Auf den Punkt

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  • Wird der EU-Impfausweis zum neuen Reisepass?

    Für den griechischen Ministerpräsidenten Mitsotakis ist die Sache klar: "Die Personen, die geimpft sind, müssen frei reisen dürfen." Auch für die EU soll ein einheitlicher Corona-Impfpass bis zur Sommersaison einsatzbereit sein, sagt die stellvertretende Leiterin der SZ-Politikredaktion Karoline Meta Beisel. Doch es stellen sich viele Folgefragen. So könne es zu einer Impfpflicht durch die Hintertür kommen und ungeklärt sei auch, wie mit dem russischen Impfstoff Sputnik verfahren werden soll.

    Bereits jetzt planen erste private Reiseunternehmen wie Alltours mit Erleichterungen für Geimpfte, sagt Eva Dignös aus der SZ-Reiseredaktion. Das sei allerdings eine Gratwanderung der Reiseunternehmen. Vielmehr würden die Corona-Schnelltests eine wichtige Rolle bei den kommenden Urlauben spielen. Wichtig sei auch, dass man die Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes beachtet und auf die Stornierungsbedingungen des Veranstalters achtet. Eigentlich sollte man derzeit gar nicht verreisen, aber wenn dann eher antizyklisch und nicht zu Hotspots - auch nicht in Deutschland.

    Weitere Nachrichten: "Alarmstufe Rot“ fürs Klima, CSU-MdB Nüßlein lässt Amt ruhen.

    Moderation, Redaktion: Lars Langenau

    Redaktion: Antonia Franz

    Produktion: Valérie Nowak

    13 min
  • Bischofskonferenz: "Woelki ist nur die Spitze des Eisbergs"

    Wir-sind-Kirche-Sprecherin Grabmeier warnt, die katholische Kirche droht ihre letzte Chance zu verspielen. Sie fordert mehr Transparenz, Frauen und Aufgabenverteilung.

    Immer mehr Katholikinnen und Katholiken treten aus der Kirche aus. Nachdem Kardinal Woelki aus Köln seit Monaten einen Bericht über Missbrauchsfälle zurückhält, ist sogar ein Server zusammengebrochen, weil so viele Menschen offenbar die Kirche verlassen wollten.

    Aber Kardinal Woelki ist nur die Spitze des Eisbergs, sagt Sigrid Grabmeier von der Laienorganisation Wir sind Kirche. Eigentlich müssten er und noch viel mehr Bischöfe gehen.

    Weitere Themen: Kein bundesweiter Tarifvertrag in Altenpflege, Immunität von CSU-Politiker aufgehoben.

    Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro

    Redaktion: Antonia Franz

    Produktion: Justin Patchett

    Zusätzliches Audiomaterial über Deutsche Bischofskonferenz.

    13 min
  • Jens Spahn: Angekratzter Musterschüler

    Vor kurzem war Jens Spahn noch der beliebteste Politiker Deutschlands - und ein möglicher Kanzlerkandidat. Nun wird er von allen Seiten kritisiert.

    Jens Spahn kann gerade gute Nachrichten gebrauchen. Und an diesem Morgen gab es eine davon: Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat zumindest schon mal drei Corona-Selbsttests eine Sonderzulassung erteilt.

    Ansonsten läuft es gerade zäh für den Bundesgesundheitsminister. Eigentlich hatte Spahn angekündigt, dass ab dem 1. März jede und jeder sich mit Schnelltests selbst auf Corona testen lassen kann. Aber das hat die Kanzlerin persönlich inzwischen gestoppt. Erst am 3. März sollen die Länderchefs und sie über das Thema beraten.

    SZ-Hauptstadtkorrespondent Stefan Braun empfiehlt dem Bundesgesundheitsminister weniger über das Verzeihen zu reden und mehr seinen Job zu machen.

    Weitere Themen: Haftstrafe gegen syrischen Geheimdienstmitarbeiter, Kabinett stimmt für Verlängerung von Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan.

    Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro

    Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb

    Produktion: Valérie Nowak

    Zusätzliches Audiomaterial über Deutscher Bundestag.

    11 min
  • Neuer Wohnraum: "Die Angst vor Enteignung ist Käse"

    Regierungspolitiker von CDU/CSU und SPD haben eine positive Bilanz in der Wohnungsbaupolitik gezogen. Man komme dem eigenen Ziel, 1,5 Millionen neue Wohnungen bis zum Ende der Legislaturperiode zu schaffen, recht nahe, sagt Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Der Bund habe fünf Milliarden Euro für den sozialen Wohnungsbau zur Verfügung gestellt. Wenig begeistert sind jedoch Verbände und Opposition von der positiven Selbsteinschätzung der Regierung.

