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Die Welt versinkt im Schuldensumpf. Doch was heißt das? Droht die Hyperinflation? Bricht das Finanzsystem zusammen? Ökonom Daniel Stelter erklärt im Cicero Podcast Wirtschaft, welche unheilvolle Entwicklung uns bald droht.
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Probieren Sie es einfach aus und lesen Sie die Titelgeschichte der Januar-Ausgabe von Ralf Hanselle über die Philosophin Hannah Arendt: "Die öffentliche Frau"
Die ehemalige Verfassungsschützerin und Politikwissenschaftlerin Gülden Hennemann, Mitglied des neu gegründeten „Beraterkreis Islamismusprävention und Islamismusbekämpfung“, spricht über Islamogauchismus, muslimische Parallelgesellschaften und die Folgen arabisch geprägter Zuwanderung für Deutschland – von konservativen Glaubensschulen, deren Fundamentalismus hierzulande bislang unbekannt war, bis hin zu Stadtvierteln, die zunehmend an die Banlieues in Paris oder muslimische Quartiere in Brüssel erinnern.
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Inhalt Podcast:
17:43 "Dieses Label 'ungläubig' ist gefährlich, weil das heißt letztendlich nichts anderes für die Community da draußen, vor allem wenn es eine Autoritätsperson sagt, du bist zum Abschuss eigentlich freigegeben. Und das finde ich sehr verantwortungslos, aber gleichzeitig freue ich mich natürlich, dass manche jetzt ihr wahres Gesicht zeigen, weil das jetzt für jeden sichtbar ist, was da eigentlich eben für ein Islamverständnis inzwischen in Deutschland herrscht. Und deswegen habe ich für mich entschieden, aus der Anonymität, auch die mir meine Tätigkeit vor allem beim Verfassungsschutz gegeben hat, teilweise auch im Bereich des Justizvollzugs, herauszutreten und ganz bewusst mich auch öffentlich zu positionieren, insbesondere als Frau, auch mit dem Teil der Identität der Muslimin und zu sagen, hey, es gibt noch andere Variationen dieser Religion und wir haben genauso ein Daseinsrecht. Und wir wissen genauso gut, wie unsere Religion ausgelebt werden kann und es gibt nicht nur diesen einen Weg." (Gülden Hennemann)
35:12 "Ich unterstütze Kollegen von den Sicherheitsbehörden auch fachlich, in Form von Schulungen, und bin mit ihnen dann durch Neukölln gelaufen. Ich habe gesagt, achtet mal darauf, was ihr empfindet, was ihr fühlt, was für atmosphärische Schwingungen ihr wahrnehmt. Und man kann wirklich vom Maibach-Ufer bis Ende Sonnenallee einen kompletten Wandel sehen, nicht nur sehen, sondern auch wirklich spüren. Vereinfacht gesagt, der türkische Teil noch von dieser Strecke sozusagen, war noch okay. Und dann kommt man Richtung Hermannplatz, nähert sich dahin und es ändert sich. Der Teil von Neukölln, der sehr arabisch geprägt ist, ich habe da Propagandamaterial vom anderen Stern gesehen in Geschäften, wir sind auch reingegangen, wo ich mir dachte, das gibt es doch nicht, dass ich das mitten in Berlin sehe." (Gülden Hennemann)
54:05 "Ich würde mir wünschen, dass wir eben nicht nur auf den Gewaltaspekt des Islamismus achten, sondern eben auch auf das, was durch das Engagement gesellschaftlich-politisch den Nährboden bildet. Und dazu gehören IGMG, Muslimbruderschaft aus meiner Sicht mit zu den größten zwei Bewegungen, die immer noch sehr aktiv sind, weiterhin auch aktiv bleiben werden, über die teilweise viel zu wenig diskutiert wird. Und ich glaube, es liegt auch daran, dass viele gar nicht verstehen, was an denen so islamistisch ist, weil sie nach außen immer so als perfekte Ansprechpartner gelten. Ich sag immer, wie kommt man denn auf die Idee, mit solchen Leuten auf Augenhöhe sprechen zu wollen und sie als Kooperationspartner für staatliche Ebenen zu sehen. Im Vergleich mit rechtsextremistischen Gruppierungen würde man keine fünf Sekunden drüber nachdenken, ob man mit denen zusammenarbeitet oder nicht." (Gülden Hennemann)
Zum ersten Mal in einem Podcast spricht Marie-Luise Vollbrecht als Betroffene über einen der heftigsten Shitstorms der vergangenen Jahre. Die Biologin und Doktorandin der Humboldt-Universität zu Berlin erzählt, wie ihr geplanter Vortrag zu zwei biologischen Geschlechtern eine Cancel-Welle auslöste – und welche persönlichen und beruflichen Folgen blieben.
