ERF Plus - Anstoß

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ERF Plus - Anstoß episodes

  • Rettung im letzten Moment

    Es steht schlecht um die Stadt Samaria, die Hauptstadt des Nordreiches Israel. Schon seit längerem wird sie von der Armee des syrischen Königs Ben-Hadad belagert. In der Stadt gibt es kaum noch etwas zu essen. Die Einwohner drohen zu verhungern.

    In dieser schier ausweglosen Lage lässt Gott durch seinen Propheten Elisa dem König Israels Joahas ausrichten, dass er die Not der Stadt zum Guten wenden will. Bereits morgen wird die Belagerung vorbei sein.

    Einer der Berater des Königs winkt ab. Wie soll das möglich sein? Vor den Stadttoren lagert das gewaltige Heer der Aramäer.

    Aber es kommt so, wie vom Propheten angekündigt. Dem biblischen Bericht zufolge glauben die Belagerer am späten Abend, das rasselnde Geräusch heranstürmender Streitwagen, das Galoppieren von Pferden und das Heranrücken eines großen Heeres zu hören. Panik bricht aus, weil man vermutet, dass ein ägyptisches Heer dem bedrängten Samaria zur Hilfe eilt. Und dann heißt es im 2. Buch Könige 7, Vers 7 von den feindlichen Aramäern:

    „So brachen sie in der Abenddämmerung auf und ergriffen die Flucht, ließen ihre Zelte, Pferde, Esel und alles andere im Stich und rannten um ihr Leben.“

    Ja, auf Gottes Zusagen ist Verlass, und zwar auch in scheinbar hoffnungslosen Situationen.

    Das ist bis heute so geblieben. Ich kann darauf zählen: Was Gott zusagt, das hält er auch.

    Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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    3 min
  • Gänseblümchen

    Haben Sie schon einmal ein Gänseblümchen gepflückt, ein kleines Blütenblatt nach dem anderen abgezupft und bis zum letzten Blatt mitgezählt: Er oder sie liebt mich, liebt mich nicht! Liebt mich, liebt mich nicht!  Wer so spielt, hofft auf eine positive Antwort und wünscht sich, dass die eigenen Gefühle erwidert werden.

    Manchmal frage ich mich, wie es um die Liebe Gottes zu mir steht. Liebt er mich wirklich, auch wenn meine Lebensumstände nicht leicht sind und ich Gottes Liebe nicht spüre?

    Eine Antwort finde ich bei Johannes, einem engen Freund von Jesus. In einem Brief an christliche Gemeinden in Kleinasien stellt er unmissverständlich klar: Gottes Liebe lässt sich weder durch Lebenserfahrungen noch durch Gefühle ermitteln.

    „Gottes Liebe zu uns ist darin sichtbar geworden, dass er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte, um uns in ihm das Leben zu geben.“ Das steht im ersten Johannesbrief, Kapitel 4, Vers 9.

    Gott hat mit jedem Menschen seine Liebesgeschichte begonnen, unabhängig davon, ob ich das gerade so empfinde oder nicht. Um das herauszufinden, brauche ich kein Gänseblümchen als Liebes-Orakel. Das zuverlässige Zeichen der Liebe Gottes ist Jesus Christus. In ihm hat Gott sich als einer gezeigt, der mich unendlich liebt. Durch sein Leiden und Sterben am Kreuz steht unwiderruflich fest und jeder kann es wissen: Gott will mich. Gott liebt mich. Jesus macht das wahr. Durch ihn bin ich täglich neu von Gott geliebt. Mit ihm kann ich leben – nicht unbedingt leichter, aber mit einem festen Grund unter den Füßen, der in jeder Lage trägt.

    Autor: Ellen Hörder-Knop

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    3 min
  • Notruf 112

    112 – wenn ich diese drei Ziffern nenne, weiß eigentlich jeder in der Europäischen Union, worum es geht. Egal ob ich in Dänemark, auf Malta oder bei uns in Deutschland unterwegs bin: Unter dem Notruf 112 bekomme ich in Notlagen schnelle Hilfe. Erst seit 1991 gibt es diese internationale Errungenschaft.

    Doch Notlagen gab es natürlich schon viel, viel länger. Seitdem es Menschen gibt, geraten sie in gefährliche Situationen. Für den rund drei Jahrtausende alten Notrufpsalm in der Bibel muss ich allerdings zwei Ziffern vertauschen: 121 statt 112. Im 121. Psalm heißt es:

    „Woher kommt Hilfe für mich?

    Hilfe für mich, die kommt von Gott, dem HERRN!

