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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Forum episodes

  • Frauenförderung - Männer im Nachteil?
    In der EU fühlt sich ein Teil der jungen Männer gegenüber Frauen benachteiligt. Das sagt eine schwedische Studie. Der Dachverband der Männer- und Väterorganisationen zeichnet für die Schweiz ein differenzierteres Bild. 
    Esther-Mirjam de Boer ist Mitinhaberin und CEO von GetDiversity, einer Beratungsfirma, die Vielfalt in Geschäftsleitungen sowie Verwaltungsräte vermittelt und Firmen bei der Entwicklung einer inkludierenden Firmenkultur unterstützt. Esther-Mirjam de Boer sagt: «Es gibt Männer, die das Gefühl haben, dass Frauen ungerechtfertigt bevorzugt werden.» Die Realität sei eine andere. Die Schweiz habe rekordtiefe Arbeitslosenzahlen, viele freie Stellen und Fachkräftemangel. «Chancen gibt es genug». 
    Ein differenziertes Bild zeichnet Jean-Daniel Strub. Er ist Präsident des Dachverbands der Männer- und Väterorganisationen in der Schweiz. Dass sich Männer in der Arbeitswelt benachteiligt fühlen, begegne ihm «relativ selten». Natürlich gäbe es die Situation. «Die Gleichstellung verlangt den Männern etwas ab, sie müssen Privilegien abgeben.» Bei seinen Beratungen stellt Jean-Daniel Strub fest, dass Männer häufiger die Vereinbarkeit von Beruf und Familie umtreibt. Und das geteilte Sorgerecht, wo Männern tatsächlich Nachteile entstehen können.
    Gäste: 
    * Esther-Mirjam de Boer, CEO einer Beratungsfirma, die Frauen in Geschäftsleitungen und Verwaltungsräte vermittelt
    * Jean-Daniel Strub, Präsident des Dachverbands der Männer- und Väterorganisationen in der Schweiz
    57 min
  • Klimaaktivisten blockieren Strassen. Was darf Protest?
    Klimaaktivisten kleben sich mit Leim auf die Strasse, blockieren Zufahrten zu Firmen oder versperren den Eingang zu einer Grossbank mit Gehölz. Dieses Aktionen häufen sich in der letzten Zeit gehäuft und werfen die Frage auf: Was darf Protest?
    Für Städte und Kantone bedeuten diese Demonstrationen einen grossen Mehraufwand. Die Polizei muss mit einem Aufgebot vor Ort sein. Kommt es zu Festnahmen, ziehen diese ein juristisches Nachspiel wegen Nötigung oder Hausfriedensbruch nach sich.
    Bei einer Verkehrsblockade in Bern war auch die Lausanner Uni-Professorin Julia Steinberger dabei. «Ich bin hier als Mutter, als Bürgerin, als Lehrerin und als Wissenschaftlerin. Es ist keine Übertreibung zu sagen, dass die Bewohnbarkeit unseres Planeten vor unseren Augen zerstört wird», erklärt Steinberger in einer Mitteilung der Gruppierung «Renovate Switzerland» ihre Beweggründe für die Aktion. 
    Ist ziviler Ungehorsam nötig oder kontraproduktiv? 
    Gäste: 
    * Pro: Marie-Claire Graf, Klimaaktivistin und Mitorganisatorin des ersten Klimastreiks in der Schweiz 
    * Contra: Severin Pflüger, FDP-Gemeinderat Stadt Zürich und Jurist
    58 min
  • Lichtfestival und Weihnachtsbeleuchtung trotz Stromspar-Appell?
    Die Weihnachtsbeleuchtung weglassen, das Lichtfestival abblasen? Derzeit beugen sich viele Gemeinden über ihre Weihnachtsaussenaktivitäten. Kann man auf der einen Seite die Menschen zum Strom sparen anhalten und andererseits die dunklen Winternächte glanzvoll erhellen? 
