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Am kommenden Dienstag, dem 23. Juni, ist es genau zehn Jahre her, dass die Britinnen und Briten in einem Referendum darüber abstimmen konnten, ob sie in der EU bleiben oder austreten wollen. Damals haben sie sich dafür entschieden, zu gehen. Heute sagen viele Menschen in Großbritannien: Das war ein Fehler.
Denn auf das Referendum folgte ein politisch und wirtschaftlich komplizierter und langwieriger Prozess, der dem Land geschadet hat. Mindestens genauso groß waren die gesellschaftlichen Verwerfungen. Das Votum für den EU-Austritt war der bis dahin symbolträchtigste Sieg des Rechtspopulismus und des Nationalismus in einer westlichen Demokratie im 21. Jahrhundert. Diese Entwicklung hat sich dann fortgeschrieben, mit dem Wahlsieg von Donald Trump in den USA im November 2016 und immer neuen Rekordwerten für Rechtspopulisten und Rechtsextremisten in vielen Ländern – nicht zuletzt in Deutschland.
Das Brexit-Referendum war ein Startschuss für diese Entwicklung. Kurz vor dem zehnten Jahrestag schaut darum in dieser Ausgabe von "Auf den Punkt" der Großbritannien-Experte Nicolai von Ondarza von der "Stiftung Wissenschaft und Politik" zurück auf das, was damals passiert ist, und analysiert, wie es bis heute nachwirkt.
Zum Weiterhören:
Moderation, Redaktion: Nadja Schlüter
Redaktion: Johannes Korsche
Produktion: Laura Sagebiel
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über ElectionsUK (Youtube) und CNN.
Redaktionsschluss war Freitag, 19.06.26, um 13 Uhr.
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Für den britischen Premierminister Keir Starmer wird es eng. Denn am Donnerstag ist ein Politiker ins Parlament eingezogen, der ihm das Amt streitig machen will. Und auch noch gute Chancen hat, dass das klappt: der Labour-Politiker Andy Burnham.
Burnham hat bereits angekündigt, dass er im Falle eines Wahlsiegs in seinem Wahlbezirk Makerfield Keir Starmer als Parteichef und Premierminister herausfordern würde. Er will Premierminister werden – und viele seiner Parteikolleginnen und -kollegen unterstützen ihn dabei.
In dieser Folge von „Auf den Punkt“ spricht Martin Wittmann, SZ-Korrespondent in London, darüber, was Burnhams Einzug ins britische Unterhaus für Keir Starmer bedeutet. Und er erklärt, wie wahrscheinlich es ist, dass Andy Burnham tatsächlich bald neuer Premierminister von Großbritannien werden könnte.
Weitere Nachrichten: Israel und Libanon einigen sich auf Waffenruhe; Diskussion um Arbeitszeitgesetz; Hitzewarnung für Deutschland.
Zum Weiterlesen und -hören:
Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über BBC.
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Schon der G-7-Gipfel in dieser Woche ist für die Ukraine ganz gut gelaufen. Die Staatschefs haben sich dort darauf geeinigt, mehr Druck auf Putin auszuüben. Und dann beginnt auch der erste Verhandlungsblock für den EU-Beitritt. Das beschäftigt die Staatschefs der Mitgliedsländer auf dem EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag. Seit Jahrzehnten arbeitet die Ukraine schon auf einen EU-Beitritt hin – ganz unabhängig von dem russischen Großangriff. Worüber jetzt genau verhandelt wird und wo dabei die größten Hindernisse liegen, darüber spricht in dieser Folge von „Auf den Punkt“ Jan Diesteldorf. Er ist Korrespondent für die SZ in Brüssel.
Weitere Nachrichten: Iran-Rahmenabkommen ist unterzeichnet; Nachwahl in Makerfield entscheidet über Starmers politisches Schicksal.
Zum Weiterlesen und -hören:
Die „Auf den Punkt“-Folge zum Iran-Rahmenabkommen und welche Rolle der israelische Premier Netanjahu dabei spielt, hören Sie hier.
Den Text von Kathleen Hildebrand darüber, warum trotz KI weiterhin Menschen Texte schreiben sollten, lesen Sie hier.
Moderation, Redaktion: Johannes Korsche
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über: European Commission (YouTube).
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Friedrich Merz spricht von einem „Tag der Hoffnung“, Emmanuel Macron vom „Moment des strategischen Erwachens“. Auf dem G-7-Gipfel im französischen Évian demonstrieren die anwesenden Staats- und Regierungschefs eine neue Einigkeit. Und sie kündigen an, gemeinsam den Druck auf Moskau zu erhöhen, etwa mit neuen Sanktionen gegen Russland.
Bemerkenswert ist vor allem, dass auch Donald Trump diesen Sanktionen zugestimmt hat, erklärt SZ-Redakteur Daniel Brössler im Podcast. Er hat aus Évian über den G-7-Gipfel berichtet. Im Gespräch erklärt Daniel Brössler, inwiefern die G-7-Staaten das Rezept für einen guten Umgang mit Donald Trump gefunden haben – und welches Signal dies nach Moskau sendet.