    Er hat Himmel und Erde gemacht.“ (BasisBibel – Psalm 121, 1b-2)

    Hier geht es um eine Hilfe-Hotline, die ganz ohne Fest- oder Mobilfunknetz auskommt. Gott ist der Schöpfer des Himmels und der Erde. Er sieht mich in jeder Situation – auch wenn ich in Gefahr bin. Und der Psalmbeter bekennt: Ich habe erfahren: Gott schaut nicht weg, sondern er eilt mir zur Hilfe.

    112 – das ist eine wichtige Rufnummer, wenn ich oder andere dringend Hilfe brauchen. Mit dem 121. Psalm im Hinterkopf behalte ich in diesen brenzligen Situationen vielleicht sogar die nötige Ruhe und Gelassenheit.

    Autor: Oliver Jeske

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    2 min
  • Freude, die jeder sehen kann

    Feste feiert man, wie sie fallen. Und man feiert sie, um sich zu erinnern. An Weihnachten erinnere ich mich an die Geburt Jesu, zu Ostern an seinen Tod und seine Auferstehung. Die Ursprünge dieser Feste sind mit großer Freude verbunden. Nur leider bekomme ich von dieser Freude in unseren Kirchen wenig mit.

    Ich schaue in den jüdischen Kalender. Purim ist dort eines der fröhlichsten Feste. Den Ursprung des Festes finde ich in der Geschichte von Ester, im Alten Testament. Sie ereignet sich zu der Zeit der jüdischen Zerstreuung, im 5. Jahrhundert vor Christus. Als viele Jüdinnen und Juden in Persien lebten. Ein hoher Beamter namens Haman will die Juden töten lassen. Ester, die jüdische Frau des Königs, weiß es zu verhindern. Ein königlicher Erlass  auf Esters Initiative hin, rettet die gesamte jüdische Gemeinschaft in Persien vor dem sicheren Tod.

    Abschließend steht in der Bibel: „Überall in den Provinzen, in jeder Stadt, in der der Erlass des Königs eintraf, herrschte unter den Juden Freude und Jubel, und sie feierten das Ereignis mit Festtagen und fröhlichen Gelagen.“

    Bis heute erinnern sich mit dem Purim-Fest die Jüdinnen und Juden an diese Rettung. Sie feiern 3 Tage ausgelassen und voller Freude. Die Menschen ziehen in bunten Kostümen durch die Straßen und veranstalten festliche Umzüge.

    In drei Wochen ist Ostern. Ein Fest der Freude. Diese Freude sollen die Menschen in meinem Umfeld mitbekommen. Ich möchte es dieses Jahr mit ansteckendem Jubeln begehen.

    Autor: Tobias Schier

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    2 min
  • Sehen lernen

    Als Jugendliche habe ich mal einen Roman gelesen, bei dem es um eine angehende Künstlerin ging. In ihrer ersten Unterrichtsstunde bei einer Malerin legte die Frau ein Ei vor sie hin und forderte sie auf, das Ei zu zeichnen.

    Genau. Ein Ei. Weiß, rund, langweilig. Das dachte sich auch die junge Künstlerin und pinselte schnell etwas hin. Doch als die Lehrerin ihr Bild sah, meinte sie: „Mal‘ dieses Ei – nicht irgendeins. Sieh es dir an!“

    Als die junge Frau genauer hinschaute, fiel ihr auf, dass sich allerlei Farben im Ei spiegelten. Das Licht, das durchs Fenster fiel. Die Farbe der Tischdecke.

    Sie musste lernen, zu sehen! Wirklich zu sehen!

    In der Bibel wird von einer Begegnung zwischen Jesus und seinen Jüngern berichtet. Er hatte sie ausgesandt, für Kranke, Arme und Sinnsuchende zu beten. Regelrecht beseelt kamen sie zu ihm zurück, denn sie hatten erlebt: ihre Gebete hatten etwas bewirkt. Menschen hatten sich dadurch verändert.

    Jesus freute sich mit ihnen und sagte: „Ihr dürft euch freuen, dass Gott euch die Augen gab, zu sehen und zu verstehen, was hier geschieht.“ (Lukas 10,23). 

    Mir gefällt diese Formulierung: Gott hat ihnen die Augen gegeben, um zu sehen. Es ist ein Geschenk, wenn ich Gottes Handeln erkennen kann. Freilich eines, das geübt werden soll.

    Manchmal scheint mein Leben wie so ein Ei: farblos und vielleicht ein bisschen langweilig. Doch dann schaue ich genauer hin: sehe schillernde Farben und wie sich Gottes Licht darin widerspiegelt. 

    Ich möchte besser sehen lernen – wie die junge Künstlerin. Die Farben Gottes erkennen, mit denen er mein Leben gestaltet. Und mich dann freuen, dass er mir die Augen gegeben hat, um zu sehen. 

