Das Klima

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By Florian Freistetter, Claudia FrickNewsScienceNature
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Das Klima episodes

  • DK091 - Pflanzen, Pilze und das CO2 in der Atmosphäre
    …und müssen wir in Zukunft Pilze zu Weihnachten sammeln?

    DK091 - Pflanzen, Pilze und das CO2 in der Atmosphäre

    …und müssen wir in Zukunft Pilze zu Weihnachten sammeln?

    "Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lasen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung.

    In Folge 91 geht es wieder mal um Pilze. Diesmal schauen wir uns die Rolle der Pilze im Kohlenstoffkreislauf der Welt an und stellen fest: Die Dinger spielen eine überraschend wichtige Rolle. Ohne die Pilze könnten Pflanzen längst nicht so viel CO2 speicher wie sie es tun und wenn wir wollen, dass diese CO2-Senke nicht verschwindet, müssen wir uns auch um die Pilze kümmern. Sammeln und essen können wir sie natürlich trotzdem doch, aber dank der Klimakrise wird das in Zukunft vermutlich nicht mehr in der üblichen Pilzsaison stattfinden.

    Wer den Podcast unterstützen will, kann das gerne tun: https://steadyhq.com/de/dasklima/ und https://www.paypal.me/florianfreistetter.

    Die Geschichte der Pilze im Kohlenstoffzyklus

    Die Arbeit “Mycorrhizal mycelium as a global carbon pool” hat sich das erste Mal im Detail angesehen, welche Rolle die Pilze im globalen CO2-Zyklus spielen. Und beginnt mit einer interessanten historischen Einleitung: Als vor circa 400 Millionen Jahren die Pflanzen sich auf dem Land ausgebreitet haben, hatten sie schon eine Symbiose mit den Pilzen. Das hat die Ausbreitung leichter gemacht und dadurch konnten die Pflanzen den CO2-Gehalt der Atmosphäre um das Zehnfache verringern.

    Pflanzen und Pilze und die Atmosphäre

    Wenn Pflanzen und Pilze zusammenarbeiten, dann nennt man das “Mykorrhiza” und es gibt drei wichtige Arten von Mykorrhiza-Pilzen: Arbuskuläre Mykorrhiza, Ektomykorrhiza und Ericoide Mykorrhiza. Erstere findet man bei 70 Prozent der Landpflanzen und vor allem bei Gräsern, Kräutern und Bäumen. Zu zweiteren gehören viele der großen Pilze, die wir auch gerne sammeln und essen und ca 25% der Pflanzen arbeiten mit Ektomykorrhiza zusammen, vor allem in den borealen Wäldern. Und die letzte Gruppe findet man in Kooperation mit Sträuchern und Unterholz.

    In einer ausführlichen Literaturstudie wurde untersucht, wie gut die verschiedenen Mykorrhiza CO2 speichern können. Insgesamt sind die Pilze für das Speichern von 13 Milliarden Tonnen CO2 pro Jahr verantwortlich, was immerhin ein Drittel der jährlichen menschengemachten Emissionen aus fossilen Treibstoffen entspricht.

    Das sollte man berücksichtigen, wenn man neuen detaillierte Klimamodelle baut. Und vor allem, wenn es darum geht, Wälder und andere Ökosysteme zu schützen und Landwirtschaft zu betreiben.

    Pilzsammelzeitenänderung

    Eine zweite aktuelle Arbeit hat die Pilzreifezeiten im Jahresverlauf untersucht (“Temperature affects the timing and duration of fungal fruiting patterns across major terrestrial biomes” - hier die Pressemitteilung dazu). Gerade wenn es um Europa geht, hängt die “Pilzsaison” stark von der Temperatur ab und wird sich daher durch die Klimakrise verschieben. Vielleicht müssen wir in Zukunft im Dezember Pilze sammeln gehen.

    Hinweis zur Werbung und Unterstützung

    Ein kleiner Hinweis: In “Das Klima” gibt es keine Werbung. Wenn ihr Werbung hört, dann liegt das nicht an uns; dann hat jemand unerlaubt und ohne unser Wissen den Podcast-Feed kopiert und Werbung eingefügt. Wir machen keine Werbung - aber man kann uns gerne was spenden, geht auch bei PayPal.

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    Wenn ihr Fragen oder Feedback habt, dann schickt uns einfach eine Email an [email protected]. Alle Folgen und alle Shownotes findet ihr unter https://dasklima.fm.

    Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”.

    Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” regelmäßig über Wissenschaft.

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    40 min
  • DK090 - Wer ist betroffen, wenn Flüsse über die Ufer treten?
    …und wie läuft die Klimakrise in Entenhausen?

    DK090 - Wer ist betroffen, wenn Flüsse über die Ufer treten?

    …und kann man in Zukunft noch am Wasser leben?

    "Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lasen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung.

