio – Geschichte im Original

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Archivradio – Geschichte im Original episodes

  • Unterzeichnung des Élysée-Vertrags: Live-Reportage | 22.1.1963
    Völkerverbindende Vertragsunterzeichnung
    Der Reporter Georg Stefan Troller ist mit dabei und berichtet live von dieser völkerverbindenden Vertragsunterzeichnung. Sie findet statt im Salle de Murat des Élysée-Palasts, einem fensterlosen, schmalen Repräsentationsraum. Der Reporter beschreibt den Raum: Das Mobilar beschränke sich auf einen mit rotem Samt bespannten Tisch und fünf darum gruppierte Sessel. In der Mitte habe General de Gaulle Platz genommen. Adenauer sitze rechts von ihm, Premierminister Pompidou zur Linken. Die beiden Außenminister, Schröder und Couve de Murville, seien etwas auf Distanz dahinter platziert.
    Wangenkuss nach französischer Sitte
    De Gaulle sei als erster mit dem unterzeichnen fertig. Im Hintergrund hört man den Staatspräsident sprechen, der Reporter übersetzt simultan. Die historische Szene, die dann kommt, nennt der Reporter "unerhört". De Gaulle und Adenauer küssen sich nach französischer Sitte auf beide Wangen. "Ich danke Ihnen, Herr Kanzler", sagt de Gaulle. Damit sei die Aussöhnung zwischen den beiden Nachbarvölkern eine geschichtliche Tatsache geworden. Verbrieft und besiegelt.
    Archiv des Südwestfunks
    4 min
  • Amtsenthebungsverfahren gegen Bill Clinton beginnt | 7.1.1999
    Im Januar 1999 beginnt das Amtsenthebungsverfahren gegen Bill Clinton. Hauptvorwurf: Clinton habe im Zusammenhang mit seinen Affären und mutmaßlichen sexuellen Übergriffen mehrere Meineide geleistet. Doch nicht einmal Clintons politische Gegner, die Republikaner, sind wirklich in der Sache geschlossen und geeint.
    US-Präsident Clinton bleibt im Amt
    Schon einen Monat später, am 12. Februar 1999, geht das Impeachmentverfahren zu Ende. Clinton bleibt im Amt, wird noch nicht einmal für sein Verhalten gerügt. Anschließend kann er umso entspannter weiterregieren.
    5 min
  • Video mit Bill Clintons Affären-Geständnis läuft im Fernsehen | 21.9.1998
    US-Präsident Clinton sagt vor Sonderermittler-Team um Kenneth Starr aus
    Wegen seiner Sex-Affäre und einer mutmaßlichen Falschaussage muss US-Präsident Bill Clinton im August 1998 vor dem Team des Sonderermittlers Kenneth Starr (1946 - 2022) aussagen. Hier räumt er ein, so wörtlich, unangemessenes Verhältnis zur ehemaligen Praktikantin Monica Lewinsky ein und schilderte Details. Er beharrt aber darauf, keine "sexuelle Beziehung" zu Lewinsky gehabt zu haben, weil sich dieser Begriff nach seinem Verständnis ausschließlich auf Geschlechtsverkehr beziehe, der aber nicht stattgefunden habe.
    Video wird öffentlich: Empörung über Verletzung der Privatsphäre
    Diese Anhörung fand hinter verschlossenen Türen statt, doch am 21. September 1998 wird ein Video der Anhörung in die Öffentlichkeit lanciert und im Fernsehen ausgestrahlt. Deutsche Spitzen-Politiker äußern sich empört über diese Indiskretionen. Bundeskanzler Helmut Kohl erklärt, er finde die Vorgänge "zum Kotzen".
    Kenneth Starr empfiehlt Impeachment-Verfahren, Bill Clinton bleibt populär
    Sonderermittler Kenneth Starr wird bald darauf in seinem Abschlussbericht die Einleitung eines Amtsenthebungsverfahrens gegen Bill Clinton empfehlen.
    Clintons Popularität leidet allerdings kaum unter der Affäre. Sie sorgt sogar im Vorverkauf von Halloween für ganz neue Kostümmoden. Lewinsky-Outfit und Clinton-Zigarren sind der Renner – erzählt USA-Korrespondent Hans-Jürgen Maurus in seinem Bericht vom 7. Oktober 1998.
    10 min
  • Bill Clintons Affäre mit Monica Lewinsky wird zum Skandal | 22. bis 27.1.1998
    US-Präsident Clinton soll Monica Lewinsky zum Meineid angestiftet haben
    Im Januar 1998 verdichten sich die Hinweise, dass US-Präsident Bill Clinton eine Sex-Affäre mit einer Praktikantin im Weißen Haus gehabt hat. Zum politischen Skandal wird die Geschichte aber, als herauskommt, dass er diese Praktikantin mit dem Namen Monica Lewinsky angestiftet haben soll, die Affäre unter Eid zu leugnen, also einen Meineid zu leisten. Und dass er selbst öffentlich gelogen hat.
    Impeachment: Dem Präsidenten droht die Amtsenthebung
    Monate später wird das Ganze zu einem Amtsenthebungsverfahren gegen den Präsidenten führen. Es wird eine belastende Zeit für Bill Clinton. Sie beginnt mit den ersten Enthüllungen am 22. Januar 1998.
    Wenige Tage später bekommt Bill Clinton Unterstützung – von seiner Frau Hillary.
    15 min
  • Honecker: Mauer wird noch in 100 Jahren stehen | 19.1.1989
