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Tickets für "Zwei Jahre Trump" in Berlin: https://uraniaberlin.reservix.de/p/reservix/event/1392193
In Wisconsin gibt es ziemlich viele Leute, die den US-Präsidenten klasse finden. Selbst Siebenjährige tragen Trump-Perücken, und Teenager schwärmen vom „coolen Mr. T.“ Bei den Wahlen im nächsten Jahr könnte dieser Swing State erneut eine wichtige Rolle spielen. Unser Korrespondent hat sich mal wieder eine MAGA-Veranstaltung angesehen, mit 10.000 frenetischen Fans eines Präsidenten, der für sie nichts falsch machen kann. Warum Steffen sich das antut? Um mal aus der Blase Washington rauszukommen, seine Reportersinne für die politische Realität zu schärfen – und ein bisschen vielleicht auch, um sich vor familiären Verpflichtungen wie Sackhüpfen, Klavierüben und Hausaufgabenzetteln zu drücken.
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Die Ostertage bieten Gelegenheit, mal so richtig durchzuatmen und, vor allem, Zeit mit der Familie zu verbringen. Etwa so wie neulich, als unser Reporter mit den Boy Scouts ein Campingwochenende im Washington Monument State Park verbrachte. Steffen übernahm dabei die verantwortungsvolle Aufgabe des Kaffeebeauftragten und stellte sich ansonsten mental darauf ein, den ganzen Tag lang Müll aus den Büschen zu holen, Streit zu schlichten und eine unruhige und ungemütliche Nacht im Zelt zu verbringen. Das passierte zwar alles auch, aber es kam trotzdem ein bisschen anders als erwartet. Dank einer denkwürdigen Nachtwanderung und des einen oder anderen, nun ja, Schlückchens.
Jedes Mal, wenn Heiko Maas Washington besucht, kommt er unserem Korrespondenten ein bisschen kleiner vor. Das dürfte daran liegen, dass er in der amerikanischen Hauptstadt so oft eins auf die Mütze kriegt. Von Trump, von Pence, von Pompeo. Diesmal war es besonders schlimm. Der Außenamtschef wurde stellvertretend für seine Regierung abgewatscht, weil diese nicht genug Geld in die Verteidigung investiere und damit die gesteckten NATO-Ziele verfehle. So wurde der Außenminister in der US-Hauptstadt zum Verteidigungsminister – in eigener Sache. Steffen war hautnah dabei. Im Schweiße seines Kameramanns und wie immer mit vollem Körpereinsatz.
Bernie macht es. Beto macht es. Bürgermeister Pete macht es. Kamala, Amy und Elizabeth machen es. Weitere neun machen es nach aktuellem Stand auch: Das Bewerberfeld der Demokratischen Partei für die Präsidentschaftswahlen 2020 nimmt Flashmob-taugliche Dimensionen an. Und es sind noch längst nicht alle. Zwei Dutzend Kandidaten werden es bestimmt. Eine/r von ihnen tritt nächstes Jahr gegen den amtierenden Champion an. Wer könnte Donald Trump gefährlich werden? Wer hat die geringsten Chancen, wer die schrägsten Moves, wer die vollsten Kassen? Steffen macht sich seine Gedanken dazu und hört sich an der Basis um.
