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Markus explores the world of cheese with Belgian affineur Frederik van Tricht. As a cheese sommelier himself, Markus is especially curious about how beer-and-cheese pairings work when both products are treated as equals. Frederik explains what affinage really means: not producing cheese, but guiding it to peak flavor through time, temperature, humidity, turning, brushing, and—when it fits—washing rinds with liquids like beer, whisky, sake, or wine. Belgium may not be famous as a “cheese country,” Frederik says, but its makers are highly creative, influenced by France and the Netherlands, and able to produce a surprisingly wide range of styles beyond the single Belgian AOP cheese, Herve.
When it comes to pairing, Frederik starts with the beer first and then searches his “cheese flavor library” for the right match. He describes two main approaches: complementary pairings (like Oude Geuze with goat cheese, acidity meeting acidity) and high-contrast “fireworks” pairings (like Oude Kriek with blue cheese, fruit-sour against salty-bitter). The key is balance—neither beer nor cheese should dominate in the finish. They also touch on fun details like smoked blue cheese, why beer-soaked cheeses look great for photos (but work better in practice via vacuum), and why a single “one beer fits all cheeses” approach doesn’t make sense. Frederik ends by inviting people to Antwerp, where van Tricht cheese can be found at the De Koninck Brewery site—perfect for anyone wanting to experience Belgian beer culture alongside cheese.
Website Van Tricht: https://www.kaasaffineursvantricht.be/en
In dieser Folge trifft Markus erneut Frank Boon – eine der prägenden Figuren der belgischen Lambic- und Gueuze-Welt. Die beiden sprechen im Rahmen des HBCon in Alsfeld – ausgerechnet in einem Weinkeller – über die Nähe von Wein und Lambic und warum eine gute Gueuze aromatisch eher beim Riesling als beim Pils zuhause ist. Frank nimmt uns mit in die Welt der Holzfässer: von kleinen „Brüsseler Tonnen“ bis zu riesigen Lagerfässern, die einst in Brauereien standen, später in französischen Weingütern landeten – und heute wieder in Belgien Lambic reifen lassen. Er erklärt, warum große Fässer die Säure „besser erziehen“, weshalb alte Fässer für Brettanomyces-Kulturen so entscheidend sind und warum neue Fässer oft erst nach vielen Jahren wirklich „Lambic“ schmecken. Nebenbei wird klar: Fasspflege ist nicht nur Technik, sondern Handwerk – und Boon hat sich das über Jahrzehnte selbst aufgebaut, vom Reparieren kleiner Fässer bis zur Arbeit mit meterlangen Dauben.
Dann geht es um die belgische Bierkultur als Weltkulturerbe und die „Belgian Beer World“ in der Brüsseler Börse: Frank erzählt, wie schwierig es war, ein Museum zu gestalten, das sowohl Touristen ohne Bierwissen als auch Beer-Nerds abholt – und warum das Konzept bewusst „in Schichten“ funktioniert, inklusive Hefetheater und Rooftop-Bar über den Dächern Brüssels. Zum Schluss wird’s historisch: Für Frank liegt der Kern der belgischen Bierkultur nicht in einem einzelnen Stil, sondern in den Städten – jede mit ihrem eigenen Bier. Und er erklärt, wie Lagerbier, Konsolidierung und Qualitätsprobleme in den 60ern viele Traditionen fast verschwinden ließen – und warum am Ende alles an einem Punkt hängt: Qualität. Ohne Qualität bleibt nur Geschichte.
Website Brauerei Boon: https://boon.be/en
In dieser Folge von BierTalk geht’s über den Atlantik nach Kanada – genauer gesagt nach Paris, Ontario (ja, wirklich Paris!). Markus trifft dort Christian Riemerschmid von der Heide: Braumeister, Beerjudge, Biersommelier – und ein Mensch, der gefühlt gleich mehrere Leben parallel führt. Vom bayerischen Bauernhof über internationale Stationen bei großen Brauereien bis hin zu seinem heutigen Alltag zwischen Farm, Honig, Cider und eigener Brauerei. Gemeinsam sprechen die beiden darüber, wie man Bier mit Herkunft und Bedeutung füllt: mit Trauben-Hybriden im Holzfass, mit einem ungewöhnlichen glutenfreien Bier aus afrikanisch inspirierten Rohstoffen, mit einem Weißbier, das dank Honig und einem Hauch Minze plötzlich eine ganz neue Dimension bekommt – und natürlich auch mit Rauch, denn ein Smoked Porter darf für Markus nicht fehlen. Eine Folge voller Geschichten, Weltblick und Bierideen, die man so nicht jeden Tag hört…
Website Paris Brewing & Malting: https://www.parisbrewing.com
Website Kweza Craft Brewery Ruanda: https://www.kwezabrewery.com
In dieser besonderen Folge von Biertalk spricht Markus mit Alanna „Al“ Grimminger, die bei der Wahl zur Bayerischen Bierkönigin antritt. Passend zum aktuellen Online-Voting geht es diesmal nicht nur um Bier, sondern auch um die Frage, wie man Bierkultur jung, offen und zeitgemäß vermitteln kann. Al bringt dafür eine ganz eigene Perspektive mit: Sie kommt aus Schwaben, arbeitet mit jungen Menschen, interessiert sich leidenschaftlich für Geschichte und studiert Japanologie. Genau diese Mischung macht das Gespräch so spannend.
