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Das Streben der Katalanen nach Unabhängigkeit scheint ungebrochen. Bei der Regionalwahl am Sonntag fühlt sich eine Mehrheit der Katalanen weiterhin nicht als Spanier, zumindest nicht genug. Denn alle separatistischen Parteien zusammen dürfen mit insgesamt etwa 74 Sitzen im Regionalparlament rechnen. Die Mehrheit liegt bei 68 Sitzen.
Die größte Überraschung der Wahl ist, dass die Rechtspopulisten von Vox als vierstärkste Partei ins Parlament einziehen wird, sagt SZ-Spanien-Korrespondentin Karin Janker in Madrid. Die Rechten hätten einen erfolgreichen Anti-Unabhängigkeits-Wahlkampf geführt. Dem steht die Mehrheit der Separatisten gegenüber, denn selbst gemäßigte Katalanen würden sich als erstes als Katalanen, dann als Spanier und dann als Europäer verstehen. Die Lager stünden sich jedoch nach wie vor unversöhnlich gegenüber. Für einen neuen Dialog, Verständigung und Versöhnung würde helfen, wenn die Regierung in Madrid die noch mehrfach in Gefängnissen sitzenden Rebellen begnadigen würde.
Weitere Nachrichten: Debatte um Osterferien, Proteste in Myanmar gegen Militärs, Ski-WM.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Johannes Korsche, Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Carolin Lenk
Zusätzliches Audiomaterial über dpa.
Der Ruf nach einer No-Covid-Strategie wird immer lauter. Aber würde da die Bevölkerung mitmachen? Zwei SZ-Redakteure streiten darüber.
Vor vier Wochen haben Forscherinnen und Forscher wie die Virologin Melanie Brinkmann oder der Ökonom Clemens Fuest ein Papier vorgestellt. Sie sind dafür, dass die Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner, nahe Null gedrückt wird.
Das Land würde in verschiedene Zonen aufgeteilt. Wenn eine Zone unter eine Inzidenz von 10 kommt, wird sie grün und dann kann gelockert werden. Die, die darüber liegen, sind rote Zonen und in denen würde ein harter Lockdown gelten. Noch schärfer als der derzeit geltende.
Marlene Weiß ist die Chefin des SZ-Wissen-Ressorts. Sie ist der Meinung, dass No-Covid ein Ausweg aus dem derzeitigen Hangeln von Lockdown zu Lockdown wäre. Ihr widerspricht Josef Kelnberger. Der Redakteur aus dem Meinungsressort meint, ein großer Teil der Bevölkerung würde bei einem solch ambitionierten Weg nicht mitziehen.
Weitere Themen: Corona-Tests für alle mit Symptomen, Bundesregierung einigt sich auf Lieferkettengesetz.
Herzlichen Dank für die Teilnahme an unserer Umfrage unter https://easy-feedback.de/umfrage/1284004/Imr6Kh-multi-68763
Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Valérie Nowak
Zusätzliches Audiomaterial über ZDF heute journal und Bundespressekonferenz.
Viele Unternehmen hoffen auf ein Licht am Ende des Tunnels. In den neuen Corona-Beschlüssen erkennen sie dieses nicht so richtig.
Bald könnte es wieder Präsenzunterricht geben - und Haare schneiden ist auch wieder ab dem 1. März drin. Die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten haben sich auf ein paar Lockerungen verständigt. Zusätzliche könnten folgen, wenn die Inzidenz in einem Bundesland unter 35 fällt.
Doch vielen Unternehmen fehlt weiterhin die Perspektive. Sie haben sich verschuldet und Rücklagen aufgebraucht. Wichtig sei jetzt vor allem, dass die Hilfszahlungen der Bundesregierung schnell ankommen, sagt SZ-Wirtschaftsredakteur Bastian Brinkmann.
Weitere Themen: Corona-Mutanten breiten sich aus, Wirtschaftsprüfer dürfen im Wirecard-Untersuchungsausschuss aussagen.
Herzlichen Dank für die Teilnahme an unserer Umfrage unter https://easy-feedback.de/umfrage/1284004/Imr6Kh-multi-68763
Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Valérie Nowak
Zusätzliches Audiomaterial über bundeskanzlerin.de, Deutscher Bundestag und dpa.
Dachte man in Deutschland, man habe das ursprüngliche Virus, den Wildtyp, einigermaßen im Griff, kommen in den letzten Wochen neue Virusvarianten nach Europa. Die Mutante B.1.1.7 zum Beispiel: Sie ist am Anfang vor allem in Großbritannien aufgetreten und noch viel ansteckender als das ursprüngliche Virus. In Manaus, also im Amazonas-Gebiet in Brasilien, haben sich Tausende mit einer weiteren Mutante angesteckt, obwohl sie schon einmal mit dem alten Erreger infiziert waren.
Und dann wäre da noch die Variante, die das erste Mal in Südafrika beobachtet wurde. Sie hat sich dort durchgesetzt und zumindest der AstraZeneca-Impfstoff scheint nicht mehr so gut gegen sie zu wirken.