    In Folge 90 geht es um Hochwasser. Es gibt jede Menge Flüsse auf der Erde und jede Menge Menschen leben in der Nähe dieser Flüsse. Wenn es dann ein Hochwasser gibt, wird es kritisch. Die potenziellen Schäden kann man in Form von Geld quantifizieren. Aber es geht auch anders und Claudia stellt eine Forschungsarbeit vor, die genau das untersucht. Denn es kommt auch darauf an, welche Art von Fluss da fließt und wie in der Umgebung gebaut worden ist. Außerdem diskutieren wir über die Klimakrise in Entenhausen…

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    Die Klimakrise in Entenhausen

    Bevor es losgeht diskutieren wir noch kurz über die Klimakrise in Entenhausen. Und fragen uns, ob die Donaldismus-Forschung ein paar Antworten dazu habt…

    Wenn Flüsse über die Ufer treten

    Wie gefährlich wird es, wenn Flüsse über die Ufer treten? Und wie quantifiziert man das Gefahrenpotential? Das hat die Arbeit “Flood hazard potential reveals global floodplain settlement patterns” untersucht. Und zwar nicht, in dem das Schadenpotenzial durch Geld ausgedrückt wird, sondern durch die betroffene Fläche. Und das ist gar nicht so einfach, wie es klingt.

    Denn es gibt ja verschiedene Arten von Flussbetten, die in dieser Abbildung aus dem Artikel zusammengefasst sind:

    Je nach Art des Flussbettes entscheidet sich auch, was an Fläche überschwemmt wird und Claudia hat das in dieser Abbildung visualisiert:

    Die reine Überschwemmungsfläche sagt aber erstmal nicht unbedingt etwas über die Schäden aus; dazu muss man auch noch die unterschiedlichen Arten der Bebauung ansehen:

    Und wenn man jetzt beide Abbildungen kombiniert, bekommt man eine Übersicht darüber, wie sensitiv Natur und Mensch gegenüber der verschiedenen Arten von Überschwemmungen sind:

    Global gesehen sind Deutschland und Österreich nicht unbedingt die sensitivsten Orte was Flusshochwasser angeht; was aber nicht heißt, dass es hier nicht auch ein Risiko gibt. Aber hier spielt der Levee-Effekt eine Rolle: Wenn Deiche oder andere Schutzmaßnahmen gebaut werden, dann siedeln sich die Menschen erst Recht direkt am Fluss an und wenn dann ein außergewöhnliches Hochwasser kommt, sind besonders viele betroffen.

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    43 min
  • DK089 - Die ökologische Nische der Menschheit und das existenzielle Risiko der Klimakrise
    …und wann kann Wissenschaft nicht mehr neutral sein?

    DK089 - Die ökologische Nische der Menschheit und das existenzielle Risiko der Klimakrise

    …und wann kann Wissenschaft nicht mehr neutral sein?

    "Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lasen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung.

    Für Folge 89 haben wir uns angesehen, wie man die Folgen der Klimakrise quantifizieren kann. Bisher ist das meistens durch Geld als Metrik passiert, aber das ist ethisch schwierig. Jetzt gibt es einen neuen ökologischen Ansatz. Dabei wird geschaut, wie das, was wir jetzt in der Gegenwart tun, die Lebensbedingungen in der Zukunft verändert. Und es zeigt sich: Wenn wir so weiter machen, können Ende des Jahrhunderts mehr als die Hälfte der Menschheit nicht mehr in lebensfreundlichen Gegenden wohnen. 3 bis 4 Menschen die heute leben, setzen während ihres Lebens so viel CO2 frei, dass ein Mensch der Zukunft nicht mehr in einer lebensfreundlichen Region leben kann. Ganz hart wird es Indien treffen, aber der ganze globale Süden wird massiv leiden und große Bereiche der Erde könnten lebensfeindlich werden. Die Folge ist ein wenig deprimierend, aber so ist die Lage eben. Und weil sie so ist, diskutieren wir am Ende noch kurz darüber, wie das mit der “Neutralität” der Wissenschaft ist bzw. sein soll.

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    Wie quantifiziert man Menschenleben?

    In der Klimaforschung muss man die Auswirkungen der Klimakrise irgendwie quantifizieren. Das macht man bisher oft durch Geld als Metrik. Und es ist gut zu wissen, was uns das alles kosten wird. Aber man überschätzt dabei den Einfluss, den die Krise auf reiche Menschen haben wird und unterschätzt die Folgen für die Zukunft. Deswegen gibt es einen neuen Ansatz, der in der Arbeit “Quantifying the human cost of global warming” vorgestellt wird.

    Die ökologische Nische der Menschen

    Die Idee dahinter: Jedes Lebewesen hat einen optimalen Temperaturbereich, in dem es leben kann und das gilt auch für die Menschheit. Diesen Bereich kann man bestimmen und er verteilt sich um eine Jahresmitteltemperatur von 12 Grad Celsius. Außerhalb davon wird es ungemütlich für uns; es wird weniger lebensfreundlich und im Extremfall sogar lebensfeindlich. Wir können das mit Technik und Verhaltensänderungen ausgleichen, aber nur bedingt. Derzeit leben nur 10 Prozent der Menschen außerhalb des optimalen Bereichs, aber das kann sich in Zukunft massiv ändern.

    Wenn wir beim Klimaschutz so weitermachen wie bisher und Ende des Jahrhunderts bei einer globalen Erwärmung von 2,7 Grad landen, dann werden ein Viertel der Menschheit extremen Temperaturen ausgesetzt sein und fast 40 Prozent nicht mehr innerhalb der ökologischen Nische leben.

