Cicero Podcasts

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By Cicero – Magazin für politische KulturSociety & CultureNewsNews CommentaryPolitics
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Cicero Podcasts episodes

  • Filmproduzent Stephan Lamby: „In der Gesellschaft darf es keine Brandmauer geben“
    Cicero – Magazin für politische Kultur

    Der renommierte Filmemacher und Autor Stephan Lamby erzählt im Podcast mit Cicero-Chefredakteur Alexander Marguier von seinem amerikanischen Cousin: einem glühenden Trump-Anhänger, der beim Sturm auf das Kapitol in Washington dabei war. Für sein neues Buch hat sich Lamby auf der ganzen Welt auf die Spuren populistischer Bewegungen begeben – hier berichtet er von dieser Reise.

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    Probieren Sie es einfach aus und lesen Sie die Titelgeschichte der Dezember-Ausgabe "Chroniken des Niedergangs" von Ben Krischke, Ferdinand Knauss und Carsten Korfmacher.

    Inhalt Podcast:

    6:36 "Ich wusste nicht, dass er beim Sturm aufs Kapitol dabei gewesen ist und habe dann lange mit ihm darüber geredet und Ich habe dann gar nicht versucht in … Von irgendwas zu überzeugen, sondern ich wollte erstmal verstehen, was treibt einen so netten, gelassenen Amerikaner, also stellen Sie sich vor, der ist Mitglied der Kirche, übrigens der Evangelikalen, der geht regelmäßig zum Sport, der hat seine Familie, der hat sein Handwerksunternehmen, also der ist nicht ein Dropout, der ist Mitglid der amerikanischen Gesellschaft. Was treibt den dazu, das Herz der amerikanischen Demokratie zu stürmen? Und er hat es mir genau andersherum erklärt." (Stephan Lamby)

    33:52 "Ich würde dem Milei einiges vorwerfen, aber nicht, und da gebe ich ihm recht, dass er seine Agenda nicht offenlegen würde. Also, das tut er, ob er damit Erfolg haben wird, langfristig, das werden wir sehen, jetzt kurzfristig hat er ohne jeden Zweifel Erfolg, aber ich hatte, als ich in Argentinien war, einen anderen Eindruck von Milei, vermittelt durch die vielen Gespräche, vor allem den Eindruck "El Loco", wenn Sie sich Auftritte von Milei in Argentinien anschauen. Der kommt ja manchmal mit der Lederjacke, dann sinkt der wie ein Rockstar und fuchtelt wie verrückt rum und peitscht die Massen auf. Das ist also wirklich ein Phänomen, also wie ein Popstar. Das hat mit einem Politiker unserer Prägung, unserer Kenntnis, wenig zu tun. Das ist ein Grund, warum die Argentinier ihn aufsaugen wie so ein trockener Schwamm." (Stephan Lamby)

    56:53 "Ich find ja gut, wenn wir über X oder Facebook oder Du nimmst es. Darauf hingewiesen werden, dass wir Fehler machen, von mir auch, dass wir darauf hingewiesen, dass Zuschauer, Leser, Hörer Dinge fundamental anders sehen. Das kann uns doch eigentlich nur weiterbringen und deshalb habe ich Berthold Brecht zitiert im Sinne von nicht nur senden, sondern auch empfangen und das ist letztlich die aus meiner Sicht Fehlentwicklung gewesen. Nicht nur der öffentlich-rechtlichen Medien, sondern der etablierten Medien, ich spreche auch von Zeitungen und Zeitschriften, die zu lange nicht sich zu eigenen Fehlern bekannt haben, die ein Verhältnis zu ihren Konsumenten hatten. So in dem Sinne, du liest, du siehst, du kaufst, du klickst und diese Doppelfunktion des Senders aus Sender und Empfänger nicht verinnerlicht haben. Also deshalb finde ich diesen Kulturwandel alles in allem gut." (Stephan Lamby)

    1:02:00 "Ich bin ein Anhänger der Brandmauer zur AfD in Parlamenten. Ich bin aber überhaupt kein Anhänger der Brandmauer in der Gesellschaft und fände es schwierig, wenn wir in unserer Gesellschaft, deshalb rede ich gerne mit Ihnen, rede mit anderen Leuten, rede mit Freunden, rede politischen Gegnern, deshalb heißt das Buch, denn da sprechen wir miteinander, keine Mauern bauen, sondern dass wir das Gespräch miteinander führen, weil, und das schreibe ich auch, Gesellschaft ist kein Zustand, sondern ein Prozess. Auf den können wir Einfluss nehmen und wenn wir aufhören miteinander zu sprechen, dann ist die Gesellschaft an einem Endpunkt. Dann haben wir ein Problem." (Stephan Lamby)

    1 hr 4 min
  • Frauke Petry: „Vor dem Shitstorm knickt nur ein, wer eine ,Scheissegal’-Mentalität hat“
    Cicero – Magazin für politische Kultur

    Frauke Petry will mit „Team Freiheit“ eine neue politische Bewegung etablieren. Was es mit dieser „Anti-Partei“ auf sich hat und warum sie sich das alles nochmal antun will, erklärt sie im Gespräch mit Ben Krischke.