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Inhalt Podcast:
20:05 "Es sind ja nicht nur die Panik-Attacken oder der psychische Zusammenbruch, sondern du musst dann ja auch immer proaktiv dich wieder wehren. Man muss wieder darauf reagieren. Vielleicht wieder in der Programmbeschwerde schreiben, man muss seine Sicht wieder veröffentlichen, muss immer wieder präsent sein, ja und das ist, wie gesagt, das klingt vielleicht komisch, aber dann habe ich mir gedacht, oh gut, jetzt habe ich noch eine Woche Zeit, da kann ich dann noch das und das erledigen. Wo bin ich dann, wenn die Sendung kommt, wer ist bei mir, wie schlimm wird es. Verschiedene Szenarien durchkalkuliert und dann, ja, das lässt man es halt einfach passieren." (Marie-Luise Vollbrecht)
26:09 "Bei mir war es jetzt aber so, dass dadurch, dass diese Aktivisten immer wieder Öl ins Feuer gegossen haben, es immer wieder Shitstorms gab. Also es gab von – ich würde sagen von Juli – oder sagen wir, wenn wir den Welt-Shitstorm noch dazu zählen – von Juni 2022 bis Januar 2023 neun messbare Shitstorms. Also wo wirklich ja, wo mein Name getrendet hat, wo wieder Tausende über mich gesprochen haben. Und das hatte dann überhaupt nichts von mir zu tun. Also das hat sich dann auch irgendwie so selbstständig gemacht, weil ich bin ja so zum Symbol geworden, des Bösen." (Marie-Luise Vollbrecht)
31:40 "Niemand versteht, was für ein krasser Druck das ist, was für einen krasser psychischer Stress das ist oder ein emotionaler Stress das ist, plötzlich so ins Rampen gezerrt zu werden, dann noch beschimpft zu werden, beleidigt zu werden. So viele Lügen, die über einen erzählt werden. Und dann ist es ja traurig, wenn Leute, die einen schon lange kennen, oder wo man denkt, dass die einen gut kennen - und es waren nur wenige, aber die gab es, die das einfach glauben, also die alles glauben, was sie das in den Medien irgendwie über einen lesen." (Marie-Luise Vollbrecht)
38:18 "Man ist ja auch so allein gelassen mit dieser Situation, ja, also, man wird plötzlich öffentlichkeitswirksam deutschlandweit gecancelt, man hat irgendwie einen Haufen Probleme und Gefühle, aber niemand kann dir dabei helfen. Also, so sehr deine Freunde oder Familie oder irgendwelche Menschen, die helfen wollen, ja, niemand hat damit Erfahrung. Es ist halt, für mich war es auch richtig schwierig auszuloten, was ist Paranoia und was ist jetzt wirklich Realität. Bilde ich mir das jetzt alles nur ein? Bilde ich es mir ein, dass die Leute am Nachbartisch über mich reden, wenn die mich anstarren und flüstern? Gut, ich kann mich selbst dann irgendwie so gaslighten und sagen, ah es geht bestimmt nicht um mich. Aber im nächsten Moment stehen sie auf und kommen rüber." (Marie-Luise Vollbrecht)
43:48 "Ich hab nichts falsches gemacht, man kann mir nichts vorwerfen. Am Ende kann man mir vielleicht drei, vier Tweets vorwerfen, die nicht so nett formuliert waren und sagt, ok war das nötig, dass du das so polemisch ausdrückst? Ja, das gebe ich mir zu. Aber ich hab nix Falsches gemacht, ich habe das nicht verdient so behandelt zu werden. Und ich hatte halt die Hoffnung, wenn ich das jetzt wirklich beweisen kann, da kann ich einfach wieder normal werden. Dann kann ich wieder in mein normales Leben zurückkehren. Und deswegen kam bei mir, weiß ich nicht, habe ich ja auch im Interview darüber geredet, dass bei mir dann erst dieser Zusammenbruch kam oder diese Erkenntnis, es wird mir nie wieder normal." (Marie-Luise Vollbrecht)
47:17 "Und vor allem vielleicht auch zu sehen, wie dünn diese Decke der Zivilisation ist, weil man halt einfach mal beobachtet hat, wie bösartig Menschen werden können, wie schlecht Menschen sein können, wie korrumpierbar Menschen sein können, wie schnell einen Menschen fallen lassen ist. Ich glaube, das zerstört dann auch nochmal diese Bindungsfähigkeit oder die Art und Weise, wie man Menschen generell betrachtet." (Marie-Luise Vollbrecht)
58:07 "Cancelculture kann jeden treffen. Das kann jeder erfahren. Und das muss ja nicht groß und medial sein. Das kann im Freundeskreis passieren. Weil es nämlich eine bestimmte Geisteshaltung ist. Und wer dazu beiträgt zu dieser Geisteshaltung, oder die aufrechterhält, weil er es nicht wahrhaben will, dann nimmt es vielleicht dann erst wahr, wenn es ihn selbst trifft. Also die Erfahrung habe ich auch gemacht. " (Marie-Luise Vollbrecht)
Der Philosoph Sebastian Ostritsch erklärt im Gespräch mit Ben Krischke, wie sich die Existenz Gottes mithilfe der Vernunft beweisen lässt.