    Sollte es in Sachen Klimaschutz schlimmer werden, kann auch mehr als die Hälfte der Menschen in lebensfeindlichen Regionen landen. Wenn wir uns aber doch noch anstrengen, können wir diese Zahlen deutlich verringern.

    Ganz besonders schlimm wird es Indien treffen, allein dort könnten fast eine Milliarde Menschen betroffen sein. Dann folgen Nigeria und Indonesien. Europa wird dagegen weiterhin in der ökologischen Nische bleiben.

    Für jede Erhöhung der globalen Erwärmung Ende des Jahrhunderts um 0,3 Grad werden 410 Millionen mehr Menschen aus der Nische fallen.

    3,5 Menschen die heute leben, sorgen mit ihrem CO2-Emissionen dafür, dass ein Mensch der Zukunft aus der Nische fällt. Nimmt man nur die EU-Bürger:innen, dann reichen auch schon 2,7.

    Wie neutral soll die Wissenschaft sein?

    Und zum Abschluss noch zwei Zitate direkt aus dem Fachartikel:

    ”The worst-case scenarios of ~3.6 °C or even ~4.4 °C global warming could put half of the world population outside the historical climate niche, posing an existential risk. The ~2.7 °C global warming expected under current policies puts around a third of the world population outside the niche.”

    Und:

    ”Our results show the huge potential for more decisive climate policy to limit the human costs and inequities of climate change.”

    Das ist das Result wissenschaftlicher Forschung, die mit der natürlich neutralen wissenschaftlichen Methode durchgeführt worden ist. Aber angesichts dieser Tatsachen kann man schlicht und einfach nicht “neutral” sein. Darüber Bescheid zu wissen, und NICHT mehr Klimaschutz zu fordern, ist nicht “neutral” sondern irrational und unwissenschaftlich.

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    49 min
  • DK088 - Wer macht den Klimaaktivismus?
    …und wann ist Helene Fischer mit dabei?

    DK088 - Wer macht den Klimaaktivismus?

    …und wann ist Helene Fischer mit dabei?

    "Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lasen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung.

    Für Folge 88 haben wir uns mit der Erforschung des Klimaaktivismus beschäftigt. In Deutschland wird der “Letzten Generation” ja gerade absurderweise vorgeworfen, eine kriminelle Vereinigung zu sein und man hat ernsthaft Hausdurchsuchungen gemacht, um mehr über die interne Struktur des Klimaaktivismus herauszufinden. Dabei hätte man auch einfach die Wissenschaft fragen können. Die erforscht nämlich genau das und ein paar dieser Arbeiten schauen wir uns in dieser Folge an. Außerdem: Ein kurzer Auftritt von Helene Fischer und ein Blick auf das #ganzohr-Podcasttreffen.

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    Fridays for Future Forschung

    Klimaaktivismus ist nicht nur aktiv, sondern auch Gegenstand von Forschung (siehe hier für einen kurzen Überblick. Das waren Aktivismus und Protest immer schon, aber aktuell gibt es natürlich viele Arbeiten zu Fridays For Future & Co. Claudia hat sich die Studie “Climate change or what? Prognostic framing by Fridays for Future protesters” angesehen.

    Darin geht es unter anderem um das “Framing”. Ein Frame ist eine Kombination der Antworten auf die Fragen: Was ist das Problem? Warum sollten wir handeln? Was sollte getan werden und wer sollte es tun?

    Ein Beispiel: Man kann zum Beispiel sagen, dass die Klimakrise ein Problem ist, das man als Individuum angehen muss, weil die Regierung nichts tut. Oder aber sagen, dass die Regierung nichts tut und wir sie deswegen dazu bringen müssen, was zu tun. Das sind zwei unterschiedliche Arten von Framing und die Studie hat 2019 erfasst, welche unterschiedlichen Frames man bei Fridays for Future finden kann.

    Der ökologische Handabdruck

    Wir schweifen kurz ab, zum Konzept des ökologischen Handabdrucks. Im Gegensatz zum ökologischen Fussabdruck, der erfasst, welche negative Wirkung wir durch unsere Emissionen auf das Klima haben, schaut der Handabdruck aus positiver Richtung auf das Problem: Was ist es, was wir als Individuen durch unser Handeln an positivem Einfluss auf die Problematik der Klimakrise haben.

    Welche Frames hat Fridays for Future?

    Die Frames bei FfF umfassen ein Spektrum von “Top-Down”, also einer Veränderung, die von oben aus der Politik kommen soll, zu Veränderungen, die aus der Gesellschaft kommen bis hin zur Veränderung aus individueller Verantwortung. Wenig überraschend ist die Angelegenheit sehr divers. Das zeigt sich auch an den Menschen, die dort aktiv sind. Viele sind jünger als 19 Jahre, aber auch Menschen, die älter als 70 Jahre sind, sind dabei. Die meisten deklarieren sich selbst als eher links, aber man findet dort auch welche, die ihre politische Einstellung als “rechts” angeben.