    Die Bilanz der Regierung ist nicht ganz so schlecht, sagt SZ-Wirtschaftsredakteur Thomas Öchsner. Auch bei dem Bau neuer Sozialwohnungen gebe Fortschritte. Nur würde es grundsätzlich weniger Sozialwohnungen im Bestand geben, da sie nach einer bestimmten Zeit aus der Sozialbindung fallen und normal vermietet werden. Da nicht im gleichen Umfang neue Sozialwohnungen gebaut werden, sinke die Gesamtzahl. Die Gesamtbilanz sei also negativ. Den rasant steigenden Boden-, und Immobilienpreisen sowie Mieten sei nur mit noch mehr Wohungen in den Ballungsgebieten, Nachverdichtung und einer Bodenwertsteuer beizukommen.

    Weitere Nachrichten: Corona-Lockerungen in Bayern, Wehrbericht, Töne vom Mars-Rover "Perseverance".

    Moderation, Redaktion: Lars Langenau

    Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb

    Produktion: Carolin Lenk

    Zusätzliches Audiomaterial über Facebook-Livestream und Movieclips Classic Trailers.

    13 min
  • Wie Frankreich die Schulen seit Sommer offen hält

    Zwölf Bundesländer haben seit Montag ihre Kitas und Grundschulen geöffnet oder deren Betrieb wieder erweitert. Überall gelten bestimmte – wenn auch unterschiedliche – Hygienekonzepte. Ob als nächstes noch mehr Klassen in die Schulen zurück dürfen oder ob sogar die Grundschulen womöglich bald wieder schließen müssen, hängt für viele dabei von der Entwicklung der nächsten Tage und Wochen ab.

    Dabei gibt es auch Länder, die mit höheren Infektionszahlen als Deutschland einfach alles andere zu gemacht haben, außer den Schulen. Frankreich zum Beispiel. Warum und wie erfolgreich das ist, erklärt in dieser Folge Nadia Pantel, SZ-Korrespondentin in Paris.

    Den erwähnten Kommentar von Christina Berndt zu Impfungen für Lehrerinnen und Lehrer sowie Erzieherinnen und Erzieher finden Sie hier.

    Weitere Themen: Merkel zu weiteren Öffnungen; EU-Sanktionen gegen Russland.

    Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb

    Redaktion: Antonia Franz

    Produktion: Carolin Lenk

    Zusätzliches Audiomaterial über die dpa.

    13 min
  • Mars-Mission: Ein bisschen Staub, ein bisschen Steine

    Touchdown… NASA! Am Donnerstagabend landete der Rover "Perseverance" auf dem Mars. Was bringt die 2,2 Milliarden Euro teure Mission?

    Am Donnerstagabend um 20:57 Uhr (mitteleuropäische) Weltzeit ist der Rover “Perseverance” auf dem Mars gelandet. Die Sonde soll dort Bodenproben entnehmen, die dann in ein paar Jahren zur Erde zurückgeschickt werden und vielleicht nachweisen könnten, dass es mal Leben auf dem Planeten gegeben haben könnte.

    Doch nicht nur die westlichen Länder schicken Sonden zum roten Planeten. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate und China wollen Forschung auf oder zumindest in der Atmosphäre des Mars betreiben. Das Weltall, sagt SZ-Wissensredakteur Christoph von Eichhorn, ist schon längst ein politisch brisanter Raum.

    Weitere Themen: Umsatzeinbruch bei Gastronomie, humanitäre Katastrophe in Jemen.

    Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro

    Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb

    Produktion: Valérie Nowak

    Den angesprochenen Artikel über Hanau lesen Sie hier.

    Zusätzliches Audiomaterial über Reuters.

    12 min
  • Afghanistan: Ein Einsatz und kein Ende

    Seit fast 20 Jahren sind Nato-Truppen in Afghanistan stationiert. Und dort werden sie wohl vorerst bleiben.

    Das Militärbündnis Nato steht vor einem Dilemma: Eigentlich haben ihre Truppen in Afghanistan nichts zu gewinnen. In all den Jahren sind die Probleme am Hindukusch nicht weniger geworden. Aber falls die Soldatinnen und Soldaten das Gebiet verließen, wird befürchtet, dass das Land in seiner Entwicklung um Jahre zurückfällt.

    Momentan debattieren die Nato-Verteidigungsminister, ob der Militäreinsatz in Afghanistan verlängert werden soll. Das aktuelle Mandat läuft Ende April aus. Zwischen zwei schlechten Lösungen, sagt SZ-Außenpolitikredakteur Tobias Matern, gebe es gerade nur eine richtige Wahl. Und die heißt: bleiben.

    Weitere Themen: EU-Kommission leitet Verfahren gegen Ungarn ein, Airbus verzeichnet Milliardenverlust.

    Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro

    Redaktion: Antonia Franz

    Produktion: Valérie Nowak

    Zusätzliches Audiomaterial über Nato.