Weitere Nachrichten: G-7 wollen Obergrenze für Rohstoffeinfuhr erwirken; Abkommen zwischen Iran und USA soll Wegfall aller Sanktionen beinhalten; Weiterhin viele antisemitische Vorfälle in Deutschland.
Zum Weiterlesen:
Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
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Beim amerikanischen Nachrichtensender CNN haben sie gezählt, wie oft Donald Trump schon einen baldigen Frieden mit Iran angekündigt hat: 38 Mal. Diesmal scheint aber tatsächlich tatsächlich ein diplomatischer Weg in Richtung Frieden möglich.
Am Freitag soll ein Rahmenabkommen von den USA und Iran unterschrieben werden. Das regelt, so heißt es, eine 60-tägige Waffenruhe, während der weitere Friedensverhandlungen stattfinden sollen. Es gibt also noch einige Punkte, an denen ein Frieden scheitern könnte.
Einer davon ist der Krieg, den Israel gegen die Hisbollah führt. Denn für Iran ist es zentral, dass die Waffenruhe zwischen den USA und Iran auch dort gilt. Aber: Die israelische Regierung will nicht mitmachen. Der rechtsextreme Minister für Innere Sicherheit Itamar Ben-Gvir sagte am Montag: “Israel darf das Abkommen zwischen den USA und Iran nicht akzeptieren.” Auch der israelische Premier Benjamin Netanjahu sagte am Montag, dass sich die israelischen Streitkräfte nicht aus dem Libanon zurückziehen werden. Aktuell halten sie etwa acht Prozent des Landes besetzt.
Warum Netanjahu kein Interesse an einem Frieden mit Iran hat, erklärt SZ-Nahost-Korrespondent Bernd Dörries in Beirut.
Weitere Nachrichten: Spritpreise fast wieder auf Vorkriegsniveau; Musk will ZDF verklagen.
Zum Weiterlesen:
Den Text zum Spiel Iran gegen Neuseeland von Jürgen Schmieder in Los Angeles lesen Sie hier.
Moderation, Redaktion: Johannes Korsche
Redaktion: Nadja Schlüter
Produktion: Julius Zimmer
Zusätzliches Audiomaterial über: MiddleEastEye (YouTube).
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Die US-Regierung will, dass Ende der Woche in der Schweiz ein Vertrag zur Beendigung des Iran-Kriegs unterzeichnet wird. Doch der wesentliche Konflikt muss erst noch gelöst werden, sagt SZ-Iran-Korrespondent Raphael Geiger: “Was wird aus dem iranischen Atomprogramm?” Der Krieg und der mögliche Frieden werden ab Montag auch auf dem G7-Gipfel im französischen Évian die Kernrolle spielen, sagt Frankreich-Korrespondent Oliver Meiler. Dort wird auch beraten werden, welche Staaten sich an der Sicherung der Straße von Hormus beteiligen können.
Gastgeber Emmanuel Macron will Donald Trump aber auch für ein starkes militärisches und finanzielles Engagement für die Ukraine gewinnen. Trump werde den Gipfel bestimmen, zeigt sich Meiler überzeugt. Um den US-Präsidenten bei Laune zu halten, werde deshalb der Klimawandel nicht thematisiert und es gebe keine Schlusserklärung. Aber Mittwochabend werde es eine pompöse Gala im Schloss Versailles mit Feuerwerk und Lichtshows geben. Offiziell zum 250. Jahrestag der Gründung der USA – inoffiziell, um sicherzustellen, dass Trump bis zum Ende bleibt.
Weitere Nachrichten: Großbritannien plant Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige; Nationaler Bildungsbericht bemängelt Ungleichheit; Haftstrafe für Sohn von Norwegens Kronprinzessin.
Zum Weiterlesen:
Einschätzungen darüber, was die Friedensvereinbarung für die Weltwirtschaft bringen, lesen Sie hier.
Hier lesen Sie einen Bericht über das WM-Lager der Iraner in Mexiko
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Nadja Schlüter
Produktion: Juno Graner
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Elon Musk ist nach dem Börsengang von Space-X der erste Billionär der Geschichte, zumindest auf dem Papier. Am ersten Handelstag stieg die Aktie um fast 20 Prozent, wodurch das Unternehmen mit 2,1 Billionen Dollar bewertet wurde. Doch seine Weltraumfirma SpaceX machte im vergangenen Jahr weniger als 19 Milliarden Dollar Umsatz und steckt tief in den roten Zahlen.