    Wer bei FfF zwischen 20 und 70 Jahren alt ist, sieht eher selten individuelle Lösungen als sinnvoll an; die jüngeren sind da noch idealistischer.

    Basisdemokratie und Strukturen im Aktivismus

    Wie trifft eine so inhomogene Gruppe wie Fridays for Future Entscheidungen? Welche Hierarchien herrschen dort. Das hat sich die Arbeit “Entscheidungsfindung und Einfluss bei Fridays for Future – Zur Rolle von Basisdemokratie, Hierarchien und Expertise”. Wenig überraschend sind es eher informelle Hierarchien, die sich spontan ausbilden und basisdemokratische Entscheidungen, die getroffen werden. Relevant ist aber auch die Vernetzung: Wer außerhalb von FfF stark vernetzt ist, hat auch innerhalb der Gruppe mehr Einfluss. Eine wichtige Rolle spielt auch die Vernetzung in sozialen Medien, allerdings darauf, wie Fridays for Future von außen gesehen wird. Was uns zu der Frage bringt, wie Claudias Balletkollegin aus Kindheitstagen - Helene Fischer! - den Klimaaktivismus beeinflussen könnte. Helene hat sich aber leider schon lange nicht mehr gemeldet.

    #ganzohr

    “ganzohr” ist ein regelmäßiges Treffen von Wissen{schafts}podcaster:innen. Und weil die Verbreitung von Information (durch Podcasts) ja auch eine Form von Aktivismus ist, passt es gut, dass wir über das Treffen reden können, das am 3. und 4. Juni 2023 in Berlin stattgefunden hat. Claudia war da nämlich dabei und hat dort einen Vortrag über “Das Klima” gehalten. Es war ein nettes Treffen und Florian wird sich sehr bemühen, im Jahr 2024 dabei zu sein - immerhin ist er ja indirekt verantwortlich, dass es das überhaupt gibt. Übrigens: Auch in Wien gibt es regelmäßige Podcasttreffen.

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    1 hr 2 min
  • DK087 - Ein kritischer Blick auf den Weltklimarat
    ...und braucht das IPCC einen militanten Flügel?

    DK087 - Ein kritischer Blick auf den Weltklimarat

    ……und bracht das IPCC einen militanten Flügel?

    "Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lasen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung.

    Für Folge 87 hat Claudia ein Buch gefunden, dass einen kritischen Blick auf den Weltklimarat (IPCC) wirft. Und wir haben einen Blick in genau dieses Buch geworfen. Wir diskutieren die diversen Kontroversen, die es in der Vergangenheit aus der Arbeit des IPCC entstanden sind und klären, was man daraus lernen konnte. Und fragen uns am Ende, ob das IPCC vielleicht seinen Anspruch auf Neutralität aufgeben muss, wenn es auch in Zukunft noch relevant sein will.

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    Ein kritischer Blick auf das IPCC

    Wir beschäftigen uns diesmal mit dem Buch “A Critical Assessment of the Intergovernmental Panel on Climate Change”. Das wirft, wie der Name sagt, einen kritischen Blick auf die Arbeit des IPCC und das interessiert uns natürlich ganz besonders.

    Kontroversen im IPCC

    Die Arbeit des IPCC hat immer wieder Kontroversen verursacht. Das reicht von simplen Fehlern bis hin zu Fragen darüber, wer überhaupt berechtigt ist, Fragen zu stellen und welche Fragen das IPCC beantworten kann.

    Der Wert des Lebens und die Rolle der Wälder

    Kontroversen können von außen in das IPCC hinein getragen werden oder vom IPCC nach außen politische Folgen haben. Ein Beispiel für zweiteres war die Debatte darüber, wie man menschliches Leben quantifiziert und ob Geld wirklich die passende Metrik ist. Den ersten Fall schauen wir uns am Beispiel der Diskussion über die Rolle der Wälder im Klimaschutz an.

    Wie man Konsens findet

    Wo es Kontroversen gibt, muss Konsens geschaffen werden. Das gilt ganz besonders für den IPCC, der seine Autorität durch den Konsens gewinnt. Wie schafft es das IPCC, mit einer Stimme zu sprechen? Überraschung: Es gibt keinen Konsens darüber, wie man Konsens herstellt. Und: Braucht es Konsens überhaupt? Oder kann man auch einfach die vielen unterschiedlichen Meinungen darstellen?

    Politische Relevanz vs. politische Neutralität

    Das IPCC ist sowohl eine wissenschaftliche als auch eine politische Organisation. Gleichzeitig will das IPCC aber einerseits politisch relevant, andererseits aber nicht politisch vorschreibend sondern politisch neutral sein. Das ist kompliziert und um das zu erreichen, hat man diverse Mechanismen, wie die “Summary for Policymakers” oder die Syntheseberichte geschaffen.

    Burning embers

    Die im zweiten Sachstandsbericht eingeführten “Burning Embers Diagramme” sind ein gutes Beispiel für den Konflikt zwischen Relevanz und Neutralität. In die Erstellung dieser Diagramme fließt nicht nur wissenschaftliches Wissen ein, sondern auch ästhetische Vorstellungen und politische Ideologie darüber, was man da überhaupt darstellen kann und wie.

