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Wie unterscheidet sich Einsamkeit von einer Depression? Warum fällt es vielen Betroffenen so schwer, darüber zu sprechen? Und wie können Ärztinnen und Ärzte das Thema in der Praxis ansprechen? Darüber spricht Prof. Mazda Adli, Psychiater und Chefarzt der Fliedner Klinik Berlin im Ärztetag-Podcast.
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Die Finanzlage von Kranken- und Pflegeversicherung bleibt angespannt, während der Reformdruck weiter wächst. Im Podcast „Die Berliner Stunde“ spricht der CSU-Fraktionschef im Bayerischen Landtag und frühere Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek mit Thomas Hommel über die Frage, wie sich die großen Herausforderungen in Gesundheit und Pflege noch bewältigen lassen. Seine Antwort: Die Akteure müssten sich endlich „unterhaken“ und gemeinsam Lösungen erarbeiten.
Außerdem geht es um den Abbau von Bürokratie in Praxen, Kliniken und Pflegeeinrichtungen, die stärkere Einbindung von Kommunen und Ehrenamtlichen sowie die milliardenschweren Corona-Kosten der Pflegeversicherung. Warum Holetschek Gesundheit und Pflege für „demokratierelevante“ Themen hält und welche Reformschritte aus seiner Sicht jetzt Priorität haben, hören Sie in dieser Folge der Berliner Stunde.
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Erst Ende September kam das Go: Der Impfstoff für die Influenza-Impfung ist da! Darauf hatten Dr. Christian Fleischhauer und sein Team gewartet: Der Hausarzt aus Jena in Thüringen machte sich sofort daran, Termine in den von seiner Praxis mit zwei Standorten betreuten Alten- und Pflegeheimen zu organisieren.
Er klärte kurz ab, welche Bewohner dort welche Impfung wünschen, dann schwärmten mehrere Impfteams der Praxis mit Ärzten und MFA und PJ‘ler in die Heime aus, um dort den Impfschutz für den Winter mit Impfstoffen gegen Influenza, COVID-19, RSV und Pneumokokken zu sichern.
Im „ÄrzteTag“-Podcast erläutert Fleischhauer, wie die Teams arbeitsteilig vorgehen, ob er die Option umsetzt, bei Patienten bei Bedarf zwei Impfungen auf einmal zu machen und warum der Piks bei der Impfung viel weniger Arbeit macht als dies bei Aufklärung und Dokumentation des Vorgangs der Fall ist.
Der Allgemeinmediziner, der auch im im Vorstand des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands Thüringen aktiv ist, ist optimistisch, dass er bei der Anzahl der Impfungen auch die Anforderungen an die Kriterien in Sachen Vorhaltepauschale erfüllen kann.
Mit seinen rund 2.500 Patientinnen und Patienten im Quartal liegt die Latte im Q4 recht hoch, bei knapp 700 Impfungen. „Aber es geht ja nicht nur um die Atemwegserkrankungen“, so Fleischhauser im Podcast-Gespräch.
Auch FSME – Thüringen ist Risikogebiet – und andere Impfungen zählten mit. Er begrüßt, dass nun klargestellt zu sein scheint, dass Impfungen trotz des GKV-Beitragsstabilisierungsgesetzes extrabudgetär bleiben.
Im Gespräch erläutert Fleischhauer, wie er sich und seine Patienten über die Änderungen der STIKO auf dem Laufenden hält und wie Praxisverwaltungssysteme die Bürokratieanforderungen an die Impfungen leichter ertragbar machen. Er beschreibt, wie das PVS helfen kann, vor allem die vulnerablen Patientengruppen im fortgeschrittenen Alter und mit chronischen Erkrankungen zu identifizieren, um sie anzusprechen.
Nicht zuletzt geht Fleischhauer darauf ein, warum er glaubt, dass Patientinnen und Patienten besser in der Arztpraxis aufgehoben sind als in der Apotheke, wenn es ums Impfen geht und wie das Impfangebot der Praxis ebenso niedrigschwellig möglich gemacht werden kann wie in der Apotheke.
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Gespräche über Politik gehören längst zum Alltag in vielen Hausarztpraxen. Ob Krankenkassenbeiträge, Reformen im Gesundheitswesen oder die Sorge um die künftige Versorgung: Oftmals suchen Patientinnen und Patienten Orientierung bei ihren vertrauten Ansprechpartnern – in vielen Fällen also bei ihrer Hausärztin oder ihrem Hausarzt.