Gemeinsam sprechen die beiden darüber, wie Al überhaupt auf die Idee kam, sich für das Amt zu bewerben, was Bier für sie mit Kultur, Heimat und Geschichte zu tun hat und warum sie gerade auch junge und internationale Menschen für bayerisches Bier begeistern möchte. Dabei geht es um Bierkrawalle im 19. Jahrhundert genauso wie um japanische Manga, ausländische Studierende bei Stadtführungen, Rauchbierliebe, alkoholfreie Biere und die Frage, warum Bier nicht in eine politische Ecke gehört, sondern als Kulturgut für alle da ist. Eine frische, kluge und sehr persönliche Folge über Bier, Geschichte, Offenheit und darüber, wie vielseitig Bierkultur heute gedacht werden kann.
Online-Voting: https://xn--bayerische-bierknigin-wec.de/online-voting
Al auf Instagram: https://www.instagram.com/alana.black.velvet
In this BeerTalk episode, we head to Belgium — to Leuven, one of the country’s true beer hotspots — and step into a place that instantly sticks in your memory: Bart Delvaux’s taproom brewery in Kessel-Lo, where beer culture meets bike culture in the most Belgian way possible. Bart shares how it all started with homebrewing in a basement, then took a surprising turn during a work relocation to Chicago — and a bicycle crash that (ironically) led him straight into the world of American taprooms. What began as a setback became the spark for a new life: returning to Belgium, building a brewery, and creating a space where locals and visitors can drink fresh beer on draft, right next to the kettles.
We talk about Bart’s crossover brewing philosophy — from an easy-drinking cream ale and a smooth, low-ABV tripel, to a bold West Coast IPA, plus monthly specials that range from refreshing sour gose to stouts with chili, tonka beans, and other twists. Bart explains why they don’t bottle, how they keep quality and freshness in their own hands, and why the taproom experience matters just as much as the beer itself. One highlight: Bart’s obsession with creating beers that surprise you — like a white stout that looks like a pilsner but drinks like a stout, built through careful ingredient testing (and a lot of patience). And yes, we also get into hop water, food collaborations (tacos + jalapeño gose!), and the warm, supportive way Leuven’s brewers work together…
Website: https://brouwerijdecoureur.be
In der nächsten BierTalk-Folge geht’s zurück in die Schweiz – an den Thunersee, mit Alpenblick und Altstadt-Charme (Stichwort: Hochtrottoir!). Ich spreche mit Bruno Stoller (Produktionsleiter) und Kurt Althaus (Brauer) von der Brauerei Thun AG – kennengelernt beim Swiss Beer Award – und wir verkosten uns einmal quer durchs Sortiment. Im Mittelpunkt stehen zwei Themen, die gerade richtig spannend sind: alkoholfrei und hopfenbetont. Wir starten mit dem alkoholfreien „The Driver“ (Prohibition Ale) und landen beim alkoholfreien IPA „Regenerator“ – inklusive Einblick, wie Thunbier mit speziellen Hefen arbeitet und warum alkoholfreies IPA technisch gar nicht so trivial ist. Danach wird’s saftig: Hazy Pale Ale, New England IPA – intensiv, ehrlich, mit ordentlich Hopfen und trotzdem rund und trinkbar. Zum Schluss kommt mein heimlicher Star: ein Porter, das zeigt, wie elegant und zugänglich dunkles Bier sein kann – mit Nuss, Schokolade und Kaffee, aber ohne Schwere. Dazu erzählen Bruno und Kurt, wie die Brauerei als Aktiengesellschaft mit über 600 Aktionären entstanden ist, warum in der Schweiz Bier lange durch ein Bierkartell ausgebremst wurde – und wie man heute mit Neugier, Qualität und neuen Ideen nach vorne geht…
Website: https://thunbier.ch
In der nächsten BierTalk-Folge geht’s wieder über den großen Teich: Ich spreche mit Willi Wallstab, Braumeister der Gilde Brewery in Charlotte, North Carolina – und es ist ein Wiedersehen nach vielen Jahren. Willi erzählt, wie alles mit einem Auslandsjahr in England begann (Fußball, Pub-Kultur und ein erstes „Aha“-Bier), wie ihn der Weg über Feldschlößchen Dresden, das Braumeister-Studium in Berlin und den Blauen Engel in Aue schließlich in die USA geführt hat. Heute braut er in Charlotte bewusst deutsch geprägt, aber mitten im amerikanischen Craft-Markt – mit einer Palette, die von Rauchbier über Oktoberfest & Festbiere bis zu Eisbock reicht. Wir sprechen darüber, wie man deutsche Bierstile in den USA positioniert, warum Willi beim Carbonisieren/Spunden gern europäisch denkt, wie ein German IPA mit deutschen Aromahopfen funktioniert – und warum ein Hard Shandy mit 5,5% in Amerika plötzlich total logisch ist. Natürlich kommt auch der Broyhan zur Sprache: als historischer Stil, als Idee, als Experiment – und als Anlass für neue Interpretationen. Eine Folge über Bier als Kulturreise, über Handwerk zwischen zwei Welten – und über die Frage, was als nächstes trendet…