    Ein weiteres Beispiel ist die Frage nach Carbon Capture Technologien. Ihre Berücksichtigung im Bericht schafft einerseits Möglichkeiten für die Politik. Setzt aber andererseits schon eine Art Lösungsweg voraus und verengt dadurch den Blick auf das, was machbar ist.

    Wie soll das IPCC in Zukunft aussehen?

    Vielleicht muss sich das IPCC in Zukunft weg vom reinen Schaffen von Fakten entwickeln und mehr “Influencer” werden, also auch Beiträge zur Lösung von Krisen schaffen.

    weg von reiner Faktenschaffen, hin zu "Influencer"

    nicht nur Faktenbasis shcaffe, sondern Beitrag zur Lösung leisten

    Was bringt das alles?

    Das IPCC ist kein neutraler Lautsprecher für die Stimme der Klimawissenschaft, sondern produziert diese Stimme auch aktiv. Und in Zukunft ist es vielleicht besser, wenn keine gigantischen globalen Berichte mehr erstellt werden, sondern thematisch und geografisch enger gefasste Berichte, wie sie zum Beispiel auch das Austrian Panel on Climate Change (APCC) macht.

    Am Ende bleibt die Erkenntnis: Der Klimawandel ist heute weniger ein wissenschaftliches Problem als ein politisches und kulturelles Dilemma und genau da muss der Fokus der zukünftigen Arbeit des IPCC liegen.

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    1 hr 27 min
  • DK086 - Globale Durchschnittstemperatur und unterdurchschnittlich kalte Pilze
    …und warum ist es in Westeuropa gerade so extrem heiß?

    DK086 - Globale Durchschnittstemperatur und unterdurchschnittlich kalte Pilze

    …und warum ist es in Westeuropa gerade so extrem heiß?

    "Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lasen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung.

    In Folge 86 erklärt Claudia, wie man es schafft, eine globale Durchschnittstemperatur für die Erde zu berechnen, was schwieriger ist, als man denken möchte. Florian beschäftigt sich zuerst mit der lokalen Temperatur in Westeuropa, wo im April eine nie gekannte Hitzewelle geherrscht hat. Und leider müssen wir feststellen: Sowas ist dank der Klimakrise hundert mal häufiger als früher. Abkühlung bringen Pilze, auch wenn man noch nicht weiß, warum die eigentlich so kühl sind und wieso sie kühl sein wollen.

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    Wie misst man die Temperatur der Erde?

    Die Erde ist komplex und groß und hat jede Menge unterschiedliche Ecken - wie um Himmels Willen kann man da eine “globale Durchschnittstemperatur” messen? Wo soll die sein und macht das überhaupt Sinn, sowas zu bestimmen? Das ist verwirrend und zu Recht hat uns Brigitte diese Frage gestellt. Claudia weiß natürlich die Antwort! Und zwar: Es ist nicht einfach und man muss jede Menge Faktoren berücksichtigen. Aber man kann eine globale Temperatur berechnen, die zwar keine “reale” Temperatur ist, die irgendwo auf der Erde herrscht, aber eine relevante Größe für die Klimaforschung ist. Unterwegs reden wir auch noch ein bisschen über die seltsame Temperaturskala von Isaac Newton. Und wer ganz genau wissen will, wie das mit der Temperaturmessung funktioniert, kann hier nachlesen. Und ganz wissenschaftlich wird es hier und hier.

    Extreme Hitzewellen werden 100 mal wahrscheinlicher

    Mit der lokalen Temperatur beschäftigt sich Florian, und in Westeuropa ist es lokal gerade ganz besonders heiß. In den Pyrenäen darf nicht mehr bewässert werde und in Spanien, Portugal und Nordafrika ist es so heiß und trocken wie noch nie. Das liegt an der Klimakrise, wie die World Weather Attribution in einer Studie festgestellt hat. Extreme Hitzewellen wie jetzt gerade sind durch die Klimakrise 100 mal wahrscheinlicher geworden.

    Pilzkühlung

    In einer völlig anderen Arbeit haben Forscher:innen festgestellt, dass Pilze viel kühler sind als ihre Umgebung. Warum das so ist, ist unbekannt. Ebenso wie der Mechanismus, durch den sie sich abkühlen. Aber man kann mit Pilzen eine Kühlbox bauen, die nicht nur Bier kühlen, sondern danach auch aufgegessen werden kann.

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    48 min
  • DK085 - Back to the roots: Der Synthesebericht des IPCC
    …und ist das wirklich Comic Sans?

    DK085 - Back to the roots: Der Synthesebericht des IPCC

    …und ist das wirklich Comic Sans?

    "Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lasen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung.

    In Folge 85 sind wir wieder zurück bei unseren Wurzeln. Wir besprechen das letzte Stück des 6. Sachstandsbericht, das noch gefehlt hat: Den Synthesebericht des IPCC. Da steht zwar nichts Neues drin, das Alte ist dafür aber überraschend deutlich formuliert. Es lohnt sich also, einen Blick auf diesen Bericht zu werfen und deswegen tun wir das auch. Außerdem gibt es: Ein Update bei den Klimafakten und ein bisschen Comic Sans.