    Die Mauer ("antifaschistischer Schutzwall") schütze die DDR-Bürger vor Ausplünderung, Drogen und den Machenschaften des Westens. Davon zeigte sich Erich Honecker noch Anfang des Jahres 1989 überzeugt. Wenn sich der Westen nicht ändere, werde die Mauer noch in 100 Jahren stehen. So Honecker auf der Tagung des Thomas-Müntzer-Komitees in Ostberlin.
    Er spricht im folgenden Redeauszug über den Frieden, und den Beitrag, den die DDR dazu leistet. Der USA und Deutschland wirft er Doppelzüngigkeit vor.
    10 min
  • Erster "Holocaust-Gedenktag" | 19.1.1996
    Der 27. Januar – Jahrestag der Befreiung der Menschen im Konzentrationslager Auschwitz 1945 – ist in Deutschland Holocaust-Gedenktag.
    Das war nicht immer so. Dieser Gedenktag wurde erst 51 Jahre nach Ende der Nazi-Diktatur geschaffen. Die erste Feierstunde 1996 wurde allerdings wegen einer Dienstreise von Bundespräsident Roman Herzog eine Woche vorverlegt, auf den 19. Januar. Vor Herzog spricht Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth.
    30 min
  • Svetozar Boroevic hält Ansprache an die Kameraden der Isonzo-Armee | 16.1.1916
    Svetozar Boroevic begrüßt die Soldaten als "alte Kriegskameraden" aus den Feldzügen in Galizien und in den Karpaten. "Solange es Kulturmenschen geben wird" wird man die Soldaten als "Muster von Vaterlandsliebe, Gehorsam und Pflichtgefühl" preisen.
    Die Italiener konzentrierten ihre Angriffe auf Österreich-Ungarn vor allem im Tal des Isonzo-Flusses nördlich von Triest. Es war eine der wenigen Stellen an der Grenze der beiden Länder, die nicht durch das Hochgebirge führten, aber es war schwierig, auf dem Gelände Truppen aufzustellen und zu manövrieren. 
    Die schweren Gefechte an der Isonzo-Front brachten nur geringfügige Geländegewinne, kosteten aber viele Menschenleben: Die Italiener verloren schätzungsweise 230.000, die Österreicher 165.000 Soldaten.
    Im März 1916 hatten die Italiener mit fünf Isonzo-Schlachten, die unter extremsten Bedingungen geführt wurden, nur geringe Erfolge gegen die österreichisch-ungarischen Truppen erzielt. Die Trentino-Offensive der k. u. k.-Armee und weitere Angriffe am Isonzo im Mai und Oktober 1916 untergruben die Moral der italienischen Armee.
    Quelle: Deutsches Rundfunkarchiv (DRA)
    2 min
  • Ansturm auf Stasi-Zentrale in Ostberlin | 15.1.1990
    Nach der Stürmung der Stasi-Gebäude in Erfurt, in Leipzig, Suhl und Rostock ist am 15. Januar 1990 auch die Zentrale in Ostberlin dran. Es ist der Höhepunkt der Proteste. Wütende Bürgerinnen und Bürger stürmen die Zentrale in der Normannenstraße. Die Besetzung eskaliert.
    6 min
  • Die Gründung der "Grünen" | 12./13.1.1980
    Auch wenn sich in der grünen Bewegung viele ehemalige 1968er fanden, waren in der Partei anfangs auch tief-konservative Politiker vertreten. So wie Herbert Gruhl, der ein Buch mit dem Titel "Ein Planet wird geplündert" geschrieben hatte. Bis 1978 war er Mitglied der CDU, dann trat er dort aus und gründete am darauffolgenden Tag die neue Partei "Grüne Aktion Zukunft", GAZ. Die wiederum schloss sich mit anderen Aktionsbündnissen und grünen Listen zu den „Grünen“ zusammen. Das geschah am 12. und 13. Januar 1980 in Karlsruhe auf dem Gründungsparteitag, der von Herbert Gruhl eröffnet worden war.
    Herbert Gruhl eröffnete den Parteitag
    Herbert Gruhl eröffnete als erster Redner den Parteitag. Er entschuldigte sich zunächst bei den im Saal befindlichen Mitgliedern für die hoffnungslos überfüllte Stadthalle in Karlsruhe. Die Zahl der Parteimitglieder hätte sich in den letzten Wochen vervierfacht auf 10.400.
    Und die Gegner, so Gruhl, schauten nun gespannt nach Karlsruhe:
    "'Die Zeit' schrieb in dieser Woche: Die FDP in Baden-Württemberg setzt darauf, dass die Grünen sich schon selber noch auseinanderdiskutieren werden und fragt hoffnungsvoll, ob sich die Blätter bald verfärben und damit den Abfall vom Stamm und den politischen Herbst der Bewegung ankündigen. 'Die Zeit' sagt weiter: Die FDP in Bonn hofft ebenfalls darauf, dass die Gründung einer grünen Bundespartei die Zerrissenheit dieser Bewegung sichtbar macht und manche potenziellen Wähler abschreckt. Wir haben es heute und morgen in der Hand, unsere Gegner zu enttäuschen."
    Wirtschafts- und Arbeitswelt, Friedens- und Außenpolitik, Umwelt und Natur – das, so Gruhl, seien die Schwerpunkte grüner Politik. Er schließt mit den Worten "Liebe Freunde, niemand kann unseren Erfolg noch verhindern, es sei denn wir selbst."
    Quelle: Süddeutscher Rundfunk. Original-Mitschnitt vom 12. Januar 1980
    11 min

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Historische Aufnahmen und Radioberichte von den ersten Tonaufzeichnungen bis (fast) heute. Das Archivradio der ARD macht Geschichte hör- und die Stimmung vergangener Jahrzehnte fühlbar. Präsentiert…

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