    Jedes Kilowatt zählt
    Warum soll man zuhause bei 19 Grad in der Wohnung sitzen, wenn draussen Bäume illuminiert, Gebäude von Lichtkünstlern bespielt und ganze Strassenzüge im Weihnachtsglanz erhellt werden? Das sei unklug, sagt Kurt Egger. Denn «jedes Kilowatt, das wir jetzt sparen, haben wir im Februar, März wenn es eng wird, zur Verfügung». Der Nationalrat der Grünen aus dem Thurgau ist für konsequentes Handeln. «Weihnachtsbeleuchtungen und Lichtfestivals sind schön. Aber in der jetzigen Situation verzichtbar», sagt Kurt Egger.
    Freude und Umsatz
    Ganz anders sieht es Reto Nause, Gemeinderat der Stadt Bern und Direktor für Sicherheit, Umwelt und Energie. Man hätte mit allen Veranstaltern in der Adventszeit freiwillige Energiesparmassnahmen definiert. «Hier wird Verantwortung übernommen, ohne dass man gleich alles absagen müsste.» Zudem brächten Weihnachtsmärkte, stimmige Weihnachtsbeleuchtung und das Lichtspektakel «Rendez-vous Bundesplatz» Freude in die Stadt. Und dem Gewerbe Umsatz. «Beides wichtige Punkte nach zwei Corona Jahren», sagt Reto Nause.
    Gäste in der Sendung Forum
    * Kurt Egger, Nationalrat Grüne TG
    * Reto Nause, Mitte, Gemeinderat, Direktor für Sicherheit, Umwelt und Energie, Stadt Bern
    57 min
  • Asyl für russische Kriegsverweigerer?
    Seit der Mobilmachung fliehen Hunderttausende aus Russland. In den Sozialen Medien zeigen Videos russische Männern, die vor der Einberufung fliehen. Aus den Reihen der Grünen und SP liegt die Forderung auf dem Tisch, dass russische Kriegsdienstverweigerer einfacher Asyl in der Schweiz erhalten sollen.
    Für SP-Nationalrätin Céline Widmer (SP) ist klar, die Schweiz müsse die russische Anti-Kriegsbewegung unterstützen und russischen Deserteuren Asyl bieten. Und zwar «schnell und unbürokratisch». Gefährdete Personen soll die Schweiz rasch ein humanitäres Visum ausstellen.
    Die SVP lehnt eine Erleichterung ab. Die Zürcher SVP-Nationalrätin Barbara Steinemann befürchtet eine Sogwirkung. In der Schweiz lebten über 60'000 Ukrainerinnen. «Wenn wir nun Zehntausende von der Gegenseite ins Land lassen würden, könnte das zu Konflikten führen, die wir als Gesellschaft nicht verkraften würden.»
    Gäste in der Sendung: 
    * Céline Widmer, SP-Nationalrätin Zürich 
    * Barbara Steinemann, SVP-Nationalrätin Zürich
    58 min
  • Prämienhammer: Muss der Staat jetzt einspringen?
    Nach den steigenden Lebensmittel- und Energiepreisen kommt jetzt auch noch der Hammer bei der Krankenkasse: Die Krankenkassenprämien steigen im Durchschnitt um 6.6 Prozent.
    Ein Schock für viele Haushalte, die schon jetzt nur noch knapp über die Runden kommen. Woher das Geld nehmen?
    SP, Grüne und Mitte befürchten, dass jetzt viele Menschen unter die Armutsgrenze fallen. Die Linke und der Nationalrat wollen deshalb eine zusätzliche Milliarde für Prämienverbilligungen. In der Corona-Pandemie und bei der Axpo sei der Staat auch eingesprungen, so die Befürworter dieser Idee, «der Bund kann, wenn er will».
    Von einem «Lamento» von SP und Mitte sprechen die Liberalen. Die Teuerung sei derzeit keineswegs historisch hoch. Zudem komme der Prämienschock für die tiefen Einkommen dann einfach verzögert – im 2024. Auch der Bundesrat sieht keinen Bedarf für dringende Massnahmen: Die Wirtschaft wachse und die Arbeitslosenquote sei tief.