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    Probieren Sie es einfach aus und lesen Sie die Titelgeschichte der November-Ausgabe "Das Recht als Waffe" von Volker Boehme-Neßler auf cicero.de

    Inhalt Podcast:

    19:34 "Ich bin leidenschaftlicher Gärtner und ich habe vor Jahren gelernt, wie man Obstbäume schneidet und das, was eben jeder Baumschulexperte sagt ist: Schneid nicht drei kleine Äste ab, wenn du erkannt hast, dass eine andere Baumerziehung notwendig ist, sondern schneid den großen Ast ab. Dann hast du den kleinen auch mit erwischt und dann bekommt der Baum Platz zum Wachsen, und zwar in eine bessere Richtung. Und das ist für mich ein ganz gutes Bild, auch was das Thema Verwaltung angeht. Man muss einen radikalen Schnitt machen und dann wird man auch all die Menschen identifizieren, die bereit sind, einen neuen Weg mitzugehen." (Frauke Petry)

    24:07 "Der Staat hat Menschen in den letzten Jahrzehnten nicht zu mehr Freiheit und zu mehr Selbstständigkeit erzogen, sondern durch die Aufbildung des Sozialstaats und der Übernahme privater Pflichten durch den Staat, wohl meinend vielleicht sogar, aber trotzdem im Ergebnis katastrophal, ist diese Konsumentenmentalität natürlich gewachsen. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass Eltern, die ihre Kinder lieben und sich um sie kümmern und wissen, sie bekommen die Freiheit auch wieder in die Hand, das selbst zu entscheiden, dass das ein reversibler Prozess ist." (Frauke Petry)

    45:24 "Wie ist es aktuell in jeder anderen Partei? Dort verhelfen sich die Parteimitglieder selbst auf die Kandidatenliste. Das ist so, als würde in einer Firma der Mitarbeiter über seinen Job entscheiden. Undenkbar, dass das funktioniert. Und dass man in jeder Aktiengesellschaft die operative Ebene von der Aufsichtsebene trennt, ist auch völlig klar, denn ich kann mich nicht selbst überwachen. Egal wie klug und distanziert ich auch bezüglich meiner eigenen Schwächen bin, ich werde niemals in der Lage sein, mich selbst ehrlich zu beurteilen. Und jeder Mensch, der das im normalen Leben diskutiert, ist sofort dabei. Und warum machen wir es in der Politik dann anders? Also warum tun Parteien das, was sie tun, weil es ein Macht- und Versorgungsapparat ist. Und indem wir das trennen, die Abgeordneten von der Partei, schaffen wir ganz viel. Wir schaffen diesen Kreislauf ab, der immer dazu führt, dass die Leute, die sich am besten verbiegen können, auf die Listen kommen." (Frauke Petry)

    1 hr 7 min
  • JU-Chef Johannes Winkel: „Vom Kanzler erwarten wir, dass er handelt“
    Cicero – Magazin für politische Kultur

    Der Vorsitzende der Jungen Union geht auf Konfrontation zum Kanzler. Beim Deutschlandtag der Jungen Union am könnte es zum Showdown kommen. Das von der Regierung vorgelegte Rentenpaket wollen Johannes Winkel und seine Mitstreiter im Parlament nicht mittragen. Im Cicero-Podcast erklärt der angriffslustige Bundestagsabgeordnete, worum es geht.

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    Inhalt Podcast:

    11:22 "Und deswegen würde ich Ihnen in einem Punkt widersprechen. Es gibt schon Enttäuschungen in der Jungen Union, ja das ist klar, vielleicht war die Erwartungshaltung auch an der einen oder anderen Stelle. Bisschen unrealistisch, das kann man vielleicht auch sagen, und ein bisschen unfair gegenüber Friedrich Merz, dass er sozusagen von heute auf morgen alles umkrempelt. Das ist auch nicht möglich, aber natürlich erwarten wir schon, dass beim Thema Sozialstaat was passiert. Da muss jetzt auch was kommen." (Johannes Winkel)

    17:18 "Wir werden den Kanzler erst mal daran erinnern, was er selber gesagt hat. Er hat nämlich in seiner allerersten Regierungserklärung gesagt, diese, meine Bundesregierung wird mit aller Kraft einen neuen Generationenvertrag verwirklichen. So, und jetzt wissen Sie ja so gut wie ich, wenn man eine Rede schreibt, dann kann man ja verschiedene Nuancen setzen. Er hätte ja auch sagen können, meine Bundesregierung will mit aller Kraft einen neuen Generationen-Vertrag verwirklichen und nicht wird. Also wenn man diese stärkste Formulierung nimmt, muss man sich natürlich auch festhalten lassen. Und insofern steht der Kanzler im Wort und wir werden ihn da sehr deutlich dran erinnern und wir erwarten schlicht und ergreifend das, dass er das tut, was er angekündigt hat." (Johannes Winkel)

    28:49 Koalitionsvertrag: "Nachträglich einseitig Dinge aufzulösen, das ist einfach unseriös und deswegen muss die SPD sich das ehrlicherweise selber fragen, wie professionell, wie sie sich eigentlich aufstellen. Der Koalitionsvertrag bindet beide Seiten und wenn man mit dem Vertrag ein Problem hat, dann muss man das offen ansprechen mit dem Vertragspartner und das dann gemeinsam ändern." (Johannes Winkel)