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Inhalt Podcast:
Sebastian Ostritsch: Serpentinen. Die Gottesbeweise des Thomas von Aquin nach dem Zeitalter der Aufklärung, Matthes & Seitz Berlin, 2025
1:52 "eine gewisse Anzahl an Studenten hat wohl dagegen protestiert, dass ich dort auftrete, weil ich so richtig erfahren habe, habe ich eigentlich nicht, was man mir konkret vorwirft, aber die Richtung ist schon klar, ich sei rechts, also auf jeden Fall eben nicht links und… In allen Themen, die man heute als Vogue bestreitet, ja die bestreite ich inhaltlich eigentlich fast alle und damit war ich also Persona non grata für einige." (Sebastian Ostritsch)
3:38 Ben Krischke bezieht sich auf den Artikel von Benjamin Leven: Cancel Culture an Jesuiten-Hochschule, 27.11.2025, auf cicero.de
25:48 "Thomas vom Aquin ist vielleicht der wichtigste, neben Augustinus, der wichtigsten Denker des christlichen Jahrtausends, das wir Mittelalter nennen heutzutage meistens. Er ist in der Philosophie und der Theologie vor allem dafür bekannt, dass er das aristotelische Denken, Also das ist die Philosophie des Aristoteles. Fruchtbar gemacht hat für das theologische Denken des Christentums und auch für die Lehre der Kirche. Insofern ist er Theologie und Philosoph und hat also eine neuartige Synthese geschaffen, also das griechische, vorchristliche Denken mit dem christlichen Denken verbunden." (Sebastian Ostritsch)
ab 33:09 Ben Krischke und Sebastian Ostritsch diskutieren die von einer KI vorgeschlagenen fünf möglichen Wege, Gott zu beweisen
Warum zeigten sich ausgerechnet Menschen aus dem politisch linken Spektrum so fasziniert von den staatlichen Corona-Maßnahmen? Und was können wir aus dem Missmanagement der Pandemie lernen? Der Wiener Autor Christian Felber stimmt im Cicero Podcast Gesellschaft mit Ralf Hanselle ein Lob der Grundrechte an.