     

    Autor: Tanja Rinsland

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    3 min
  • An den Früchten

    Die Bibel ist ein Stück Weltliteratur. Sie erzählt die Geschichte Gottes mit dieser Welt und mit uns Menschen vom allerersten Anfang an. Dabei operieren die biblischen Schriften oft mit Bildern und Vergleichen.

    Relativ oft werden in der Bibel Bäume zum Vergleich herangezogen. Und dann fühle ich mich regelmäßig angesprochen, denn ich trage nun mal den Familiennamen Baum.

    Manche der Vergleiche sind schmeichelhaft. Zum Beispiel heißt es im Liederbuch Israels in Psalm 1 von einem rechtschaffenen Menschen: „Er gleicht einem Baum, der am Wasser gepflanzt ist. Früchte trägt er zu seiner Zeit und seine Blätter welken nicht. Alles, was er tut, gelingt ihm gut.“ Das gefällt mir. So will ich sein.  

    Ein paar hundert Jahre nach dem Psalmisten tritt Jesus auf, und auch er zieht Bäume zum Vergleich heran. In der Schlusskurve der Bergpredigt, kann man nachlesen im Matthäusevangelium Kapitel 7, da sagt Jesus: „Ein guter Baum bringt gute Früchte, ein schlechter Baum bringt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte hervorbringen und kein schlechter keine guten.“ Und was passiert mit einem schlechten Baum, der schlechte Früchte trägt? Er wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Autsch! 

    Zu meinem Glück hält sich Jesus nicht lang mit diesem schlimmsten aller denkbaren Fälle auf, sondern was ist die Pointe seiner Rede: „An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen!“ Wenn ich schon Baum heiße, dann will ich zu der Fraktion gehören, die gute Früchte trägt. In der Schule von Jesus, in seinen Spuren, kann man lernen, worauf es dabei ankommt und was einen rechtschaffenen Menschen ausmacht.   

    Autor: Markus Baum

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    3 min
  • Was ich brauche, wenn ich leide

    Wenn ich mit dem Leid eines anderen Menschen konfrontiert bin, bin ich überfordert. Was soll ich sagen? Wie kann ich helfen? Wie kann ich ermutigen, ohne dass es platt und oberflächlich wird?

    Ich habe im Lauf der Jahre gelernt: Lieber Anteil nehmen als Anderen aus Unsicherheit aus dem Weg gehen. Lieber schweigen als mich in Floskeln flüchten. Und, als Christ: Lieber Anklagen und Zweifel meines Gegenübers aushalten als Gott mit frommen Sprüchen verteidigen.

    Also anders, als es Elifas, Bildad und Zofar machen. So heißen drei Freunde eines Mannes, der gerade mehrere Schicksalsschläge erlitten hat - Hiob. Hiob versteht die Welt nicht mehr, und er versteht Gott nicht mehr. Er teilt seine Anklage und seine Zweifel mit seinen Freunden – und die können nicht damit umgehen. Sie verteidigen ihr Gottesbild und schieben Hiob selbst die Schuld an seinem Schicksal zu.

    Wer braucht solche Freunde?

    Hiob platzt denn auch der Kragen; wörtlich heißt es im Buch Hiob in Kapitel 13 Vers 5: „Ihr seid Lügentüncher und seid alle unnütze Ärzte!“ Lügentüncher – ihr verdeckt eure eigene Unsicherheit mit unwahrhaftigen Parolen! Unnütze Ärzte – ihr wollt helfen, aber macht es nur noch schlimmer!

    Wer ganz unten ist wie Hiob, braucht keine Belehrungen und keine Erklärungen. Sondern einen Beistand, der - wie Gott selbst - Anklagen aushält und Zweifel zulässt. Wenn ich leide, wünsche ich mir so einen Beistand. Und wenn andere leiden, wünsche ich mir, so ein Beistand zu sein.

    Autor: Dr. Jörg Dechert

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    3 min
  • Treue, die hält, was sie verspricht

    Wer etwas lernen will, muss sich mitunter anstrengen. Manchen fliegt der Erfolg scheinbar zu – doch der Normalfall ist, dass man etwas dafür tun muss, wenn man weiterkommen will. Ob in der Schule, im Beruf, in der persönlichen Entwicklung. Dabei ist es egal, ob es ums Vokabellernen, um das Üben von Musikstücken auf einem Instrument oder um die Fitness geht. Wer nicht dranbleibt, bleibt leicht auf der Strecke.

    Ähnlich ist es mit Freundschaften und Beziehungen; sie gleichen einem Garten – wo nichts gepflegt wird, gedeiht nichts oder es verwildert.

    Auch im Glaubensleben spielt das Dranbleiben eine wichtige Rolle. Davon ist unter anderem im Brief des Apostels Paulus an seinen Schüler Timotheus die Rede. Paulus hat schon eine Menge Erfahrungen im Glauben an Jesus Christus gesammelt und gibt seinem jüngeren Mitarbeiter wertvolle Tipps.