    31:50 "Die SPD hat sich zu einer Partei der Transferleistungsempfänger entwickelt, also von der Partei der Arbeiter zur Partei des Arbeitslosen und das ist natürlich eine Entwicklung, die auch nicht im Interesse der SPD sein kann," (Johannes Winkel)

    35:18 "Die CDU ist eine Partei der Mitte, deren historische Aufgabe es ist, von rechts außen in die Mitte integrieren zu können. Oder sagen wir mal, von Rechts in die Mitte integrieren zu können, denn die wirklich rechts außen im Sinne von Rechtsextremen in Deutschland, glaube ich nach wie vor, dass das nicht sonderlich viele sind.Erst recht keine 25 Prozent, es sind aber auch nicht über 10 Prozent. Da bin ich mir sehr, sehr sicher. Nur diese Aufgabe muss man eben auch wahrnehmen. Das haben wir lange genug nicht gemacht, von rechts in die Mitte zu integrieren. Das haben wir einfach ignoriert. Und das ist eben ein großer Fehler gewesen, der ja aber nicht bedeutet, dass die Ursprungsthese falsch gewesen wäre, nämlich dass man den rechten, dass man Mitte rechts nach rechts außen abdriften lassen darf. Und das müssen wir wieder stärker wahrnehmen." (Johannes Winkel)

    39:25 "Und ich meine, klar, wenn ich im Prenzlauer Berg wohne, da läuft keine Frau mit Burka rum, das ist schon klar. Da wird dann Migration eher so verstanden, dass es ja ganz nett ist eigentlich beim Nobel Sushi-Restaurant. Und dann sagt man ja, ist doch toll hier, wie sich die Japaner integrieren. Tolle Sache. Das ist genau das Multikulti, was wir brauchen. Ja, dagegen hat aber auch keiner was in Deutschland. Sondern die Leute haben was dagegen, wenn islamistische Extremisten nach Deutschland einwandern, wenn es eine Messerkriminalität gibt, die es vorher noch nicht gab, die eben eindeutig auf bestimmte Gruppierungen… Von jungen muslimischen Männern zurückzuführen sind und darüber muss man diskutieren können und da muss man dann auch sehr, sehr deutlich sein." (Johannes Winkel)

    45 min
  • Bundestagspräsidentin Julia Klöckner: „Debatte wird sehr häufig mit Diffamierung verwechselt“
    Cicero – Magazin für politische Kultur

    Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) spricht im Cicero-Podcast Politik mit Chefredakteur Alexander Marguier über schwindende Meinungsfreiheit, zerstörte Debattenkultur und über politisierte Kirchen. Außerdem nimmt sie Stellung zum von Friedrich Merz angestoßenen „Stadtbild“-Streit.

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    Probieren Sie es einfach aus und lesen Sie die Titelgeschichte der November-Ausgabe "Das Recht als Waffe" von Volker Boehme-Neßler auf cicero.de

    Inhalt Podcast:

    8:28 "Debatte wird sehr häufig mit Diffamierung verwechselt. Vielfalt wird meist als Einfalt der eigenen Meinung gesehen, also es gibt fast nur noch zwei Sichtweisen, die eigene und eine extreme, dazwischen gibt es kaum noch was, was man zulässt. Wir merken, dass, wenn jemand eine andere Meinung hat als die andere Person, dass ganz häufig dann moralisch gekämpft wird, dass es moralische Gräben gibt, das ist dann nicht mehr das Argument, sondern das Bekenntnis, das wichtig wird. Die Frage, bist du für mich oder gegen mich, ist… Ich halte das für Denkfaulheit, denn es ist immer einfacher, ein Gefühl zu haben, zu wem ich mal gerade gehöre, mich hinfühle, als mich argumentativ mit einzelnen Sachverhalten, Fakten auseinanderzusetzen. (Julia Klöckner)

    11:45 “Ja, und die Klingelhöfer Straße ist eine Straße, wichtig, aber Deutschland hat ziemlich viele Straßen. Also in der Mehrheit in deutschen Straßen wurde nicht demonstriert. Die Frage der Fokussierung und Berichterstattung, und das ist zum Beispiel grüne Mitglieder sind, die Herrn Marz kritisieren und ihm Rassismus vorwerfen, das verwundert jetzt nicht so sehr, weil es ja auch zum Geschäftsmodell von politischen Mitbewerbern gehört. Und deshalb nochmal, ich glaube, wir müssen es mal wieder lernen, auch diese Gesamtschau uns zuzumuten." (Julia Klöckner)

    15:25 "Bei uns wird das Wort nicht verfolgt in Deutschland. Und das sage ich deshalb auch immer fürs Parlament. Deshalb brauchen wir auch keine Symbole, kein Aktivistentum, keine Aufschriften, keine Aufkleber, keine Fahnen oder Plakate im Parlament. In der Gesellschaft wie im Parlament gilt das freie Wort und man wird nicht für das freie Wort, es sei denn es sei volksverhetzend, verfolgen." (Julia Klöckner)