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Christian Felber: Lob der Grundrechte, Westend Verlag, 2024
Inhalt Podcast:
6:15 "Aber ganz wichtig, er muss uns auch schützen davor, dass Dritte uns vorsätzlich verletzen oder fahrlässig verletzen. Und hier wird es spannend, weil es ist heute mehr oder weniger, zumindest sehr viel wahrscheinlicher, dass dieses Virus von der Wissenschaft erzeugt wurde. Und davor hat uns der Staat nicht nur nicht geschützt, das wäre seine Pflicht gewesen nach Artikel 2 des Grundgesetzes, sondern verschiedene Regierungen haben sogar die Erforschung dieses Virus, das ist vermutlich aus dem Labor kommt, gefördert, mit Forschungsgeldern gefördert. Das ist eine doppelte Pflichtverletzung, die aber gar nicht diskutiert wird, obwohl ja alle 25 Grundrechtseinschränkungen genau damit argumentiert wurden." (Christian Felber)
7:47 "Es gibt heute viele Menschen, bis hin zu den Top-Experten links und rechts von Christian Drosten an der Berliner Charité, zum Beispiel seinem Kollegen am Institut für Epidemiologie oder seinem Vorgänger am Institut für Virologie, die schon vor den Lockdowns gesagt haben, dass die möglicherweise mehr Gesundheitsschaden anrichten als Nutzen stiften werden." (Christian Felber)
11:22 "Ich würde auch sagen, dass das Reden wie Covidiot oder Schwurbler oder Aluhutträger oder Wissenschaftsleugner anstelle des Arguments, verletzt nach meinem Verständnis die Menschenwürde, weil wir sind hier in einer Demokratie versammelt, um wertschätzend auf Augenhöhe Argumente zu tauschen, auch wenn wir anderer Ansicht sind." (Christian Felber)
26:56 "Das ist für mich das Erstaunliche, wenn hier der Vorgänger und der Kollege was ganz anderes erzählen, als der medial sichtbarste und einflussreichste Regierungsberater zu einem Thema, dann muss doch die Medienwelt aufmerksam werden und beginnen umherzublicken, nach links und rechts zu schauen oder zum Beispiel den einflussreichsten und meist zitierten Epidemiologen der Welt zu befragen, wie plausibel die Quelle ist, auf die sich Christian Drosten mit seinem Faktor 16 beruft." (Christian Felber)
Willkommen zum feucht-fröhlichen Jahresrückblick! Wieder einmal lassen Chefredakteur Alexander Marguier und Cicero-Kolumnist Mathias Brodkorb die vergangenen zwölf Monate Revue passieren – und verkosten derweil ein paar exotische Weine. Ihre Themen reichen von Friedrich „Stadtbild“ Merz über Bio-Mülltonnen bis zum verunglückten Sommerinterview mit Alice Weidel.
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Inhalt Podcast:
4:51 Januar: Amtsantritt Donald Trump
12:22 Februar: Selensky bei Trump im Weißen Haus, Rede J.D. Vance bei der Münchner Sicherheitskonferenz
20:00 März: Speaker 1: Der deutsche Bundestag beschließt die Lockerung der Schuldenbremse und die Einrichtung eines Sondervermögens Infrastruktur von 500 Milliarden Euro.
35:34 April: Weinproduktion auf historischem Tief und die kuriosesten Regelungen im Koalitionsvertrag
45:01 Mai: Merz im zweiten Anlauf gewählt, absurde, neue Bio-Müll-Regelungen
53:08 Juni: Annalena Baerbock wird Präsidentin der UN-Generalversammlung, Trump beendet Israel-Iran-Konflikt
1:03:39 Juli: Zentrum für Politische Schönheit stört Sommerinterview und SPD-Landtagsvize in Baden-Württemberg malt heimlich Hakenkreuze hinter AfD-Namen bei einer Abstimmung
1:09:04 August: Robert Habeck verabschiedet sich aus der Politik
1:15:30 September: Döner-Vielfalt gerettet
1:33:16 Oktober: Merz' Stadtbilddebatte
1:43:36 November: Merz auf der Klimakonferenz in Belém, Brasilien
1:49:18 Dezember: Speaker 2: Winfried Kretschmann, der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, verleiht Angela Merkel für ihre herausragenden Leistungen in der Corona-Pandemie die große Staufermedaille
Weihnachten ist in christlicher Vorstellung das Fest der Menschwerdung Gottes. Doch ist dieses Ziel noch erstrebenswert, wo doch der Mensch selbst mittels digitaler Tools und transhumanistischer Ideologien gerade im Begriff ist, eine bessere Version seiner selbst zu erschaffen? Der Jesuit und Theologe Klaus Mertes im Gespräch mit Ralf Hanselle über Gott, Tech-Milliardäre und Donald Trump.
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Probieren Sie es einfach aus und lesen Sie die Titelgeschichte der Dezember-Ausgabe "Chroniken des Niedergangs" von Ben Krischke, Ferdinand Knauss und Carsten Korfmacher.
