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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Forum episodes

  • Proteste im Iran: Welche Rolle soll die Schweiz spielen?
    In Zürich kam es zuletzt am Samstag, 7. Januar zu einer Kundgebung. 2000 bis 3000 Menschen demonstrierten für die Anliegen der Protestbewegung im Iran. Die Organisation «Free Iran Switzerland» verlangt vom Bundesrat die Übernahme der EU-Sanktionen gegen die Regierung in Teheran. 
    Bundesrat lehnt Sanktionen ab
    Er begründet dies mit den «guten Diensten der Schweiz», dem Schutzmachtmandat. Diese Rolle wolle der Bundesrat nicht gefährden. Seit 1980 vertritt die Schweiz die Interessen der USA im Iran und jene der Islamischen Republik in den Vereinigten Staaten. Die beiden Länder unterhalten seit der Geiselnahme in der US-Botschaft in Teheran von 1979 keine diplomatischen Beziehungen mehr.
    Soll die Schweiz die EU-Sanktionen übernehmen oder gefährdet das die Rolle der Schweiz als Vermittlerin? 
    Gäste im «Forum»:
    * Pro: Neda Amani, Schweiz-Iranerin, Menschenrechtsaktivistin für den Iran, Historikerin und Tochter eines ehemaligen politischen Gefangenen
    * Contra: Andreas Aebi, SVP-Nationalrat Bern und Mitglied der Aussenpolitischen Kommission, reiste als Nationalratspräsident in den Iran
    57 min
  • Erben - gerecht oder nicht?
    Erbschaften machen in der Schweiz eine riesige Summe aus. 2020 waren es 90 Milliarden Franken. Das ist mehr als die Ausgaben des Bundes in einem Jahr und etwa doppelt so viel wie die jährlichen Rentenauszahlungen der AHV. Mittlerweile ist jeder zweite Schweizer Vermögensfranken geerbt.
    Die vererbte Summe hat sich in den letzten 30 Jahren fast verfünffacht. Damit ist sie deutlich mehr gewachsen als das Bruttoinlandprodukt, das sich in dieser Zeit nur knapp verdoppelt hat. Ein Grund dafür: Der Wert von Immobilien ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Sie machen 30-40% des Erbschaftsvolumens aus.
    Die Reichsten 2% besitzen bereits heute so viel wie der gesamte Rest der Bevölkerung. Erbschaften befeuern zusätzlich die Vermögensungleichheit. Das Reichste 1% der Bevölkerung erbt einen Fünftel der gesamten Erbmasse. Und der grösste Teil der Immobilien wird an Leute vererbt, die bereits Immobilien besitzen. Ein Drittel der Bevölkerung erbt gar nie etwas.
    Gäste im Forum:
    * Nicola Siegrist, Präsident Jungsozialisten Schweiz
    * Matthias Müller, Präsident Jungfreisinnige Schweiz
    58 min
  • «Wen, der tot ist, möchten Sie wiedersehen?»
    Es sind Fragen, die sitzen und die ganz unterschiedlich beantwortet werden können. Die Fragebogen von Max Frisch sind Kult. Sie seien «Insgesamt verblüffend aktuell geblieben», sagt Franziska Hirsbrunner aus der SRF-Literaturredaktion. 
    «Wen, der tot ist, möchten Sie wiedersehen?»
    Die Philosophin und Moderatorin der Sternstunde «Religion», Olivia Röllin, findet die obenstehende Frage «grossartig». Sie würde gerne in die Vergangenheit zurück, um Jesus kennenzulernen, einen Menschen, der unsere Kultur dermassen geprägt habe. «Es würde mich so interessieren, wie dieser Mensch wirklich war.»
    Persönlicher beantwortet der Schauspieler und Kabarettist Beat Schlatter diese Frage. Er würde gerne seine früh verstorbenen Mutter wiedersehen. Was habe er ihr auf dem Totenbett doch alles versprochen, sagt Beat Schlatter mit einigem Schalk. «Ich würde ihr heute gerne schonend erklären, warum das bei der Umsetzung gescheitert ist.»
    Gäste:
    * Olivia Röllin, Philosophin und Religionswissenschaftlerin
    * Beat Schlatter, Schauspieler und Kabarettist
    58 min
  • Weniger Subventionen für Fleisch und Milch?
    Weihnachten und Silvester sind traditionell fleischlastige Festtage: Von Fondue Chinoise über Filet und Rollschinkli landet in den nächsten Tagen und Wochen wieder viel Fleisch auf den Tellern. Rund 50 Kilogramm isst jede Schweizerin, jeder Schweizer im Durchschnitt pro Jahr.