SZ-Wissenschaftsredakteurin Christina Berndt warnt, dass diese neuen Virusvarianten sehr besorgniserregend sind. In den kommenden Jahren werde die Corona-Impfung wohl in den Impfpass aufgenommen, weil es immer wieder neue Mutanten geben wird.
Weitere Themen: Jedes dritte Kind psychisch auffällig, Kooperation zwischen Google und Gesundheitsministerium vorerst untersagt.
Herzlichen Dank für die Teilnahme an unserer Umfrage unter https://easy-feedback.de/umfrage/1284004/Imr6Kh-multi-68763
Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Valérie Nowak
Zusätzliches Audiomaterial über WHO und Österreichisches Kanzleramt.
Ist es ein schlicht notwendiges Verfahren - oder lediglich ein Showprozess? Sicher ist jedenfalls, dass die Republikaner einen hohen Preis für Donald Trump zahlen müssen.
Die Erinnerung an die Rede des damaligen US-Präsidenten Donald Trump am 6. Januar 2021 ist noch frisch. Auch an das, was dann geschah: Ein gewalttätiger Mob erstürmt das Kapitol, bedroht Parlamentarier und Menschen sterben. Doch waren Trumps Worte eine klare Aufstachelung zum Aufruhr - oder stehen sie unter dem Recht der freien Meinungsäußerung?
Zunächst sei zu klären, ob das Impeachmentverfahren überhaupt rechtlich zulässig sei, sagt SZ-Politik-Chef Stefan Kornelius im Podcast. Grundsätzlich aber sei ein Erfolg des Prozesses nicht sehr wahrscheinlich. Trotzdem wollen die Demokraten mit dem Prozess gegen Trump eine Art “historische Gerechtigkeit” üben. Für die Republikaner aber beginne jetzt eine ungewisse Zukunft. Schließlich habe sich die Partei bereits mitschuldig gemacht, als sie sich an ihn gekettet habe. Und einen Bruch mit ihm habe sie noch immer nicht vollzogen. Deshalb erwartet Kornelius einen womöglich jahrelangen “quälenden Schälprozess” der Ablösung vom Ex-Präsidenten.
Weitere Nachrichten: WHO: Alles deutet auf Fledermäuse als Corona-Ursprung hin, Schwarzarbeit, Wetter.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Antonia Franz, Carlo Sarsky
Produktion: Carlo Sarsky
Zusätzliches Audiomaterial über Reuters und C-Span.
Immer wieder Luxemburg: Vor sechs Jahren deckte die SZ auf, wie das Herzogtum Reichen auch als Geldwaschanlage dient. Hat sich daran etwas geändert?
Luxemburg lockt internationale Unternehmen und vermögende Ausländer nach wie vor mit niedrigen Steuern und undurchsichtigen Briefkastenfirmen. Lieber weniger Steuern von vielen als hohe Steuern von niemanden, ist das Modell. Dabei soll ein neues Register, das die Namen von Eigentümern luxemburgischer Firmen auflistet, eigentlich Transparenz leisten. Doch die Firmen stammen zu drei Vierteln aus aller Welt - statt aus Luxemburg selbst. Und oft sind die Angaben fehlerhaft, bei fast der Hälfte aller Firmen fehlen sie völlig.
Vieles davon ist nicht illegal, aber moralisch verwerflich, sagt der stellvertretende Leiter des SZ-Investigativressort, Frederik Obermaier im Podcast. Auch würden sich viele Steuerdeals mit Firmen wie etwa Amazon erst später als rechtlich schwierig herausstellen. Dem deutschen Staat gehe durch die Steuervermeidung großer Konzerne sehr viel Geld verloren, das man für Krankenhäuser, Kindergärten und Schulen gut gebrauchen könnte.
Um unseren Podcast weiter zu verbessern, gibt es aktuell eine Hörer-Umfrage. Ihre Daten werden natürlich datenschutzkonform erfasst. Die Ergebnisse werden nur für interne Marktforschungszwecke ausgewertet. Die Beantwortung der Fragen dauert etwa fünf Minuten. Wir freuen uns sehr über ihre Meinung unter sz.de/podcast-umfrage.
Weitere Nachrichten: Reisewarnung für Tirol, Studie über Schulöffnung.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Antonia Franz
Produktion: Carolin Lenk
Sie sind lesbisch, schwul, bi, trans, queer, inter und non-binär. 185 Schauspieler*innen haben sich im SZ-Magazin geoutet. Sie fordern mehr Sichtbarkeit, Anerkennung und Diversität in Film, Fernsehen und Theater. Und sie haben das Manifest #actout formuliert.
