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In München sind die Corona-Infektionen über den Wert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche gestiegen. Bleibt diese Zahl auf diesem Niveau, gelten in der bayerischen Landeshauptstadt ab Donnerstag eine generelle Maskenpflicht in einigen Bereichen - wie der Fußgängerzone in der Altstadt und am Viktualienmarkt. Außerdem dürfen sich nur noch maximal fünf Personen treffen.
Besonders hart wird es für die Münchner Gastronomie, die in den vergangenen Monaten schon stark gelitten hat, sagt SZ-Lokalredakteur Jakob Wetzel. Allerdings habe es auch am vergangenen Samstag unschöne Bilder von ungezügelten Massenszenen etwa am bereits erwähnten Viktualienmarkt gegeben. Zur Eindämmung der Pandemie seien die verschärften Regeln deswegen durchaus sinnvoll. Aber manchmal seien die Regeln laut Wetzel nicht ganz nachvollziehbar. Zum Beispiel, wenn 30 Schülerinnen und Schüler in einem Klassenraum zusammensitzen würden. Wenn sich schließlich nur ein Teil von ihnen nach der Schule draußen trifft, sei das nicht mehr regelkonform.
Weitere Nachrichten: Spahn für Corona-Schnelltests für Reisende und Pflegeeinrichtungen, Wiener Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen wegen verdeckter Parteispenden gegen Strache und Gudenus ein.
Die Digitale Wiesn finden Sie unter sz.de/digitalewiesn
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Justin Patchett, Moritz Eder
Zusätzliches Audiomaterial über dpa.
Am Freitag ist Ruth Bader Ginsburg mit 87 Jahren an Krebs gestorben. Die brillante Juristin und Kämpferin für Gleichberechtigung war DIE Ikone des liberalen Amerikas. Jetzt ist ein erbitterter Kampf zwischen den Demokraten und ihrem Präsidentschaftskandidaten Joe Biden und den Republikanern und Präsident Donald Trump um ihre Nachfolge ausgebrochen.
Eine Mehrheit von 96 zu 3 Stimmen, mit der Ginsburg 1993 vom Senat gewählt wurde, sei heute nicht mehr möglich, sagt US-Korrespondenten Christian Zaschke. Die Lager seien völlig zerstritten und die Auseinandersetzungen zutiefst verbittert. Die Mehrheit der neun Richter des Supreme Court sei schon konservativ. Die Gefahr sei aber, dass die konservative Mehrheit über Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, zementiert werden würde. Zaschke ist sich sicher, dass die Republikaner die Nachfolge von Ginsburg skrupellos und brutal regeln werden. Favoritinnen seien die Richterinnen Amy Coney Barrett und Barbara Lagoa. Barrett bediene mit ihren Ansichten die religiöse Rechte, Lagoa könne Trump mit ihrer kubanischen Herkunft im Swingstate Florida helfen.
Weitere Nachrichten: Aktienverluste nach Enthüllungen von FinCEN-Files, München führt wieder stärkere Corona-Schutzmaßnahmen ein.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Carolin Lenk
Zusätzliches Audiomaterial über die William J. Clinton Presidential Library.
Im Podcast erklärt SZ-Investigativjournalist Frederik Obermaier alles zu den Hintergründen der FinCEN Files.
Jeden Tag werden 15 Billionen Dollar um die Welt geschickt - von Konto zu Konto, als Kartenzahlung, per Überweisung oder Lastschrift.
Wenn Banken verdächtige Zahlungen oder Kunden bemerken, müssen sie die Behörden darüber informieren. Das sind sogenannte Geldwäscheverdachtsmeldungen.
Moderation: Laura Terberl
Seit Jahrzehnten herrscht in Afghanistan ein blutiger Krieg. Seit der Vertreibung der Taliban durch US-Streitkräfte 2001 gehören Anschläge der Islamisten zum afghanischen Alltag. Seit einer Woche nun verhandeln ihre Vertreter in Katar mit der afghanischen Regierung über Frieden. Eingefädelt von Donald Trump.
Die Taliban haben sich an den Verhandlungstisch gebombt, sagt der Afghanistan-Experte des SZ, Tobias Matern. Dennoch würden die Friedensverhandlungen in Afghanistan mit Erleichterung und Hoffnungen aufgenommen. Sollte es am Ende wirklich zu einem Frieden kommen, dann sei das kein Frieden, auf den der Westen stolz sein könne.
