Eines der Lieblingslieder meiner Konfirmanden war das Lied: „Jesus in my House!“ - Jesus in meinem Haus.
Es wurde im Jahr 2000 von Judy Bailey getextet und komponiert.
Unzählige Male hat sie selbst mit ihrer dunkelroten Gitarre bei christlichen Festivals auf der Bühne gestanden und ihr Lied mit unbändiger Freude und Glaubensgewissheit gesungen:
„Danke Vater, für das Leben, das du gibst.
Dass du deinen Sohn gabst und mich unbegreiflich liebst.
Hast mich gerettet und mich neu gemacht.
Danke Gott für Jesus in mir.
Ich bin froh mit Jesus in meinem Haus.
Gut zu wissen, jederzeit ist er hier.
Mein Leben lang, Jesus in mir,
in meinem Haus.
Für alle Zeit, und in Ewigkeit.“
Dieses frische und glaubensfrohe Lied erinnert mich an die berühmte biblische Geschichte von Zachäus, dem Zolleinnehmer.
Im Lukasevangelium im Kapitel 19 wird sie erzählt.
Auf einen Maulbeerbaum ist Zachäus gestiegen, um Jesus zu sehen, und auch, um sich zu verbergen. Doch dann der Augenblick, als Jesus ausgerechnet vor diesem Maulbeerbaum stehen bleibt, ihm in die Augen und auch ins Herz blickt, und zu ihm spricht:
„Zachäus, steig eilend herunter, denn ich muss heute in deinem Haus einkehren“. Und so geschieht es dann auch. Zachäus öffnet Jesus die Tür seines Hauses und die Tür seines Lebens gleich mit. Er wird ein anderer Mensch, der nicht mehr andern das Geld aus der Tasche zieht, sondern der sein Geld mit vollen Händen an Bedürftige verteilt.
Was für eine großartige Geschichte, die mir sehr konkret vor Augen führt, was es bedeuten kann, wenn Jesus Einkehr hält in meinem Haus.
Es lohnt sich, sich einmal Zeit zu nehmen und das Haus, in dem ich lebe, in Gedanken zu durchwandern. Jedes Zimmer steht für die unterschiedlichsten Bereiche meines Lebens:
- Das Wohnzimmer steht für die Gemeinschaft mit anderen, für Gespräche und Beziehungen...
- die Küche steht für den Alltag, und für das, was ich zum Leben brauche…
- das Schlafzimmer steht für die Ruhe, aber auch für manche ängstlich durchwachten Nächte…
- das Arbeitszimmer steht für Verantwortung und den Beruf, der nicht immer nur „Berufung“ ist…
- der Keller steht für Lebensgeschichten und dunkle Erinnerungen, die ich längst vergessen oder verdrängt habe…
- der
Dachboden steht für Unerledigtes, und auch für längst verstaubte Träume, vielleicht auch für Hoffnungen auf eine bessere Zukunft…
Und nun die Frage: Was würde sich ändern, mit Jesus in meinem Haus?
Zachäus hat es erfahren: Mit Jesus wird das Leben nicht nur anders, sondern neu!
Und wäre Zachäus ein Zeitgenosse von Judy Bailey gewesen, dann wäre er schnell zu ihr auf die Bühne geklettert, so wie einst auf den Maulbeerbaum.
Und dann hätte er sich ein Mikrofon geschnappt und laut ins Mikrofon gesungen:
„Danke, dass du meinem Leben Zukunft gibst.
Ich darf neu beginnen, weil du meine Schuld vergibst.
Ich gehe vorwärts, denn ich weiß bestimmt:
Jesus ist bei mir jeden Tag.
Ich bin froh mit Jesus in meinem Haus.
Gut zu wissen, jederzeit ist er hier.
Mein Leben lang, Jesus in mir, in meinem Haus.
Für alle Zeit, und in Ewigkeit.“
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