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Es ist ein Thema, das immer wieder aktuell ist – leider, muss man sagen. Es geht um sogenannte Abbiegeunfälle. Konkret ist damit gemeint, dass Kraftfahrzeuge, in der Regel Lkw, beim Rechtsabbiegen einen Fahrradfahrer oder Fußgänger erfassen. Dieser gerät dann häufig unter das Fahrzeug – mit schlimmsten Folgen. „In der Regel leider mit tödlichen Folgen“, sagt Rechtsmediziner Klaus Püschel im Crime-Podcast des Abendblattes „Dem Tod auf der Spur“ mit Gerichtsreporterin Bettina Mittelacher. „Kaum jemals überlebt der Radfahrer so einen Unfall. Es ist traurig, dass nicht bessere Vorkehrungen getroffen werden, um solche Unglücke möglichst zu vermeiden.“
Allein in Hamburg ereignen sich jedes Jahr mehrere solcher Unfälle. Damit wird unendlich viel Leid verursacht. Weil ein Mensch stirbt – ein großer Verlust und Schmerz für die Angehörigen. Aber nicht zuletzt ist so ein Unfall auch ein traumatisches Erlebnis für den jeweiligen Lkw-Fahrer. Abbiegeassistenten, die akustische oder optische Warnsignale geben, wenn sich rechts neben dem Lkw ein Radfahrer oder Fußgänger befindet, sind bislang nur bei neuen Fahrzeugmodellen vorgeschrieben.
Es war ein grausiger Fund, den ein Passant an einem Frühjahrsmorgen machte: Ein Mann lag da in seinem Blut, hingestreckt am Rande der Michelwiesen. Es war schnell klar, dass er gewaltsam ums Leben kam. Aber warum? Dieses Gewaltdelikt vom 28. März 2022 gab längere Zeit Rätsel auf. Schließlich musste sich ein 47-Jähriger unter anderem wegen Mordes vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, das Opfer heimtückisch und aus Habgier getötet zu haben, um Geld zu rauben. Der Angeklagte behauptete indes, sein Messer sei versehentlich in den Hals des Opfers eingedrungen. Doch ein Obduktionsergebnis widerlegt diese Version. Wie der Prozess ablief und zu welcher Strafe der Angeklagte verurteilt wurde, ist im Podcast zu hören.
Ein Ehepaar freut sich auf sein erstes Kind. Während der Geburt setzt der Gynäkologe die sogenannte Rückenmarkspritze, die der Frau die Schmerzen nehmen soll. Doch dabei unterläuft dem Mediziner ein verhängnisvoller Fehler: Die Frau erleidet einen Atemstillstand. Anstatt sofort Rettungsmaßnahmen einzuleiten, fängt der Gynäkologe an zu telefonieren, will einen Anästhesisten herbeirufen. Dadurch verstreicht kostbare Zeit, in der die Frau noch hätte gerettet werden können. Sie erleidet schwerste Schädigungen des Gehirns. Auch ihr Sohn kommt behindert zu Welt. Der Arzt muss sich später vor Gericht verantworten, wird wegen Körperverletzung verurteilt.
Gleichsam in Rambo-Manier bewegt sich ein Täter durch die Gänge einer Schule, feuert auf etliche Menschen, denen er begegnet, lädt nach und schießt wieder. Es ist ein entsetzliches Verbrechen, das sich an diesem 26. April 2002 an einem Erfurter Gymnasium abgespielt hat – und das ganz Deutschland erschütterte. Es handelt sich um einen Amoklauf, wie man ihn sonst eher aus Amerika kennt. Ein Verbrechen, das etliche Todesopfer gefordert hat – begangen von einem Schüler. Der 19-Jährige hinterlässt ein Blutbad mit 16 Toten.
In ihrem Crime-Podcast „Dem Tod auf der Spur“ analysieren Abendblatt-Gerichtsreporterin Bettina Mittelacher und Rechtsmediziner Klaus Püschel den Amoklauf, beschäftigen sich mit den Folgen – und erklären, was die Hamburger Experten zur Aufklärung beigetragen haben.
Wieso musste die kleine Sandra so früh sterben? Das Schicksal des Mädchens, das nur drei Monate gelebt hat, war später Thema in einem Prozess vor dem Schwurgericht. Die Frage war: Hat ihr Vater sie so schwer verletzt, dass sie starb? Oder war es ein Unfall?
Tatsache ist: Am 15. Mai 2021 ist der kleinen Sandra etwas sehr Schlimmes widerfahren. Der Vater des Säuglings war eine Weile lang allein mit dem Baby zu Hause. In dieser Zeit hat sich der Gesundheitszustand von Sandra dramatisch verändert. Kurz vorher war sie noch gesund und munter, plötzlich aber war sie bewusstlos, ein Häuflein Elend. Schließlich wurde entschieden, dass die Maschinen auf der Kinder-Intensivstation, die dafür sorgten, dass Sandras kleines Herz weiter schlägt, abgeschaltet werden sollten.
Der angeklagte Vater schilderte im Prozess, er sei gestolpert und auf seine Tochter gefallen. Danach habe er Panik bekommen und das Kind geschüttelt.
Im Crime-Podcast schildern Rechtsmediziner Klaus Püschel und Gerichtsreporterin Bettina Mittelacher, wie Mediziner den Fall bewerteten und welches Urteil das Gericht gegen den 31 Jahre alten Angeklagten verhängt hat.
Es sollte ein besonders schöner Tag in ihrem Leben werden. Doch es wurde ein Flug in den Tod: Am 22. August 2009 kam ein Ehepaar im Hamburger Baakenhafen ums Leben, nachdem ein Wasserflugzeug bei einem Rundflug abgestürzt war. Der Pilot hatte sich noch befreien können und tauchte immer wieder hinab zu dem Wrack, um seine Passagiere zu retten. Vergebens. Unter anderem war die Sicht im trüben Wasser viel zu schlecht.
Später musste sich der Pilot wegen fahrlässiger Tötung in zwei Fällen vor Gericht verantworten. Bei der Landung im Wasser war das Fahrwerk der Cessna noch ausgefahren gewesen, so dass es wie Bremsklötze gewirkt und das Flugzeug sich überschlagen hatte. Im Prozess ging um die Frage, ob menschliches oder technische Versagen die Ursache für das Unglück war. Der Pilot drückte in einem Brief an die Angehörigen der Opfer sein großes Bedauern über deren Tod aus. „Der 22. August 2009 ist der traurigste Moment, den ich in meinem Leben erfahren musste“, schrieb er. Das Gericht kam zu dem Schluss, dass er die Verantwortung für das Unglück trage – und verurteilte den Piloten.
Im Inneren des Körpers lauern oft unentdeckte Krankheiten – Was der Rechtsmediziner rät
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