    Er schreibt sogar von Leid und von Kämpfen im Glauben und für den Glauben. Doch dann kommt ein Satz, der aufhorchen lässt. Was behauptet Paulus dort von Jesus? Er betont: „Wenn wir treulos sind, bleibt er trotzdem treu. Denn er kann nicht sich selbst untreu werden.“ Das kann man nachlesen im Zweiten Brief an Timotheus, Kapitel 2, Vers 13 (BasisBibel).

    Das heißt: Wer sich Jesus anvertraut hat, wird von ihm gehalten. Jesus ist daran gelegen, dass seine Gefolgsleute ans Ziel gelangen – selbst dann, wenn ihnen Fehler passieren. Das macht mir Mut. Ich muss nicht auf meine eigene Kraft bauen, wenn es darum geht, in der Spur von Jesus zu bleiben.

    Autor: Annegret Schneider

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    3 min
  • Wenn nicht jetzt, wann dann?

    Nicht erst, seit es die Sesamstraße gibt, hat es sich herumgesprochen: Wer nicht fragt, bleibt dumm. Wer, wie, was, wieso, weshalb, warum? Und solche Fragen kann durchaus man nicht nur über alltägliche und dieseitige Dinge und Phänomene stellen.

    Wer, wie, was ist Gott? Wer der Frage ernsthaft nachgeht, kann entdecken: Gott ist der Ursprung aller Dinge – war schon da, bevor sonst etwas entstanden ist. Gott ist nicht weit weg, sondern nahbar. Man kann ihn ansprechen. Er kümmert sich um seine Geschöpfe, also auch um Sie und mich. Gott ist barmherzig und will, dass wir Menschen unserer jeweiligen Berufung entsprechend leben. Auf die Idee ist er nicht erst kürzlich gekommen, das macht er schon länger so.

    Vor 2.500 Jahren hat Gott dem Volk Israel in einer ziemlich dramatischen Phase seiner Geschichte durch einen Propheten ausrichten lassen: „Zur Zeit der Gnade habe ich dich erhört, am Tag der Rettung habe ich dir geholfen.“ Dieses Zitat hat 500 Jahre später der Apostel Paulus herangezogen im 2. Korintherbrief, um den Gläubigen in einer der ersten christlichen Gemeinden auf dem europäischen Kontinent klar zu machen: Diese Zeit der Gnade ist jetzt, dieser Tag der Rettung ist heute.

    Wer sich an Gott hängt, sich an ihm ausrichtet, die oder der kann hier und jetzt mit seiner Gnade und Hilfe rechnen. Im Hinblick auf Gott sind nicht nur Fragen vom Kaliber „Wer, wie, was?“ angebracht, sondern auch die Frage „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ erweist sich als extrem sinnvoll.

    Autor: Markus Baum

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    3 min
  • Funktioniert

    „Du könntest ja einfach mal fragen.“ Ich muss ziemlich sehnsüchtig nach den duftenden frischgebackenen Blätterteigschnecken auf dem Gitter unterm Küchenfenster geschielt haben.

    Meine Frau hat natürlich recht gehabt – wie so oft. „Kann ich eine probieren – bitte?“ – "Natürlich kannst du. Die Teile sind nicht für die Vitrine gedacht."

    Vieles im Leben könnte so einfach sein, wenn ich mich trauen und nicht hinter vorgeschobenen Bedenken verschanzen würde. Oder hinter gut eingeübten Regeln von Anstand und Konvention.

    Jesus von Nazareth hat garantiert nicht nur an religiöse Haltungen gedacht, als er seinen Schülerinnen und Schülern vor knapp 2.000 Jahren empfohlen hat: „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopft an, und es wird euch geöffnet.“ Das ist zunächst einmal ein lebenspraktischer Rat.

    Ich habe mir vermutlich viel zu oft verkniffen, an Türen zu klopfen. Habe vermutlich viel zu selten gesagt: „Bitte, lass mich das auch mal versuchen.“ Habe mir einiges entgehen lassen, weil ich zwar geträumt habe, aber ernsthaft auf die Suche gemacht habe ich mich nicht. Jesus würde mich zwar nicht dafür tadeln, aber vielleicht fragen: Was hat dich gehindert?

    „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopft an, und es wird euch geöffnet.“ Das weitet zum andern den Blick für die größere Wirklichkeit Gottes. Denn Jesus hat klar gemacht: Auch Gott lässt sich bitten. Gott kann Ihre und meine Suche in die richtige Richtung lenken. Bei Gott ist Raum – auch für Sie und mich.

    Autor: Markus Baum

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    3 min

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