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Frauen, die Frauen malen: Ein Fest der vergessenen, wiederaufgelebten, wunderbaren Malerinnen. Malerinnen gestaltend im Akt, schöpferisch tätig und in der Welt seiend. Lotte Laserstein, hier ein Bild aus dem Exilkatalog der Salzburger Ausstellung. Die Rohnerin und laStaempfli denken über das Exil nach: Wie die Ausrottung des europäischen Judentums weiterwirkt: In diesem Bruch, den Leerstellen, den ermordeten Frauen, den Frauen im Exil, die bis heute fehlen. Diese Tatsachen, die den grassierenden Sexismus im deutschsprachigen Raum mit erklären.
Von den Gerichten zur Kunst: Frauenwerke verdienen bei den Auktionen, laut einer Studie aus dem Jahr 2017, die Hälfte, die Männerwerke erzielen. Dabei ist klar: In dreissig Jahren werden all diese grossen Männer-Millionensammlungen kaum mehr Wert haben, da wir alle Frauenkunst gesammelt haben, die die Welt verändert. Doch hier die Lieblinge von der Rohnerin und laStaempfli.
Picasso heisst eigentlich Paula Modersohn-Becker, DIE Begründerin der Moderne par excellence,; Frida Kahlo, deren feministischer Aufbruch und politischer Widerstand in klingende Münzen verkitscht wird: ihr Werk bleibt indessen strahlend, erschütternd, lebensbejahend gross. Und dann Lee Krasner, die Komposition, Technik und Theorie verband, ihren Ehemann formte und selber trotzdem immer im Zusammenhang mit ihm erwähnt wird. Dabei ist sie die Dripping Technik-Inventorin, da sie mit dieser Art in die Welt zu gehen, den Verlust von Narrativen, die Flüchtigkeit so darstellt wie keine vor ihr. Kennen Sie Harriet Powers? Wenn nicht: Ihre Quilts sind genähte Malereien, unfassbar eindrücklich, bewegend, schön.
Artemisia Genitleschi, Clara Peeters, Mira Schendel, Luyubov Popova und viele andere mehr: Die Podcastin wird sich auch in anderen Folgen über Malerinnen und Künstlerinnen unterhalten: Politisch, nachdenklich, erinnernd.
Mehr über grosse Frauen übrigens auch in den tollen Podcasts von Kolleginnen: https://herstorypod.de/ Herstory. Dann die Geschichtsdolmetscherin https://biancawalther.de/podcast/, Die gefragte Frau der Salzburger Nachrichten,https://www.sn.at/snin/podcast/
Hinweis: Die Frauen-Biographieforschung, die geniale Datenbank der grossen Luise F. Pusch gibt es ganz viele Specials mit ausführlichen und überwiegend reich ausgestatteten Artikeln über Künstlerinnen (90), Malerinnen (52), Bildhauerinnen und Keramikerinnen (32), Fotografinnen (31) – etliche davon auch auf Englisch. Hier der Link zu den Künstlerinnen: https://www.fembio.org/biographie.php/frau/specials/kuenstlerinnen-eine-ausstellung-von-almut-nitzsche/.
Klicken, reinhören, lesen, weitersagen, gemeinsam handeln.
Wie rechte Demokratiefeinde – aktuell auch bei den Demonstrationen gegen die Corona-Massnahmen Platz in den Medien und sogar auf der Treppe zum Bundestag einnehmen. Wie „Cordula und Peter“ als Impfgegnerschaften und „Normalos“ neben Rechtsextremen laufen und sich dafür nicht schämen. Weshalb Antidemokraten immer Antifeministen sind.
Geschichte und Gegenwart des Antifeminismus.
Die schwierige Rolle, die Medien dabei spielen: Damals und heute.
Der Weltverlust nach Hannah Arendt und der Antifeminismus: “Ideologien beschriften Körper” fasst laStaempfli dies zusammen. Die Codierung wird in einer nächsten Folge wieder aufgenommen.
Die Rohnerin weist darauf hin: Attentäter sind immer Antifeministen sind: Frauenhass als politische Gegenwartsströmung. Die Mörder einigt ein grosses Thema.
Die glorreiche Kategorisierung der Antifeministen nach Hedwig Dohm und der Rohnerin.
Hören Sie rein in eine der komplexesten Folgen unseres Podcasts.
Doch zunächst ein Ärger der Woche, der die Welt bewegt: Die Berlinale will ab dem kommenden Jahr genderneutrale Auszeichnungen vergeben, sprich: Frauen werden keine Preise mehr kriegen. Zwei Drittel aller Rollen, Drehbücher, Filmförderung etc. gehen an Menschen, die bis mindestens 16 Jahren als Männer sozialisiert wurden. Jeder Emanzipationsfortschritt wird rückgängig gemacht. Progression versteckt die Frauen-Unsichtbarkeit: „Wir werden genderneutral“.
#DiePodcastin setzt sich dafür ein, nur noch Frauenpreise auszusprechen.
Doch nun die Werke und die Freude, sich denkend wie lachend die Welt zu erschreiben. Nach „schöner morden“ sind die „Taugenixen“ raus: Wir gratulieren. Unser Gespräch dreht sich ums Schreiben, die grossen Krimiautorinnen wie Fred Vargas, Gila Lustiger und natürlich die wunderbare Isabel Rohner.
Taugenixen: Linn Kegel und Bettina Heidenreich sind im Urlaub in Spanien. Viele Männerleiche pflastern den Weg – laStaempfli freut sich schon, die Ermordeten mit Realnamen zu versetzen.
Isabel Rohner, Die Taugenixen. Bestellen unter:
https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/isabel-rohner-taugenixen/#cc-m-product-14296695232
Die Podcastin ist eine Frauenkarriere: Isabel Rohner und Regula Stämpfli verhalten sich digital. Sie kennen sich nicht persönlich, haben sich noch nie getroffen, sie denken zusammen. Dies ist normalerweise eher Männersache. Frauenkarrieren bewegen sich immer zwischen Haben und Sein. Frauen müssen seit Jahrhunderten beweisen, dass sie Menschen sind. Männer durften sich bisher immer wieder anderen Themen widmen. laStaempfli erklärt die wesentlichen Hürden im digitalen Bereich für sog. Frauenthemen: Der Apple-Kredit-Bias. Frauen kriegen aufgrund von Algorithmen eine weit geringere Kreditlimite als Männer. Inputdaten-Problem: Frauen, die in social media nicht ihren Körper verkaufen oder Lebenshilfe verkaufen, werden von den Codes nicht gepuscht.
Buchtipp: Kenza Ait Si Abbou: Keine P@nik, ist nur Technik. Warum man auf Algorithmen super tanzen kann und wie wir ihnen den Takt vorgeben.
Hinweis: Es gab ab und an technische Verzögerungen:Bitte entschuldigen Sie. Wir geben ja den Codes die Schuld….
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