    21:38 "Wichtig glaube ich uns auf ein bisschen die Metaebene zu heben, ist, dass wir uns nicht so sehr von der Bevölkerung entfernen. Also dass nicht eigene Glaubenssätze, eigene Moral gleichgesetzt wird mit Demokratieerhalt. Nicht alles, was nicht meiner Meinung entspricht, ist gleich demokratiegefährdend. (…) Und der 2. Punkt ist: Wenn etwas aktivistisch organisiert und auch noch finanziert ist mit Steuergeldern, dann sollte es sich nicht so weit vom Bürgerempfinden entfernen, weil es sind die Bürger, die das letztlich finanzieren, also unseren Staatshaushalt finanziere. Und deshalb bin ich sehr klar für Transparenz, wo welche Finanzierungen wie stattfinden, weil Transparenz ist weder links noch rechts, sondern ein Schaufenster. Und es ist ein Anrecht in einer freiheitlichen Gesellschaft zu wissen, was geschieht mit welchem Geld." (Julia Klöckner)

    38:40 "Aber sehr klar habe ich mich dazu entscheiden, im Übrigen auch den Flaggenerlass der Bundesregierung zu folgen. Und der besagte, noch unter der ehemaligen Innenministerin, SPD, Frau Faeser, dass nur einmal im Kalenderjahr die Regenbogenfahne gehisst wird. Und insofern habe ich diese Fahne nicht gehisst. Wenn dann daraus gemacht wird auf Schildern, Regenbogenfahne statt Nazi-Parolen. Da muss ich sagen, da ist ja jedes Maß und Mitte verloren gegangen. Also intellektuell will ich darüber gar nicht reden, wie schwach sowas ist. Aber daraus, wenn jemand eine andere Haltung begründet hat und sich noch an den Flaggen erlass hält, daraus Nazi-Parolen oder Homophobie zu machen, das ist kein demokratisches Verständnis." (Julia Klöckner)

    52 min
  • Gefahr Handy-Sucht: „Ein Smartphone-Verbot würde Klarheit schaffen“
    Cicero – Magazin für Politische Kultur

    Handys, Social Media und die virtuelle Welt erzeugen Stress, ganz besonders bei Kindern und Jugendlichen. Über die Schattenseiten unserer Digitalkultur spricht Ralf Hanselle mit Stifter Hans Schöpflin und Geschäftsführer Peter Eichin von der Villa Schöpflin, Zentrum für Suchtprävention in Lörrach.

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    Inhalt Podcast:

    5:15 "Und es war ja offensichtlich, dass da was entsteht. Das iPhone, das war ja damals noch nicht so groß mit Social Media, aber für mich ist das ein ganz wesentliches Punkt zu sagen, okay, wo kann ich Muster erkennen. Und ich würde sagen, das geht alles über Mustererkennung. Und so kamen wir eben dann eben auch auf die Social Media und dieses Suchtverhalten, was damit eben irgendwo dann, ja, das spürte man einfach. Das wirklich eine große Gefahr ist, eben gerade für junge Menschen, die ja total ungeschützt sind." (Hans Schöpflin)

    16:51 "Jeder hat ein Gerät in der Tasche, was absolut die persönlichen, zugeschnittenen Bedürfnisse befriedigt. Und das ist sensationell und gleichzeitig dämonisch." (Peter Eichin)

    https://www.villa-schoepflin.de/

    39 min
  • Volker Boehme-Neßler im Interview mit Ralf Hanselle – „Während Corona haben wir uns an den Ausnahmezustand gewöhnt“
    Cicero – Magazin für politische Kultur

    Noch immer hat die Corona-Krise tiefe Spuren in Politik, Gesellschaft und Rechtsstaat hinterlassen. Der Jurist Volker Boehme-Nessler spricht im Cicero Podcast Gesellschaft über die Frage, wie die Post-Corona-Gesellschaft in einen nachhaltigen Prozess der Aufarbeitung kommen kann, damit sich die Angstpolitik von damals nicht wiederholt.

    Das aktuelle Buch von Volker Boehme-Nessler: Angstpolitik, Europa Verlag 2025

    https://www.europa-verlag.com/Buecher/6712/Angstpolitik.html

    Titelgeschichte unserer Ausgabe 11/2025: https://www.cicero.de/innenpolitik/cicero-im-november-abgrunde

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    Inhalt Podcast:

    01:39 "Es geht darum, dass das Recht grundsätzlich zwei Seiten hat. Wenn Sie sich das Recht über die Jahrhunderte angucken, dann stellen Sie fest, das Recht hat zwei Seiten. Die eine Seite ist, das recht kann ganz starker Schutz sein. Es kann die Menschen, die Einzelnen schützen, es garantiert Rechte. Dann gibt es die Justiz, die die Rechte durchsetzt. Das ist ein zivilisatorischer Fortschritt, wenn man das Recht als Schutz ansieht. Das Recht kann aber gleichzeitig, und das ist das große Problem, auch ein ganz böses Instrument sein, um Menschen zu unterdrücken, um Menschen manipulieren, um sie einzuschüchtern. Und das ist, was man über die Jahrhunderte sehen kann, was wir eigentlich in der Zivilisation überwunden. Haben sollten. Und was man eben feststellt, ist, dass es Ansätze dazu gibt, auch in den letzten Jahren und Monaten, dass diese Funktion des Rechts, das Recht als Mechanismus der Einschüchterung der Bürger, dass die Funktion immer stärker wird. Und dass man tatsächlich auch in der Demokratie und im Rechtsstaat beobachten kann, wie das Recht eingesetzt wird, um Menschen einzuschüchtern." (Volker Boehme-Neßler)