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    Back to the roots: Der Synthesebericht des IPCC

    Wir kehren zurück zu unserem Kerngeschäft und besprechen den Synthesebericht des 6. Sachstandsberichts des IPCC. Das ist das letzte Stück, das vom kompletten IPCC-Bericht noch gefehlt hat. In diesem vergleichsweise kurzen Dokument wird alles zusammengefasst was auf den zigtausenden Seiten davor publiziert wurde. Man kriegt aber mehr als nur ein pdf, sondern jede Menge Extras.

    Die Headline-Statements

    Die Headline-Statements sind quasi die Zusammenfassung der Zusammenfassung der Zusammenfassung. Noch kürzer kann man die Inhalte des Berichts nicht darstellen. Die Statements gibt es auf englisch und auf deutsch. Und insbesondere den Satz ”Die in diesem Jahrzehnt getroffenen Entscheidungen und durchgeführten Maßnahmen werden sich jetzt und für Tausende von Jahren auswirken” würde Florian gerne auf diverse Menschen tätowiert sehen.

    Best of Abbildungen

    Die wenigen, aber sehr gut gemachten Abbildungen des Syntheseberichts sind netterweise auf einer Übersichtsseite zusammengefasst. Wir schauen uns ein paar davon an. Claudia mag Abbildung 2.1 und fragt sich, ob da wirklich Text in “Comic Sans” zu sehen ist. Florian hat sich die beeindruckenden Abbildungen Figure SPM.1, Figure SPM.5 und Figure SPM.7 die mehr als nur deutlich aussagen, dass die Klimakrise eine wirklich ernstzunehmende Bedrohung ist, gegen die wir aber etwas tun könnten, wenn wir es denn auch tun würden.

    Viele Fakten

    Im Synthesebericht selbst war Claudia vor allem von den “Fifty Shades of Braun” in Tabelle 2.1 beeindruckt:

    Noch beeindruckender ist aber, dass diese Tabelle zeigt, dass es sehr viel gibt, über das nicht mehr debattiert werden muss, weil es sich um Fakten handelt.

    Vulnerable Gruppen

    Claudia hat sich angesehen, wie die unterschiedlichen marginalisierten und vulnerablen Gruppen, die von der Klimakrise besonders betroffen sind, im Synthesebericht erwähnt werden. Das Resultat: Nicht alle davon tauchen auf, aber immerhin einige.

    Kein Geld und kein Budget

    Florian hat noch einen Blick auf die Kapitel 2.3.3 und 3.3.1. geworfen. Ersteres trägt die Überschrift ”Lack of Finance as a Barrier to Climate Action” und stellt wenig überraschend fest, dass genug Geld da wäre, um die Klimakrise zu bewältigen, wir es aber nicht für die richtigen Dinge ausgeben. Kapitel 3.3.1 heißt “Remaining Carbon Budgets” und stellt fest, dass wir schon fast alles an CO2 in die Atmosphäre gepustet haben, was wir dürften, wenn wir das 1,5- oder 2-Grad-Ziel erreichen wollen. Und wenn wir die fossile Infrastruktur die jetzt schon existiert nicht in den Griff kriegen, ist es sowieso schon verloren, wie Abbildung 3.5a mehr als deutlich zeigt.

    Klimafakten Update

    Die ganzen Informationen aus dem IPCC-Bericht sind nicht nur dazu da, um von der Politik ignoriert zu werden. Sie werden auch verwendet, nicht nur von unserem Podcast, sondern zum Beispiel auch von Klimafakten, wo ein Update anhand des Syntheseberichts veröffentlicht wurde.

    Claudia auf arte

    Claudia hat kürzlich mit einer Kollegin bei Arte den Film “Don’t look up” gesehen und live dazu kommentiert. Einen Zusammenschnitt davon kann man sich hier ansehen.

    Hinweis zur Werbung und zu Spenden

    Ein kleiner Hinweis: In “Das Klima” gibt es keine Werbung. Wenn ihr Werbung hört, dann liegt das nicht an uns; dann hat jemand unerlaubt und ohne unser Wissen den Podcast-Feed kopiert und Werbung eingefügt. Wir machen keine Werbung - aber man kann uns gerne was spenden, geht auch bei PayPal.

    Kontakt und weitere Projekte

    Wenn ihr Fragen oder Feedback habt, dann schickt uns einfach eine Email an [email protected]. Alle Folgen und alle Shownotes findet ihr unter https://dasklima.fm.

    Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”.

    Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” regelmäßig über Wissenschaft.

    Ansonsten findet ihr uns in den üblichen sozialen Medien:

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    1 hr 1 min
  • DK084 - Ein Lob der Pilze
    …und wie soll man sie am besten zubereiten?

    DK084 - Ein Lob der Pilze

    …und wie soll man sie am besten zubereiten?

    "Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lasen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung.

    In Folge 84 reden wir übers Essen. Denn Essen ist problematisch für das Klima. Aber irgendwas müssen wir essen und Pilze scheinen eine interessante und vor allem klimafreundliche Alternative zu sein. Wenn man es richtig anstellt, dann können wir damit sehr viele Menschen ernähren und dabei noch CO2 aus der Atmosphäre holen. Wir schauen außerdem in unser Email-Postfach und diskutieren über Druckluft und E-Mobilität.