Endlich: Steffen ist berühmt! Nicht in den USA oder Deutschland, aber in Vietnam. Staatsfernsehen, Radiosender, Zeitungen und Online-Medien – alle wollen sie mit dem deutschen Reporter ohne Haare sprechen, der so kompetent ist. Und der vor allem so nette Dinge über den Schauplatz des grandios gescheiterten Trump-Kim-Treffens zu sagen weiß. In Hanoi erlebt unser Korrespondent in seiner neuen Rolle als „Länder-Lober“ eine klassische Win-Win-Win-Situation. Und brilliert obendrein als Chrono-Philosoph, der leichtfüßig zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft hin- und hertänzelt. Oder, wie er es selbst ausdrückt: „Von heute zurück nach gestern ist es ja doch ein relativ weiter Weg.“
Der US-Bundesstaat Virginia übertrifft, was Skandal und Drama angeht, zurzeit sogar den Zirkus in Washington. Im Studienjahrbuch von Gouverneur Ralph Northam ist das Foto eines Mannes mit schwarz angemaltem Gesicht. Blackface ist eine seit Langem als rassistisch gebrandmarkte Maskerade, die Afroamerikaner verächtlich macht. Northam gab sich zunächst zerknirscht, machte am nächsten Tag aber eine Kehrtwende: Er sei das gar nicht auf dem Foto. Von einem seiner beiden möglichen politischen Nachfolger existiert ebenfalls ein Blackfacing-Foto, der zweite sieht sich mit Vergewaltigungsvorwürfen konfrontiert. Was zum Teufel ist los in Virginia? Und wer oder was genau ist Jim Crow? Steffen bekommt von seinem Sohn Til eine Nachhilfestunde in Sachen amerikanischer Geschichte.
Die Nase: rot. Die Lippen: blau. Die Finger: kaum noch in der Lage, die Tasten des Laptops zu treffen. Es ist gleich drei Uhr nachts auf der Freedom Plaza in Washington, D.C., und unser Reporter macht nicht den frischesten Eindruck. Ist ja auch viel passiert in letzter Zeit: Die US-Regierung hat den INF-Abrüstungsvertrag gekündigt und dem Noch- oder Nicht-mehr-Präsidenten von Venezuela indirekt mit Krieg gedroht, es war gruselig kalt und der Präsident durfte endlich vor dem Kongress seine Rede zur Lage der Nation halten. Kurz: Steffen ist zurzeit ziemlich bedient. Aber immerhin naht das Wochenende, und mit ihm die Erholung von all den Strapazen. Oder …?
Im Job jedes Reporters kommt der Moment, in dem er einen Fehler macht. Das ist nicht weiter schlimm und nur allzu menschlich. So ein Fauxpas hat im schnellen Live-TV zwar direkte Konsequenzen, aber die lassen sich meist ebenso schnell wieder geradebiegen. Dass man sich hinterher die Frotzeleien der lieben Kollegen anhören darf – geschenkt. Und doch: Steffen hat gelitten in den letzten beiden Wochen. Er hat geschwitzt. Er musste sich anschreien lassen, und er hat selbst rumgeschrien. Ja, er ist sogar Amok gelaufen. Ein bisschen jedenfalls. Allerdings nicht wegen seines Fehlers. Die ganze Geschichte gibt‘s in der heutigen Folge.
Fast jeden Tag im Fernsehen – das Leben eines US-Korrespondenten ist ganz schön glamourös. Mal berichtet Steffen live über die neuesten Eskapaden des Präsidenten, mal über mobile Nagelprinter, Superzahnbürsten und Airbags für Radfahrer. Neulich durfte er vor dem Kapitol Abgeordnete jagen. Also die neuen, die, die noch keiner kennt. Zumindest Steffen nicht. Besonders beeindruckt haben ihn dabei die Cisneros. Gil ist frisch gebackener Volksvertreter aus Kalifornien, doch die Regie im Blitzlichtgewitter der Kameras hatte an diesem Tag eindeutig seine Ehefrau Jacki. Ein bisschen wesensverwandt fühlte sich Steffen dem Mann danach schon.
Bald ist Weihnachten, doch Ruhe und Frieden sind noch nicht wirklich eingekehrt. Nicht im Weißen Haus und auch nicht bei Familie Schwarzkopf. Dort geht es zurzeit so turbulent zu, dass unser Reporter sogar Verständnis für die ständige schlechte Laune seines Präsidenten entwickelt. Donald Trump zofft sich in aller Öffentlichkeit mit „Chuck und Nancy“, droht mit einem „Government Shutdown“ und schickt seinen Stabschef John Kelly in die Wüste. Auch Steffen hätte neulich gerne das eine oder andere Familienmitglied rausgeschmissen. Zwischen der zeitintensiven Suche nach dem perfekten Baum, dem Besuch unzähliger Weihnachtsfeiern und einer Nachtschicht im Studio hat er derzeit eine klare Präferenz.
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