    18:45 "… es gab am Anfang der Corona vielleicht auch berechtigte Angst natürlich. Angst ist ja sowieso ein ganz archaisches Gefühl, das auch wichtig ist. Angst kann ja auch Leben retten. Wenn ich in der Steinzeit zum Beispiel keine Angst, oder die wir in unserer Steinzeit vorfahren, keine Angst vor einem Säbelzahntiger gehabt hätten. Dann gäbe es uns nicht. Dann wären die alle dem Tiger zu nahe gekommen. Also Angst ist ganz wichtig. Die Frage ist nur, wie man damit umgeht. Und das ist das, was ich der Politik freue. Und das auch das, was ich mit Angstpolitik mache. Ich meine, die Politik greift die Angst auf und verstärkt sie. Die Aufgabe wäre gewesen, gegen die Angst anzuarbeiten und mit der Angst konstruktiv umzugehen und sie nicht zu verstärken und als Herrschaftsmittel einzusetzen." (Volker Boehme-Neßler)

    33:50 "Naja, die Machthaber, die dann die entsprechenden politischen Maßnahmen durchgesetzt haben, die am Hebel saßen, am Politischen. Da bin ich mir nicht sicher. Ich habe das in einem Buch geschrieben, ich kann mir nicht vorstellen, dass Angela Merkel öffentlich einräumt, dass sie Fehler gemacht hat. Wir erleben es ja jetzt gerade ein bisschen. Im Gegenteil, sie verteidigt alles. Wobei wir jetzt gar nicht bei Merkel über Corona so reden, das ist für sie sowieso erledigt. Wir reden jetzt bei ihr über die Migrationspolitik, da wehrt sie sich ja gerade und sagt, ich habe an keiner Stelle irgendeinen Fehler gemacht. Ich glaube, die sind so in ihrer Selbstgerechtigkeit auch gefangen. Die kommen da nicht raus, die Spitzentäter oder die Spitzenpolitiker, die die Maßnahmen zu verantworten haben. Da brauchen wir wahrscheinlich dann irgendwann auch einen Wechsel. Das ist natürlich auch ein Hindernis, wenn ein Teil der Spitzen Politiker immer noch an den Machthebeln sitzt. Die werden natürlich einen Teufel tun, wenn sie so von sich überzeugt oder die haben die menschliche Größe nicht, einzusehen, dass das nötig wäre für die Gesellschaft, darüber zu reden, dass sie einfach sagen, na gut, dann stelle mich dem eben. Wir können uns Karl Lauterbach noch nicht vorstellen, dass er im Fernsehen öffentlich sagt, da habe ich was falsch gemacht." (Volker Boehme-Neßler)

    44 min
  • Ex-Finanzminister Peer Steinbrück: „Der Sozialstaat darf nicht zum Sozialfall werden“
    Cicero – Magazin für politische Kultur

    Peer Steinbrück wünscht sich Reformen wie sie einst Gerhard Schröder angestoßen hat. Mit Grünen und Linken sei das aber nicht zu machen, sagt der frühere SPD-Kanzlerkandidat im Cicero-Podcast Politik mit Volker Resing.

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    Probieren Sie es einfach aus und lesen Sie über den Reformdruck und die Identitätskrise der SPD "Schluss mit Bullshit" von Volker Resing auf cicero.de

    Inhalt Podcast:

    14:34 "Sie muss ziemlich deutlich machen, dass das, was die Linkspartei und vielleicht BSW und auch die Grünen teilweise machen, die tragen dazu bei, dass der Sozialstaat zum Sozialfall wird. Weil sie keine Antwort haben, weil sie keinen Zugang haben, dass der Sozialstaat, wenn er erhalten werden soll, in vielerlei Punkten geändert werden muss. Er muss weniger komplex sein, er muss vereinfacht werden, er müssen schneller sein, er muss modernisiert werden, er muss digitalisiert werden. Und das beantworten weder die Sozialverbände, noch die Linkspartei und noch Teile der Grünen. Sondern die sagen einfach, wir wollen von allem noch mehr, wir wollen noch immer weiter anbauen, ohne die Frage zu stellen, was heißt es denn, wenn die Sozialversicherungsabgaben von derzeit 42 Prozent für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, Arbeitnehmerinnen auf 44, 46 Prozent steigen? Was heißt es dann, wenn der Zuschuss zur Rentenversicherung aus dem Bundeshaushalt von 120 auf 130, 140 Milliarden steigt und damit der Bundeshaushalt immer weiter verkarstet und die notwendigen Zukunftsinvestitionen immer weiter eingeengt werden." (Peer Steinbrück)