Weitere Nachrichten: Lukaschenko schließt Grenzen, Trump verbietet Tiktok und Wechat.
Redaktion, Moderation: Lars Langenau
Redaktion: Viola-Kristin Rüdele, Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Valérie Nowak
Zusätzliches Audiomaterial über Reuters.
Der Wirecard-Skandal zieht immer weitere Kreise: Jetzt geht es um die Wirtschaftsprüfer von PwC, die den Jahresabschluss 2019 der Wirecard-Bank testiert haben - möglicherweise auf der Basis falscher Angaben. Was das für die Wirtschaftsprüfer bedeutet.
Im Juni 2020 ist das Lügengebäude von Wirecard in sich zusammengefallen: Die Firma musste Insolvenz anmelden, mehrere Spitzen-Manager von Wirecard sitzen in Untersuchungshaft und Ex-Vorstand Jan Marsalek befindet sich auf der Flucht.
Wem hätte der Skandal früher auffallen müssen? Neben der Bafin stehen hier besonders die Wirtschaftsprüfer im Fokus: Die Firma EY testierte jahrelang die Bilanzen der Wirecard AG und wurde erst sehr spät misstrauisch. Und eine neue SZ-Recherche gemeinsam mit dem WDR beleuchtet jetzt die Rolle von PwC, einer anderen Wirtschaftsprüfungsgellschaft. PwC hatte zuletzt die Wirecard-Bank geprüft. Investigativjournalist Klaus Ott erklärt im Podcast, wie PwC jetzt versucht, sich abzusichern - damit keine Schadenersatzforderungen auf den Konzern zukommen.
Weitere Nachrichten: Hate-Speech-Gesetz, Polizeiskandal in NRW
Der im Podcast angesprochene Text von Uwe Ritzer finden Sie unter diesem Link.
Redaktion, Moderation: Laura Terberl
Redaktion: Ania Kozlowska
Produktion: Valérie Nowak
Steigende Corona-Infektionen, Klimawandel, Geflüchtete: Die Europäische Union steht vor vielen Herausforderungen. Ursula von der Leyen versuchte in ihrer ersten Rede zur Lage der Europäischen Union zu erklären, wie die EU gestärkt aus der Corona-Krise hervorgehen kann. Die Kommissionspräsidentin verkündete dabei ihre Vision einer klimaneutralen, digitalen und sozialen Union.
Die von ihr erwähnte “Next Generation EU” sei im Grunde ein Corona-Hilfstopf, der die EU aus der Krise nach der Pandemie herausführen soll, sagt Brüssel-Korrespondent Björn Finke. Man könne natürlich auch zynisch sagen: Es ist ein Topf, in den die künftigen Generationen einzahlen müssen, die Steuerzahler der Zukunft. Konkret kündigte Leyen eine Digitalsteuer an und Strafzölle für umweltschädliche Produkte. Zudem habe sie die Relevanz der Rechtsstaatlichkeit in Polen und Ungarn deutlich gemacht: “Das war ganz klare Kante”, meint Finke. Der Redeteil zu Migration und Geflüchteten sei hingegen stark von Pathos anstatt von konkreten Ankündigungen geprägt gewesen.
Weitere Nachrichten: Rechtsextreme Polizei-Chat-Gruppen in NRW, Dritte Startbahn in München in weiter Ferne, verlängertes Kurzarbeitsgeld.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Viola-Kristin Rüdele, Laura Terberl
Produktion: Carolin Lenk
Zusätzliches Audiomaterial über die Facebook-Seite der EU-Kommission.
In Washington unterzeichnet Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Dienstag ein Abkommen mit den Außenministern der Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain. Für US-Präsident Donald Trump ist das "ein wahrhaft historischer Tag", für den er seiner Meinung nach eigentlich mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet werden sollte.