    Wer den Podcast unterstützen will, kann das gerne tun: https://steadyhq.com/de/dasklima/ und https://www.paypal.me/florianfreistetter.

    Essen ist problematisch

    Essen ist wichtig, aber problematisch fürs Klima. 23 Prozent aller Treibhausgasse kommen aus der Landwirtschaft, vor allem durch die Düngung. Weil wir so ineffizient düngen und so viel verschwenden. DIe Treibhausgase aus Düngemittel machen in etwa so viel aus wie in der Luftfahrt und Schifffahrt. Und wenn wir so weiter machen, wird es nicht besser (“Future warming from global food consumption”). Dann könnte unser Essen allein für knapp 1 Grad der globalen Erwärmung verantwortlich sein. Insbesondere Rindfleisch, Reis und Milchprodukte können bis 2030 fast 75% des Temperaturanstiegs ausmachen.

    Sind Pilze die Rettung?

    Ein interessantes Konzept ist “Myko-Forstwirtschaft”. Also gezielte Kultivierung von Pilzen. Das hat sich die Arbeit “Edible fungi crops through mycoforestry, potential for carbon negative food production and mitigation of food and forestry conflicts” angesehen. Wir wissen, dass Pflanzen Kohlenstoff binden, aber auch Pilze. Und wenn Pflanzen und Pilze in Symbiose leben, binden sie noch viel mehr Kohlenstoff. 10 mal mehr CO2 als Pflanzen allein, insgesamt 350 Milliarden Tonnen.

    Also warum die Pilze nicht gezielt anbauen? Gut geeignet dafür ist der Edel-Reizker. Verglichen mit anderen Lebensmitteln die viel Eiweiß enthalten, sind diese Pilze das einzige Lebensmittel, das kohlenstoffneutral ist. Man könnte den Nährstoffbedarf von 20 Millionen Menschen decken und dabei noch CO2 aus der Atmosphäre entfernen.

    Lieblingspilzrezepte

    Claudia haut die Pilze einfach in die Pfanne; Florian mag gerne panierten Parasol.

    Druckluftspeicher

    in Folge 64 haben wir kurz über Druckluftspeicher gesprochen und Ole hat uns per Mail auf ein interessantes Video hingewiesen. Auch da scheint es Fortschritte zu geben.

    Normen für die E-Mobilität

    In Folge 80 haben wir über Normen gesprochen und Stefan hat uns per Mail nochmal erklärt, wo diese Normen im Alltag überall eine Rolle spielen. Claudia hat sich deswegen nochmal die Normen angesehen, die bei der Ladeinfrastruktur von E-Fahrzeugen wichtig sind.

    Hinweis zur Werbung und zu Spenden

    Ein kleiner Hinweis: In “Das Klima” gibt es keine Werbung. Wenn ihr Werbung hört, dann liegt das nicht an uns; dann hat jemand unerlaubt und ohne unser Wissen den Podcast-Feed kopiert und Werbung eingefügt. Wir machen keine Werbung - aber man kann uns gerne was spenden, geht auch bei PayPal.

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    Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” regelmäßig über Wissenschaft.

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    1 hr 1 min
  • DK083 - Die Photovoltaik-Sprechstunde
    …und warum ist Sellerie super für die Energiewende?

    DK083 - Die Photovoltaik-Sprechstunde

    …und warum ist Sellerie super für die Energiewende?

    "Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lasen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung.

    In Folge 83 geht es um Photovoltaik. Wir haben uns wieder eine Expertin eingeladen, nämlich Eva-Maria Grommes von der TH Köln, die alle unsere Fragen beantwortet. Zum Beispiel nach dem optimalen Gemüse, das man unter Solarzellen anbauen kann. Oder wie man am besten den eigenen Strom erzeugt. Wir klären, was man alles beachten muss, wenn man große Anlagen aufstellen will und warum Wüsten tatsächlich ein sehr guter Ort für große Projekte sind. Außerdem geht es noch um dumme Kommentare die man bekommt, wenn man die Energiewende auf sozialen Medien erklären will.

    Wer den Podcast unterstützen will, kann das gerne tun: https://steadyhq.com/de/dasklima/ und https://www.paypal.me/florianfreistetter.

    Zu Gast: Eva-Maria Grommes

    Wir haben schon wieder einen Gast, nämlich Eva-Maria Grommes. Sie arbeitet an der TH Köln und forscht dort an der Simulation von bifazialen Photovoltaikanlagen. Außerdem betreibt sie den Kanal Energiewende erklärt auf Tiktok und bei Instagram ebenfalls, weswegen wir heute nicht nur über Photovoltaik reden, sondern auch über die Wissenschaftskommunikation in den sozialen Medien.