    19:21 "Ja, aber wissen Sie, daraus spricht auch durch Ihren Beitrag und Ihre Frage immer die Skepsis, wir kriegen das nicht hin. Wenn ich diese Haltung habe, kann ich morgens im Bett bleiben, ziehe die Decke über den Kopf und mache nichts. Warum ist die Haltung nicht diejenige, wir müssen all diejenigen unterstützen, die versuchen, so etwas in Gang zu setzen. Die sollen das ja nicht überfallartig machen, die sollen das nicht in einem, in einer Dimension machen, wo das gar nicht mehr überschaubar ist, sondern sie sollen Schritt für Schritt stetig in den nächsten Jahren, möglichst in den ersten zwei Jahren dieser Legislaturperiode, damit erster Erfolge vorliegen, Schritt für Schritt versuchen, diesen Staat zu modernisieren. Schneller zu machen, digitaler zu machen. Kundenfreundlicher. Sie sollen einführen eine Vertrauenskultur im Umgang mit den Bürgerinnen und Bürgern statt einer Misstrauenskultur." (Peer Steinbrück)

    30:39 "Also ich sehe da schon eine Veränderung vor dem Hintergrund des enormen Problemdrucks, den wir haben, und zwar aufgrund globaler Veränderungen wie auch interner Versäumnisse. Es kommt darauf an, diese Bemühungen der etablierten Politik, der demokratischen Politik oder des demokratischen Parteienzentrums zu unterstützen. Und es macht keinen Sinn, darüber larmoyant und manchmal auch fast ein bisschen selbstzerstörerisch immer die Frage zu stellen, oh, das wird schon nicht klappen, das ist ganz, ganz furchtbar und das geht sowieso alles den Bach runter. Das ist kein konstruktiver Ansatz, der dieses Land stabilisiert und nach vorne bringt." (Peer Steinbrück)

    48:097 "Das heißt also, für mich ist das nicht eine Frage des Optimismus, des Pessimismus. Oder wem traust du was zu und wie beurteilst du den, sondern ich komme zu dem Ergebnis, diese Regierung verdient Unterstützung. Und das erwarte ich übrigens auch von weiten Teilen der Zivilgesellschaft. Also diejenigen, die da immer im zweiten Rang sind und dann mit faulem Obst werfen auf die politische Bühne und sagen, alles wird kritisiert, ich erwarte von verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen, dass sie bereitwillig guten Vorschlägen zur Reform dieses Staates folgt. Und nicht nur eine Veto-Position einnehmen, nach dem Motto Riecht schlecht, esse ich nicht, will ich nicht, mache ich nicht. Das ist ganz furchtbar, kommt nicht in Frage und ich mauer. Wenn wir das tun, dann haben wir im Augenblick im Beispiel Frankreich etwas, wo man beobachten kann, wohin das führt." (Peer Steinbrück)

    50 min
  • Andreas Jung und Simone Peter: „Klimaziele erreichen und den Wirtschaftsstandort Deutschland stärken"
    Cicero – Magazin für Politische Kultur

    „Mission Energiewende – die Weichen richtig stellen“: Um über dieses weitreichende Thema zu diskutieren, haben sich zwei ausgewiesene Experten zum Auftakt der Veranstaltungsreihe „Zukunft & Zeitgeist – Berlin Lunch Talks @BMW Foundation Herbert Quandt“ in den Räumlichkeiten der Stiftung in Berlin getroffen: Simone Peter, Präsidentin Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE), und Andreas Jung, MdB (CDU), stellvertretender Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag und Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Wir dokumentieren das in Kooperation mit der „BMW Foundation Herbert Quandt" entstandene Gespräch in dieser Sonderausgabe des Cicero Podcasts Politik.

    Die Stiftung hat es sich zum Ziel gesetzt, mit den „Berlin Lunch Talks“ eine Plattform für den Austausch von Expertinnen und Experten zu bieten, um die wichtigsten Fragen, die unsere Gesellschaft zur Zeit bewegen, zu debattieren. Mit den drei Schwerpunktthemen Energiewende und Klimawandel, Urbanisierung und Infrastruktur sowie Bildung und Qualifikation möchte die BMW Foundation Impulse für eine zukunftsfähige Gesellschaft setzen.

    3:45 "Die Antwort ist, der Weg in Deutschland ist ja jetzt seit 20, 25 Jahren in dieser Richtung bestritten. Die Energiewende zu gehen. Der Atomausstieg ist gut absolviert und jetzt sind wir, um die Klimaziele zu erreichen, aber auch den Standort zu stärken, gefragt, die Erneuerbaren weiter auszubauen. Wir werden das in ein paar Jahren zeigen, dass wir dann über die langfristig auch mit günstigeren Energiepreisen am Ende dastehen als Amerika mit fossilen Energieträgern." (Simone Peter)

    5:57 "Da hat Frau Peter recht, wenn sie sagt, die erneuerbaren Energien müssen weiter ausgebaut werden. Ich würde nur dazu sagen, damit es zum Erfolg wird, müssen jetzt Weichen neu gestellt werden. Und wir brauchen für eine Übergangszeit verlässliche Partner mit Gaskraftwerken, die dann zum Beispiel über Wasserstoff oder CO2-Abscheidungen klimafreundlich umgestellt werden." (Andreas Jung)

    46 min
  • Ehemaliger ZDF-Mann Peter Welchering: „Mobbing und Angst sind im ÖRR an der Tagesordnung“
    Cicero – Magazin für politische Kultur

    Mit einem Brandbrief an ZDF-Intendant Norbert Himmler beendet Peter Welchering seine jahrzehntelange Arbeit für das ZDF. Im Cicero-Podcast erklärt er, warum er das System für unreformierbar hält.