Die Vertragsunterzeichnung werde mit Freude in Israel aufgenommen, aber der coronabedingte Lockdown interessiert die Israelis mehr, sagt Israel-Korrespondent Peter Münch. Es sei nur ein Schritt, der Optionen für einen neuen Nahen Osten eröffnet, aber er sei eben noch nicht der neue Nahe Osten. Bislang sei das “Abraham Abkommen” nicht mehr als eine Friedensabkommen genannte Absichtserklärung. Ohne die Palästinenser werde es nie zu einem wirklichen Frieden in der Region kommen.
Weitere Nachrichten: Bundesregierung plant Aufnahme von 1500 Geflüchteten, Millionenhilfe für deutsche Pharmakonzerne, Brexit-Verhandlungen vor dem Aus.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Viola-Kristin Rüdele, Laura Terberl
Produktion: Justin Patchett
Zusätzliches Audiomaterial über Reuters.
Sieger ist mit 34 Prozent die CDU. Die Grünen legen vor allem in den Großstädten stark zu und erreichen landesweit 20 Prozent. FDP, Linke und die AfD kleben bei etwa fünf Prozent. Und die SPD fährt das historisch schlechteste Ergebnis bei Kommunalwahlen in NRW ein.
Für Christian Wernicke, SZ-Korrespondent aus Düsseldorf, ist das Wahlergebnis "durchschnittlich". Eine "Trendwende" für die Sozialdemokraten, von der SPD-Chef Norbert-Walter Borjans spricht, sei "Augenwischerei”: "Das war keine Trendwende, das war eine Schmach.” Armin Laschet hingegen sei jetzt der CDU-Vorsitz kaum noch zu nehmen. Außerdem sei der NRW-Ministerpräsident der richtige Mann für eine künftige schwarz-grüne Koalition auf Bundesebene.
Weitere Nachrichten: Diskussion um Aufnahme von Geflüchteten aus Moria, Messerattacke in Stolberg, Tiktok lässt Microsoft abblitzen.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Laura Terberl, Viola-Kristin Rüdele
Produktion: Carolin Lenk
Zusätzliches Audiomaterial über WDR und ARD.
Laptop und Lederhose, Amigos und Modellautos: Die CSU hat Bayern geprägt und beansprucht es für sich. Die Wähler verziehen ihr so einiges.
Bayern identifiziert man vereinfacht gesagt mit drei Dingen: dem FC Bayern, das Oktoberfest und die CSU. Wie hat die Partei es geschafft, dem Land so sehr ihren Stempel aufzudrücken? Wo steht die Partei heute und wo geht sie hin? Kann sie vielleicht sogar bald das Kanzleramt erobern?
"Die CSU ist in Bayern stark", sagt der Parteivorsitzende Markus Söder. Hier kenne man jeden Ort, jeden Fluss. Aber wenn man Ministerpräsident ist und aus der CSU, dann sagt Söder, sei man "ausbefördert". Roman Deininger, der SZ-Reporter, erklärt in dieser Folge außerdem, was die CSU zu ihrem Erfolg in den letzten Jahrzehnten führte.
Weitere Themen: Deutschland nimmt 150 unbegleitete Minderjährige auf, Deutschland erhält 22,7 Milliarden aus Hilfsfonds.
Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro
Produktion: Carolin Lenk
Zusätzliches Audiomaterial über CSU.
Die Afrikanische Schweinepest ist in Deutschland angekommen. Für Menschen ist sie nicht ansteckend, für Schweine endet sie fast immer tödlich.
Am Mittwochabend ist es nur ein Verdacht. In Brandenburg hat man einen Wildschwein-Kadaver gefunden. Die Aufregung ist groß: Ist die Afrikanische Schweinepest jetzt auch in Deutschland angekommen? Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner kann am deutschlandweiten Warntag keine Entwarnung geben. Ja, der Erreger sei diagnostiziert worden.
Die Krankheit ist seit einiger Zeit in ganz Europa auf dem Vormarsch. Menschen müssen sie nicht fürchten. Für Wild- und Hausschweine endet sie fast immer tödlich. Besonders für Landwirte, erklärt Hauptstadtkorrespondent Michael Bauchmüller, ist ein Aufkommen der Krankheit im eigenen Stall ein Desaster.
Weitere Themen: Warn-App "NINA" funktioniert nur teilweise, EU-Staaten wollen 400 Minderjährige aufnehmen.
Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Valérie Nowak
Zusätzliches Audiomaterial über BMEL.
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