Im ÄrzteTag-Podcast erklärt Dr. Markus Blumenthal-Beier, Co-Bundesvorsitzender des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands, warum er dabei konsequent zwischen Wartezimmer und Sprechzimmer unterscheidet und weshalb er politische Themen nie von sich aus ins persönliche Gespräch einbringt. Bringen Patientinnen und Patienten sie jedoch selbst mit, können solche Gespräche wertvolle Hinweise geben: Blumenthal-Beier schildert, warum besonders emotionale Äußerungen oft mehr erzählen als nur Ärger über politische Entscheidungen.
Im Gespräch geht es außerdem um die Frage, wo notwendige Abgrenzung beginnt, wie Ärztinnen und Ärzte Grenzen setzen können und warum sie nicht auf alles eine Antwort haben müssen.
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Seit August 2026 sieht die europäische KI-Verordnung (AI Act) neue Pflichten für Betreiber und Anwender von Künstlicher Intelligenz vor. Worauf Arztpraxen seitdem achten müssen, erklärt Professorin Julia Gokel, Fachanwältin für Medizinrecht in der Kanzlei Lyck+Pätzold in Bad Homburg und Professorin an der SRH Hochschule Heidelberg.
Dabei geht es vor allem um die Hinweispflichten: Reicht dafür das Impressum oder die Datenschutzerklärung auf der Praxiswebseite aus? Nein, sagt Gokel.
Weil das Thema KI in den Praxen immer mehr Raum einnimmt, geht es im „ÄrzteTag“-Podcast auch darum, wie Ärztinnen und Ärzte ihre Patienten darauf hinweisen können, dass und welche KI-Tools sie nutzen. Da war der Schritt natürlich auch nicht mehr weit zu dem Thema: Was tun, wenn Patienten mit einer KI-Diagnose in die Praxis kommen? Julia Gokel rät davon ab, die von künstlicher Intelligenz ausgespuckte Diagnose in die Akte zu nehmen (24:58). Darüber reden sollte man aber natürlich mit dem Patienten.
Ihr Tipp an die Praxen: Jetzt eine KI-Inventur vornehmen – auch mit Blick auf weitere Pflichten, die ab dem kommenden Jahr aus der KI-Verordnung entstehen
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Die Erwartungen an das von der Bundesregierung geplante Primärversorgungssystem sind hoch: kürzere Wege für Patientinnen und Patienten, eine bessere Koordination von Behandlungen und ein effizienterer Einsatz begrenzter Ressourcen. Aber wie könnte ein solches System konkret aussehen?
Darüber spricht Professorin Eva Hummers, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), in dieser Folge der Berliner Stunde. Sie erklärt, warum ein Primärversorgungssystem weit mehr ist als eine Überweisungspflicht und weshalb hausärztliche Praxen nicht nur Lotsen sein können, sondern oftmals auch fallabschließend versorgen sollten. Wie hoch der Anteil der Anliegen sein könnte, die Hausärzte abschließend behandeln, erläutert sie im Podcast.
Das Positionspapier der DEGAM finden Sie hier.
Bei der zusätzlichen Altersvorsorge, die helfen soll, im Ruhestand den Lebensstandard zu halten, tut sich zum Jahreswechsel etwas: Auch Selbstständige können ab Januar 2027 über das neu geschaffene Altersvorsorgedepot von einer direkten Förderung des Staates profitieren – anders als zuvor bei den Riesterverträgen.
Wie das Altersvorsorgedepot als zusätzlich flexibler Baustein für die finanzielle Ausstattung im Alter funktioniert, darüber spricht Reinhard Pfingsten, Chief Investment Officer (CIO) der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank), im „ÄrzteTag extra“, einem Podcast der Ärzte Zeitung.
Ärztinnen und Ärzte hätten zwar ein vergleichsweise hohes Einkommen und seien über die berufsständischen Versorgungswerke auch gut abgesichert. Dennoch gebe es auch für sie eine Rentenlücke im Vergleich zum vorherigen Einkommen. Eine zusätzliche Altersvorsorge sei also auf jeden Fall wichtig, so Pfingsten im Podcast.
Im Gespräch führt er unter anderem aus,
Pfingsten ist zuversichtlich, dass über das Altersvorsorgedepot für die nächste Generation von Ärztinnen und Ärzten ein kräftiger Rentenzuschlag erwirtschaftet werden kann, um so mehr in Kombination mit der von der Bundesregierung geplanten Frühstartrente.