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    Probieren Sie es einfach aus und lesen Sie das Interview mit ÖRR-Journalist Andreas Halbach "Das ZDF hat mich beruflich kaltgestellt " auf cicero.de

    Inhalt Podcast:

    10:38 "Und ja, ich habe auch mitbekommen, dass natürlich Vorgesetzte auch Kollegen mal direkt angesprochen haben. Ich selbst wurde auch mal direkt angesprochen, wenn beispielsweise in einem Beitrag eine sehr kritische Äußerung fiel, die dann nach Veröffentlichung etwa den Unwillen eines bestimmten Politikers oder eines bestimmten Unternehmens, das aber sehr viel Macht ausüben kann, hatte. Damit muss man als Journalist zurechtkommen, das ist ja auch nicht neu im Öffentlich-Rechtlichen, das gab es immer. Nur, es gab auch immer, ich sag mal, sagen wir mal so, früher waren Redaktionen auch wie solche Redaktion beim ZDF konstitutionelle Monarchien. Das heißt, da gibt es einen Redaktionsleiter, der hat viel Macht, aber der Redaktionsleiter hat in der Regel auch immer so 1, 2, 3 altgediente Journalisten, häufig Fachjournalisten, die machen ihr eigenes Ding, die bieten ihm Paroli, die setzen auch ihre eigenen Themen teilweise durch. Das hat sich geändert. Inzwischen sind viele Redaktionen von dieser konstitutionellen Monarchie zur Oligarchie geworden." (Peter Welchering)

    22:28 "Im ZDF gibt es zwar eine Redakteursvertretung. Die ist nie durch große Kritik an den Führungsfiguren aufgefallen, aber es gibt eben keine Möglichkeit sozusagen am Intendanten vorbei Beschwerde zu führen, wenn tatsächlich auch programmliche Missstände da sind. Und das müsste geändert werden. Also der Intendant hat da einfach das letzte Machtwort und dieses letzte Machtwort ist ja wirklich letztinstanzlich. Da kann man dann sagen love it or leave it und das war's. Insofern ist der Vergleich mit der katholischen Kirche ganz nett, aber er trifft auch noch in einer anderen Hinsicht, da weiß ich gar nicht mal, ob der Kollege Halbach das gemeint hat. Das ZDF betreibt denselben Gesinnungsjournalismus, den auch die katholische Kirche mit ihrer katholischen Gesinnungspublizistik betreibt." (Peter Welchering)

    Sehen Sie auch den Podcast mit Julia Ruhs

    24:34 "Das, was da an Mobbing gegen Julia Ruhs betrieben wurde, auch mit dem Brief der Mitarbeiter. Oder was an Mobbings von dem Thomas Berbner, der Redaktionsleiter, dann berichtet hat im Rundfunkrat betrieben, wurde dass seine Mitarbeiter sagten, du ich komme nicht ins Funkhaus, ich will von zu Hause aus arbeiten. Dass Mitarbeiter sich weinend an ihn gewandt haben und gesagt haben, ich kann das nicht mehr. Ich mache hier einen guten Job als Journalist und dann werde ich hier als Rechtsradikaler beschimpft oder so. Das kann ich alles nachvollziehen, kann ich aus Erfahrung auch alles belegen, ist nicht neu." (Peter Welchering)

    31:24 "Ich habe jahrelang geglaubt, wirklich gute Reformen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks können nur von innen kommen, können nur von Profis wie uns kommen, die genau diese Insiderkenntnisse haben und die deshalb sagen, das sind die Strukturen, die wir ändern müssen und nachdem wir diese Strukturen geändert haben, werden sich natürlich auch die Menschen, die in diesen Strukturen arbeiten und leben, eben ändern. Heute muss ich feststellen, das war eine falsche Einstellung. Ob ich mir da wirklich jahrelang was vorgemacht habe, ob ich nicht alle Informationen hatte, muss man mal gucken, wird die Zeit zeigen. Inzwischen bin ich der Meinung, nein, das ZDF ist nicht mehr reformierbar. Deshalb wäre mein Ratschlag an die Medienpolitiker, und Rundfunk ist ja Ländersache, macht den Laden dicht." (Peter Welchering)

    48 min
  • Wirtschaftswissenschaftler Stefan Kooths: „Die Nazi-Keule lassen sich die Leute nicht mehr gefallen“
    Cicero – Magazin für politische Kultur

    Die Bundesrepublik versinkt in Bürokratie und Regulierung. Können wir uns an Argentiniens Präsident Javier Milei ein Beispiel nehmen? Über diese Frage diskutiert Stefan Kooths, Konjunkturchef am Kieler Institut für Weltwirtschaft und einer der profiliertesten liberalen Denker in Deutschland, mit Cicero-Wirtschaftsressortleiter Carsten Korfmacher.