    Eine neue Studie der Denkfabrik «Vision Landwirtschaft» zeigt: Fleisch essen kostet den Staat und die Allgemeinheit markant mehr als pflanzliche Kost – betreffend Klima, Pestizidbelastung, Biodiversität und Umwelt. Trotzdem buttert der Bund rund 80 Prozent der Subventionen in die Fleisch- und Milchproduktion, so die Studie.
    Die Sendung «Forum» diskutiert: Was wollen wir mit unseren Steuergeldern unterstützen? Braucht es mehr Subventionen für pflanzliche Lebensmittel und weniger für Fleisch und Milch?
    Gäste: 
    * Jakob Lütolf, Vorstand Schweizer Bauernverband und Landwirt
    * Laura Spring, Geschäftsführerin Vision Landwirtschaft und Agronomin ETH
    Diskutieren auch Sie mit und schreiben Sie uns Ihre Meinung per Email.
    58 min
  • Revision Sexualstrafrecht: Wann ist Sex nicht einvernehmlich?
    Es braucht keine Nötigung - also Gewalt oder Drohung - mehr, damit auf eine Vergewaltigung erkannt werden kann: Das ist der Kern des in Revision stehenden Sexualstrafrechtes. Und wird von allen Parteien im National- und Ständerat begrüsst. Doch es gibt auch Differenzen.
    Ab wann ist Sex nicht einvernehmlich?
    Der Ständerat sagt: Wenn eine Person ein Nein signalisiert, verbal oder non-verbal und die andere Person nicht darauf eingeht und weitermacht.
    Der Nationalrat sagt: Wenn das Ja fehlt, verbal oder non-verbal, ist der Sex nicht einvernehmlich.
    Viele Fragen
    Was hilft den Opfern mehr? Und warum ist das Ja oder das Nein so wichtig?
    Bringen härtere Strafen Opfer dazu, mehr Vergewaltigungen anzuzeigen? Werden in Zukunft weniger Verfahren eingestellt?
    Im «Forum» diskutieren zwei Juristinnen
    * Sibel Arslan, Nationalrätin Grüne BS.
    Sie hat sich für «Nur ja heisst ja» stark gemacht und für die Möglichkeit, dass Richter:innen auch Geldstrafen bei Vergewaltigung aussprechen können. «Auch hohe Geldstrafen treffen empfindlich, nicht nur Gefängnisstrafen. Aber wir müssen vorsichtig sein, weil gerade bei Sexualdelikten innerhalb der Familie wohl eher eine Anzeige gemacht wird, wenn die angeklagte verwandte Person zwar eine Verurteilung und Strafe bekommt, aber nicht ins Gefängnis muss.» Frau Arslan ist Mitglied der Kommission für Rechtsfragen des Nationalrates.
    * Nina Fehr Düsel, Kantonsrätin SVP ZH
    Sie sagt, sie finde die Widerspruchslösung (Nein ist nein) besser, denn: «Wenn es zu einer Einvernahme kommt, kann eine Person einfacher darlegen, ab welchem Zeitpunkt sie nein gesagt hat». Sie findet es richtig, dass ein verurteilter Vergewaltiger ins Gefängnis kommt und die Möglichkeit der Geldstrafe entfällt. Sie ist Mitglied der Kommission für Justiz und Sicherheit des Kantons Zürich.
    58 min
  • Sollen Wölfe in der Schweiz präventiv abgeschossen werden?
    Der Wolf verbreitet sich immer mehr in der Schweiz. Heute können nur einzelne «Problemwölfe» abgeschossen werden. In Zukunft soll die Wolfspopulation mit präventiven Abschüssen reguliert werden, so will es der Ständerat. 
    Die Stiftung KORA beobachtet die Wildtierpopulation in der Schweiz und versorgt Behörden und die Öffentlichkeit mit Zahlen und Informationen. Gemäss ihrer Prognose liegt die durchschnittliche Wachstumsrate der Wolfspopulation bei 30% pro Jahr.
    Damit würde sich der Wolfsbestand innerhalb von drei Jahren verdoppeln. Bis 2025 könnten demzufolge 350-400 Wölfe in der Schweiz leben. Dagegen regt sich nun Widerstand. Was meinen Sie? Diskutieren Sie mit in der Live-Sendung «Forum».
    Gäste:
    * Sara Wehrli, Verantwortliche grosse Beutegreifer und Jagdpolitik, pro natura
    * Thomas Roffler, Präsident des Bündner Bauernverband, Grossrat Kanton Graubünden (SVP)
    58 min
  • Black Friday: Profitieren oder boykottieren?
    70% Rabatt auf das Handy-Abo, 30% Rabatt auf Möbel, 50% Rabatt auf Jacken oder Turnschuhe: Diese Woche überbieten sich die Detailhändler mit Preisnachlässen. Der Black Friday, ein Trend aus den USA, hat sich hierzulande etabliert. 