    Bifaziale Photovoltaik und Sellerie

    Bifaziale Photovoltaik klingt kompliziert, beschäftigt sich aber einfach nur mit Solarzellen, bei denen Licht auf beiden Seiten einfallen kann. Das ist zum Beispiel praktisch in der Agri-Photovoltaik, also wenn man Solarzellen auf Feldern aufstellen und darunter noch was anbauen möchte. Dann kann man übrigens auch Kartoffeln und Sellerie anbauen, die in der Hinsicht besonders gut sind, um Licht zu reflektieren und gut wachsen.

    Was dagegen tatsächlich kompliziert ist: Die optimale Aufstellungsposition zu finden. Genau das simuliert Eva-Maria und was sie da tut kann man zum Beispiel in der Arbeit “BifacialSimu: Holistic Simulation of large-scale Bifacial Photovoltaic Systems” lesen.

    Wir reden außerdem noch über Dünnschichtsolarzellen und deren Problemen und klären, wie klein Solarzellen werden können (nicht klein genug, um damit sinnvoll Uhren zu betreiben oÄ).

    Balkone, Windräder und Festivals

    Weitere Themen: Wie lohnend sind Solarzellen auf Balkonen? Was ist besser: Mini-Windräder oder Solarzellen? Und kann man Photovoltaik auch mobil machen?

    Energiewende auf Social Media

    Wenn man sich in den sozialen Medien zur Energiewende äußert, gibt es nicht immer nette Kommentare. Wie genau die nicht nett sind und warum das so ist, erforschen Claudia und Eva-Maria derzeit in einem Wissenschaftskommunikatonsprojekt.

    Benefiz für den Klimaaktivismus

    Am 28. März 2023 veranstalten die Science Busters einen Benefizabend für den Klimaaktivismus in der Kulisse Wien. Mit jeder Menge tollen Acts - inklusive Martin Puntigam, Reinhard Steurer und Florian Freistetter. Infos und Tickets dazu gibt es hier.

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    1 hr 7 min
  • DK082 - Was bringt Klimaaktivismus?
    …und was tut man gegen Verleugnung und Heuchelei in der Politik?

    DK082 - Was bringt Klimaaktivismus?

    …und was tut man gegen Verleugnung und Heuchelei in der Politik?

    "Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lasen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung.

    In Folge 82 haben wir nicht nur den Klimapolitik-Experten Reinhard Steurer zu Gast, sondern auch noch den kompletten “Science Busters Podcast”. Wir machen nämlich eine Crossover-Folge und gemeinsam mit Martin Puntigam reden Claudia und Florian über Klimapolitik, Klimaaktivismus und darüber, was man überhaupt noch tun kann. Das Fazit: Solange irgendwelche noch ein paar Aktivist:innen auf der Straße kleben, ist noch nicht alles verloren!

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    Zu Gast: Reinhard Steurer

    Unser Gast ist in dieser Folge Reinhard Steurer, Professor für Klimapolitik an der Universität für Bodenkultur Wien. Dort hält er unter anderem eine Vorlesung zum Thema ”Verleugnung und Heuchelei in der Klimakrise verstehen und überwinden” und das hat uns natürlich sehr interessiert. Reinhard beschäftigt sich außerdem aktiv mit dem Klimaaktivismus und hat dafür Unterstützung aus der Wissenschaft organisiert. Zuerst in Wien, mittlerweile schließen sich andere Forscher:innen an, erst kürzlich in Graz.

    Technologieoffenheit und Aktivismus

    Wenn die “Letzte Generation” Straßen blockiert, dann schadet das dem Klimaschutz weil es die Menschen wütend macht? Könnte man meinen, ist aber nicht so einfach. Reinhard Steurer erklärt, wieso andere Formen des Aktivismus nicht mehr funktionieren und warum es vielleicht einen “Aktivismuskipppunkt” braucht. Wir reden außerdem über das Märchen der “Technologieoffenheit” und darüber, was der IPCC machen könnte, wenn alles so weiter geht wie bisher.

    Wir haben auch über deutsche und österreichische Städte gesprochen, die sich den Klimaprotesten (eventuell) anschließen

    Benefiz für den Klimaaktivismus

    Am 28. März 2023 veranstalten die Science Busters einen Benefizabend für den Klimaaktivismus in der Kulisse Wien. Mit jeder Menge tollen Acts - inklusive Martin Puntigam, Reinhard Steurer und Florian Freistetter. Infos und Tickets dazu gibt es hier.

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    56 min

About Das Klima

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Die Klimakrise ist umfassend und global. Sie hat Auswirkungen auf alle und alles und wird ohne Zweifel unser Handeln und unseren Alltag in den nächsten Jahrzehnten in sämtlichen Bereichen bestimmen. Darum ist es nötig, dass möglichst viele Menschen über das Klima und die Wissenschaft hinter der Klimakrise Bescheid wissen. Der Weltklimarat IPCC veröffentlicht regelmäßig sogenannte “Sachstandsberichte” die das jeweils aktuelle Wissen zur Klimakrise zusammenfassen. Diese tausenden Seiten sind schwere Lektüre, die wir euch mit diesem Podcast ersparen wollen. Das gleiche gilt für die vielen anderen neuen Erkenntnisse der Klimaforschung. In jeder Folge wird aktuelle Forschung rund um die Klimakrise so vermittelt, dass sie auch ohne Studium der Klimawissenschaft verständlich sind.

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