Irina Scherbakowa, geb. in Moskau, ist Historikerin, die bis 1987 als Germanistin und Übersetzerin deutscher Belletristik tätig war. Ab Ende der 70-er Jahre sammelte sie Tonbandaufzeichnungen der Erinnerungen von Opfer des Stalinismus. Seit 1988 ist sie Mitglied von "Memorial", damals die erste unabhängige, zivilgesellschaftliche Organisation der Sowjetunion. „Memorial“ setzt sich für die Aufklärung der sowjetischen Repression und den Schutz der Menschenrechte in Russland ein. 1999 wurde Dr. Scherbakowa Vorstandsmitglied und Leiterin der Bildungsprogramme. 2022 wurde Memorial mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Irina Scherbakowa ist u.a. Trägerin des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst (2019). Buchtipp: Die Hände meines Vaters. Eine russische Familiengeschichte" bei Droemer erschienen.