Warum die Aktionäre Musk trotzdem vertrauen und wofür er das viele Geld verwenden will, darüber spricht Gunnar Herrmann, der sich in der SZ-Wirtschaftsredaktion mit den Themen Geldanlage und Kapitalmärkten beschäftigt. Der SpaceX-Börsengang sei nur der Anfang, sagt Herrmann. KI-Unternehmen wie Anthropic und OpenAI planen noch in diesem Jahr ebenfalls Börsengänge – und beide Unternehmungen könnten ähnliche Bewertungen erzielen wie Space-X.
Weitere Nachrichten: Friedensabkommen zwischen USA und Iran könnte kurz bevorstehen; Proteste in Genf gegen G7-Gipfel in Evian; Schweizer stimmen gegen Begrenzung der Migration.
Zum Weiterlesen und -hören:
Hier lesen Sie, dass Space-X erst der Anfang riesiger Börsengänge ist.
Hier ist ein Beitrag über Musks sagenhaften Reichtum.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Philipp Saul
Produktion: Julius Zimmer
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Reuters und Paramount Pictures.
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Die Vereinigten Staaten von Amerika feiern am 4. Juli ihren 250. Geburtstag. Doch für Donald Trump scheint ein anderes Jubiläum wichtiger zu sein: Er wird an diesem Sonntag 80 Jahre alt und dafür lässt er ein riesiges Kampfsport-Spektakel organisieren: Zu Ehren Trumps sollen Käfigkämpfer aufeinander einschlagen - direkt vor dem Weißen Haus.
Der Präsident nutzt die Feierlichkeiten zur eigenen Selbstüberhöhung. Was sagt das aus über Donald Trump persönlich und über den Zustand der Vereinigten Staaten insgesamt? Darüber spricht in dieser Samstagsfolge von “Auf den Punkt” die Politologin Cathryn Clüver Ashbrook von der Bertelsmann Stiftung. Sie sagt: “Hier passieren mehrere Dinge gleichzeitig, die mit dem Gründungsmythos der USA wenig zu tun haben.”
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Zwei Jahre nach ihrer Verabschiedung ist diesen Freitag die Verschärfung des EU-Asylsystems in Kraft getreten. Das neue Gemeinsame Europäische Asylsystem (Geas) vereinheitlicht Asylverfahren und regelt die Verteilung von Schutzsuchenden innerhalb der EU neu. Zudem ist künftig die Einrichtung sogenannter Return-Hubs in Staaten außerhalb der EU möglich, in denen abgelehnte Asylsuchende untergebracht werden können.
Menschenrechtsorganisationen bewerten die Verschärfungen kritisch: Sie befürchten unter anderem längere Inhaftierungen und eingeschränkte Rechtsschutzmöglichkeiten für Asylbewerber. Die zentrale Neuerung ist die Einteilung von Geflüchteten in zwei Kategorien, sagt Markus Baler aus der SZ-Parlamentsredaktion in Berlin. Personen aus sogenannten sicheren Herkunftsländern oder aus Ländern mit niedrigen Anerkennungsquoten werden ein beschleunigtes Verfahren durchlaufen. Auch die haftähnliche Unterbringung in Deutschland werde vermutlich vor Gericht angefochten.
Weitere Nachrichten: Krankenkassenreform im Bundestag; David Hockney gestorben; SpaceX geht an die Börse.
Zum Weiterlesen und -hören:
Markus Balser hat hier die neuen Fakten im Asylrecht zusammengefasst.
Hier finden Sie unseren Podcast über die Auswirkungen der große Asylreform auf die EU.
Einen Nachruf auf den britischen Maler David Hockney lesen Sie hier.
Und hier ist der Beitrag über den absurden Reichtum von Elon Musk.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Ann-Marlen Hoolt, Luis Münch
Produktion: Imanuel Pedersen
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über ZDF.
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Am Montag hat im nordirischen Belfast ein Mann einen anderen mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt. Ein Video dieser Tat hat sich rasend schnell in den sozialen Medien verbreitet. Rechte Agitatoren haben es geteilt und damit gezielt Wut auf Migranten und Migrantinnen geschürt. Denn der mutmaßliche Täter stammt aus dem Sudan.
In Belfast hat sich die Wut in dieser Woche in rassistischer Gewalt entladen. Vermummte Menschen sind durch mehrheitlich migrantische Viertel gezogen und haben rassistische Parolen skandiert. Häuser und Autos wurden in Brand gesetzt. Der Mann, der den Messerangriff verübt haben soll, ist inzwischen festgenommen und angeklagt. Aber die rassistische Gewalt geht weiter.
Woher sie kommt und was kann getan werden, um sie einzudämmen? Darüber spricht in dieser Podcastfolge Michael Neudecker, der als SZ-Korrespondent aus London berichtet. Und er erklärt auch, inwiefern diese Ausschreitungen dem Premierminister Starmer gefährlich werden können.
Weitere Nachrichten: Britischer Verteidigungsminister Healey tritt zurück; EZB erhöht erstmals seit 2023 den Leitzins.
Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über „UK Parliament“ auf Youtube.
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