    Die Sendung «Forum» diskutiert: Muss der Staat jetzt einspringen bei den Prämien? Soll der Bund die Krankenkasse für noch mehr Menschen verbilligen? Oder ist das reine Pflästerlipolitik auf dem Buckel der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler?
    Gäste:
    * Karin Stadelmann, Kantonsrätin, Präsidentin Die Mitte Stadt Luzern
    * Felix Schneuwly, Krankenkassenexperte & Head of Public Affairs, Comparis
    57 min
  • Mehr Platz für die Biodiversität
    Dies verlangt die Biodiversitätsinitative. Diese wird aktuell im Parlament diskutiert. Dagegen regt sich Widerstand beim Bauernverband. Die Landwirte befürchten, dass ihnen weniger Land für den Anbau zur Verfügung steht. 
    In der Schweiz sind 36% der untersuchten Pflanzen, Tieren und Pilzarten bedroht, schreibt das Bundesamt für Umwelt. Der Biodiversität müsse mehr Platz eingeräumt werden, findet der Bundesrat. Auch der Nationalrat will der Biodiversität in der Schweiz mehr Gewicht verschaffen. Konkrete Flächenziele will der Nationalrat aber nicht. Dem Schweizer Bauernverband geht das zu weit. Er befürchtet Ackerland zu verlieren. 
    Gäste in der Sendung:
    * Pro: Franziska Grossenbacher, stellvertretende Geschäftsleiterin Stiftung für Landschaftsschutz Schweiz
    * Contra: Markus Kretz, Präsident Luzerner Bauernverband
    55 min
  • Engere Zusammenarbeit der Schweiz mit der Nato?
    Die FDP kann sich eine engere Zusammenarbeit mit der Nato gut vorstellen. «Die Schweiz muss viel enger mit der Nato kooperieren als heute». Dieser Vorschlag von FDP-Präsident Thierry Burkart sorgt für Diskussionen und für Kritik.
    Keinen Anklang findet die Idee bei der SVP. «Wir wären definitiv nicht mehr neutral», ist für die Zürcher SVP-Kantonsrätin Nina Fehr Düsel klar. Die Schweiz müsse ihre eigene Armee stärken. Das sei das Hauptziel. Auch der SP gehen gemeinsame Übungen zu weit. Eine Annäherung schwäche die Schweizer Friedensförderung, so die SP. 
    Soll die Schweiz enger mit der Nato kooperieren und so die eigene Sicherheit erhöhen oder ist das der falsche Weg? Diese Frage ist Thema in der Livesendung «Forum». 
    Gäste in der Sendung:
    Pro: Marc Bourgeois, FDP Kantonsrat Zürich und Oberst im Generalstab
    Contra: Nina Fehr Düsel, SVP Kantonsrätin Zürich und Mitglied Aussenpolitische Kommisson SVP
    57 min
  • Wer hat Vorrang, wenn Strom und Gas ausgehen?
    Die Energie könnte in den kommenden Monaten knapp werden. Sollen sich dann die privaten Haushalte oder die Unternehmen bei Strom und Gas einschränken müssen? Oder beide?
    Es ist aktuell die grosse Frage: Kommen wir mit genügend Strom und Gas durch den nächsten Winter? Oder müssen wir in kalten Wohnungen frieren und Kerzen anzünden, um genügend Licht zu haben?
    Die Gründe für diese aussergewöhnliche Lage sind vielfältig: Russland schränkt Gaslieferungen nach Europa ein, in Frankreich stehen zahlreiche Atomkraftwerke still und europaweit hat ein aussergewöhnlich trockener Sommer dazu geführt, dass Wasserkraftwerke weniger Strom produzieren. Ausserdem ist die geopolitische Lage derart angespannt, dass der Bundesrat etwa beim Gas eine Mangellage nicht ausschliesst.
    Wenn es dennoch hart auf hart kommen sollte, droht ein Verteilkampf: Bei wem wird das Gas zuerst gedrosselt, bei der Industrie oder bei den Haushalten?
