Der Ostcast

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Der Ostcast episodes

  • Dann halt einfrieren

    Waffenlieferungen an die Ukraine, so ist es dieser Tage oft zu hören, können nicht die Lösung sein. Man müsse auch über diplomatische Auswege nachdenken. Es klingt ja auch vielversprechend: Lieber den Krieg gegen die Ukraine einfrieren und irgendwann in Zukunft verhandeln, als weiter zu kämpfen mit der Folge, dass Tausende Menschen getötet werden. Und haben die Verhandlungen zwischen Russland und Ukraine in Istanbul im Frühjahr 2022 nicht gezeigt, dass Gespräche möglich sind zwischen den beiden Kriegsparteien?

    Die Idee ist nicht neu. Der Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan um Bergkarabach wurde eingefroren, der in Georgien ebenfalls und der Kampf um Transnistrien nahe der Ukraine ist auch schon länger kalt. Die Sache hat allerdings ein paar gewaltige Haken, und denen gehen Alice Bota und Michael Thumann in dieser aktuellen Ostcast-Folge nach. Sie diskutieren, warum es kaum möglich ist, gemeinsam mit Russland Konflikte und Kriege einzufrieren – und wie es eben doch gelingen könnte.

    Alle drei Wochen sprechen wir im Ostcast über Politik und Gesellschaft der osteuropäischen Länder. Alice Bota berichtet von ihren Gesprächen und Erfahrungen in Osteuropa, Michael Thumann erzählt von seinen Begegnungen und Reisen in Russland und den Nachbarländern.

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    37 min
  • Warum Putin-Witze schwer fallen und in der Ukraine der Humor blüht

    Eins haben wohl alle Autokraten gemein: Sie hassen es, wenn über sie gelacht wird. Doch wenn das freie Wort verboten ist, blüht der politische Witz, der in der Sowjetunion als Flüsterwitz daherkam. Er war eine Kunstform für sich, und es konnte einen viel kosten, über Stalin oder Breschnew zu lachen. Was die Menschen damals dennoch nicht davon abhielt, sich eifrig Witze zu erzählen.

    Über Wladimir Putin lässt es sich deutlich schlechter lachen – aber warum eigentlich? Einem Land gelingt es dennoch ganz gut: der Ukraine. Wie es geht, mitten im Krieg über den Angreifer zu lachen, und warum es so schwer ist, Witze über Putin zu reißen, diskutieren Alice Bota und Michael Thumann in dieser neuen "Ostcast"-Folge. 

    Alle drei Wochen sprechen wir im "Ostcast" über Politik und Gesellschaft der osteuropäischen Länder. Alice Bota berichtet von ihren Gesprächen und Erfahrungen in Osteuropa, Michael Thumann erzählt von seinen Begegnungen und Reisen in Russland und den Nachbarländern. 

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    43 min
  • Die Qual der Wahl

    Wenn an diesem Wochenende die Russinnen und Russen wählen gehen, dann haben sie eigentlich keine Wahl: Es ist alles längst entschieden. Echte Herausforderer von Wladimir Putin gibt es nicht. Kandidaten, die Kritik am Krieg und den Repressionen im Land üben, wurden von vornherein ausgeschlossen. Andersdenkende drücken ihre Trauer und Wut am Grab des verstorbenen Oppositionspolitikers Alexej Nawalny aus. 

    Michael Thumann und Alice Bota sprechen darüber, warum ein diktatorisch regierender Herrscher eigentlich Wahlen braucht, wie jegliche Konkurrenz erstickt wird, welche Rolle Julija Nawalnaja bei der Wahl spielen kann – und was Putin in seiner fünften Amtszeit plant.

    Alle drei Wochen sprechen wir im "Ostcast" über Politik und Gesellschaft der osteuropäischen Länder. Alice Bota berichtet von ihren Gesprächen und Erfahrungen in Osteuropa, Michael Thumann erzählt von seinen Begegnungen und Reisen in Russland und den Nachbarländern. 

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    40 min
  • Aber die Nato ...!

    2014 begann Wladimir Putin den Krieg gegen die Ukraine. Er ließ die Krim annektieren, schickte verdeckt Soldaten in den Osten des Landes. Vor zwei Jahren griffen russische Truppen offen das ganze Land an, russische Panzer rollten auf Kiew zu, täglich schlagen Raketen in ukrainische Wohnhäuser, Kindergärten und Kliniken ein. 