Website Gilde Brewery: https://www.gilde1546.com
Website Brauerei-Hotel Blauer Engel: https://hotel-blauerengel.de
In dieser Folge nehmen wir euch mit auf eine faszinierende Spurensuche durch die Geschichte des Lambik-Bieres. Wir räumen mit romantischen Mythen auf und zeigen, wie aus einem exklusiven Luxusgetränk der Brüsseler Oberschicht ein weltbekannter Bierstil wurde. Gemeinsam mit den Erkenntnissen des Historikers Raf Meert trennen wir Fakten von Legenden und beleuchten, warum vieles, was wir über Lambik, Faro und Geuze zu wissen glaubten, so nie gestimmt hat. Wir sprechen über Exportstrategien, urbane Legenden und wie das ländliche Image von Lambik erst durch Marketing und Tourismus entstand. Begleitet uns auf dieser Reise durch Biergeschichte, die nicht nur unser Bild von Lambik, sondern vielleicht auch euren nächsten Biergenuss verändern wird!
https://rafmeert.be/
https://de.wikipedia.org/wiki/Lambic
https://de.wikipedia.org/wiki/Faro_(Bier)
https://de.wikipedia.org/wiki/Gueuze
https://de.wikipedia.org/wiki/Pajottenland
https://de.wikipedia.org/wiki/Br%C3%BCssel
https://de.wikipedia.org/wiki/PieterBruegelder_%C3%84ltere
In dieser Folge geht’s für Markus ganz in den Westen Deutschlands: ins Saarland – zur Karlsberg Brauerei. Zu Gast ist Christian Weber, der als 5. Generation im Familienunternehmen Verantwortung trägt und erzählt, wie ihn sein Weg früh ins Ausland geführt hat – von Schottland über verschiedene Stationen bis zurück nach Homburg. Im Gespräch geht es um die besondere Geschichte der Region zwischen Frankreich und Deutschland, um Heimatgefühl, Wandel und warum das Saarland erst mit der Industrialisierung so richtig zur Bierregion wurde. Natürlich wird auch verkostet: Markus probiert das Karlsberg Urpils und schwärmt von der markanten, langen Bittere, die sofort wieder Durst macht – „Fahnenträger“ nennt Christian das Bier, das wie kaum ein anderes für Karlsberg steht.
Außerdem sprechen die beiden über Innovationen wie die Homburger Braunacht, bei der jedes Jahr neue Biere vorgestellt werden – und trotzdem viele am Ende wieder beim Urpils landen. Und Christian gibt einen Einblick, wie es ist, ein Familienunternehmen mit vielen Gesellschaftern zu führen – und parallel als Präsident im Deutschen Brauer-Bund und bei den Brewers of Europe die Interessen der Branche zu vertreten. Am Schluss verrät Christian auch, wie man Karlsberg erleben kann…
Website: https://karlsberg.de
In dieser Folge nehmen wir dich mit auf eine Reise zu den Anfängen der ägyptischen Zivilisation – an einen Ort, der unser Bild vom Alten Ägypten radikal verändert. Wir entdecken gemeinsam eine 5.000 Jahre alte Mega-Brauerei im Wüstensand von Abydos, deren Produktionsvolumen und Technik selbst heutige Maßstäbe sprengt. Wir erzählen die archäologische Detektivgeschichte hinter der Entdeckung, tauchen ein in die raffinierte Brautechnologie und entschlüsseln, warum das Bier damals nicht nur Genuss- sondern vor allem Machtdemonstration war. Erlebe mit uns, wie die Ägypter Geschmack komponierten, Ressourcen verschwenden konnten – und wie diese Brauerei den Grundstein für die Pyramiden legte. Sei dabei, wenn wir Geschichte neu brauen!
https://de.wikipedia.org/wiki/Abydos_(%C3%84gypten)
https://www.ifrglobal.org/program/egypt-abydos/
https://en.wikipedia.org/wiki/Eric_Peet
https://de.wikipedia.org/wiki/Hierakonpolis
https://de.wikipedia.org/wiki/Emmer
https://de.wikipedia.org/wiki/Fr%C3%BChdynastischePerioden%C3%84gyptens
https://de.wikipedia.org/wiki/Bierin%C3%84gypten
https://de.wikipedia.org/wiki/Geophysikalische_Prospektion#Magnetik
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