    Gäste im «Forum»
    Über die Energieknappheit diskutieren:
    * Michael Töngi, Vizepräsident des Mieterinnen- und Mieterverbands Schweiz. Er findet es nicht in Ordnung, dass alle Wohnungen nur noch auf 19 Grad geheizt werden sollen.
    * Rudolf Minsch, Chefökonom des Wirtschaftsdachverbands Economiesuisse. Er plädiert dafür, dass neben der Industrie auch die Privaten Einschränkungen in Kauf nehmen müssen.
    57 min
  • Reform der Verrechnungssteuer: Höchste Zeit oder unfair?
    Befürworter sagen: Die Verrechnungssteuer auf inländische Obligationen ist kompliziert und aufwändig. Das vertreibt die Anleger. Deshalb muss sie weg. Die Gegnerschaft kontert: Die Verrechnungssteuer auf inländische Obligationen verhindert Steuerbetrug. Deshalb ist sie wichtig.
    Am 25. September stimmen wir in der Schweiz über die Reform des Verrechnungssteuergesetzes ab. 
    Dafür
    Bundesrat und SVP; FDP, die Mitte, GLP und die grossen Wirtschaftsverbände empfehlen ein Ja.
    Sie sagen: Grosse Schweizer Unternehmungen geben ihre Obligationen lieber im Ausland an die Börse. Denn dort entfällt die Verrechnungssteuer. Wir wollen den Handel wieder in die Schweiz zurückholen. Das wird der Schweiz von Nutzen sein.
    Dagegen
    SP, Grüne und die Gewerkschaften haben das Referendum ergriffen. Sie sind gegen diese Reform.
    Sie sagen: Die Verrechnungssteuer auf inländische Obligationen hat ihren Sinn. Sie dient als Sicherheit gegen Steuerhinterziehung. Wer seine Steuererklärung korrekt ausfüllt, erhält die Verrechnungssteuer vollumfänglich zurück. Entfällt die Verrechnungssteuer, wird das zum Schaden der Schweiz sein. 
    Gäste
    * JA: Florence Schmid, Juristin, angehende Steuerexpertin, Stadträtin JF/FDP Stadt Bern
    * NEIN: Samira Marti, Ökonomin, Nationalrätin SP Baselland
    57 min
  • Abstimmung AHV-Reform – wie sichern wir die Zukunft der Renten?
    Am 25. September 2022 stimmt die Schweiz über zwei AHV-Vorlagen ab: Es geht um die Erhöhung des Frauenrentenalters und der Mehrwertsteuer.
    Werden die beiden Vorlagen angenommen, wird die Mehrwertsteuer um 0,4 Prozentpunkte und das Rentenalter für Frauen auf 65 Jahre angehoben. Wird eine der beiden Vorlagen abgelehnt, scheitert die Revision.
    Ein Bündnis aus linken Parteien, Gewerkschaften und Frauenverbänden haben das Referendum gegen die Vorlage ergriffen. Die Reform werde auf dem Buckel der Frauen ausgetragen, obwohl diese über alle drei Säulen hinweg eine viel niedrigere Rente erhielten, so das Hauptargument.
    Die Befürworter argumentieren, Massnahmen seien dringend nötig, die AHV gerate nach 25 Jahren ohne umfassende Reform finanziell zunehmend in Schieflage. Das Rentenalter für Frauen solle erhöht werden, da Frauen eine höhere Lebenserwartung haben als Männer und daher länger eine Rente beziehen.
    Ist die Reform «AHV 21» ein notwendiger Schritt, um die AHV in den nächsten Jahren zu stabilisieren? Oder ist es ein Versuch, die AHV auf dem Buckel der Frauen zu sanieren? Diskutieren Sie mit!
    Gäste in der Sendung:
    * Tina Deplazes, Vizepräsidentin Junge Mitte
    * Mia Jenni, Vizepräsidentin Juso
    57 min

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