    Der anfängliche Schock in Deutschland weicht langsam und damit kehren auch die hartnäckigen Mythen zurück. Da heißt es dann: Die Proteste auf dem Maidan waren doch ein US-finanzierter Putsch! Aber Russland wird von der Nato bedroht! Aber die Menschen im Donbas mussten vor einem Genozid bewahrt werden! Was ihnen allen gemein ist: Sie rechtfertigen schlussendlich Putins Politik. Und sie sind grober Unfug, den Alice Bota und Michael Thumann in der aktuellen "Ostcast"-Folge auseinandernehmen.  

    Alle drei Wochen sprechen wir im "Ostcast" über Politik und Gesellschaft der osteuropäischen Länder. Alice Bota berichtet von ihren Gesprächen und Erfahrungen in Osteuropa, Michael Thumann erzählt von seinen Begegnungen und Reisen in Russland und den Nachbarländern.  
     

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    50 min
  • Unterstützen die Russen den Krieg gegen die Ukraine?

    Von „Putins Krieg“ sprach Bundeskanzler Olaf Scholz – und legte nahe, dass der Angriffskrieg gegen die Ukraine vom Kreml getragen wird, nicht aber von der russischen Gesellschaft. Nun, nach fast zwei Jahren, in denen die russische Armee ihre Kriegsziele nicht erreicht, aber immense Verluste zu verzeichnen hat, gehen Alice Bota und Michael Thumann der Frage nach, ob die russische Gesellschaft hinter dem Krieg steht oder eben nicht – und warum es gar nicht so einfach ist, eine ganz klare Antwort auf diese Frage zu geben. 

    In der neuen Folge des Ostcasts berichten sie von Gesprächen mit Bekannten und Freunden in Russland, erinnern an Proteste gegen den Krieg, zitieren russische Soziologen und blicken kritisch auf die Ergebnisse von Umfragen, die eindeutig zu sein scheinen, es aber doch nicht sind – und erklären, warum Widerstand nicht gleich Widerstand ist. 

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    40 min
  • Wie schafft die Ukraine das bloß?

    Die letzten Wochen brachten eine Flut schlechter Nachrichten für die Ukraine. Die russischen Truppen gehen wieder in die Offensive, Russland kann mehr Munition und Waffen produzieren als zuvor, sein Herrscher Wladimir Putin protzt mit guten Wirtschaftszahlen und Siegesgewissheit. In der Ukraine dagegen wird der Nachschub an der Front knapper, es gibt Streit zwischen der politischen und militärischen Führung. Im Westen mehren sich die Stimmen, dass die Ukraine den Krieg verliere, weil die USA und Europa nicht genug lieferten. Doch wie steht es wirklich um den Widerstandsgeist und die Resilienz der Ukrainer?

    Im neuen Ostcast diskutieren Alice Bota und Michael Thumann über die Stärken der Ukraine und ihre stete Unterschätzung durch den Westen und durch Russland. Als Gäste sind diesmal die ZEIT-Korrespondentin in Kiew Olivia Kortas und die Menschenrechtlerin Oleksandra Matwijtschuk dabei, deren Center for Civil Liberties den Friedensnobelpreis erhalten hat. Sie sprechen darüber, wie die Ukrainerinnen und Ukrainer im Krieg durchhalten, was sie bedrückt und was sie von der Entscheidung der EU halten, mit der Ukraine Beitrittsverhandlungen aufzunehmen.

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    Über den Jahreswechsel macht auch der Ostcast eine Pause. Unter [email protected] erreichen Sie das Team per Mail.

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    50 min
  • Geht’s noch?!?!

    Der Journalist Hubert Seipel schrieb Bestsellerbücher und drehte Dokumentarfilme, die Millionen Zuschauer in Deutschland erreichten. Er zog über die Berichterstattung der deutschen Korrespondenten in Moskau her und erklärte den Deutschen, warum Putin missverstanden werde und eigentlich ganz anders sei. Sein Erfolg war kein Zufall, finden Alice Bota und Michael Thumann: Es war ein Symptom dieser Zeit, die mit der russischen Vollinvasion in der Ukraine am 24. Februar 2022 ihr Ende nahm – zumindest vorerst.

    Alice Bota und Michael Thumann erinnern sich, wie sie die Stimmung in Deutschland um 2014 herum erlebt haben, als sie darüber berichteten, wie Russland die Krim annektierte und seinen Tarnkappenkrieg gegen die Ostukraine begann. Damals ernteten sie Beschimpfungen, Abokündigungen, Vorwürfe der Einseitigkeit und Drohungen. Und sie denken darüber nach, welche Verantwortung die Medien tragen für den Fall Seipel, wie nachlässig die deutsche Gesellschaft bei russischen Einflussnahmen war und was wir aus dem Fall Hubert Seipel lernen können.

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    42 min
  • Was kommt nach Putin?