    12 min
  • Besuch vom Staatsanwalt: Zerreißprobe für Österreichs Regierung

    In Österreich regiert Schwarz-Grün mit Sebastian Kurz als Kanzler. Doch ganz so geschmeidig, wie zunächst gedacht, läuft es in dieser Koalition nicht. Kürzlich scheiterte ein Misstrauensvotum gegen den ÖVP-Innenminister, jetzt gegen Finanzminister Gernot Blümel, einem engen Vertrauten von Kurz. Ihm wird Bestechung und Bestechlichkeit, Untreue und Amtsmissbrauch vorgeworfen. Er bestreitet das, aber die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft führt Blümel als Beschuldigten im Ermittlungskomplex um den Glücksspielkonzern Novomatic.

    Die Grünen können nicht gegen die ÖVP stimmen, weil sie ansonsten die Koalition sprengen würden, sagt die SZ-Österreich-Korrespondentin Cathrin Kahlweit. Deshalb würden die Grünen versuchen, gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Die Ermittlungen gegen ÖVP-Politiker seien “noch nicht bei Kurz, aber rückt in seine Richtung”. Allerdings würde auch der ÖVP andere potenzielle Koalitionspartner fehlen.

    Weitere Nachrichten: Corona-Mutante auf dem Vormarsch, EU bestellt Impfdosen nach, politischer Aschermittwoch.

    Moderation, Redaktion: Lars Langenau

    Redaktion: Johannes Korsche, Vinzent-Vitus Leitgeb

    Produktion: Carolin Lenk

    Zusätzliches Audiomaterial über dpa, Puls 24 und Facebook-Account Bundesministerium für Finanzen.

    13 min
  • Mit Corona-Schnelltests zurück zur Freiheit?

    Einfache Schnelltests sollen bald innerhalb von Minuten Auskunft darüber geben, ob man positiv oder negativ ist. Für Familienministerin Franziska Giffey (SPD) sind sie "echte Game-Changer". Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kündigt ein Anrecht auf kostenlose Corona-Schnelltests ab dem 1. März für alle an. Allerdings bislang nur für Antigen-Tests, die noch von geschultem Personal vorgenommen werden. Bei den Selbsttests für zu Hause ist man da noch nicht ganz soweit: Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte wird nach derzeitigem Stand erst im kommenden Monat ersten Tests eine Sonderzulassung erteilen.

    Dabei ist die Handhabung der Selbsttests sehr einfach, sagt SZ-Wissenschaftsredakteurin Christina Berndt. Im Gegensatz zu den herkömmlichen PCR-Tests würden dabei die Wattestäbchen nur im unteren Nasen- oder Mundbereich bewegt werden. Die Aussagekraft der neuen Schnelltests sei hoch, sie würden sehr zuverlässig Menschen entdecken, die gerade infektiös seien. Trotzdem würden auch dieses Tests noch nicht die gewohnte Normalität des Lebens wiederherstellen. Ohne Vorsichtsmaßnahmen gehe es auch weiterhin nicht.

    Weitere Nachrichten: Coronavirus und Wirtschaft, Gericht: Deutsche Ermittlungen zu Kundus-Angriff waren ausreichend.

    Moderation, Redaktion: Lars Langenau

    Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb

    Produktion: Carolin Lenk

    Zusätzliches Audiomaterial über dpa.

    12 min
  • Katalonien: Der Kampf um Unabhängigkeit geht weiter

    Das Streben der Katalanen nach Unabhängigkeit scheint ungebrochen. Bei der Regionalwahl am Sonntag fühlt sich eine Mehrheit der Katalanen weiterhin nicht als Spanier, zumindest nicht genug. Denn alle separatistischen Parteien zusammen dürfen mit insgesamt etwa 74 Sitzen im Regionalparlament rechnen. Die Mehrheit liegt bei 68 Sitzen.

    Die größte Überraschung der Wahl ist, dass die Rechtspopulisten von Vox als vierstärkste Partei ins Parlament einziehen wird, sagt SZ-Spanien-Korrespondentin Karin Janker in Madrid. Die Rechten hätten einen erfolgreichen Anti-Unabhängigkeits-Wahlkampf geführt. Dem steht die Mehrheit der Separatisten gegenüber, denn selbst gemäßigte Katalanen würden sich als erstes als Katalanen, dann als Spanier und dann als Europäer verstehen. Die Lager stünden sich jedoch nach wie vor unversöhnlich gegenüber. Für einen neuen Dialog, Verständigung und Versöhnung würde helfen, wenn die Regierung in Madrid die noch mehrfach in Gefängnissen sitzenden Rebellen begnadigen würde.

    Weitere Nachrichten: Debatte um Osterferien, Proteste in Myanmar gegen Militärs, Ski-WM.

    Moderation, Redaktion: Lars Langenau

    Redaktion: Johannes Korsche, Vinzent-Vitus Leitgeb

    Produktion: Carolin Lenk

    Zusätzliches Audiomaterial über dpa.

    11 min

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