
Sign up to save your podcasts
Or


Morgens in der U-Bahn Richtung Downtown ist die Welt in Washington noch in Ordnung. Zumindest, wenn sich alle Pendler wie unser Reporter an die ungeschriebene Sitzordnung halten, die in Zeiten des Lockdowns entstanden ist. Doch in Amerikas Zentrum der Macht selbst sieht es nicht gut aus. Nicht für die Bus- und Taxifahrer, denen 75 Prozent ihres Geschäfts weggebrochen sind. Nicht für die geschlossenen Restaurants, von denen nach Schätzungen 40 Prozent nie wieder öffnen werden. Und auch nicht für den Präsidenten, der seit dem Beginn der Pandemie keine gute Figur macht. Inzwischen sind mehr als 100.000 Amerikaner an den Folgen von COVID-19 gestorben. 50 Leichensäcke wurden vor dem Weißen Haus abgelegt – für jeden Bundesstaat einer.
Diese Folge wird präsentiert von Blinkist:
Sie wollen ein Ende des Lockdowns, und zwar sofort: Tausende von wütenden Demonstranten protestieren in Richmond, Harrisburg und anderen Städten, während die Zahl der an COVID-19 Erkrankten auf über eine Million gestiegen ist. Auch in der Corona-Krise bleiben die Vereinigten Staaten eine gespaltene Nation. Doch diesmal geht es um mehr als politische Dominanz: der soziale Frieden im Land steht auf dem Spiel. In fünf Wochen haben sich 26 Millionen Bürger arbeitslos gemeldet. Viele Amerikaner haben keine soziale Abfederung und kaum Rücklagen. Die Emotionen kochen höher, und Präsident Donald Trump heizt sie mit seinen Tweets und widersprüchlichen Aussagen noch an. Wie lange hält die Nation diese Belastung aus? Die neue Corona-Reportage von Steffen Schwarzkopf.
New York City war der „Big Apple“, das pulsierende Zentrum der westlichen Welt. Nun ist es das Epizentrum der Corona-Pandemie. Nirgendwo sonst sind mehr Menschen an COVID-19 erkrankt, nirgendwo gibt es mehr Todesopfer der gefährlichen Lungenkrankheit. Doch New Yorks fünf Stadtteile Manhattan, Bronx, Queens, Brooklyn und Staten Island sind sehr unterschiedlich vom medizinischen Notstand betroffen. Wie erleben Deutsche in ihren jeweiligen Stadtvierteln die Situation? Sieben von ihnen, darunter ein Arzt, eine Pfarrerin, ein Ethik-Professor und ein Wall-Street-Korrespondent, haben ihren Alltag dokumentiert und mit Steffen Schwarzkopf gesprochen.
Amerika schafft neue Grenzen. Grenzen im eigenen Land. „Wir und die anderen“ – nach dieser Maxime handeln inzwischen viele US-Bundesstaaten und schicken Einreisende von Außerhalb sofort in die Quarantäne. Die Sorgen sind groß: Mit landesweit bis zu 240.000 Toten durch die Epidemie rechnen die Mediziner in offiziellen Schätzungen mittlerweile. „Wir gehen mit voller Bewaffnung in den Kampf“ – Floridas Gouverneur Ron DeSantis ist nicht der einzige, der in diesen Tagen martialisches Vokabular benutzt, wenn es darum geht zu beschreiben, wie man die Ausbreitung des Virus einzudämmen hofft. Diese Rhetorik scheint bei vielen Bürgern zu verfangen: Allein im März haben sie 2,5 Millionen Schusswaffen gekauft.
Das Coronavirus hat Amerika fest im Griff: 9.000 Nationalgardisten sind US-weit im Einsatz, um in Not geratene Menschen mit dem Nötigsten zu versorgen. Überall im Land entstehen neue Drive-Through-Testanlagen. Whiskey-Brennereien produzieren Desinfektionsmittel, die Marine stellt Hospitalschiffe in den Dienst. Am schlimmsten ist die Lage zurzeit in New York City, dem Hotspot der Epidemie mit 40.000 Infizierten. Ein Krankenhausarzt bringt es nach Schichtende auf den Punkt, in brutal einfachen Worten: „Die Leute kommen rein. Wir schließen sie an die Maschinen an. Sie sterben. Das ist der Kreislauf.“ Steffen Schwarzkopfs zweite Corona-Reportage über den verzweifelten Kampf Amerikas gegen das Virus.
Es ist das Ende der Normalität. Die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 Infizierten steigt wie in vielen anderen Ländern auch in den USA sprunghaft an. Experten rechnen in den Vereinigten Staaten mit einer besonders hohen Dunkelziffer. Stück für Stück kommt das öffentliche Leben zum Erliegen. Börsenkurse stürzen ab. Die Leute decken sich mit Waffen ein. Landesweit hat die Regierung den Notstand ausgerufen, die Nationalgarde ist im Einsatz. In Kalifornien herrscht bereits Ausgangssperre, landesweit wird sie wohl auch kommen. Präsident Trump spricht inzwischen von „Krieg“. Steffen Schwarzkopfs Reportage über die eskalierende Situation in den USA, die Ängste der Menschen, das sukzessive Verschwinden von allem, was vor kurzem noch selbstverständlich schien.
From the publisher's feed

21 Listeners

42 Listeners

53 Listeners

30 Listeners

37 Listeners

99 Listeners

59 Listeners

0 Listeners

0 Listeners

50 Listeners

7 Listeners

45 Listeners

3 Listeners

25 Listeners

118 Listeners

2 Listeners

315 Listeners

2 Listeners

28 Listeners

22 Listeners

146 Listeners

0 Listeners

0 Listeners

17 Listeners

16 Listeners

0 Listeners

34 Listeners

0 Listeners

2 Listeners