    Gerüchte besagen, Putin lebe nicht mehr oder sei so krank, dass an seiner Stelle schon Doppelgänger herumliefen. Auch wenn da aller Wahrscheinlichkeit nach wenig dran ist, beschäftigt die Frage, wie ein Russland nach Putin aussähe, viele Menschen. Putin hat den Staat so radikal auf seine Person zugeschnitten, dass manche schlimme Erschütterungen befürchten, wenn er einmal nicht mehr da sein sollte.

    Gerade in Deutschland verbinden viele Beobachter und Politiker Ängste mit Putins Abgang. Wird dann alles noch schlimmer? Zerfällt Russland in einem Bürgerkrieg? Sind die Atombomben dann noch sicher? Andere fragen, ob ein Russland nach Putin seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine einstellen würde.

    Alice Bota und Michael Thumann schauen zurück, wie die Machtnachfolge früher in Russland und in der Sowjetunion geregelt war. Sie spielen Szenarien durch, wie sich das Land ohne Putin verändern würde und ob seine Existenz wirklich auf dem Spiel stünde, wie Putins enge Mitstreiter behaupten.

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    43 min
  • Putin, der lachende Dritte

    Für das Vorgehen der israelischen Armee in Gaza findet Wladimir Putin überdeutliche Worten und schrille Analogien. Aber nie würde er die Hamas als Terroristen bezeichnen. Die politische Führung wird in Moskau zu Gesprächen empfangen. Russland ist zurück im Nahen Osten, seit es 2015 im Syrienkrieg zugunsten von Assad militärisch eingegriffen hat. Putin versucht das Unmögliche: Ein solides Verhältnis zu Israel aufrechtzuerhalten, mit dem Iran gut auszukommen, die Kurden im Irak nicht zu verprellen, Assad in Syrien weiter an der Macht zu halten. Kann das auf die Dauer gut gehen? Was will Russland im Nahen Osten und warum wendet sich Putin von Israel Stück für Stück ab? Und was bedeutet das alles für die Ukraine?

    In dieser Ostcast-Folge analysieren Alice Bota und Michael Thumann die russische Politik im Nahen Osten. Sie gehen auf die historische Beziehung zwischen der Sowjetunion und den arabischen Ländern ein und diskutieren darüber, welche Rolle Russland bei der Neuordnung dieser Weltregion spielen will und womöglich spielen wird.

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    40 min
  • Abschied von Moskau

    Mit dem Überfall auf die Ukraine demonstriert Russland seinen Nachbarländern im postsowjetischen Raum, zu welchen Mitteln es greift, wenn sich ein Land Moskaus Willen nicht unterwerfen will. Dagegen begehren viele Länder in Osteuropa und Zentralasien auf. Russlands Herrscher Wladimir Putin muss sich scharfe Kritik anderer Staatschefs anhören. In Kasachstan, Tadschikistan, Georgien und anderen wächst die Ablehnung Russlands, seiner Politik, seiner Kultur und seiner Sprache. Viele Menschen erinnern sich an die zum Teil sehr brutale Kolonisierung durch Russland und die Sowjetunion im 19. und 20. Jahrhundert. Der Ruf nach "De-Kolonisierung" erfasst mittlerweile nicht mehr nur die Ukraine.

    Alice Bota und Michael Thumann sprechen über die Absetzbewegungen der Staaten in Osteuropa und Zentralasien von Moskau und über die Abhängigkeiten. In welchen Staaten ist die Kritik besonders groß? Welche Rolle spielt der Ukraine-Krieg dabei? Was bedeutet das für den Einfluss Russlands in seiner Nachbarschaft? Mit welchen Mitteln versucht das russische Regime, die Nachbarstaaten zu unterwandern und zu kontrollieren? Warum ist es so schwer, von Russland loszukommen?

    Alle drei Wochen sprechen wir im Ostcast über Politik und Gesellschaft der osteuropäischen Länder. Alice Bota berichtet von ihren Gesprächen und Erfahrungen in Osteuropa, Michael Thumann erzählt von seinen Begegnungen und Reisen in Russland und den Nachbarländern.

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    47 min

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Verspielt Putin seine Macht? Darf man noch Puschkin lesen? Und wie korrupt ist die Ukraine heute noch? Alice Bota und Michael Thumann schreiben seit Jahrzehnten für DIE ZEIT über Osteuropa – und in diesem Podcast sprechen sie darüber. Über Freude und Abscheu beim Berichten über die Region. Über den Krieg, aber auch über das Leben, die kleinen Freiheiten und die großen russischen Gefängnisse – und über Berlin als neue Hauptstadt des Exils.

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