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    Probieren Sie es einfach aus und lesen Sie die Titelgeschichte unserer Oktober-Ausgabe von Carsten Korfmacher: Katharsis per Kettensäge

    Inhalt Podcast:

    06:03 "Es ging ja Milei nie darum, diejenigen zu drangsalieren, die auf staatliche Hilfe angewiesen sind aufgrund der ökonomischen Malaise, sondern diejenigen, die sich zwischen den Staat und die Bedürftigen geklemmt haben. Also könnte man fast von einer Sozialindustrie sprechen. Die also durchgesetzt haben, das Privileg zu haben, dass die staatlichen Hilfsgelder durch ihre Kassen den Bedürftigen zukommen sollten, dass die aus dem Spiel genommen wurden. Denn bei diesem Durchlauf ist ziemlich viel hängen geblieben und die haben natürlich großes Interesse daran, diese Privilegen zu behalten." (Stefan Kooths)

    11:33 "Es braucht dann eben wirklich Menschen, die das verstehen, die verstehen, dass Märkte nicht sind, was sich gegen die Interessen der Menschen richtet, sondern ganz im Gegenteil, sondern dass Märke der beste Mechanismus sind, durch den sich Menschen ökonomisch koordinieren können und zwar zum gegenseitigen Vorteil und damit eben auch zum Vorteil der Gesamtwirtschaft." (Stefan Kooths)

    14:21 "Das ist, finde ich, die wichtigste Botschaft, die wir von Argentinien hier nach Europa insgesamt, nicht nur nach Deutschland, transferieren sollten. Nämlich, dass eine gute Standortpolitik, gute ökonomische Bedingungen für diejenigen, die hier in Europa, in Deutschland ökonomisch unterwegs sein wollen, dass das wichtig ist für die Immobilen, das heißt für die schwächsten, technisch ausgedrückt Produktionsfaktoren, also für die Arbeitskräfte, die nicht die Option haben, auch woanders hinzuziehen. Für die brauchen wir eine gute Standortpolitik. " (Stefan Kooths)

    18:08 "Wo sind Hindernisse daran überhaupt, Reformen umzusetzen hier in Deutschland?" (Carsten Korfmacher)

    "Es ist sicherlich der Umstand, den ich auch schon angesprochen hatte, dass es vielen immer noch sehr gut geht. Die sagen, selbst wenn dieses Land sich gar nicht mehr groß entwickelt, das, was ich schon als Wohlstand habe, reicht. Und wir haben eher so eine Mentalität, sich festzukrallen an dem, was man schon erreicht hat. Das steht dann aber leider dem Fortschritt entgegen. Und steht vor allen Dingen der Reformnotwendigkeit entgegen. Das Nichtstun bedeutet, dass es schlechter wird." (Stefan Kooths)

    22:55 "Es braucht eine Wirtschafts- und Finanzpolitik, die ein gemeinsames Grundverständnis entwickelt und denen dann eben auch folgt. (…) Aber darin liegt natürlich auch ein riesiges Potenzial. Also wir haben erhebliche Produktivitätsreserven dadurch, dass wir all die Reformen, die wir auch zum Teil schon angesprochen haben, eben liegen gelassen haben. Das bedeutet aber, eine Bundesregierung, die das jetzt angeht, und zwar auf möglichst allen Gebieten angeht. Von der Energiepolitik bis zur Rentenpolitik, die könnte dann tatsächlich eine ökonomische Dynamik entfalten, die dann auch in einer Übergangszeit diese liegen gelassenen Produktivitätsreserven hebt. " (Stefan Kooths)

    1:03:01 Den Podcast mit Vince Ebert hören Sie hier oder sehen Sie als Videopodcast hier.

    01:07:41 "Das ist ein Tabu, das hätte man sorgsam bewahren sollen. Stattdessen hat man es als billige Keule benutzt, um auf den politischen Gegner in ganz anderen Politikfeldern einzuschlagen. Das muss aufhören. Ich nehme wahr, dass es auch aufhört, dass sich Menschen das auch nicht mehr gefallen lassen, dass bei jedem Widerspruch sofort die Nazi-Keule rausgeholt wird. Das ist eine absolute Diskursverirrung gewesen in diesem Land. Da sollten alle mal in sich gehen, die daran beteiligt waren, und schleunigst damit Schluss machen." (Stefan Kooths)

    1:10:04 "Also die intellektuelle Schlagkraft des Liberalismus, und zwar über die Jahrhunderte, hat sich auch dadurch entwickelt, dass man sich immer mit den jeweiligen sozial-philosophischen Gegnern auseinandergesetzt hat. Und zwar indem man erst mal versucht hat zu verstehen, wie kommen die denn eigentlich zu ihren Schlussfolgerungen. Und daran ist auch das gesamte liberale Theoriegebäude überhaupt erst gereift und so stark geworden, wie es sich heute darstellt. Und zum anderen würde ich ihnen immer wieder zurufen, am Ende regieren Ideen die Welt und auf lange Sicht setzen sich auch die guten Ideen durch, die richtigen Ideen durch. Und gerade wenn man jung ist, sollte man doch das Ziel haben, das auch dann auf die Pferde zu setzen, die langfristig gewinnen." (Stefan Kooths)

    1 hr 12 min

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