Inhalt Podcast:
34:08 "Donald Trump ist für mich der Inbegriff eines an sich selbst glaubenden, anmaßenden, ja, wie soll ich sagen, Egomanen, der durchaus sich geschmeichelt fühlt, wenn das Ganze von außen auch nochmal theologisch überhöht wird und dann auch bereit ist, es irgendwie fühlend mit zu glauben. Beispiel, jetzt kürzlich das Kompliment, dass er da irgendwie bekommen hat, dass dank Donald Trump die Hurricanes jetzt die Florida-Küste in diesem Jahr nicht erreicht haben. Ja, und ich glaube, der ist so sehr in sich verliebt, dass er es dann am Ende auch glaubt. Aber es hat keine intellektuelle Basis bei ihm." (Pater Klaus Mertes)
37:45 "An Weihnachten gibt mir Hoffnung dieses, was wir am Anfang hatten, Fleischwerden. Und das ist eine Metapher, damit ist ja nicht meine Wade gemeint, sondern eben Schwachwerden, also. Und Ja sagen zum eigenen Schwachsein. Ja sagen zur eigenen Körperlichkeit, die eben beides ist, stark sein und schwach sein. Ja sagen, zur Angewiesenheit auf Kommunikation mit anderen auf der körperlichen Ebene. Eben nicht alles auf digitale Kommunikation umstellen, sondern auf das Körperliche weiterhin angewiesen sein, ja, das Körperlich sogar bejahen ganz und gar, obwohl es eben auch schwach ist, krank ist und sterben wird, ja sagen zur eigenen Sterblichkeit, von Anfang an ins Leben hineintreten mit dem Wissen, dass ich sterben werde." (Pater Klaus Mertes)
Juden in Deutschland müssen mit der Linken brechen – nur dann werde jüdisches Leben hier eine Zukunft haben, sagt Noam Petri, ehemaliger Vizepräsident der Jüdischen Studierendenunion. Er warnt im Cicero Podcast mit Clemens Traub außerdem vor Islamogauchisme und einer islamistischen Unterwanderung linker Parteien.
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Probieren Sie es einfach aus und lesen Sie Noam Petris Text auf cicero.de: Tech-Traditionalismus: Ein neues Paradigma für Europa
Inhalt Podcast:
12:04 "Aber man muss verstehen, dass die neue Linke, die einfach nur das Update der alten Linke ist, logischerweise sich gegen Israel wendet und zunehmend antiwestlich wird, weil das aus ihrer Konsequenz des Egalitarismus kommen kann. Also sie kann nicht für einen Staat Israel sein, der jüdischer Nationalstaat ist, der selbstbewusst auftritt, der ein Nationalstaats bleiben will, der effektiv gegen Islamisten ankämpfen will." (Noam Petri)
16:04 "Wir haben eine neue politische Arena, wir leben in einer neuen Zeit und wir müssen uns politisch neu orientieren und bis heute ist es so, dass man immer noch auf einzelne vernünftige Stimmen in der Linken hofft und glaubt, ja, aber es gibt noch diese einen Leute und man darf nicht alle über einen Kamm scheren, das tue ich gar nicht. Ich prophezeihe einfach nur, dass was wir jetzt mit der Linken Berlin sehen, das übernimmt die Linkspartei und von dort aus wird es auch die SPD übernehmen und die Grünen übernehmen, und das ganze Vorfeld und das Milieu, was dahinter steht. Und wenn man bei den Jungen schaut, den jungen Linken in dem Sinne, dann sieht man ja auch schon, was da auf uns zukommt. Dementsprechend einfach zwei Schritte vorausdenken und zu verstehen, indem man schon die Reißleine vor zehn Jahren hätte ziehen müssen. " (Noam Petri)
23:19 "Also bei der Linken ist es ja mittlerweile im Grunde die offene Sympathie für Islamisten, zumindest in Berlin, was sich auf die ganze Bundespartei ausweiten wird. Und bei der SPD und bei den Grünen ist es natürlich das Supporten einer Migrationspolitik, die eine Katastrophe für Deutschland ist, eine Katastrophe für Europa ist, die eine Katastrophe auch für jüdisches Leben ist und das Festhalten natürlich an dieser Idee, dass das der richtige Weg ist und dementsprechend zu den politisch-kulturellen Konsequenzen führt, die wir einfach haben. Plus das ganze Vorfeld und mediale Vorfeld natürlich, das diese Probleme wegschweigt oder idealisiert oder zu einer Dämonisierung führt von Kritikern oder einer Dämonisierung von Israel herbei führt. Man muss das im Grunde genommen als politisches Lager so begreifen." (Noam Petri)
Schafft Deutschland die Energiewende? Oder haben wir uns als Volkswirtschaft mit der Umstellung auf Erneuerbare heillos übernommen – und nehmen sehenden Auges eine Deindustrialisierung in Kauf? Darüber spricht Cicero-Chefredakteur Alexander Marguier mit Lion Hirth, Professor für Energiepolitik an der Berliner Hertie School.