Bildnachweis: Portrait Pfingsten: © apoBank
Impressum
Testosteronmangel: Worauf es in der Hausarztpraxis ankommt
Moderation: Hauke Gerlof, Neu-Isenburg
Mit freundlicher Unterstützung von Deutscher Apotheker- und Ärztebank (apoBank), Düsseldorf
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Tel: +49 (0) 61 02 / 506 – 0
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Rechtsanwalt Dr. Maximilian Warntjen hat einen Ratgeber zum Medizinstrafrecht verfasst. Damit will er Ärztinnen und Ärzte eine Hilfestellung bieten, die in ein Strafverfahren verwickelt sind. Im „ÄrzteTag“-Podcast gibt er einen Einblick in die wichtigsen Fragen: Wie verhalte ich mich bei Praxisdurchsuchungen? Muss ich zu einer Vorladung hingehen? Wann droht mir die Aberkennung der Approbation?
Er hat die Erfahrung gemacht, dass die Wahrscheinlichkeit, als Arzt oder Ärztin einmal in seinem Berufsleben mit einem Behandlungsfehlervorwurf konfrontiert zu sein, relativ hoch ist. Ein weiterer großer Bereich ist das Thema Abrechnungsbetrug: Im Gespräch erklärt Wantjen, wann eine falsche Abrechnung vorsätzlich begangen wurde und damit strafbar ist und wann es sich um ein Versehen handelt.
Im Podcast geht es auch darum, welche Rolle das Praxispersonal in den Ermittlungen spielt. Bei Durchsuchungen setzen die Ermittler gerne auf einen Überraschungseffekt und hoffen, vermeintlich ungefilterte Aussagen dazu zu bekommen, wie es in der Praxis abläuft. Aber auch Ärzte, denen kein Strafverfahren droht, sollten sich auf derartige Situationen vorbereiten, empfiehlt der Medizinstrafrechtler.
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Mit dem geplanten Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen (GeDIG) steht eines der wichtigsten Digitalisierungsvorhaben der Bundesregierung an. Doch welche Chancen bietet das Gesetz tatsächlich für die Versorgung?
In dieser Folge "Die Berliner Stunde" spricht Matthias Gabriel mit Sascha Raddatz, Geschäftsführer des Bundesverbands Gesundheits-IT (bvitg), über die Chancen und Herausforderungen des Gesetzentwurfs, Interoperabilität und die Zukunft der Telematikinfrastruktur. Kann das Gesetz das erhoffte Digitalisierungstempo bringen und welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit digitale Innovationen im Versorgungsalltag ankommen?
Am 29. September 2026 findet die nächste digitale Veranstaltung von Politik & Debatte Live statt. Unter der Leitfrage: "Der digitale Weg in die Arztpraxis: Wer steuert künftig den Zugang zur Versorgung – und wie?" diskutieren wir mit Expertinnen und Experten ab 17:30 Uhr im Stream.
In dieser „ÄrzteTag“-Podcastfolge liefert Professorin Stefanie Reich-Schupke einen umfassenden Einblick in die praktische Kompressionstherapie. Denn diese ist in der Behandlung von Venenleiden ein zentraler Baustein. Sie erläutert, an welchen Stellschrauben Ärztinnen und Ärzte drehen können, um für ihre Patientinnen und Patienten die passende Versorgung auszuwählen, und welche Informationen auf das Rezept gehören.
Außerdem bringt die Dermatologin die zentralen Botschaften der Leitlinie auf den Punkt. Ziel ist, die Adhärenz zu fördern, denn „ein Kniestrumpf am Bein bringt viel mehr als eine teure Strumpfhose in der Schublade“. Des Weiteren erklärt Reich-Schupke, wie sich Flachstrick von Rundstrick unterscheidet und wie sich dies für die individualisierte Therapie nutzen lässt. Außerdem klärt sie die Frage, was genau MAK (medizinische adaptive Kompressionssysteme) sind und wann sie eingesetzt werden.
Das Spektrum für Kompressionstherapie hat sich erweitert: Reich-Schupke erzählt, welche Indikationen neu hinzugekommen sind und wie die Therapie bei diesen wirkt. So zählen nun beispielsweise auch „entzündliche Dermatosen“ zu den Indikationen, die vor einiger Zeit noch als Kontraindikation galten. Auch Risiken kommen zur Sprache und welche Aspekte bei Begleiterkrankungen bedacht werden müssen.
Zudem sprechen wir über den praktischen Umgang mit Kompressionsstrümpfen: Was Patienten an sehr heißen Tagen tun können, wie sie ihre Strümpfe und vor allem ihre Haut pflegen sollten, und ob andere Hauterkrankungen wie eine Psoriasis oder atopische Dermatitis ein Hindernis darstellen könnten.
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