    Aus dem einen Tag am Freitag wurde je nach Anbieter in den letzten Jahren gleich eine ganze Woche oder mit dem »Black November» sogar ein ganzer Monat. Seit der Einführung des Black Friday 2015 sind die Umsätze im Detailhandel kontinuierlich angestiegen. Bis auf 500 Millionen Franken im Jahr 2021. Dies hat eine Auswertung von blackfridaydeals.ch ergeben. Soll man profitieren oder die Rabattschlacht boykottieren? 
    Gäste in der Sendung:
    * Christa Markwalder, Präsidentin «Swiss Retail Federation», dem grössten Detailhandelsverband der Schweiz, FDP Nationalrätin Bern
    * Sara Stalder, Geschäftsleiterin Stiftung für Konsumentenschutz
    58 min
  • Fussball-WM in Katar: Mitfiebern oder boykottieren?
    Diese Frage treibt viele Fussballfans um. Menschenrechtsorganisationen kritisieren den Wüstenstaat seit Jahren für ihren Umgang mit den Gastarbeitern. Kann man die WM mit gutem Gewissen schauen oder ist Verzicht angesagt? 
    Diese Frage muss jeder Fussballfan für sich beantworten. Für Lorenz Nydegger vom Verein Fussballkultur.ch aus Winterthur ist die Antwort klar. Ein Boykott kommt für ihn nicht in Frage. Er organisiert in Winterthur ein Public Viewing. Ziel sei es auch, Fragen rund um Katar einzuordnen und Diskussionen zu ermöglichen.
    Bei Peter Kirchschläger bleibt der Bildschirm schwarz. Der Professor für theologische Ethik der Universität Luzern wird als Fussballfan die WM boykottieren. Wie schon die WM in Russland 2018. Nur über die Einschaltquoten lasse sich auf die Fifa Druck ausüben. 
    Gäste in der Sendung:
    * Peter G. Kirchschläger, Ethik-Professor und Leiter Institut für Sozialethik Universität Luzern
    * Lorenz Nydegger, Vorstand Fussballkultur.ch und Organisator Public Viewing altes Busdepot Winterthur
    57 min
  • Wettrüsten auf der Piste: Skifahren um jeden Preis?
    Skitourismus in den Alpen ist eine Industrie, die ohne Schneekanonen kaum mehr funktioniert. Die Winter werden immer wärmer. Mehr als die Hälfte aller Pisten in der Schweiz werden mittlerweile künstlich beschneit. Tendenz steigend. 
    Letzte Woche mussten mehrere Skirennen in Zermatt wegen Schneemangels abgesagt werden. Der Start der Skisaison wurde in einigen Regionen verschoben, weil die Schneekanonen wegen der warmen Temperaturen noch nicht starten konnten.
    Doch das Wettrüsten auf der Piste mit Schneekanonen und künstlichen Speicherseen ist umstritten. Sollen die Schweizer Skigebiete weiter aufrüsten, weil hunderttausende Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen? Oder soll sich der Wintertourismus mehr der Natur anpassen - und Alternativen bieten?
    Im «Forum» diskutieren Gäste und SRF 1-Hörerinnen und Hörer über das Thema.
    Gäste:
    * Berno Stoffel, Direktor Seilbahnen Schweiz
    * Reto Knutti, ETH-Professor und Klimaforscher sowie leidenschaftlicher Skifahrer aus Gstaad
    57 min
  • Rekordhohe Austritte - ist die Kirche ein Auslaufmodell?
    Über 34 000 Personen traten letztes Jahr aus der römisch-katholischen Kirche aus. So viele wie in keinem anderen Jahr zuvor. Auch die reformierte Kirche verliert weiter Mitglieder. Letztes Jahr über 28 000 Personen. Warum haben viele Personen keinen Draht mehr zu Kirche? Ist das ein Problem?
    Der fehlende Glaube, die öffentlichen Stellungsnahmen der Kirche zu gesellschaftspolitischen Themen und die Kirchensteuer gehören mit zu den wichtigsten Gründen. So fasste es kürzlich das Schweizerische Pastoralsoziologische Institut (SPI) zusammen, als es die Daten zu Kirchenaustritten des Bundesamtes für Statistik vertieft auswertete.
    Zeigen die vielen Kirchenaustritte, dass die Landeskirchen ein Auslaufmodell sind?
    Im Forum diskutieren Gäste und SRF1-Hörerinnen und Hörer das Thema.
    Gäste:
    • Lisa Arnold, Geschäftsleiterin Freidenker-Vereinigung Schweiz
    • Daniel Kosch, Generalsekretär der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz
    57 min

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