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Inhalt Podcast:
12:44 "Ich finde es tatsächlich eine wahnsinnig schwierige Frage, um es ganz offen zu sagen. Also die beiden Antworten, die die sozusagen die Camps geben, ich nenne es mal irgendwie die Klimaschützer, die sagen, Klimaschutz ist richtig und wir sollen es machen und das Gefangenen-Dilemma ist uns egal, habe ich mir noch nie darüber nachgedacht. Wir laufen einfach geradeaus. Die verkennen aus meiner Sicht das Dilemma, was wir gerade besprochen haben, die inhärente, gigantische, das gigantische Problem. Dass Klimaschutz zwar global rational, aber individuell irrational ist. Das kann man nicht einfach wegreden. Und auf der anderen Seite sind sozusagen die Klimaskeptiker, sind vielleicht auch keine Klimaskeptiker, aber die sagen, wir leben in der Welt des Nash-Gleichgewicht- und Gefangenendilemma. Wir werden jetzt einfach, ich würde sagen, wir pusten raus, was geht, uns ist alles egal. Das ist gewissermaßen ja auch die moralische Selbstaufgabe. Also, ich hab… Also ich hätte Probleme, meinen eigenen Kindern da noch in die Augen zu sehen, wenn wir sozusagen da die Hände in den Schoß legen und gar nichts machen. Und wo bleiben wir dann? Ich muss sagen, ich weiß es nicht." (Lion Hirth)
23:17 "Ich glaube, zu Atomkraft kann man sagen, diese gigantischen Großprojekte sind wahnsinnig langwierig, wahnsinnig komplex und ich spreche einfach nur empirisch aus, was jetzt da passiert, das ist gar keine Meinung, in der Vergangenheit, in den letzten Jahren wahnsinnig teuer gewesen. Ich bin trotzdem niemand, der diese Sachen kategorisch ausschließt. Ich würde sagen, wenn irgendjemand mit privatem Geld in Deutschland in Atomkraft investieren will, ich würde mich freuen. Ich wäre da total offen. Ich hätte überhaupt nichts dagegen. Bin ich dafür, dass wir jetzt 24 Milliarden Euro Steuermittel verwenden, um einen neuen Reaktor zu bauen, der dann 2060 fertig wird, wenn alles gut läuft? Da glaube ich, können wir was Besseres machen mit dem Geld." (Lion Hirth)
39:53 "Was wir brauchen, da bin ich überzeugt als Deutschland, um günstige Energieversorgung zu bekommen, sind eben nicht mehr Subventionen und mehr Gießkanne, sondern sind Strukturreformen, die das Stromsystem besser, effizienter und günstiger machen. " (Lion Hirth)
Am 4. Dezember wäre der Dichter Rainer Maria Rilke 150 Jahre alt geworden. Im Cicero Podcast Gesellschaft spricht sein Biograf Gunnar Decker über Rilkes Einfluss auf die Moderne und klärt die Frage, warum der Sprachmystiker aus Prag weder Präfaschist noch Damen-Dichter war.
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Inhalt Podcast:
16:04 "Also die große Kunst von Rilke, dass man, und ich schließe mich da ja mit ein, nicht mit ihm fertig wird. Also ich würde vielleicht auch noch ein viertes Buch schreiben, weil das alles noch nicht so das war, was ich eigentlich sagen wollte. Und das ist, glaube ich, bei Rilke genau auch das Problem, dass er immer wieder so an Punkte kommt, wo er feststellt, eigentlich wollte ich doch noch was anderes sagen, und da steckt noch was anderes drin. Also er ist wirklich ein, was die Dichtung betrifft, von einer unerhörten Strenge und auch von einer… Da ist so eine Suchbewegung, wie ich sie bei anderen nicht kenne." (Gunnar Decker)
16:36 " Dass er auch, vielleicht kommen wir sicher noch drauf, dann mit fast 50 Jahren anfängt, auf Französisch zu dichten, dass er sich dem italienischen Futurismus Ungaretti zuwendet und dieses merkwürdige Gong-Gedicht schreibt, so ein Lautgedicht, Gong, Gong, Gong. Also das ist nicht das, was man von Rilke erwartet. Also eigentlich immer wieder der Versuch anders, die gleichen Dinge, die gleichen Grundfragen der Existenz auch anders auszudrücken." (Gunnar Decker)
48:50 "Es bleibt also diese Herausforderung, ihn richtig zu lesen. Und das ist natürlich nichts, was man einmal oder einer irgendwie festlegen kann. Jeder muss da für sich diesen Zugang gewinnen. Und das ist ja auch das Schöne. Man arbeitet sich daran immer wieder ab." (Gunnar Decker)
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