Eine andere sexuelle Orientierung und Identität sei in der Außenperspektive noch immer nicht normal, sagt die Schauspielerin Eva Meckbach. Noch immer seien Menschen benachteiligt, die nicht heterosexuell orientiert seien. Schubladendenken sei auch in ihrer Branche noch stark vertreten. Doch die Resonanz auf den Aufruf sei sehr groß und durchweg positiv. Sie habe das Gefühl, dass die Zeit für wirkliche Gleichberechtigung reif ist. Der Aufruf komme zur rechten Zeit, als würde eine Erlösung durch die Branche gehen. Die Sehgewohnheiten hätten sich durch die Streamingdienste inzwischen massiv geändert, das lineare Fernsehen etwa müsse da nachziehen.
Weitere Nachrichten: Beziehungen EU-Russland, US-Soldaten in Deutschland.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Antonia Franz
Produktion: Carolin Lenk
Vor einem Jahr wählten CDU und FDP Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten – gemeinsam mit der AfD. Der Grundkonflikt besteht noch heute.
Am 05. Februar 2020, vor einem Jahr, rechneten eigentlich alle damit, dass Bodo Ramelow als Thüringer Ministerpräsident wiedergewählt wird. Im dritten Wahlgang reichte eine einfache Mehrheit. Doch dann kandidierte Thomas Kemmerich von der FDP gegen ihn und gewann die Wahl. Mit den Stimmen der FDP, der CDU und der AfD.
Der Tabubruch erschütterte die Republik. Doch an den Kräfteverhältnissen im Land habe er erstaunlich wenig geändert, erklärt Antonie Rietzschel, die für die SZ über Thüringen berichtet. Sie spricht in dieser Folge auch darüber, wie die ostdeutschen Bundesländer dem neuen CDU-Chef Armin Laschet gegenüberstehen.
Weitere Themen: Empfehlungen des deutschen Ethikrats; Corona-Hilfsmaßnahmen der großen Koalition.
Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb
Redaktion: Antonia Franz
Produktion: Carlo Sarsky
Zehntausende Menschen haben in Wirecard-Aktien investiert und dabei zum Teil alles verloren. Ob die Anleger noch hoffen können und welche Konsequenzen jetzt bei der Bafin gezogen werden.
In den Akten zum Wirecard-Untersuchungsausschuss sind jetzt Briefe von Anlegern an die Bundeskanzlerin aufgetaucht. Sie liegen dem Rechercheteam von WDR, NDR und SZ vor und zeigen die Verzweiflung dieser Menschen, die teilweise ihr ganzes Erspartes verloren haben. SZ-Parlamantesreporterin Cerstin Gammelin spricht im Podcast von einem "erschütterten" Vertrauen der Menschen in den Wirtschaftsstandort Deutschland und die Finanzaufsicht.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, kurz Bafin, wäre eigentlich verantwortlich gewesen für die Kontrolle des FinTech-Unternehmens Wirecard und hat dabei - wie auch viele andere Kontrollinstanzen - versagt. Am Dienstag hat Bundesfinanzminister Olaf Scholz angekündigt, die Bafin von Grund auf zu reformieren. Cerstin Gammelin sieht das positiv, warnt aber auch davor, dass man sich "zu Großes" erwartet. Die Reform umfasse auch viel Grundlegendes, was eigentlich schon längst hätte eingeführt werden sollen, wie eine eigene IT-Abteilung für die Bafin.
Hier können Sie die Recherche von Cerstin Gammelin, Lena Kampf, Klaus Ott und Sebastian Pittelkow zu den Briefen an die Kanzlerin mit einem SZ-Abo lesen.
Weitere Nachrichten: Draghi soll Regierung in Italien bilden, Coronakrise in Portugal, Reaktion auf Nawalny-Urteil.
Moderation, Redaktion: Antonia Franz
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Carlo Sarsky
Zusätzliches Audiomaterial über Reuters.
Israel gilt als Impf-Wunderland: Von den etwa neun Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern haben schon drei Millionen die erste Impfdosis gegen Covid-19 bekommen, 1,9 Millionen von ihnen bereits die zweite. Damit ist das Land weit vor Großbritannien, den USA und Deutschland.
Klar, Israel ist viel kleiner als die Bundesrepublik, hat weniger Einwohner, aber vor allem ist genug Impfstoff da. Die Impfkampagne läuft wie am Schnürchen, sagt Israel-Korrespondent Peter Münch. Sie sei hervorragend organisiert und liege in den Händen der vier staatlichen Krankenkassen. Der Erfolg habe aber vor allem einen Vater. Denn nachdem die Wirksamkeit des Impfstoffs von Biontech/Pfizer bekannt wurde, habe sich Ministerpräsident Benjamin Netanjahu persönlich mehrfach und eindringlich bei Pfizer-Chef Albert Bourla für eine schnelle und ausreichende Lieferung eingesetzt.
Allerdings beruhe das auf einem Deal zwischen Israel und dem US-amerikanischen Pharmakonzern: Impfstoff gegen Daten. Pfitzer könne Israel als eine Art Großlabor für die Wirksamkeit seines Impfstoffs betrachten.
Weitere Nachrichten: Bafin soll gestärkt werden, Siemens Energy will 7800 Stellen abbauen.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Carolin Lenk
Zusätzliches Audiomaterial über Tagesschau.
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